BlowerDoorTest

Diskutiere BlowerDoorTest im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, mal eine gaaanz bescheidene Frage...aber nicht hauen;) Wie spät kann man einen Blowerdoortest machen? Geht dies auch in einem...

  1. #1 HolzhausWolli, 21. November 2007
    HolzhausWolli

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    Hallo,

    mal eine gaaanz bescheidene Frage...aber nicht hauen;)

    Wie spät kann man einen Blowerdoortest machen? Geht dies auch in einem bewohnten Haus?

    Habe keinerlei Ahnung wie hoch der Aufwand ist, welcher Druck? enststeht und welche Vorbereitungsarbeiten nach einem Umzug erforderlich sind.

    Wer kann einem Laien Auskunft geben?:winken

    Danke
     
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  3. #2 Jürgen Jung, 21. November 2007
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    kann man

    machen, der Aufwand ist identisch mit dem im halb fertigen Haus, aber...

    wenn dann was nicht passt, ist die Nachbesserung im bewohnten Haus natürlich wesentlich aufwendiger, wenn man davon ausgeht, dass alles fertig eingerichtet, tapeziert und gestrichen ist :Brille

    Gruß aus Hannover
     
  4. jhd

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    Also

    wen man davon ausgeht, dass das Gebäude dicht ist und vernünftig hergerichtet, dann wäre eigentlich die Abnahmemessung nach Verfahren A im einzugsfertigen Zustand.
    Aber, was passiert wenn der Grenzwert überschritten wird, oder auch bei einem HAus mit Grenzwert 3, wenn dieses bei 2,8 liegt, wer sagt wo Leckagen sind und wenn man denn besser werden möchte, wo liegen die Fehler.
    Am besten messen wenn die luftdichte Ebene hergestellt, aber noch zugänglich ist.
    +
    Gruss Jörn
     
  5. #4 VolkerKugel (†), 21. November 2007
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    Ich sehe da kein Problem ...

    ... die üblichen verdächtigen Leckagen an Anschlussfugen etc sind in der Regel noch zugängig.
     
  6. Herbert

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    Bei einem Nachweis nach EnEV ist

    Verfahren B anzuwenden.
    Der Unterschied zwischen Verfahren A und B liegt nicht im Messzeitpunkt, sondern darin, was abgedichtet werden darf.
    Zum Nachweis nach EnEV siehe auch meine Zusammenstellung Auslegungen Luftdichtheitsprüfung nach EnEV 2002/2004
     
  7. Uwe!

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    BlowerDoor Test mit Dunstabzug

    häng mich hier mal mit einer vermutlich völlig blödsinngen Idee dran....

    Was passiert wenn man im bewohnten Neubaue alle Fenster / Türen geschlossen hat und den Dunstabzug (sofern vorhanden) auf max. laufen lässt. Müsste man da nicht unddichte Stellen entdecken können?
    Oder ist so ein Teil einfach viel zu schwach um da wa damit nfangen zu können?
     
  8. muelleto

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    Sagen wir mal so: bei einer entsprechenden Dunstabzugshaube klappt das schon :). Die Haube müsste dabei aber einen entsprechenden Volumenstrom erbringen,für den sie bestimmt nicht ausgelegt ist.
    Bei einer n50-Messung mit Unterdruck fallen gekippte Fenster wieder zu. Und wem ist das schon einmal bei einer Dunstabzugshaube passiert?

    Also Idee gut, aber die Technik der Dunstabzugshaube gibt es nicht her.
     
  9. Bauwahn

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    Bei UNTERdruck? wirklich?

    Gruß

    Thomas
     
  10. Uwe!

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    also bei Unterdruck sollten Fenster eher auf als zu gehen. Aber die Dunstabzugshaube hat sicher nicht die Leistung eines Ventilators für BlowerDoor Messung. Das ist mir schon klar. Wäre nur mal interessant WIE groß der Unterschied ist. Haub schafft wohl so 600m³/h.
    Aber vielleicht würde es ja zusammen mit einer Nebelmaschine reichen um das ein oder andere Loch zu entdecken?
    Hab allerdings auch keine Nebelmaschine....:o
     
  11. muelleto

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    haut nicht gleich! Ihr habt ja Recht. In der Eile des Schreibens nicht konzentriert.
    Also noch mal richtig: bei Überdruckmessung schließen Kipp-Fenster allein!

    Gruß
     
  12. #11 VolkerKugel (†), 28. November 2007
    VolkerKugel (†)

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    Auch das ...

    ... möchte ich mal bezweifeln. Mich hat´s noch bei keiner Überdruckmessung umgehauen :shades .
     
  13. muelleto

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    ich kann nur sagen: live erlebt!

    wenn mich meine Physik-Kenntnisse nicht ganz verlassen, sind 50Pa als Druck ein Äquivalent von 50kg/m².

    Gruß
     
  14. Bauwahn

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    Nö, N, nicht kg

    Gruß

    Thomas
     
  15. Bauwahn

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    ... entspricht also etwa 5 kg auf einem m².
    Für das Fenster dürfte aber eher die Strömungsgeschwindigkeit entscheidend sein und nicht der statische Druck. Überhaupt dürfte der Fan wohl kaum 50 Pa Druckunterschied aufbauen können, wenn ein Fenster gekippt ist, oder?

    Das enstpricht je nach Hausgröße also grob einem n etwa zwischen 0.5 und 2.
    Aber wieviel Unterdruck schafft die Haube überhaupt?
    Sie müsste 50Pa schaffen UND dabei noch >= 600 m³/h.
    Das glaub ich kaum. Ne thermos 300 DC Lüftungsanlage (habe ich gerade zufällig die Daten hier liegen und die ist schon für ein größeres EFH) OHNE irgendwelche Rohrwiderstände schafft das z.B. nicht. Die kommt da gerade noch auf 400 m³/h und verbrät dann an die 150W. Und das mit stromsparenden Gleichstrommotoren.

    Ok, größere Löcher könnten sich evtl. finden lassen.

    Gruß

    Thomas
     
  16. Uwe!

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    zum "n": ich glaube wir haben 1300m³ umbauten Raum? Wäre dann ein n von kanpp 0,5.
    Zum Vergleich mit der Lüftungsanlage: 150W? Die Haube hat meines Wissen deutlich mehr!

    mal andersrum gefragt: wenn die Haube bei geschlossenen Fenstern läuft kommt außen trotzdem ein merklicher Luftstom an. Die Luft muss ja irgendwo her kommen. Sollte ich mir Sorgen machen?:confused:
     
  17. Bauwahn

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    Das Problem ist, dass Du mit Hausmitteln weder den Druckunterschied noch den Volumenstrom messen kannst.
    Die Haube wird bei geschlossenem Fenster und halbwegs dichtem Haus wahrscheinlich kleine 600m³/h mehr schaffen.
    Was passiert?
    Du hast zwei Linien in einem Druck-über-Volumenstrom-Diagramm:
    1. Die Kennlinie Deines Lüfters. Die fällt vom maximalen Druck bei Null Volumen bis auf Null Druck bei maximalem Durchsatz (Freier Lauf). Logisch. nachvollziehbar, denke ich.
    Wird der Ventilator stärker oder schwächer gestellt verschiebt sich die Kurve nach oben/rechts (mehr Power) oder unten/links (weniger Power).
    2. Die Kennlinie Deines Hauses: Bei welchem Druckunterschied wird wieviel Luft durch die Ritzen nachgezogen, die Linie steigt natürlich an, ist aber zunächst unbekannt. Bei 0 Druck ist der Volumenstrom auch 0.
    Der Betriebspunkt der sich einstellt ist der Schnitt der beiden Linien.
    Beim BDT wird an der Leistung des Lüfters solange geregelt, bis der Unterdruck 50 Pa ist.
    Die Kurve des Hauses bleibt konstant. Und dann wird geschaut wieviel Luftwechsel zieht der Ventilator.
    Nehmen wir an, Deine Haube schafft 600m³/h im Leerlauf (Küchenfenster weit offen) und 200 Pa wenn Du den Abluftschacht dicht zustopfst.
    Dann könnte es z.B. sein, dass sich bei geschlossenem Haus vielleicht 20 Pa Druckunterschied und 150 m³/h abgesaugte Luft einstellen. Oder 30 Pa und 220 m³/h oder irgend sowas. Das spürt man schon.
    Hochgerechnet auf 50 Pa wären das dann vielleicht 400 m³/h und das wär bei 1300m3 umbautem Raum (davon vielleicht 1100 m³ Luft) dann ja noch ein ganz guter Wert.
    Also erst mal kein Grund zur Sorge

    Thomas
     
  18. Bauwahn

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    Btw. 50 Pa entspricht 0,5 mbar/hPa. Das ist also zuwenig um es mit einem Barometer zu messen. Mit einer Schlauchwaage wären es gerade 5mm Wassersäule.
     
  19. Uwe!

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    logisch und nachvollziebar!
    Man hat als Laie immer eine falsche Vorstellung von wie dicht "dicht" sein muss, bzw. macht es sich nicht mittels Rechnung in Form von Zahlen deutlich.

    Gut , bin erst mal wieder beruhigt!:)

    PS: Einen BDT werden wir bei Gelegenheit wohl trotzdem mal machen lassen....
     
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  21. Bauwahn

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    Klar, sinnvoll, meine Zahlenspielchen waren ja nur mit ausgedachten Werten.
     
  22. Jensar

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    Also meiner Meinung nach kannst dur dir den Blower Door Test jetzt schenken. Bei einem Bekannten wurde im fertigen Haus ein Wert von 1,** nachdem andere Mängel festgestellt wurden, wurde der ganze Rigips wieder zurückgebaut und bei einem erneuten BDT gabs nen wert von 4,**...Außerdem kannst du die Leckagen sowieso nicht genau lokalisieren, müßtest den Rigips sowieso zurückbauen um eventuelle Mängel zu beheben.

    Bei mir wurde bei unverspachteltem Rigips BDT durchgeführt und selbst dann konnte man nur zwischen den Rigipsplatten Luftströme erkennen (Infrarot-Kamera). Aber wo genau die Leckagen sind weiß keiner. Also-Rigips runter....

    Bei verspachteltem Rigips wirst du auf jeden Fall nen guten Wert bekommen, der aber nur zur Gewissensberuhigung dient, dir aber sonst nicht weiterhilft.

    Klingt jetzt blöd, is aber so.
     
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