Boden wölbt sich

Diskutiere Boden wölbt sich im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Ich hoffe ich bin hier in der richtigen Abteilung gelandet. Wir überlegen ein altes (nicht unterkellertes) Haus zu kaufen (erste Listungen 1420...

  1. Freija

    Freija

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    Ich hoffe ich bin hier in der richtigen Abteilung gelandet.

    Wir überlegen ein altes (nicht unterkellertes) Haus zu kaufen (erste Listungen 1420 - erste Umbauaufzeichnungen 1740). Auf den Bildern eines befreundeten Architekten ist zumindest schon zu sehen, dass das Haus ein Fundament hat.

    Dann wurde es ca 1985 grundliegend saniert. Dabei wurde auf das EG eine Betonplatte gelegt und die zwei Stockwerke drüber ausgebaut. Laut dem Architekten wurde aber damals das Fundament nicht verstärkt. Jetzt wölbt sich der Boden im EG leicht zur Mitte der Räume hin auf. Fließen sind dadurch nicht beschädigt. Die Wände haben eine ultraleichte Krümmung. Seinerzeit hat ein Statiker die Arbeiten berechnet.

    Kann es sein, dass die Betonplatte einfach zu schwer für das Fundament ist und nun den Boden wölbt? Das war ja vor 30 Jahren, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das weiterarbeitet?

    Knubbelige Fußböden stören uns nicht, wir wollen nur verhindern, dass der Boden (oder die Bodenplatte) irgendwann reißt!!! Gibt es jemanden (Statiker, Architekt) der da vor Ort eine qualifizierte Aussage machen könnte?

    Ich bekomme die Tage die Nummer von dem Statiker, der den Ausbau begleitet hat. Muss der sowas beachten, oder schaut der nur, dass die Wände die Betonzwischendecke tragen können?

    Sorry für die vielen Fragen - aber ich bin mittlerweile mäßig verzweifelt.

    Danke und viele Grüße
    Freija
     
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  3. #2 Inkognito, 8. Juni 2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Der Tragwerksplaner muss selbstverständlich auch den Boden im Auge behalten, er kann aber nur mit den Informationen arbeiten die er hat, z.B. einem Baugrundgutachten. Bitte kontaktieren Sie einen Statiker, es gibt mehrere Ursachen die für ein solches Verhalten in Frage kommen, die wenigsten davon sind gutmütig und die Folgen unabsehbar, bis hin zur Beeinträchtigung der Standsicherheit des Gebäudes.
    Der Kollege, der das damals gerechnet hat, hat vielleicht noch Unterlagen, ich würde allerdings bevorzugt auf einen auf Tiefbau bzw. Geotechnik spezialisiertes Büro ausweichen, also um es deutlicher zu sagen: genau nicht den Kollegen von damals heranziehen.
     
  4. #3 peterk61, 8. Juni 2013
    peterk61

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    Wenn der Boden sich neben den Mauer hebt kann das ein beginnender Grundbruch sein.

    Siehe http://http://de.wikipedia.org/wiki/Grundbruch

    Wenn der Boden sich neben den Fundamente sich senkt, kann dies die Folge von Setzungen des Fundamentes sein.

    In jedem Fall muss ein Statiker und ein Bodengutachter vor Ort eingeschaltet werden.
     
  5. #4 Inkognito, 8. Juni 2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Insbesondere sollte unter keinen Umständen die Sohlplatte herausgeholt werden "um zu sehen, was darunter los ist" oder das Fundament von außen ausgeschachtet werden. Generell Erdarbeiten ausschließlich erst nach Konsultation mit einem Tragwerksplaner vor Ort.
     
  6. Freija

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    Danke für Ihre Antworten.
    Angeblich ist damals eine Ausschachtung und Verstärkung des Fundaments passiert, allerdings finden sich dazu keine Unterlagen. Ich treffe morgen den Statiker der das damals gemacht hat, vielleicht kann ich so was herausfinden.
     
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  8. Freija

    Freija

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    Also, der Umstand ist etwas ungewöhnlich. Der Statiker meinte, dass der Boden damals gut begutachtet wurde an zwei Außenwänden wurde 1969 ein Giebel erneuert und da auch das Fundament verstärkt. An zwei weiteren Wänden wurde 1985 ein neues Fundament angelegt, weil das Haus um den Teil erweitert wurde. Im vorderen Bereich und eine Hälfte der Außenwand wurde nix gemacht. Die Wölbung ist in den Bereichen, die 69 oder garnicht gemacht wurden. Allerdings sind die Fliesen schon älter als 69 und es kann auch einfach ein Verlegungsgeknubbel seinerzeit sein. Die Fliesen sind sehr empfindlich, und bisher haben sie auch im Bereich der Wölbung keinerlei Risse oder ähnliches. Zudem ist an keiner Wand bisher irgendwie sichtbar geworden, dass der Boden sich verzieht. Der Statiker meinte dazu auch, dass sich jetzt nach 30 Jahren da nix mehr bewegen wird.
    Was meint ihr?
     
  9. peterk61

    peterk61

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    Wenn seit 1985 keine zusätzlichen Lasten zu dem Fundament hinzugekommen sind, dürfte sich der Boden jetzt erst nicht zu setzen beginnen.

    Auf jeden Fall sollte die Wölbung genau beobachtet werden. Das bedeutet, dass die Wölbung in regelmäßigen Abständen vermessen wird. Wenn die Wölbung weiter voranschreitet Bodengutachter einschalten.
     
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Boden wölbt sich

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