Bodendämmung im unbeheiztem Keller

Diskutiere Bodendämmung im unbeheiztem Keller im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir bauen ein KFW-40 Haus in Holzständerbauweise mit Keller. Der Keller ist unbeheizt. Evtl. wird ein Raum als Hobbyraum...

  1. #1 Heislebauer, 28. November 2008
    Heislebauer

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    Hallo zusammen,

    wir bauen ein KFW-40 Haus in Holzständerbauweise mit Keller. Der Keller ist unbeheizt. Evtl. wird ein Raum als Hobbyraum beheizt. Wenn dann aber nur gelegentlich bei Bedarf. Ich habe jetzt eine Frage bezüglich des Bodenaufbaus im Keller. Wir bauen mit Architekt und wir sind wirklich zufrieden mit ihm. In seinem Plan ist nun ab Bodenplatte folgender Bodenaufbau drin:
    - 150 mm Bodenplatte (Stahlbeton)
    - 40 mm Estrich
    - 10 mm Fliesen

    Was mich jetzt wundert, ist die fehlende Isolierung des Bodens. Die Wände haben wir mit 60 mm Perimeterdämmung eingehüllt. Was passiert, wenn der Boden nicht gedämmt ist? Wieviel bringt eine Dämmung von 2-4 cm? Viel mehr geht nicht, da der Keller inkl. Treppe bereits fertig ist. Auf Nachfrage beim Architekt hat er nur gemeint, daß es bei einem unbeheiztem Keller nicht unbedingt nötig sei und wir dadurch auch Kosten gespart haben. Allerdings beruhigt mich das nicht so sehr. Deswegen versuche ich gerade herauszufinden, ob eine Dämmung im unbeheizten Keller sein muß oder nicht, bzw. was die Konsequenzen sind, wenn wir den Boden nicht dämmen.

    Viele Grüsse,
    Heislebauer
     
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  3. Meizter

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    Nunja da sich dies als reiner Nutzkeller anhört und auch wohl so schon gebaut ist, hat der Archi recht, Geld gespart. Wenn du jetzt eine Nutzungsänderung vornimmst gibts wohl kalte füße. Bei Wohnkellern ist meistens eine 12cm dicke schicht dämmung unter der Bodenplatte. Wobei ich dies auch nicht befürworte dann lieber ne fußbodenheizung.
    Nun zurück zu deinem Porb du sagtest Treppe ist fertig. Welche Steigungshöhe hast du denn?Und welche Raumhöhe? Wir nehmen mal an 17,5 cm Stgh. + 2,625 STWH. Vll. ist es ja möglich das man 17,5cm aufbaut, mit oder ohne Fußbodenheizung jeddoch mit dämmung. So haste das Prob mit der Treppe erledigt da lediglich eine Stufe wegfällt. OK die Raumhöhe verändert sich jeddoch ist es für dich, und somit besser zu ertragen als kalte füße. Dann hast du folgenden aufbau:
    -120mm Wärmedämmung
    -40 mm Estrich
    -10 mm Fliesen

    Grüße!
     
  4. #3 VolkerKugel (†), 28. November 2008
    VolkerKugel (†)

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    KfW40 :shades mit unbeheiztem/-gedämmtem Keller :shades mit offener Treppe ins EG :shades

    Wie geht datt denn :confused:
     
  5. Meizter

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    Das selbe dachte ich mir auch schon!!!
     
  6. #5 Carden. Mark, 28. November 2008
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  7. Jonny

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    Dabei rechnet's sich mit Keller leichter. :D

    Wie Volker schon andeutete, scheint es so als steht und fällt dein KFW40 mit der Trennung zwischen Haus und Keller. :shades
    Zur Dämmung im Keller, hier wäre auch mehr besser.

    Grüsse
    Jonny
     
  8. #7 Heislebauer, 29. November 2008
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    Hallo und danke für die Antworten.

    Der Keller soll schon weiterhin Nutzkeller bleiben. Bei dem beheizten Raum handelt sich um einen Raum im Keller, der laut Architekt auch einen anderen Bodenaufbau in Trockenbauweise erhalten soll, damit man hier noch ein bißchen Dämmung reinkriegt.

    Als Trennung zwischen Keller und EG ist eine luftdichte Tür vorgesehen. Vielleicht gibt's die auch mit etwas Dämmung, weiß ich jetzt noch nicht. Ist das nicht ausreichend als Trennung? Ist damit kein KFW40 zu schaffen? Ansonsten wird nämlich ordentlich gedämmt. 20 cm Zellulose + 6 cm Holzweichfaser + 6 cm gedämmte Installationsebene. Beim Dach sieht's ähnlich aus. Von daher dachte ich das ein KFW40-Haus locker drin ist. Laut Energieausweis vom Architekt (auch Energieberater) ist das auch so. Klar muß der Keller abgetrennt sein. Ich hoffe, daß eine solche Tür reicht. Ansonsten bleibt noch die Alternative mit Kellerbodenaufbau so hoch wie der erste Tritt. Will ich aber grundsätzlich nicht machen. Mir geht es nur darum, ob ein ungedämmter Boden bei Nutzkellern irgendwann Probleme macht.

    Viele Grüße,
    Heislebauer
     
  9. #8 VolkerKugel (†), 30. November 2008
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    Warum ...

    ... besprichst Du das "Problem" nicht mit Deinem Architekt.
    Der kennt die Planung - wir nicht :shades .
     
  10. #9 Heislebauer, 2. Dezember 2008
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    Hallo Volker,

    ich habe meinen Archi nochmal darauf angesprochen. Er hat gesagt, daß der Keller durch die luftdichte Tür nicht in der thermischen Hülle ist und somit auch nicht in die Berechnung für KFW40 mit einfließt. Soweit so gut. Ich werde auch schauen, daß hier eine ordentliche Tür reinkommt, da mir klar ist, daß es hier Probleme geben kann.

    Mir ging es eigentlich nur darum bezüglich der fehlenden Bodendämmung im Keller noch eine 2. oder 3. Meinung einzuholen. Vielleicht kann noch jemand was zu folgenden Punkten sagen:

    1. Habe ich später bei einem ungedämmtem Boden im Keller mit Problemen zu rechnen (außer kalte Füße) ?
    2. Bringt es was, wenn ich den Boden noch mit 2 cm Styropor dämme?

    Viele Grüße,
    Heislebauer
     
  11. Bauwahn

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    1. Wenn ausreichend durchlüftet (ausser im Sommer, da nur spärlich und zum richtigen Zeitpunkt) und ordentlich getrennt vom warmen Rest, dann gibt's keine Probleme.
    Im Sommer muss man halt aufpassen, dass man nicht tagsüber bei schwül-warmem wetter lüftet, sonst bekommt man ein Tropfsteinhöhle. Aber diese Art von Keller hat über Jahrhunderte hinweg einigermassen funktioniert.
    2. Na ja, besser als nichts. Wichtiger ist aber die Dämmung der Decke zwischen Keller und EG.
     
  12. capslock

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    Abgesehen davon gehört eine anständige Dämmung unter die Bodenplatte und nicht auf.

    Mir wollte bislang jeder Anbieter zuerst einen Isolierestrich aufschwatzen, d.h. 12 cm auf Bodenplatte und dann Estrich drauf.

    Dann stehen aber Innen- und Außenwände auf der kalten Bodenplatte und wirken als Kühlrippen für den Kellerinnenraum. Ich habe mal ausgerechnet, daß auf dem Weg mehr Wärme rausgeht als über 12 cm perimetergedämmte Kelleraußenwände ín horizontaler Wärmeleitung.

    Mag sein, daß das nach EnEV im vereinfachten Verfahren egal ist, weil pauschale Wärmebrückenzuschläge angesetzt werden, die für Isolierestrich und Wände ohne Kimmsten zu gering und für gedämmte Bodenplatte zu hoch sind.
     
  13. capslock

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    Mal off-topic. In Ole gibt es ja nur schönsten Lehmboden, die Stadt hat was gegen Drainage in Kanalisation und Deine Kellerkonstruktion klingt nach normaler Schwarzabdichtung. Wie wirst Du denn Dein Oberflächenwasser los?
     
  14. #13 Heislebauer, 5. Dezember 2008
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    Ich bau nicht direkt in Ola, sondern in Hüttlingen. Dort ist eine Zisterne vorgeschrieben. D.h. das Regenwasser geht erst in die Zisterne und dann in die Kanalisation. Die Zisterne wird natürlich auch noch zur Nutzung von Gartenbewässerung und Toilette benutzt.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann bringt eine Dämmung auf der Bodenplatte sowieso nicht die Welt. Da unser Keller aber nicht beheizt ist, brauch ich sie ja auch nicht unbedingt. Wahrscheinlich werde ich 2 cm Dämmung reinlegen, damit wenigstens etwas drin ist. Die eigentliche Dämmung kommt dann sowiese auf die Kellerdecke. Das ist schon eingeplant und wird auch so gemacht.

    Viele Grüsse,
    Heislebauer
     
  15. capslock

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    Bringt nix ist relativ.

    Typischer Keller hat vielleicht knapp 100 m² Grundfläche.

    10 cm EPS 035 (lambda = 0,035) geben einen spezifischen Wärmewiderstand von 0,10/0,035 = 2,85

    Bei Beton (lambda 2,1) koppelt effektiv vielleicht der erste gute halbe Meter an die Raumluft an. Macht also 0,6 / 2,1 = 0,28

    Wenn Du jetzt 10 m² Mauergrundfläche hast (ist eher viel!), machen Dir die Mauern ungefähr gleich viel Verlust wie der mit 10 cm EPS gedämmte Boden, d.h. mit 10 cm Dämmung halbierst Du Deine Verluste. 2cm hingegen bringen nichts außer vielleicht dem Gefühl warmer Füße, wenn Du darauf nur einen dünnen Teppich verlegst.
     
  16. Baucon

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    Hallo,

    wenn dein Treppenhaus im KG im Luftverbund zum EG steht, wäre
    der Mindestwärmedurchlaßwiderstand nach DIN4108-2 (Anforderungen zum Mindestwärmeschutz) für nach unten ans Erdreich grenzende, nicht unterkellerte Aufenthaltsräume von R = 0,90m²K/W bei deinem Fußbodenaufbau nicht eingehalten.

    Hierzu wäre eine Dämmdicke von knapp 3 cm, WLK 035 erforderlich. In wieweit es sich hier um einen Aufenthaltsraum handelt, hängt u.a. von der geforderten Mindesthöhe und Mindestbelichtungsfläche für Aufenthaltsräume nach jeweiliger Landesbauordnung ab.

    Zu beachten ist auf alle Fälle der Mindestwärmedurchlaßwiderstand von R = 0,25 m²K/W für die an Treppenraumwände angrenzenden Räume mit wesentlich niedrigeren Innentemperaturen.
     
  17. Bauwahn

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    Lufverbund

    "darf" er eh nicht haben, sonst ist sein EnEV-Nachweis nicht mehr gültig.
     
  18. #17 Heislebauer, 8. Dezember 2008
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    Jetzt weiß ich zwar nicht genau, was ihr mit Luftverbund meint, aber bei mir ist es folgendermaßen. Die Kellertür ist im EG. D.h. das Treppenhaus nach unten ist nicht offen. Von daher gehe ich davon aus, daß das soweit ok ist. Liege ich hier falsch?
     
  19. Bauwahn

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    Die Kellertür müsste aber entsprechend dicht sein, wenn hier die Trennung des beheizten vom unbeheizten Teil des Hauses ist.
     
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  21. #19 VolkerKugel (†), 10. Dezember 2008
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    Das gleiche Problem ...

    ... habe ich gerade bei einem KfW40-Haus, nicht unterkellert aber mit einem nicht beheizten Anbau an die Garage mit Tür zum Hauswirtschaftsraum im beheiztem Bereich.

    Problemlösung: Gedämmtes Türblatt (Schwachstelle im EnEV-Nachweis berücksichtigt!) mit vierseitig umlaufender Dichtung, dazu Schwellenholz mit eingefräster Dichtlippe und PZ-Schloss. Die Tür muss natürlich beim BDT abgeschlossen werden, damit das Türblatt auch richtig an die Dichtungen herangezogen wird.

    Dass das im täglichen Gebrauch dann etwas anders aussehen wird, weiß ich :konfusius .
     
  22. capslock

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    was kostet eigentlich so eine Tür?
     
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Bodendämmung im unbeheiztem Keller

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