Bodenerdarbeiten Mehrkosten von 14.800€ normal?

Diskutiere Bodenerdarbeiten Mehrkosten von 14.800€ normal? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag, wir Bauen mit einem Bauträger ein Schlüsselfertighaus. Im Vertrag steht bis 30cm Aushub und wieder Auffüllen ist im Preis inkl. Laut...

  1. Brownys

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    Guten Tag,
    wir Bauen mit einem Bauträger ein Schlüsselfertighaus.
    Im Vertrag steht bis 30cm Aushub und wieder Auffüllen ist im Preis inkl.
    Laut unserem Bodengutachten muss der Mutterboden 1m ausgehoben werden. Dafür haben wir die Mehrkosten von ca. 2500€. Alles gut, haben wir akzeptiert.

    Nun bekommen wir von unserem Bauträger die Info (3Wochen vor Baubeginn) dass nun Mehrkosten für die verstärkte Sohle mit Balkenrost uns noch zusätzlich berechnet werden: Diese belaufen sich auf 12.331,-€.

    Ist das normal? Wenn ja, konnte man uns diese Kosten nicht schon vorher mitteilen und nicht wenn alles schon verplant ist?

    Im Anhang findet Ihr das Bodengutachten.

    Vielen Dank für die ANtworten
     

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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 2. Oktober 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Tja - da ist die Frage, wann der GÜ das Baugrundgutachten erhalten hat. Für mich klingt das stark nach - nach der Unterschrift!
    Dann - leider verloren. Das Baugrundrisiko liegt beim Bauherren! Darum schreiben wir ja wie die Gebetsmühlen - vor der Unterschrift das Bgg einholen und an den GÜ/Planer geben
     
  4. Brownys

    Brownys

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    Das Gutachten haben wir nach der Uterschrift erstellen lassen. Das Angebot vom Tiefbauer für den Aushub von 1m liegt seit 6Wochen bereit.

    Sind den diese warnsinnigen Kosten überhaupt realistisch und normal?

    Zitat Vertrag:

    Die Absteckung des Baukörpers erfolgt durch das Herstellen eines Schnurgerüstes auf Winkelböcken durch Bauträger. Die Sockelhöhe wird im Einvernehmen mit den Bauherren und
    gemäß den Auflagen des Bauamtes festgelegt. Die konstruktiv bewehrte Frostschürze wird in ca. 40
    cm Breite aus Beton (C25/30) frostfrei in Erdschalung gegründet. Die Sohlplatte wird aus Stahlbeton
    in einer Stärke von ca. 15 cm mit 2-lagiger Stahlbewehrung Q188 A erstellt. Ein feuerverzinkter
    Fundamenterder wird gem. VDE-Richtlinien eingebaut. Sollten sich laut Bodengutachten
    Abweichungen von der Statik ergeben, so werden diese je nach Aufwand mit den Bauherren
    abgerechnet. Die Grundleitungen unterhalb der Sohle werden gem. Fundamentplan verlegt.
    Außerhalb der Grundplatte werden die Grundleitungen von den Bauherren selbst verlegt oder in
    Auftrag gegeben. Maßgebend für die Anschlusspunkte ist der Fundamentplan und nicht der
    Entwässerungsplan
     
  5. RMartin

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    Wenn Grundlage im Vertrag nur ein 15cm Bodenplättchen ist, dann ist klar, dass es nach dem Bodengutachten Mehrkosten gibt.
    Egal wie gut der Boden ist - 15cm plant heutzutage kein Statiker mehr.
    In wieweit der Tragwerksplaner nun 'übertrieben' hat und das derzeit geplante wirklich erforderlich ist, sollte verifiziert werden. U.U. von einem separat von Dir beauftragten TWP.
    Ist das Ergebnis dann eine weniger kräftig dimensionierte Konstruktion, kann man bzgl. der Mehrkosten besser auf Reduktion argumentieren.
     
  6. #5 Gast036816, 2. Oktober 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    die mehrkosten resultieren aus statik und bodengutachten. wenn im nachhinein das bodengutachten erstellt wurden und die in der kalkulation angenommenen werte für die gründung nicht ausreichen, dann kommt es zu mehrkosten. gab es denn eine statik zum zeitpunkt der beauftragung oder wurde die auch danach erstellt? ein verstärkter balkenrost ist ganz was anderes als die standartgründung im vertrag!
     
  7. RMartin

    RMartin

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    15cm Bodenplatte als Gründung wie es im Vertragsauszug vermerkt ist, ist aber meines Erachtens keine Standardgründung. Habe zwar schon beruflich länger nichts mehr mit EFHs zu tun, aber so meine ich Gründungsbauteile von EFHs dann doch nicht zu kennen.
     
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  9. Brownys

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    Als die Statik geprüft wurde, lag das Bodengutachten dem Statiker bereits vor. Daraufhin erhilten wir lediglich die Mehrkosten über den Aushub.
    Uns war klar, dass unser Boden nicht der beste ist, allerdings wurden die Mehrkosten damals von einem erfahrenem Auge auf max. 6000€
    geschätzt.

    Ich lese viel in Bautagebüchern, aber sowas ist mir noch nicht begegnet..
     
  10. PeMu

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    Jupp da klafft eine große Lücke zwischen Angebot und Realität.

    Wer ist AG des Statikers? Der GÜ?

    Irrsinn ist: Wenn man weis, dass der Boden nicht der Beste ist, sowieso ein BGG erforderlich ist, dass erst danach zu erstellen. Bei solchen Gründungsverhältnissen schluckt man den Brocken oder die Planer + Gutachter hat man im Zugriff und bezahlt die zum tüfteln.

    Mal laut gedacht: Statiker vom GÜ bezahlt, einfach, robust. GÜ rechnet laut Vertrag nach Aufwand ab. Wozu sich ein Bein ausreißen? Wozu nach Lösungen suchen - ist Aufwand, ggf. mit Risiken behaftet? AG bezahlt doch nach Bedarf.
     
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