Bodengutachten - Analyse und Folgen

Diskutiere Bodengutachten - Analyse und Folgen im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag, ich habe vor kurzem auf unserem Grundstück ein Bodengutachten erstellen lassen. Das Grundstück ist auf den ersten Metern leicht...

  1. Pamiko

    Pamiko

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    Guten Tag,

    ich habe vor kurzem auf unserem Grundstück ein Bodengutachten erstellen lassen.

    Das Grundstück ist auf den ersten Metern leicht abfallend (Höhenunterschied Straße zu tiefstem Punkt ca. 1m), danach ist es ziemlich gerade. Wir möchten ohne Keller bauen.
    Bisher war geplant, ein Haus mit Eingang auf einer Zwischenebene zu bauen (Split-Level), um den Höhenunterschied auszugleichen.

    Das Bodengutachten macht mich nun etwas nachdenklich. Ich (Laie), habe es jetzt mittlerweile so verstanden, dass der Boden nicht so gut ist und entweder getauscht werden müsste oder aufgeschüttet. Versteht Ihr das auch so?
    Was mich natürlich aktuell interessiert, was rein von den Bodenarbeiten günstiger kommen würde? Kann einer der Experten mal eine Zahl in den Raum werfen, was sowas kosten würde? Regionale Unterschiede sind klar, aber ich habe gar keine Vorstellung. 10k? 20k? 30k?

    Da ich viel aus dem Gutachten nicht verstehe, bin ich auch über alle weiteren Hinweise/Infos dankbar.
    Natürlich werde ich es auch zeitnah mit einem GÜ/Architekten durchsprechen.

    Vielen Dank und Gruß
     

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  3. Pamiko

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    Hallo,

    kann mir keiner etwas zu meinem Bodengutachten sagen?

    VG
     
  4. planfix

    planfix Gast

    nach dem abschnitt grundwasser, würde ich als planer hinterfragen, ob man eventuell den keller/ split sparen möchte, wie das dann mit dem split level und eingang auf zwischenebene laufen soll, erschließt sich mir jetzt nicht, oder hast du auf hauslänge ca. 1,50m höhenunterschied?
    durch den versatz der bodenplatten bei einem split, entsteht auch wieder einer höherer gründungsaufwand. der weiche boden von der höheren ebene sollte aus meiner sicht, auch bis auf posterhöhe niedrigere ebene ausgetauscht werden, da der boden mit einer hohem fließempfindlichkeit eingestuft wurde.
    wenn also durch die schaffung des split level keine wesentlichen vorteile (z.B. abstandsflächen) entstehen, würde ich darauf sowieso verzichten.
     
  5. Pamiko

    Pamiko

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    Evtl. wurde "Split-Level" falsch verstanden. Es gibt nur eine Bodenplatte. Einziger Unterschied zum normalen Haus ist, dass der Hauseingang ca. 1,50m höher liegt und man anschließend ins Erdgeschoss eine halbe Treppe runtergeht und ins Obergeschoss eine halbe Treppe hochgeht. Der Eingang liegt also auf einer Zwischenebene.
    Die Wände des Erdgeschosses wären also zur Straße hin zum Teil erdliegend und nach hinten komplett offen. (ich habe mal eine Grafik als Beispiel hinzugefügt, wie es von außen aussehen könnte)

    Der gesamte Höhenunterschied (also tiefer als die Straße) von 1m-1,5m ist auf den ersten Meter des Grundstücks (ich schätze nach 6-7m Entfernung zur Straße verläuft das Grundstück relativ eben bis zur hinteren Grenze bei einer Gesamtlänge von ca. 40m).

    Ich hoffe, ich konnte mich jetzt klarer ausdrücken. :-)

    Was meinst du genau mit "nach dem Abschnitt Grundwasser"? Grundwasser hatte ich bisher noch gar nicht wirklich auf dem Schirm. Kannst du mir das erklären?
    Würdest du eher zum Aufschütten tendieren?
     

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  6. planfix

    planfix Gast

    der schnitt ist noch etwas rudimentär.
    wo liegt das natürliche gelände, der kanal, die rückstauebene und wo HGW?

    ja, ich würde eher aufschütten. und da du tiefer bist als straße würde ich zu 200% aufschütten!
    was macht das regenwasser von der straße, wenn es wirklich mal einen wolkenbruch gibt, der das bemessungsereignis für den kanal überschreitet?
    du säufts ab, ... und wenn du unter der rückstauebene liegst,und der SW Kanal noch einen rückstau produziert, nicht nur mit regenwasser.

    es scheint sich auch so zu entwickeln, daß die regenereignisse, die bisher bemessungsgrundlage für abflüsse und kanäle waren, vom wetter nicht mehr berücksichtigt werden :p
    das wetter war in den letzten letzten jahren heftiger, und die bemessung nach 20 jährigem ereigniss welches inzwischen bald jährlich auftritt, ist aus meiner sicht auch überholt.
     
  7. Pamiko

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    Ich habe den Schnitt auch nur zum Verständnis beigefügt.
    Danke für deine Einschätzung. Macht auch absolut Sinn.

    Kannst du vielleicht mal eine Zahl in den Raum werfen, was du für das Aufschütten schätzen würdest?

    Auch sonstige Meinungen sind weiterhin gerne gesehen...
     
  8. #7 Pruefhammer, 9. Oktober 2015
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    So kann da keiner eine Zahl nennen. Da musst du mal angeben um welche Fläche und Auffüllhöhe es sich handelt - im Ergebnis also welches Volumen wird benötigt. Lt. Gutachten werden benötigt Geotextil und entsprechendes Polstermaterial. Das muss geliefert und lagenweise eingebaut und verdichtet werden. Wenn Du Zahlen nennst kann man ungefähr rechnen.
     
  9. Pamiko

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    hmm, Zahlen sind wirklich schwierig.
    Gehen wir mal von folgendem aus:
    Grundstücksbreite 19m
    Länge der aufzuschüttenden Fläche ca. 20m
    Höhe im Schnitt ca. 1,50m

    Um was handelt es sich denn bei Geotextil?
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 9. Oktober 2015
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    Wenn es einen Schnitt gibts, muss es doch auch einen Planer geben. Und der muss doch auch Kosten rechnen - egal ob freier oder GÜ.
     
  11. Baumal

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    bei dieser schnittdarstellung würde ich mir ganz
    andere gedanken machen.
     
  12. Baumal

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    nix wie weg.
     
  13. mls

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    lieber nicht :p

    du kannst durch das hin-und-herschieben der themen im spannungsfeld
    gründung-abdichtung-split-nosplit-entwässerung-robustheit-schönheit
    irgendwas im bereich 5 bis 10% der baukosten drehen.
    dem stehen qualitätssprünge von 50-100% entgegen.
    deswegen müssen architekt und twp in lph 2 varianten liefern. anhand
    denen lassen sich dann detailaussagen rausarbeiten, die zur geeignetsten
    lösung führen.
     
  14. Pamiko

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    Ja, wir waren in Recht weit fortgeschrittenen Planungen mit einem GÜ, was aber aus vertraglichen Gründen (Zahlungsplan und anderes) nichts geworden ist.
    Das war aber auch vor dem Bodengutachten. Daher hat sich die Situation nun komplett geändert und wir sind quasi wieder am Anfang.

    Bevor ich mich jetzt wieder mit anderen Planern hinsetze, wollte ich mich vorab schon über das Bodengutachten und die Folgen daraus informieren.

    Den letzten Beitrag verstehe ich leider nicht ganz.

    Ist meine ursprüngliche Frage denn so unangenehm, dass bis auf ein User niemand Antworten zu eigentlichen Fragestellung liefern möchte?
    Als Laie verstehe ich das Bodengutachten nunmal nicht wirklich. Bisher habe ich ausschließlich herausgefunden, dass der Boden wegen mangelnder Wasserdurchlässigkeit nicht geeignet ist und entweder aufgeschüttet oder ersetzt werden muss.
    Gibt es sonst noch andere wichtige Punkte, die man aus diesem Gutachten herauslesen kann?
    Vorstellungen zu Kosten habe ich leider auch keine. Deshalb war ja meine Bitte nach einer groben Hausnummer.

    Ich möchte hier wirklich niemandem zu Nahe treten, aber ist es denn nicht Sinn und Zweck eines Forums, dass man sich privat nach Informationen erkundigt? Das dies keinen Architekten oder Planer ersetzt versteht sich von selbst...
     
  15. mls

    mls Bauexpertenforum

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    die antwortet auf deine frage findet sich durch planung.
    das ist eine andere hausnummer, als eine frage nach
    der schönsten autofarbe (würde durchaus sinn machen,
    wenn man auf den wiederverkaufswert schaut ..).

    das (wenige), was man in dem schnitt erkennt, würde
    mich (bei ausreichender abstraktion) nicht stören ..
    auch nicht, wenn man da level splittet.
     
  16. lawrence

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    Glaubst du nicht dem TE würde eine Aufzählung 2-3 problematischer Punkte besser helfen?!.
     
  17. #16 gunther1948, 9. Oktober 2015
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    hallo
    warum soll ich einer für lau hier reinknien und belastbare vorschläge machen, der hat leute die er dafür bezahlt und mit dem ergebnis muss er halt leben. die falsche wahl haste ( fast wie in der ehe ) ein lebenlang an der backe.

    gruss aus de pfalz
     
  18. Baumal

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    vorschlag 1 : wie soll das gebäude statisch stehen bleiben?
    vorschlag 2: die treppe ist nicht begehbar.
    vorschlag 3: kein bock auf do it yourself malerei.
     
  19. lawrence

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  21. #19 Pruefhammer, 9. Oktober 2015
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    dein Haus wird ja später keine 20x20m haben nehme ich mal an. Bei dem Gründungspolster (unterm Haus) kannst du mal gaanz grob 50€/cbm inkl. Einbau rechnen. Wie man den Rest des Grundstücks auffüllt wäre noch zu diskutieren.
    Ob Dir das jetzt weiterhilft (in Anbetracht der Aussagen der Beiträge vor mir) sei dahingestellt.
     
  22. Pamiko

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    Ich verstehe manche Beiträge hier wirklich nicht. Der Schnitt steht doch gar nicht zur Diskussion, sondern es geht doch eigentlich um das Bodengutachten:eek: Ich habe den Schnitt nur zu Verdeutlichung hinzugefügt, weil in der ersten Antwort scheinbar "Split-Level" anders verstanden wurde.

    @gunther1948: Warum soll sich hier einer reinknien und eine Planung machen? Das habe ich an keiner Stelle verlangt. Um die Leute darauf hinzuweisen, man soll doch bitte direkt zum Architekten gehen, brauch man sich doch wirklich nicht in einem Forum anzumelden. Es geht doch darum, anderen mit Fragen zu helfen. Wenn Sie Finanzfragen haben, sage ich Ihnen ja auch nicht, dass Sie doch bitte zu einem Berater gehen sollen, da die schließlich Geld dafür bekommen.

    Ich wollte einzig und allein Hilfe, das Bodengutachten und die Folgen zu verstehen.
    Vom Split-Level habe ich mich mittlerweile schon verabschiedet.

    Trotzdem vielen Dank schon mal an die nützlichen Kommentare
     
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Bodengutachten - Analyse und Folgen

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