Bodengutachten - Baugrubenabnahme, Gründungssohlenabnahme

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  1. tojger

    tojger

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    Hallo! Wir haben für unser Bauvorhaben (EFH mit Garage) einen Bodengutachten machen lassen. In diesem stehen neben den Angaben zu den Bodenbeschaffenheiten, die laut der Bauausführungsfirma auf keine extra Fundierungmaßnahmen deuten, folgende Hinweise:

    "Seitens des (Verfasser des Gutachtens) wird empfohlen, die Grundungssohlen gutachterlich abnehmen zu lassen."
    "Zur Gewährleistung einer Gründung auf einheitlich tragfähigem Baugrund sind Baugrubenabnahmen durchzuführen."

    Die Bauausführungsfirma (noch nicht beauftragt) hat daraufhin einen folgenden Absatz zum Baubeschreibungs-Entwurf im Punkt Gründung/Bodenplatte vorgeschlagen:

    "Eine Bodenpressung mit 200 KN/m², bzw. 280 KN/m² Sohlwiderstand, wird vorausgesetzt.
    Gemäß dem, vom AG/Bauherrn zur Verfügung gestelltem Bodengutachten des ... wird ein Sohlwiderstand in einer Tiefe von 1,00 m erreicht. Die Fundamente werden frostfrei, nach Statik erstellt. Im Festpreis ist eine Gründungstiefe bis 80 cm ab Oberkante Bodenplatte (Oberkante Bodenplatte = Straßenniveau) kalkuliert. Die Bodenplatte wird aus Beton mit unterseitiger Wärmedämmung gemäß Wärmeschutzberechnung erstellt. U-Wert 0,175 W/m²K. Gemäß Bodengutachten sind keine zusätzlichen Gründungskosten zu erwarten.
    Sollte, die vom ... empfohlene Abnahme der Baugrundabnahme zusätzliche Gründungsmaßnahmen fordern, so sind diese zusätzlichen Gründungskosten gegen Unternehmerangebot, separat abzurechnen."


    Meine Frage: Heißt das, dass die Beauftragung dieser Abnahme zu unserer Pflicht wird? Können wir uns dagegen entscheiden? Wenn ja, welche Konsequenzen auftretten können?
    Ich bin nämmlich nicht sicher ob es eine wirklich notwendige Maßnahme ist, oder etwa nur etwas, das der Geologe gerne machen würde um Geld zu verdienen (Übrigens, ganz schön teuer - laut Angebot über 400 €!)

    Danke im Voraus für Eure Hinweise!
     
  2. Eric

    Eric

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    Ist doch ganz einfach zu beantworten:

    Wenn Du Abenteuer und Risiko liebst, dann spare die " ganz schön teuren 400,00 € " ein, frag aber nicht uns, ob diese Entscheidung richtig ist.
     
  3. am1003

    am1003

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    Willst du die Gewissheit haben, das der Boden das Haus trägt? Oder kannst du zur Not auch damit leben, das den Haus evt. mal Risse bekommt, weil es absackt.

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  4. #4 Gast036816, 11.12.2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    die sohlenpressung des unternehmers ist schon ein mächtiger wert für ein einfamilienhaus. lass den wert vom bodengutachter prüfen, nicht dass dir da ein nachtragstor ungeahnter grösse aufgestossen wird.
    lass doch die baugrube vom bodengutachter prüfen, der kann auch mittels fallplattenversuch die bodenpressung nachweisen, bevor das gebäude darauf gegründet wird.
    merke: baugrundrisiko ist bauherrenrisiko, das kannst du nicht verkaufen!
     
  5. #5 OLger MD, 11.12.2015
    OLger MD

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    Von wo aus gemessen? Straße, Grundstück, Grasnarbe am Messpunkt, Bezug auf amtl. Höhensystem ??

    Da wären schon mal 20 cm die irgendwo noch fehlen: in der Planung, in den Massen, in de Ausführung und im Preis.

    Und ab hier können u.u.U. aus 20 auch ganz schnell 40 oder 60cm werden, die sich als Lücke erweisen zwischen dem tragfähigen Baugrund und der Unterkante der bepreisten Gründung.

    als erstes eine Maßstabsgetreue Zeichnung mit Längs- und Querschnitten erstellen zu lassen, die sich höhenmäßig auf ein gemeinsames (idealerweise das amtliche) Höhensystem bezieht - und zwar für alle Darstellungen (Straße, Gehweg, haus, Zufahrt, Bodenprofile, Rammsondierungen...) und in der alle relevanten Angaben (Gründungsssohle, Bodenplatte, Fußbodenaufbau, Baugrundschichtungen...) enthalten sind.

    Erst dann, weißt Du was fehlt zwischen den -80cm des Baubetriebes und den -1.00m tragfähigem Baugrund.

    Und 400 € sind nicht zu teuer aber gut investiert. 400,- für vorbereitende Arbeiten im Büro (Sichten/Drucken von Plänen, Baugrundgutachten, Lageplan), Fahrtkosten und Fahrzeiten zur/von der Baustelle, Begutachtung, Messungen vor Ort, Abstimmung mit dem Baubetrieb, Fragen des Bauherren beantworten..... Messungen auswerten, Protokoll und Gründungsempfehlung schreiben, Versand, ggf telefonische Nachfragen...

    Über die "zusätzlichen Gründungskosten" solltest Du Dir schon jetzt ein Angebot von der Baufirma geben lassen. Meinetwegen ein "abgestuftes":
    - Kosten für Mehrauffüllungen bis 20cm zusätzlich incl. Material, Einbau, Verdichtung [€/m³]
    - Kosten für Mehrauffüllungen bis 40cm zusätzlich incl. Material, Einbau, lagenweise Verdichtung [€/m³]
    - Kosten für Mehrauffüllungen bis 60cm zusätzlich incl. Material, Einbau, lagenweise Verdichtung [€/m³]
    aber mit eindeutiger Formulierung, damit nicht bei 60cm Mehrbedarf an Auffüllung die Positionen für 60 und für 40 und für 20cm abgerechnet werden. Das Angebot muss dann auch die Nebenarbeiten enthalten, wie Aushub, Entsorgung des Aushubes, Maschineneinsatz, alle Lohnkosten, BE, AGK und Aussagen zur Bauzeit. Ebenso muss geprüft werden, ob bei einer tieferen Baugrube Wasserhaltungsmaßnahmen, Niederschlagswasserschutzmaßnahmen, Böschungssicherungen usw. erforderlich werden.

    Wer macht eigentlich die Bauüberwachung bei Eurem Vorhaben ?
     
  6. #6 Gast036816, 11.12.2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    wer wohl, der auftragnehmer höchstpersönlich!
     
Thema: Bodengutachten - Baugrubenabnahme, Gründungssohlenabnahme
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