Bodengutachten + Laborwerte???

Diskutiere Bodengutachten + Laborwerte??? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo Profis, Es geht um ein Bodengutachten. Wir wollen dieses jetzt beauftragen lassen. Uns wurde gesagt es sei möglich + sinnvoll auch...

  1. Juche

    Juche Gast

    Hallo Profis,

    Es geht um ein Bodengutachten.

    Wir wollen dieses jetzt beauftragen lassen.

    Uns wurde gesagt es sei möglich + sinnvoll auch eine Bodenprobe in ein Labor zu schicken um dies nach Schadstoffen zu untersuchen.

    Folgende Frage.

    Was passiert wenn Schadstoffe festgestellt werden? Kommen Kosten auf uns zu? Dürfen wir trotzdem bauen?

    Wenn wir die Bodenprobe nicht in ein Labor schicken. Was kann uns dann passieren?
    Könnten später Kosten auf uns zu kommen, falls doch Schadstoffe enthalten sind? (Wer prüft das dann?)
    Kann man den Aushub später verkaufen? Bruacht man dazu ein Bodengutachten mit einer Schadstoffprobe?

    Es geht nur um ca. 230€. Wir sind uns eigentlich sicher keine Schadstoffe im boden zu haben. Nur wenn wir es machen lassen, wecken wir vieleicht schlafende Hunde? Wenn wir es nicht machen - kann uns irgendwas im nachhinein passieren?

    Ich meine wenn wir es jetzt machen lassen müssen wir ggf. zahlen bzgl. der gesonderten Lagerung. Machen wir es jetzt nicht und später wird es festgestellt müssen wir auch zahlen.

    Ist es nicht sinnvoller es dann nicht zu machen?

    Hoffe auf eure Unterstützung.

    Gesamtgutachten würde 1300€ netto kosten. Wobei die Laborwerte 235€ betragen.

    Viele Grüße
    Jochen
     
  2. #2 RMartin, 18.11.2010
    RMartin

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    Kommt immer drauf an was für Schadstoffe im Boden enthalten sind. Aber generell läßt sich schon sagen, dass die Entsorgung von kontaminiertem Bodenmaterial mehr kostet als von 'sauberem' Boden.
    Du als Bauherr bist für Deinen Boden verantwortlich. Daher ist es ratsam zu wissen was wirklich los ist. Was war denn früher auf dem Grundstück? Normalerweise sorgt man sich um solche Themen nicht unbegründet....da muss doch eine Vorgeschichte sein?!

    Wenn Du die Analyse nicht machst und die Deponie bemerkt Kontamination (was dann sehr wahrscheinlich ist), dann wird es mehr kosten als wenn Du es vorher gewußt und entspr. beauftragt hättest.
     
  3. #3 Skeptiker, 18.11.2010
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    Ohne Originalvorlage einer Analyse nimmt einem hier in der Region keiner mehr Boden ab - eine Deponie schon garnicht, aber nach meiner Beobachtung auch kein Erdbauer oder Transporteur. Und die Vermischung von Böden zur Grenzwertunterschreitung ist strafbewert! Also lieber gleich testen lassen und vorher wissen was kommt. :shades
     
  4. #4 applegg, 18.11.2010
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    super

    für 235 Euro die eigene Gesundheit und die der Kinder auf's Spiel setzen.
     
  5. #5 ecobauer, 18.11.2010
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    Ist ja mal wieder super übertrieben!!!:yikes

    Auf was soll denn das Labor untersuchen??? Es glaubt doch wohl keiner, dass die auf alle möglichen Schadstoffe testen.
    Also braucht es wohl eine Vorgeschichte zu dem Grundstück, um eine evtl. Belastung ableiten zu können. Und nur darauf wird dann i.d.R. untersucht. Sonst könnte das wohl keiner mehr zahlen und für 235 Euronen wäre das schon mal grad gar nicht zu haben.
    Ich würde also mal herausfinden wollen, ob es überhaupt in Frage kommt, dass eine Vorbelastung vorliegt. Wenn das klar verneint werden kann, könnt ihr auch getrost auf die Laboruntersuchung verzichten.
     
  6. #6 ChristianMa, 18.11.2010
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    Es wäre vielleicht nicht unwichtig zu wissen, wer und warum meinte, dass das sinnvoll sei.
     
  7. #7 Thomas Traut, 18.11.2010
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    Das wäre mir neu. Bist Du sicher? Worauf wird denn untersucht?
     
  8. KATMat

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    Das wird

    die Untersuchung nach LAGA-Liste sein. Die geht tatsächlich auf alle möglichen Schadstoffe und ist für die Entsorgung fast immer erforderlich.
    Da werden u.a. Schwermetalle, CKW, BTEX, PAK, PCB, Mineralölkohlenwasserstoffe, Cyanide und Phenole untersucht also alles, was normalerweise so auftreten kann.
    Man sollte allerdings die Sache so abstimmen, dass der Zeitraum zwischen Analyse und Abfuhr nicht zu groß wird; dann wird sie möglicherweise nicht mehr vom Erdbauer bzw. Entsorger anerkannt.
     
  9. #9 Skeptiker, 18.11.2010
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    "Schadstoffe nach LAGA-Liste", noch konkreter müsste ich auf einer der gescannten Analyse-Listen nachsehen.
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    Fachleute

    ich hätte jetzt fast jemanden zitiert ..

    Es ist schon so, dass immer mehr annehmende Stellen (Entsorgungs- / Verwertungsunternehmen) oder auch Tiefbauer (Klärung der Einbaumöglichkeiten auf anderen Baustellen) auf eine LAGA-Untersuchung bestehen, mittlerweile auch bei "organoleptisch unauffälligen, gewachsenen Böden" - ist aber regional sehr unterschiedlich.

    Nur wenn - Untersuchung dauert so 4 - 5 Tage - baubegleitend, macht das dann richtig Spaß.

    Und so richtig kalkulieren kann es der Tiefbauer auch nicht (er wird also im Vorfeld auf der sicheren Seite, etwas "schlechteres" annehmen - z.B. Z 1 statt Z 0 (und das kostet dann mehr als 230 Euro).


    aber: man kann getrost darauf verzichten - jupp
     
  11. Juche

    Juche Gast

    Hallo,

    Nein das Grundstück hat schon immer leer gestanden, deswegen gehe ich ja auch davon aus das da nichts ist. Früher haben mal Pferde darauf gegrast, aber Pferdipipi ist ja kein Schadstoff:D

    Mir geht es nicht um die 235€ nur darum was auf uns zu kommt wenn wir es nicht prüfen lassen und es stellt sich später heraus das doch was nicht i.O. ist bzw ob uns einer (Behörde) sagen kann, wenn wir es prüfen lassen und es ist irgendwas gefunden worden, ihr dürft hier nicht bauen. Sprich schlafende Hunde wecken.
     
  12. gast3

    gast3 Gast

    :irre

    OK ..

    Fall 1 - positiv: die Untersuchungen werden gemacht, ist alles in Ordnung = ihr bekommt eine vernünftige Kalkulation - Nachträge unwahrscheinlich = alles wird gut

    Fall 2 - +/- positiv: die Untersuchungen werden gemacht, ist nicht alles in Ordnung = ihr bekommt trotzdem eine vernünftige Kalkulation - Nachträge unwahrscheinlich = alles wird gut (nur ein bißchen teurer)

    Fall 3 - +/- negativ: die Untersuchungen werden nicht gemacht = ihr bekommt keine vernünftige Kalkulation - Nachträge wahrscheinlich = alles wird gut (nur ein bißchen mehr teurer)

    Fall 4 - negativ: die Untersuchungen werden nicht gemacht = ihr bekommt keine vernünftige Kalkulation, es ist nicht alles in Ordnung - Nachträge, Baustillstand etc. = alles wird gut (nur verdammt teurer)


    Aber bauen dürft ihr, nachdem dann alle Behördenauflagen erfüllt sind :shades


    eine vernünftige Kalkulation eines Bauherren sieht für mich anders aus.

    Mal darüber nachgedacht, wieviel du für Fliesen etc. ausgibst - also ich fände so ein wenig Planungssicherheit nicht schlecht, aber - naja - der Eine liebt das Risiko ..
     
  13. #13 ChristianMa, 18.11.2010
    ChristianMa

    ChristianMa

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    WENN wirklich was im Boden ist willst du es doch im Eigeninteresse (Gesundheit etc.) schon wissen, denn die Kontamination wird sich dann wohl nicht nur im Aushub befinden...
     
  14. gast3

    gast3 Gast

    OK die 2.

    so ein bißchen, sollten wir die Scheune im Dorf lassen ...

    Gefährdungsaspekt ist eine andere Geschichte.

    Er lässt ein Bodengutachten machen. Sollte dabei wirklich etwas "auffälliges" angetroffen werden, ist dem dann eh gezielt nachzugehen (obwohl ich oft genug erlebe, dass selbst Bauherren mit kleinen Kindern, eine für mich nicht nachvollziebare Schmerzgrenze haben - so späterer Garten voller Schlacken / Aschen etc. = wollen wir gar nicht wissen - alles wird gut, bis zum xxx - nein: ist hier erst mal nicht zu erwarten)

    Ohne Verdacht, ist erst mal die bautechnische Umsetzung gefragt.
     
  15. Juche

    Juche Gast

    Hi,

    Natürlich wollen wir selbst Sicherheit haben und die 235€ sind mir auch vollkommen egal. Ich wollte nur wissen ob was passieren könnte wie Bauverbot wenn wir den Test machen lassen und es kommt was schlechtes raus. aber nach der tollen Zusammenfassung werden wir es nun machen.
     
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