Bodengutachten von der Nachbarschaft

Diskutiere Bodengutachten von der Nachbarschaft im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen wie aussagekräftig ist ein Bodengutachten vom Nachbargrundstück/e? Situation: Baugebiet mit 6 Grundstücken a ca 500m². Der...

  1. Rudirabe

    Rudirabe Gast

    Hallo Zusammen
    wie aussagekräftig ist ein Bodengutachten vom Nachbargrundstück/e?

    Situation:
    Baugebiet mit 6 Grundstücken a ca 500m². Der Nachbar ist also mit 3m Entfernung ziemlich nah dran.

    Könnte man sich auf dieses Gutachten stützen? Ich habe mal in Vorlesungen gelernt, dass dies durchaus gemacht werden kann.

    Grüße Rudirabe
     
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  3. ecobauer

    ecobauer

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    Klar, machen kann man alles. Man sollte sich jedoch vorher über Sinn und Folgen schon mal Gedanken machen.
    Hier im Forum gibt es zu Baugrundgutachten schon zig Beiträge.
    Tenor: Ohne Gutachten für das eigene Baugrundstück läuft man Gefahr, dass später Schäden auftreten, da der Baugrund sich auch innerhalb kleiner Grenzen schon erheblich ändern kann.
     
  4. Ropi

    Ropi

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    Mach ein eigenes Gutachten. Nur als Beispiel: Unsere Nachbarin (Aachen) hat komplett Sand. 2m weiter bei uns liegt feinster Lehm mit den entsprechenden Problemen des Schichtenwassers. Haetten wir nach ihrem Baugrundgutachten unseren Keller plannen lassen koennten wir unseren Keller jetzt als Schwimmbad nutzen :-).

    Also, daran nicht sparen und eigenes Gutachten in Auftrag geben.
    Gruss,
    Ropi
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 17. Februar 2011
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ich sag es immer wieder gerne. Ich kenne einen GÜ, der hat für sein eigenes Häusel an allen 4 Ecken sondieren lassen.
    Bohrungen 1 - 3 = schönster Baugrund.
    Bohrung 4 = Torflinse 3 m unter Grasnarbe.
    Mehrkosten für die Gründung 10T €.
    Ohne Bodengutachten hätte 10T€ gespart und nen schiefen Turm von ..... gebaut. :yikes
     
  6. Schwarz

    Schwarz

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    ich entsinne mich an eines meiner allerersten projekte.
    war ein umfangreicherer anbau an ein bestehendes wohnhaus.

    bestehendes wohnhaus stammte aus einer zeit, als bodengutachten noch nicht üblich waren. aber von den alten bauherren konnte sich niemand an probleme erinnern und bodengutachten war seitens der bauherrschaft aus kostengründen und "brauchemernet" nicht gewünscht.

    PENG - beim erdaushub fand sich über ca. 2/3 der geplanten anbaukellerfläche fels. gerade so ausserhalb der alten baugrube. zwar ein tofte baugrund zum draufstellen, aber für einen kostengünstigen keller nicht so gut.

    schwarz
     
  7. Lebski

    Lebski Gast

  8. #7 Manfred Abt, 18. Februar 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

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    ihr habt ja alle Recht.


    aaaber:
    • es gibt große regionale Unterschiede, mit welchen kleinräumigen Abweichungen zu rechnen ist.

    Insofern wäre mein Weg:
    • Beim Bodengutachter des Nachbargrundstückes fragen, ob nach seiner Einschätzung mit abweichenden Bodenverhältnissen zu rechnen ist und -wenn nein - er dies gegen Bezahlung bestätigen könnte.
     
  9. gast3

    gast3 Gast

    na Manfred, wenn jemand so xxx ist für - sagen wir mal - eine Stunde bezahlte Arbeit die Gewährleistung zu übernehmen ..... dann hat er es nicht anders verdient.
     
  10. #9 Manfred Abt, 18. Februar 2011
    Manfred Abt

    Manfred Abt

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    Helge, im Grundsatz hast du Recht, aaaaber ...
     
  11. oberh

    oberh

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    Moin!

    Ein Aspekt ist hier völlig ausser Acht gelassen worden.

    Selbst wenn ein BG mit Bohrungen gemacht wird, so handelt es sich zumeist doch "nur" um Bohrungen an den vier (!) Ecken des zukünftigen Gebäudes.
    Wir haben z.B. eine Gebäudeseite mit 15 m Länge.
    "da zwischen" hätte alles sein können - Fels, Lehm, Torf, ne Quelle ...

    Das Gutachten bietet also schon nicht vollste Planungssicherheit.
    Wenn nun das Nachbargutachten herangezogen wird, dann entfernt man sich davon nicht nur wortwörtlich ...
     
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  13. Rudirabe

    Rudirabe Gast

    Hallo Manfred
    Danke für Deine Antwort

    Ich wohne in der Rheinebene 3 km Luftlinie vom Rhein. Bei uns wird Kies abgebaut weil ab ca 150cm Tiefe Kies kommt. Der Architekt meines Nachbars meinte, dass es bei uns nicht üblich ist Bodengutachten zu erstellen wegen EFH. Man macht eine Bohrung wegen Wasser um diesen Lastfall zu berücksichitgen.

    Im Übrigen haben die anderen auch Recht. Wenn inhomogene Böden oder schwierige Bodenverhältnisse bekannt sind muss man umfangreich testen.

    Was ich überhaupt nicht leiden kann, dass man immer gleich wieder in die Geiz ist Geil Ecke gestellt wird. Ich habe nichts zu verschenken und setze das Geld da ein wo es notwendig ist um den Fortbestand des Hauses auch für die nächste generation zu sichern.

    Darüber mache ich mir gerade ein Bild.

    Grüsse an Alle Rudirabe
     
  14. #12 Rudirabe, 19. Februar 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Februar 2011
    Rudirabe

    Rudirabe Gast

    Hallo Zusammen

    OK die Sache wäre geklärt. Wir müssen ein Bodengutachten machen lassen!
    Für einen Pauschalpreis von 750€ spendiert uns unsere Hausbaufirma das Gutachten.
    Geprüft wird durch XXXXXXXXXX die mit Fertighausherstellern einen Vertrag hat. Schaun mir mal.

    Grüße Rudirabe
     
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