Bodengutachten vorhanden, was meint Ihr dazu?

Diskutiere Bodengutachten vorhanden, was meint Ihr dazu? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo, mein erster Beitrag hier. Ich habe schon öfter mal reingeguckt aber jetzt isses soweit, wir haben ein Grundstück reserviert. (Hier gibts...

  1. moser7

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    Hallo,
    mein erster Beitrag hier. Ich habe schon öfter mal reingeguckt aber jetzt isses soweit, wir haben ein Grundstück reserviert. (Hier gibts nämlich fast keine) (82377)
    Die Erschließung (Straße, Strom, Gas etc.) wird noch von der Stadt vertraglich geregelt, erst dann kann der Baugrund notariell erworben werden.
    Somit bleibt noch etwas Zeit alles zu planen und zu kalkulieren.
    Von der Maklerin habe ich ein Bodengutachten oder besser gesagt eine Bohrprobenanalyse bekommen von unserem Grundstück.
    Dieses Dokument hänge ich hier als jpg. an.
    Ab 0,2m bis 1,6m Tiefe findet sich eine Torfschicht im Boden. Was sagen die Experten zu dem Boden?

    Der eigentliche Verkäufer hat geschätzt, das auf dem Baugrund der 510qm groß ist (Das ganze hat ca. 1200qm, aber die 700qm sind Grünland)
    Nach Aushub für Keller und notwendigen Kegeln für Straßenbau etc. noch ca. 200 Kubikmeter Torf auszutauschen wäre. Kommt mir wenig vor. Der Keller wird ca. 90qm haben.
    Als Preis für einen Kubik hat er 32EUR angenommen, da wohl alle neuen Anwohner dies zusammen mit der Firma machen würden die sowieso die Erschließungsarbeiten und Straßenarbeiten
    macht.
    Ist das realistisch?
    Somit sind als Mehrkosten ca. 6500 EUR für 200 Kubik Austausch von Torf zu einer tragfähigen Kiesschicht angesetzt.

    Gruß
    Benjamin
     

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  3. Gast vS

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    eine Rammkernsondierung ... ???

    Da verweigere ich die Aussage, bis auf:

    Grundwasser 0,8 m ==> Grundwasserabsenkung ==> Kostenschätzung ist für die Tonne
     
  4. #3 Gast036816, 28. Mai 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    da würde ich mir doch eher ein anderes grundstück suchen - torf und hoher grundwasserstand sind 2 kostentreibende komponenten, die man kostenmäßig schwer erfassen kann.
     
  5. moser7

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    Anderes Grundstück.... hm, interessanter wäre was für Maßnahmen notwendig werden und was sowas ungefähr kostet.
    Rammsonde... bin neu auf diesem Gebiet, ist die Analyse nichts wert oder ungenau?
     
  6. #5 CastleInGT, 28. Mai 2013
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    Lass ein eigenes Baugrundgutachten erstellen!
    Dabei sollten min. 3 Rammkernsondierungen (Dreieck) ausgeführt werden, damit man den evtl. Verlauf der Torfschicht besser einschätzen kann.
     
  7. #6 Thomas B, 28. Mai 2013
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    Das ist eben schwer zu sagen!

    Schau mal: Du hast (nach diesem Gutachten) bei ca. 0,80 m unter Gelände Grundwasser. Dein Keller wird aber sicher tiefer sein. Da steckst Du schnell 2,80 - 3,00 m tief im Morast (Kellerhöhe + Bodenplatte + SK-Schicht). Das hieße dann, in der Baugrube stünde mind. 2 m tief Wasser. Ein Swimming Pool (unbeheizt).

    Dieses wasser muß man wegpumpen. Dauerhaft. Tag und Nacht. Und ist der Keller fertig, dann immernoch (weil sonst dieser durch den Auftrieb das Schwimmen anfinge).

    Das dauert. Das ist teuer.

    Und: Was passiert nach lange anhaltenden Regenfällen? Evtl. ist der Grundwasserspeiegel dann sogar noch höher.

    Kellerfenster/ Lichtschächte....die sollten dann aber richtig dicht sein.

    Geht alles, kostet aber Geld. Und das nicht zu knapp.
     
  8. moser7

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    Hm, das Grundstück ist ja noch nicht gekauft, aber es ist ein echt schönes und mit dem Grünland dazu mit 235 EUR/qm für hier ein echtes Schnäppchen.
    Die Grundstücke werden oft am Tag des Erstinserates reserviert und tauchen dann nicht mehr auf. Verkauft innerhalb von Stunden sozusagen.
    Da stellt sich eben die Frage ob man nicht das Wagnis auf sich nimmt, nur reden wir hier von 10TEUR oder 50TEUR?
    Geht ja schon gut los mit der Bauerei...
    Das Budget für alles mit Garten, Garage (ohne Grund natürlich) liegt bei 370.000 EUR
    Es soll ein EFH mit 130-150qm WF zzgl. Keller errichtet werden. Die Frage ist ob die Entwässerungsmaßnahmen/ der Bodenaustausch noch mit reinpasst oder nicht.

    Gruß
    Benjamin
     
  9. #8 Thomas B, 28. Mai 2013
    Thomas B

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    Das Budget dürfte schon reichen, denke ich.

    10k oder 50k als Mehraufwand....50 wäre schon arg viel; 10k dürfte knapp kalkuliert sein.

    Hier sollten sich mal unsere Tiefbauer/ BU äußern, so sie können.....
     
  10. Einmal

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    Wir haben auch ein schönes Grundstück und bei 1m Grundwasser - aber auf den Keller haben wir aus den o.g. Gründen verzichtet.

    Vor dem Kauf habe ich - aus genau dem gleichen Grund - ein Bodengutachten und Schätzung der Gründungskosten machen lassen. Die Mehrkosten hätte ich entweder dem Verkäufer aufgedrückt oder eben ganz abgesprungen. Wir hatten allerdings nur Auelehm und keinen Torf - unkritisch sagt das Gutachten.

    Deswegen nimm den obigen Rat an und lass (auf eigene Kosten) ein Bodengutachten machen und ein Angebot für den sicher notwendigen Torfaustausch. Erst dann weißt du, ob das funktioniert mit Eurem Budget.
     
  11. moser7

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    fragt sich nur ob das dann soviel billiger ist, die Ersatzräume im EG und OG bereitzustellen und die Bodenplatte brauch ich ja auch. Hm. Bodenaustausch muss ja eh gemacht werden, somit ist der halbe Aushub ja schon gemacht.
    Das werde ich mal rechnen, ob ohne Keller einen finanziellen Vorteil bringt. Ich darf nur 112qm überbauen.

    Gruß
    Benjamin
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 28. Mai 2013
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    Wenn das, was die eine Probe zeigt. sich für den Rest des Grundstücks bestätigt, dann muss nicht nur der Torf raus, sondern auch der weiche Schluff. Also min. bis 2,20 m weg.
    Ausserdem muss der Beton entweder besonders ausgelegt werden, um dauerhaft gegen die huminösen Bestandteile bestehen zu können oder er muss durch eine Abdichtung davor geschützt werden.

    Weiteres Thema ist die Anfahrbarkeit des Baufensters - auf dem Untergrund können Bagger und LKW schnell mal den Manta geben.
    Dat jeet janz flux
    http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/bagger227.html

    Und bei der Wasserhaltung ist die Frage, ob das abgepumpte Wasser über die RW Kanalisation weglaufen darf oder über die SW- Kanalisation mit allen entsprechenden Folgen in €.
     
  13. moser7

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    Jo, ist geplant bis ca. drei Meter Tiefe auszutauschen. Vom Verkäufer der allerdings mit Mehrkosten von ca. 6500 EUR beziffert. (Straßen Erschließer macht das mit).
    Die Summe glaube ich nicht ganz. Generell muss das RW später dann zurückgehalten werden und gedrosselt abgegeben werden. (0,12l/s) Diese Mehrkosten sind mit ca. 6000 EUR beziffert.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 28. Mai 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Du hast das mit dem Wasser nicht verstanden!

    In dem Profil steht: Wasser bei - 0,8 m. Wer dort - egal wofür - ein Loch buddelt, wird sich ein Schwimmbecken graben, weil das Loch vollläuft.
    Um in dem Loch
    • vernünftig zu baggern
    • Boden einzubauen
    • Einen Keller zu bauen
    muss das Wasser abgepumpt werden. Das abgepumpte Wasser muss weg. Ergo Kanalisation. Und da die Stadt gehört, will die Geld dafür. Und das bestimmt sich auch danach, ob es RW oder SW ist!
     
  15. Einmal

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    ... im Leben
    Das ist wohl wahr, ich habe mir den Keller unter den örtlichen Gegebenheiten von einem Fachunternehmen schätzen lassen. Der Preis lag bei ca. 75T€ - ca. gleiche Fläche wie bei Dir. Das Grundstück ist eben, es hätte permanent abgepumpt werden müssen. Ich habe jetzt die tech. Details des Angebots nicht vorliegen, erinnere mich aber nur daran, dass die dauerhafte Dichtheit auch mit diesem relativ teuren Keller nicht zugesichert werden konnte.

    Es hängt natürlich von den persönlichen Randbedingungen ab. Und Platz ist immer gut, aber eben auch teuer. Unsere persönliche Entscheidung ist, in die Höhe zu gehen und einen großen Dachboden auszubauen.
     
  16. moser7

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    OK, während der Bauphase, ja ich dachte anschließend. Was das Wegpumpen kostet, das weis ich noch nicht.
    Danke für den Tip, ich frag gleich mal nach.

    Gruß
    Benjamin
     
  17. Gast vS

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    sagen wir mal: der Boden ist nicht ganz einfach.

    Was das Wasser angeht, passt der angegeben Wasserstand nicht wirklich zur Bodenansprache.

    Um zu einer Kostenermittlung zu kommen, braucht es ein vernünftiges Bodengutachten (Rammkern-, Rammsondierungen, GW-Pegel + GW-Recherche).

    Sollte der Bodenaufbau einheitlich und es wirklich ein ergiebiges Grundwasserstockwerk sein, werden 10 oder 20tausend Euro für Bodenaustausch, Grundwasserabsenkung etc. nicht reichen
     
  18. FeMax

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    Wie schaut es denn mit Nachbarn aus? Stehen da schon Häuser ?
     
  19. wall

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    Auf dem Grundstück würde ich nie einen Keller bauen. Allein das Abpumpen wird richtig teuer, nur wird im Vorfeld keiner konkret sagen können, wie teuer, da das davon abhängt, in welchem Tempo das Grundwasser nachfließt und wie viele Pumpen mit wie viel kW über Wochen Tag und Nacht laufen müssen.

    Die Frage mit der Nachbarbebauung ist auch nicht unwichtig. Grundwasserabsenkung kann dort zu Setzungsschäden führen, die keine Versicherung übernimmt. Dafür haftest du dann.

    Außerdem hätte ich in einem Keller, der ganzjährig nahezu komplett im Wasser steht, keine ruhige Minute.

    Für geschätzte 50 % der Kosten, die du da unten verbuddelst, kannst du wahrscheinlich oben genauso viel zusätzlichen Raum schaffen. Vorausgesetzt der Bebauungsplan lässt es zu.

    Ich bin Kellerfan, wir haben auch hohes Grundwasser und trotzdem einen Keller, aber bei uns steht das Grundwasser dennoch fast das ganze Jahr unter der Sohle und kratzt nur zwei, drei Tage jährlich an der Bodenplatte oder ein paar Zentimeter höher. Das kann man dann für meinen Geschmack noch riskieren.
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 28. Mai 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    wall - er muss so oder so buddeln - oder Pfähle setzen! Ausserdem - hast Du mal gelesen, wie viel (oder besser wenig) Fläche überbaut werden darf?
     
  22. wall

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    Ist dann halt ein Grundstück für bescheidene Raumprogramme. Früher hat man so was nicht bebaut, waren gar nicht so unintelligent, unsere Vorfahren ...
     
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