Bodengutachten

Diskutiere Bodengutachten im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo, wie steht ihr zu folgender Frage: Ich möchte gern ein Bodengutachten vor dem Neubau meiner DHH einholen. Nun wurde mir seitens des...

  1. viril

    viril

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    Hallo,

    wie steht ihr zu folgender Frage:

    Ich möchte gern ein Bodengutachten vor dem Neubau meiner DHH einholen. Nun wurde mir seitens des Bauunternehmens mitgeteilt, dass ich dies nicht bräuchte, da ich mit Thermobodenplatte (ohne Keller) und mit Punktpfahlgründung baue. Dazu folgender Infotext von der Homepage des Unternehmens:

    Das Haus ist komplett auf Pfählen gebaut, die sogenannte Punktpfahlgründung®. Die erdnahen Bauteile werden aus dauerresistentem Material wie Aluminium und Glas gefertigt. Damit sind sie verrottungsfrei und sicher gegen Insekten, Nager und sonstige Einflüsse von außen. Die übrige Konstruktion ist aus Holz und Mineralwolle mit wetterfesten Oberflächen nach außen und wasserdichten in Bädern und Küche. Dach und Terrassenelemente sind konstruktionsbedingt wasserableitend und selbsttrocknend.


    Kann das Haus trotz Punktpfahlgründung absacken? Soll ich dennoch ein Bodengutachten einholen? Kennt jemand günstige Gutachter im Raum Hamburg?

    Vielen Dank.
     
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  3. Hansal

    Hansal

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    Eigenes Grundstück= Bodengutachten beauftragen (Nachbarn evtl. mit ins Boot holen)
    Bauträgergrundstück= Vorh. Bodengutachten zur Kenntnisnahme/Prüfung erbitten.

    Bitte mal den Link zur Homepage als PN zur Info.

    Wichtig: Baugrund ist Bauherrenrisiko!

    Grüße
     
  4. KATMat

    KATMat

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    Punktpfahlgründung

    ist kein Fachbegriff, sondern ein Warenzeichen. Grundsätzlich kann sich jede Konstruktion in bauwerksunverträglichem Ausmaß setzen, wenn sie nicht richtig bemessen ist.
    Also sollten Sie sich schriftlich erläutern und bescheinigen lassen, warum kein Baugrundgutachten erforderlich ist.
    Wenn der Häuslebauer (GU) allerdings sowieso nicht auf das Baugrundgutachten eingeht, brauchen Sie auch keins. Der Baugrundler wäre dann ohnehin nicht in der Haftung; die Haftung des GU hätten Sie sowieso (falls nicht irgendwo vertraglich ausgeschlossen).
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 26. November 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    @ Fragesteller
    Wenn ich mir die HP ansehe, dann hat die Gründung mehr mit Punkt als mit Pfahl.
    Wenn die Punkte nicht auf tragfähigem Grund stehen, sackts.

    Das ganze Gründungskonzept wirft, so wie es auf der HP dargestellt ist, mehr Fragen auf als es beantwortet.

    Schriftlich wirst Du von denen nicht bekommen, dass die ein Haus ohne schädigende Setzungen herstellen, wenn es kein Bodengutachten gibt und ohne was schriftliches wird auf das Baugrundrisiko verwiesen, das beim Bauherren liegt, wenn was schiefgeht.

    NIE ohne Bodengutachten!!!

    Das ist die falsche Frage. Die richtige lautet:
    Kennt jemand einen guten Gutachter im Raum HH


    @ Hans -> google ist Dein Freund.
     
  6. Hansal

    Hansal

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    Ich hab es gefunden.:think

    Ich rate nochmals zur Vorsicht und zur vertraglichen Absicherung gegen Mehrkoten aus Gründung.

    Des weiteren werden die Anschlüsse des zwischen vorh. Gelände und Haus aufwendig.

    grüße
     
  7. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Ich halte es in solchen Fällen...

    ... immer mit der Unsinnigkeitstheorie: sprich, wenn dieses System so genial ist, warum machen es dann nicht alle?

    Gibts für diese Alu-Dingsbums-Pfosten eigentlich ne ABZ?
     
  8. gast3

    gast3 Gast

    also ..

    vorweg: ich kenne dieses etwas dubiose Verfahren nicht, aber auch für eine "normale" Pfahlgründung brauchts ein Bodengutachten,

    daher: ein Anbieter, der rät auf ein solches zu verzichten (was letztlich auch ihm Rechts- und Planungssicherheit liefert), den halte ich persönlich für mehr als fragwürdig

    meine Einschätzung: ohne Bodengutachten nichts zu machen
     
  9. Hansal

    Hansal

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    Beim Bodengutachten könnte doch herauskkommen, dass diese "superinnovative Expertengründung" gerade für dieses Bauvorhaben nicht funktioniert.
    Somit wäre der Wettbewerbvorteil gegenüber Anbietern mit konventioneller Gründung vielleicht nicht mehr gegeben.

    Also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und ein Bodengutachten mit Gründungsvorschlag erstellen lassen.

    Grüße
     
  10. KATMat

    KATMat

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    Offenbar

    ist es doch so, dass der Häuslebauer schon beauftragt ist.
    Wenn ich dann den Werbefilm mit dem Stihl-Bohrer sehe verstehe ich schon, warum die kein Baugrundgutachten brauchen. Mit dieser Art der vorgefertigten Gründung kann man garnicht auf die Ergebnisse des Gutachtens eingehen.
    Da ist das Geld doch besser investiert, wenn er sich juristisch beraten lässt und versucht, eine glasklare Haftung des Häusleanbieters rauszuholen.
    Mehr lässt sich da sowieso nicht mehr machen.
     
  11. gast3

    gast3 Gast

    du meinst lieber ggf. sehenden Auges in einen jahrelangen Rechtsstreit und einem Haus mit Totalschaden ...


    also ich würde mein Haus nicht auf diese Dinger stellen, es sei denn ein unabhängiger, kompetenter Zeitgenosse würde mir die Machbarkeit bestätigen ..

    aber, dass die kein Bodengutachten "brauchen", wundert mich allerdings auch nicht :sleeping
     
  12. Hansal

    Hansal

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    Ich bin so konservativ, dass ich selbst bei der Bescheinigung der Machbarkeit nicht daran glauben würde. Aber vielleicht gibt es an der Bodenplatte Justiersschrauben und man kann regelmäßig wieder auf Sollhöhe drehen.:e_smiley_brille02:
     
  13. gast3

    gast3 Gast

    sollte ja auch nur die höfliche Umschreibung für ein auf das konkrete BV abgstimmtes Bodengutachten sein - wenn da rauskommt, dass es machbar ist - warum nicht

    und wenn nicht: besser jetzt noch ganz schnell zurückrudern
     
  14. Hansal

    Hansal

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    Welcher Norm ist dieser (Kleinbohr) Pfahl zugeordnet?
     
  15. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Ist das überhaupt eine Pfahlgründung?

    Mal nur so ins Blaue angedacht:
    unbewehrte Einzelfundamente auf (oder ein wenig in) Baugrund
    darin ein Pfosten einbetoniert.
    vertragliche Vorgabe - kalkulierter Baugrund 250 kN/m²
    wenn die da schon was durchhatten, dann nur 150 kN/m².

    Ich bin weder verwandt oder so, noch habe ich mit denen gebaut.
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 1. Dezember 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Erinnert eher an Brunnenringgründung.

    Wenn ich mir die Bodenfläche der Fundamente ansehe, dann darf das Haus nicht viel wiegen, sonst wirds eng, wenn kein Fels drunter ist.

    Und wenn ich im Video den Torfstecher mit seiner Zaunpfahlschaufel sehe, dann zweifele ich an frostfreier Gründung (oder das Video wurde südlich der Alpen gedreht.)
     
  17. gast3

    gast3 Gast

    also ...

    das ist schon mal keine Pfahlgründung und darf sich nach den entsprechenden DIN's auch nicht so nennen.


    Was es ist - außer :irre ...

    am ehesten eine "verrohrte Tieferführung" auf jeden Fall eine ganz gewagte Geschichte
     
  18. PeMu

    PeMu

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    Deshalb schrieb ja auch auf baugrund eher weniger in Baugrund.

    Das hat was von Rohr in Blümenkübel. -> ganz normale Einzelfundamente mit tollem Namen.

    Helge - ne Flachgründung.

    Das ist ne Wette wert.
     
  19. gast3

    gast3 Gast

    na wenn das normale Fundamente sind :mega_lol: die würden ja vielleicht noch passen, aber da passt der Blumenkübel besser - und damit machen die auch noch Werbung - unglaublich
     
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  21. weissnix

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    Irre ich mich da oder sollte das Gutachten nicht VOR der Planung eingeholt werden :winken
    Woher weiss der BU wie er die Gründung ausführen kann / muss bei dem Boden ???
    -> die Beschreibung klingt ein bisschen nach "ist ja alles SUPER" aber auch individuell ausgelegt ?
     
  22. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Lesen: vertragliche Vorgabe -> damit wird kalkuliert

    dann checken, dann passt oder Nachtrag

    Alles ganz normal.
     
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