Bodenklasse 6/7 bei Bohrung für WäPu

Diskutiere Bodenklasse 6/7 bei Bohrung für WäPu im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Wir haben von unserem Fertighausbauer noch ein kleines Osterei bekommen. Man hat wohl angefangen, die Genehmigung bei der unteren Wasserbehörde...

  1. #1 capslock, 12.04.2009
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    Wir haben von unserem Fertighausbauer noch ein kleines Osterei bekommen.

    Man hat wohl angefangen, die Genehmigung bei der unteren Wasserbehörde einzuholen. Aufgrund deren Kartei über vorherige Bohrungen sei mit Bodenklasse 6/7 zu rechnen (man merkt der Mail schon an, daß sie aus Textbausteinen besteht).

    Aufpreis 7 € / Bohrmeter netto. Wenn bei der Bohrung keine Bodenklasse 6/7 nachzuweisen sei, würde auch kein Aufpreis in Rechnung gestellt.

    Geplant sind 128 Bohrmeter, wobei im Bauantrag aber auch drei Bohrschächte eingezeichnet sind (auf Vorrat?).


    Sind die 7€ üblich / gerechtfertigt?

    Ist der Nachweis der Bodenklasse eindeutig anhand des Bohrguts zu erkennen?
     
  2. KATMat

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    nein - nicht üblich

    sondern richtig günstig. Wenn man z.B. das Bohrgerät umrüsten muss und für ein paar Meter einen Tag braucht.
     
  3. #3 capslock, 12.04.2009
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    Naja, da wir auf der Alb wohnen, wird es sich wohl um Kalkstein handeln, der sollte wohl weicher sein. Wobei es in 10 km Umkreis keine nackten Felsen gibt (erweitertes Tal von zwei Flüssen). Wir bauen zusätzlich in einer Art Mini-Tal, das von einem 50 m entfernt laufenden Bach gegraben wurde, insofern kann es sein, daß bei der Fels tiefer liegt als in den typischen Neubaugebieten hier im Ort.

    Muß eigentlich explizit im Angebot / Werkvertrag stehen, daß der Preis nur bis Bodenklasse 5 gilt oder ist sowas selbstverständlich? Den Hinweis auf "bis Bodenklasse 5" haben wir nämlich nur in einem alten Werbeprospekt gefunden, nicht in den Vertragsunterlagen.
     
  4. #4 ManfredH, 12.04.2009
    ManfredH

    ManfredH Gast

    Mal anders ausgedrückt: Würde ich als Architekt eine Leistungsbeschreibung über Aushub- oder Bohrarbeiten erstellen und dabei *nicht* darauf hinweisen, für welche Bodenklasse die anzubietenden Arbeiten gelten, dann müsste ich es mir wohl zu Recht als groben Fehler ankreiden lassen.
     
  5. #5 capslock, 13.04.2009
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    Nun ist das hier ein Fertighaus, und die detaillierte Planung/Prüfung erfolgt erst lange nach Vertragsabschluß, wie zum Beispiel jetzt, wo die Genehmigung für die Tiefbohrung nach Abschluß der Werkplanung eingeholt wurde.

    Die Absicherung machen die darüber, daß überall peinlichst genau der Leistungsumfang und die Voraussetzungen festgelegt sind, sowohl an definitionsbedürftigen Stellen als auch an selbstverständlichen, um später verärgerte Kunden zu vermeiden. Nur die Bodenklassen scheinen sie vergessen zu haben.

    Da das aber sicher nicht das erste Mal ist, daß Bodenklasser 6/7 auftritt, wundert mich das.
     
  6. mls

    mls Bauexpertenforum

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    manfred, im prinzip geb ich dir recht, aber wie willst du den bohrwiederstand
    für 100 lfm bohrung detailliert beschreiben? sondieren? :)
    wichtig ist hier, überhaupt einen aufwandsgerechten abrechnungsmodus
    zu finden. zb bohr-/leistungsprofil ivm einheitspreisen.

    eine restunschärfe bleibt bei jedem verfahren in dem mass, wie jeder
    mückenschiss vor-und rückwärts diskutiert wird.
     
  7. gast3

    gast3 Gast

    100 m ..

    Bohren in Bodenklasse 5 - außerhalb der nordischen Flachgebiete, wo ja meinetwegen Überdeckungen der Kreide diese Mächtigkeit erreichen, aber sonst ist es schon im Ansatz Blödsinn - geht nicht - gibts nicht - vollkommender Quark

    Gruß

    Helge
     
  8. #8 capslock, 13.04.2009
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    Die 128 m würde man ja allein schon wegen der Genehmigungen nicht in einer einzigen Bohrung einbringen. Wie wahrscheinlich ist es außerhalb des platten Landes, daß man innerhalb von 30 - 50 m auf Fels stößt?
     
  9. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Auf der Alb?
    Das fragst du ernsthaft?
     
  10. #10 alex2008, 14.04.2009
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    Die eher übliche Abrechnungsweise ist eigentlich dass man die Bohrung nach Kälteleistung bezahlt. Zumindestens bei den über den WP-Hersteller vermittelten Bohrunternehmen. Bringt Kalkulationssicherheit.
    DIe haben die Republik da schön feinsäuberlich in Preisregionen eingeteilt.
    Da ist dann der Oberrheingraben Dank mächtiger Kiesschichten fast so teuer wie die raue Alb.

    Ich weiß nicht, da riech ich so ein kleines Geschäftchen zu Lasten des Bauherrn
    7€ mehr pro Bohrmeter? gibt in der Summe keinen allzu hohen Aufschlag = Meckerfaktor eher gering.
     
  11. #11 capslock, 15.04.2009
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    Entweder das oder sie haben bei unserem Vertrag geschlafen.

    So fair, wie die meisten anderen Dinge gelaufen sind, wäre normalerweise sogar darauf hingewiesen worden, daß voraussichtlich Mehrkosten kommen. Hier steht noch nicht mal eine Einschränkung auf Bodenklasse 5 im Vertrag.
     
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