Bodenplatte (Audführung und Dämmung)

Diskutiere Bodenplatte (Audführung und Dämmung) im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Miteinander, wir planen im nächsten Jahr einen Neubau. Es soll ein Massivholzhaus mit Holzfaserdämmung werden. Es plagen mich ein paar...

  1. Angelt

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    Hallo Miteinander,

    wir planen im nächsten Jahr einen Neubau. Es soll ein Massivholzhaus mit Holzfaserdämmung werden. Es plagen mich ein paar Fragen zur Ausführung der Bodenplatte, die ich gerne an Euch richten möchte.
    1. Darf/soll die Frostschürze gegen das Erdreich gegossen werden (fester Lehmboden)?
    2. Wie weit sollte die Dämmung an der Frostschürze nach "unten" (ins Erdreich) laufen?
    3. Dämmung unterhalb (und natürlich auch oberhalb der Bodenplatte) ODER alles "nur" oberhalb?
    4. Macht eine "schwimmende" Bodenplatte bei einer Doppelgarage mit Anbau (~ 6mx9m) Sinn oder sollte auch hier eine Frostschürze eingebaut werden.

    Ich hoffe, die Fragen verständlich gestellt zu haben und danke schon mal für jede Antwort/Info.

    Andreas
     
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  3. #2 howa, 27. Dezember 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Dezember 2012
    howa

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    Hallo,

    Bei unbeheizten Gebäuden (Garage) kann man die Fundamente auch gegen das Erdreich betonieren, wenn der Boden geeignet ist und sauber stehen bleibt!
    Bei einem Wohnhaus ohne Keller würde ich wenn schon mit Fundamenten/Frostschütze immer Außen komplett bis unten Dämmen, ca. 1m ab Oberkante Bodenplatte. Was dazu führt, das man die Fundamente auf alle Fälle schalen muß.

    Alternative wäre eine tragende schwimmende Bodenplatte für das Wohnhaus die auf eine Frostschutzschicht ohne Fundamente/Frostschürze hergestellt wird.
    Da gibt es auch mehr Möglichkeiten: Glasschaumschotter als Unterbau, Frostschutzkies und die Bodenplatte komplett Dämmen wie das zum Beispiel von der Fa. XXXXX gemacht wird,..Muß man aber nicht dort kaufen, kann jeder gute Rohbaufirma selber so machen.

    Zur Dämmung, ich würde beim Wonhaus auf alle Fälle auch unter der Bodenplatte Dämmen, da ansonsten der Fußbodenaufbau im EG ziemlich hoch wird!

    Ich würde wenn es vom Gelände und Boden geht, die Garage ganz normal mit Fundamenten gegen Erdreich machen und das Wohnhaus mit einer schwimmenden tragenden Bodenplatte ohne Fundamente und Frostschürze! Da kann euch aber euer Archi/Baumeister/Statiker bestimmt weiter helfen.

    Gruß
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 27. Dezember 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Was für ein RIESEN Blödsinn!

    Es hat nichts mit beheizt/unbeheizt zu tun, ob es möglich ist, ins blanke Erdreich zu schalen!! Erste Bedingung ist die Frage, ob die Fundamente statisch bewehrt sind oder nicht.
    Wenn ja, dann geht nur eine Betonage in Schalung.
    Puntausendepasta!

    Mal abgesehen davon, dass ungeschalt ins Erdreich zu betonieren eigentlich immer Unfug ist, weil einem der (aus der Richtung) ausgelaufene Beton immer irgendwann Ärger machen wird!

    Auch das ist Unfug, weil die OK fertiger Fb gleich bleibt!
    Es ist eher die Frage, ob ich unter der BoPla dämmen muss oder nicht, um die letzten kleinen "Wärme"brücken im Bereich der Wandaufstandsflächen noch loszuwerden oder ob ich es mir "erlauben" kann, diese zu tollerieren und dafür die Betonsohlplatte besser gegen die FBH gedämmt zu haben (Systemträgheit).

    Darf vielleicht - s.o. - sollte NEIN! s.o.
    Abhängig vom gewählten Dämmkonzept und der Höhenlage. HRB steht idealer Weise recht weit aus dem Dreck hoch, da kann es sogar nötig sein, die Frstschürzen zu dämmen!
    s.o.
    Was ist eine schwimmende Bodenplatte?? BoPLa auf Dämmung? Dann NEIN!
    Wenn es aber um einen frostsicheren Dämmunterbau ohne Frostschürzen fürs Haus geht, kann es eine zwingende Folge sein, die Garage mit einzubeziehen.
    Das ergibt sich aber aus der Planung und ist nicht die erste Planungsgrundlage, sondern -folge!

    Bitte bei den Dämmpolstern aufpassen - vieles von dem, was da verkauft wird, funzt nicht oder nur temporär.
    Ein solches Polster ist in Planung, Ausführung und Überwachung, wenn es richtiggemacht werden soll, nicht ohne - gerade bei Lehmboden!
     
  5. #4 howa, 27. Dezember 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Dezember 2012
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    [MOD] Was Du siehst und wie Du geltende Fachregeln brichst, hat hier nichts verloren.[/MOD]

    Ich finde schon das es einen Unterschied macht, ob ein Fußbodenaufbau im EG 15cm hat oder 20cm und mehr, wenn es um die Dämmung unter der Bodenplatte geht! Ich erkenne keinen Vorteil warum es besser ist die kompette Dämmung unter dem Estrich zu packen, wenn es gut und vernünftig gedämmt wird! Nachteil Raumhöhe, Nachgeben der Dämmung,... Das kann jeder für sich selber entscheiden...
     
  6. #5 wasweissich, 27. Dezember 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wird in der regel bei rohbaumassen berücksichtigt :p


    und die unter der bodenplatte gibt nicht nach ?? ( in deiner werbeeinblendung hattest du sogar noch eine unverdichtete splittschicht drin :yikes )
     
  7. howa

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    Raumhöhe, naja sehr Praktisch wenn ich zum Beispiel von einem geplanten Rohbau Mauermaß von 2,76m auf 2,81gehe! Und das vieleicht auch mit einem T9, viel Spaß! Und die paar cm mehr Raumhöhe Kosten auch wieder Geld, ist ja egal muß ja kein Archi zahlen!

    Was soll da Nachgeben, unter der Bodenplatte wenn man da 2-3cm Splitt unter der Dämmung einbaut um eine saubere ebene Schicht zu erziehlen, wo die Dämmplatten gelegt werden. Das ganze Gebäude wird sich mit den Jahren sowieso etwas setzten, was ja ganz normal ist und kein Problem darstellt. Dafür macht man ja eine tragende Bodenplatte. Der Estrich der sich setzt, ist da schon ein größeres Problem! (Silokonfugen,...)
     
  8. #7 wasweissich, 27. Dezember 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    :yikes
     
  9. howa

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    Sorry habe ich überlesen, das mit dem T9 war nur ein Beispiel! Ich bin halt auf Massiv eingefahren!:-)
    Aber auch beim Holzständerbau muß es gut überlegt werden ob es sinn macht oder nicht, es gibt viele Wege nach Rom!
     
  10. #9 wasweissich, 27. Dezember 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und gerade deswegen solltest du vielleicht nicht "deine" lieblingsvorgehensweise als das einzig seeligmachende propagieren ...........
     
  11. andreas2906

    andreas2906

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    mal völlig losgelöst von bevorzugten lieblingsvorgehensweisen etc.

    wie schaut denn das baugrundgutachten aus? was steht da als gründungsempfehlung drinne?
    @TE
    oder willst du etwa die paar € sparen und ohne dein haus hinsetzen lassen?
     
  12. Angelt

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    Hallo an Alle,

    zuerst vielen Dank für alle Antworten!
    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die Garage nicht mit dem Haus verbunden ist (sep. Bodenplatte) und dementsprechend auch nicht gedämmt werden soll. Und dafür habe ich von zwei Baufirmen unterschiedliche Aussagen bekommen. MIT und OHNE Frostschürze. Bei OHNE Frostschürze wurde mir gesagt, dass die Bodenplatte (der Garage) dann "schwimmend" sei, soll heißen, sie hebt/senkt sich bei Frost (was sich für mich als Laien aber eher abenteuerlich anhört).
    Baugrundgutachten liegt (leider) nicht vor, aber von Neubauten im direkten Umfeld weiß ich, dass es sich um sehr gut verdichteten Lehmboden handelt.

    Guten Rutsch schon mal an alle…

    Andreas
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 31. Dezember 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Nun, wenn die Baufirma garantieren kann, dass dies immer gleichmäßig und zwängungsfrei passiert und einen Statiker hat, der den Segen dazu gibtund auch noch eine Idee hat, wie sie die Zufahrt wie den Zugang zu einem Pontonsteg höhenvariabel gestalten, dann kann man das machen.

    Frag die mal danach und bitte sie, Dir das schriftlich zu bestätigen.

    :D :D
     
  14. mls

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    zum gefühlt 3783. mal:
    wie und wo gedämmt wird, hat nix mit o.g. beliebigkeiten zu tun
    und das beispiel mit dem T9, um den vorteil der perimeterdämmung
    zu zeigen, zieht ja nu überhaupt ned :p

    wenn, wie in der fragestellung, ein massivholzhaus kommen soll,
    darf man sich halt mal überlegen, welche vor-/nachteile welche
    art der dämmung hat.

    ich stelle für die gängigen bauweisen folgende hypothe o.b.d.a.
    auf:

    t7-t9: innendämmung
    ks+wdvs: perimeter
    hrb: innendämmung
    bsp: unentschieden

    oiso .. bei bsp (oder anderen massivholzbauweisen)
    kommt´s erheblich auf weitere randbedingungen an.
    da ja kompetent geplant wird, kommt sicherlich
    die ideale lösung raus.
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 31. Dezember 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    :mega_lol: :mega_lol: :mega_lol:
     
  16. Gast036816

    Gast036816 Gast

    na dann wünsche ich dir schon mal ein gutes heben und senken bei deinem bauvorhaben, vom rutschen bist du dann ja befreit.
     
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  18. #16 Carden. Mark, 31. Dezember 2012
    Carden. Mark

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    Öh, nö.
    Das ist so hingestellt nicht Richtig.
    Alles eine Frage des Aufschlags.
     
  19. #17 BennyTurbo, 17. März 2016
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    Hallo,

    habe eine Frage, die ein wenig in dieses Thema passen könnte. Wir planen eine gemeinsame Bodenplatte für Haus und Garage... Bei unserem ersten Haus wurde die Perimeterdämmung nur unter dem Haus gemacht. Die Garage wurde nur Noppenbahnen verwendet und direkt darauf geschüttet. Frage mich nun, ob eine 10cm Perimeterdämmung auch unter der Garage Sinn machen könnte (kostet ja auch Geld) oder ob dies Perlen für die Säue ist? Die Sohle am Haus wird 20cm + 10cm Dämmung dick... bei der Garage ist die Alternative dann den Unterbau entsprechend höher aufzufüllen, so dass es auch 20cm Dicke werden (ohne Dämmung). Nach meinem Verständnis wird die Garage ja wieder eh mit Lüftungsbohrungen versehen wegen Lüftung und Schimmelschutz, daher bringt die Dämmung überhaupt irgendwas?

    Würde mich freuen, falls mir das jemand beantworten mag ob der Mehrpreis für die Dämmung gut angelegt sein würde oder das an sich unnötig ist und Variante B für die Garage ausreicht.

    Danke :)
     
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