Bodenplatte & Kellerbetonierung

Diskutiere Bodenplatte & Kellerbetonierung im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, bei mir wurde am 22.01 kurz vor dem verspäteten Wintereinbruch bei 4 grad Aussentemperatur die Bodenplatte fertiggestellt. Ein Tag später,...

  1. #1 Alexander G, 26.01.2007
    Alexander G

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    Hallo,
    bei mir wurde am 22.01 kurz vor dem verspäteten Wintereinbruch bei 4 grad Aussentemperatur die Bodenplatte fertiggestellt. Ein Tag später, am 23.01 wurde die Hälfte der Kellermauer auf der Platte betoniert - bei Aussentemperatur von etwa -2 grad. Danach wurden die Arbeiten eingestellt. Und seitdem befindet sich eine Eisschicht auf der Bodenplatte und die betonierte Mauer befindet sich in der Schalung. Jetzt haben wir hier etwa -10 grad. Kann mir jemand sagen, ob ich mich überhaupt auf solches Fundament verlassen kann. Darf man überhaupt ein Tag nach der Betonierung der Bodenplatte die Betonmauer darauf betonieren. Ich wäre für jede konstruktive Meinung dankbar.
    Gruss
    Alexander
     
  2. #2 Alexander G, 26.01.2007
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    danke
     
  3. #3 VolkerKugel (†), 26.01.2007
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    Wofür ...

    ... :confused:
     
  4. #4 JamesTKirk, 26.01.2007
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Das ist von mehreren Faktoren abhängig, vor allem von der Betonrezeptur (v.a. Zementsorte und -menge, w/z-Wert, Frischbetontemperatur bei Anlieferung), der Art der Nachbehandlung (z.B. keine, Folie drüber, oder mit wärmedämmenden Matten) sowie der Dicke der Bodenplatte (wegen Hydratationswärmeentwicklung). Aber selbst wenn der Frischbeton eingefroren ist, ist das noch nicht das "Todesurteil". Wenn man Glück hat (das hängt davon ab, wie weit der Grad der Hydratation fortgeschritten ist), kann die Platte noch auftauen und erhärten. Da sollte aber ein Fachmann ein Auge drauf haben.

    Ich tippe aber mal, wenn die Mauer am nächsten Tag betoniert wurde (was extrem "mutig" ist) und der Beton der Bodenplatte somit begehbar sein musste, ist der Bodenplatte nichts passiert. Ich würde aber einen Fachmann drüberschauen lassen und die Festigkeit z.B. mittels Rückprallhammer oder Bohrkern prüfen lassen (so nach 7 oder 14 Tagen Betonalter).
     
  5. #5 Alexander G, 28.01.2007
    Alexander G

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    danke für den Rat

    vielen Dank für Infos. Ich habe mich diesbezüglich mit der Baufirma in Verbindung gesetzt. Sie sagen, dass der Betonzulieferer die Betonqualität durch geeigneten Prüfungen garantieren wird. Ich habe aber trotzdem Bauchschmerzen, da die Messwerte auch manipulieren können; ich bin so gesehen ohne eine unabhängige Prüfstelle der Baufirma ausgeliefert :confused:
     
  6. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Bitte drauf achten die Qualität des eingebrachten Betons!!! Auf der Baustelle und nicht deren evtl. Rückstellproben...
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "hmmm"

    .
    1.) vermiss ich ne Angabe um was es eigentlich geht ...
    Betonkeller oder höherwertiger ?
    .
    2.) unter 5 Grad plus ist die Nachbehandlung zusätzlich auf
    Frostsicherheit einzustellen (!) ... hier lese ich Eisschicht auf der
    Bodenplatte ... kann´s ja gar ned sein oder ?!?
    .
    3.) bei nem otto-normalkeller übernimmt die Abdichtung die Dichtigkeit
    sprich da iss es egal ob es ein paar Risse mehr oder weniger im
    Beton stecken ... bei ner höherwertigen Ausführung (Weisse Wanne)
    sind frische Belastungen und das abklingen der Hydrationswärme
    vor weiterbetonierungen zu beachten (!)
    .
    So lieber Fragesteller nun sind Sie dran ... was hat man Ihnen verkauft
    bzw. versucht man Ihnen zu verkaufen ???
    .
     
  8. #8 Carden. Mark, 28.01.2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Wobei der Vorteil des schnellen weiter betonierens auch nicht von der Hand zu weisen ist. Spannungen aus Zwang treten dann ev. nicht gar so stark auf, da alle Bauteile noch den ähnlichen hygrischen Längenänderungen unterliegen.
    Wie gesagt „ev. und nur unter Umständen“
     
  9. Robby

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    stimmt

    wird sogar von unseren Betonpäpsten propagiert... "Möglichst Bopl. und Wände gleichzeitig :wow " über die Durchführbarkeit hüllen dies sich in Schweigen :D
     
  10. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Vorteil ? ... ich seh "nur" Nachteile z.b. Boden - Wandanschluss o. auch
    Taktfuge ... ist die Hydrationswärme noch ned abgeklungen wächst
    mir Teil 1 mit Teil 2 zusammen ... jetzt noch ne Verlagerung und
    die geplanten Sohlbruchstellen sind sprichwörtlich für´n A.... (!)
    .
    ein Betonpabst iss für mich jemand der aus der Praxis und ned
    vom Zeichenbrett kommt ... sprich sich nicht von der Industrie steuern lässt (!)
    .
     
  11. Robby

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    nee Josef

    die kommen vom rechnen und wollen den Zwang berechnen :eek:
     
  12. #12 Carden. Mark, 28.01.2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Die Überlagerung kann ich nicht erkennen.
    Wo soll der Unterschied bei der Hydrationswärmeentwicklung sein, ob ich eine Wand mit einem Mal 6 m hoch betoniere oder 2*3,0 m innerhalb kurzer Zeit?
     
  13. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    ich schrub Verlagerung (!) ... und zwar verlagerung der Sohlbruchstelle
    durch zusammenwachsen z.b. einer Taktfuge infolge fehlenden
    Hydrationswärmeabbaus (!)
    .
    auf gut deutsch entweder betonierst die Kiste in einem Stück mit
    Zwangsberechnung auf gut dünken (jedes eck hebt sich dabei auf) ...
    oder du planst baust mit Sohlbruchstellen (Taktfugen) und lasst
    die Hydrationsthemperaturen dabei ausreichend ausklingen (!) ...
    oder baust zb. wie der Fragesteller und nimmst Verlagerungen
    natürlich damit in Kauf (!)
    .
    die frische Belastung hab ich dabei mal aussen vorgelassen ...
    wer hat "hier" geschrieben ziemlich mutig ??? ... das sollte man unterstreichen (!)
     
  14. #14 Carden. Mark, 29.01.2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Eine Taktfuge muss nicht eine Bewegungsfuge sein.
    Wenn es sich um eine Arbeitsfuge handelt, also eine Fuge in einem zusammenwirkenden statischen Bauteil, so ist dieses eine Taktfuge.
    Hier sind keine Bewegungen gewünscht und auch nicht geplant.
    Hier wäre ein schnelles betonieren eher wünschenswert als schädlich.
    Eine Taktfugen kann auch eine Bewegungsfuge sein – stimmt.
    Ist wohl einer dieser übergreifenden Worte denke ich.

    Wenn ich nun mit Bewegungsfugen baue, sollte ich schon dafür sorgen das der beton weiß wo und wie er sich zu verkürzen hat.

    Warten wir also erst einmakl ab, was der Fragesteller antwortet.
     
  15. Josef

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    "nö" seh ich anderst ... ich versuch mal meine Denke zu erklären:
    .
    Eine Taktfuge ist für mich eine Arbeitfuge mit durchlaufender Bewehrung (!)
    .
    Nehmen wir mal den Fall ich betoniere Wände und nehmen wir mal an
    es soll ne Weisse Wanne mit Fugenbändern werden ... dann nehmen wir
    noch an Schalungstechnisch ist mir zum Schluss ein Stücken gerade Wand
    mit satten 20m übrig geblieben ... da ich ein fauler Mensch bin
    betonier ich diese 20m Meter in einem Sitz ... und weil´s noch ned
    reicht betonier ich noch gegen die Wände von gestern deren
    Hydrationswärme noch nicht abgeklungen sind ... der grösste
    Schwund bzw. der natürlich Schwund des Betones ist
    natürlich an der Taktfuge zu suchen ... es kommt dort zum Abriss ...
    ob gewollt oder nicht hier ist die Schwachstelle und hier wird sich sicher auch
    ein Rissbild einstellen ... an dieser Takfuge schön gesichert mit
    Arbeitsfugenband und durchlaufender Bewehrung steht noch Hydrations-
    wärme an ... im schlimmsten Fall wächst der Beton von gestern und
    heute zusammen und der Abriss verlagert sich an eine Stelle wo kein
    Fugenband die Dichtigkeit garantiert (!)
    .
    Deshalb und "nur" deshalb gehörn die Takte klein gehalten (Ecken
    heben sich auf) und die Hydrationswärme abklingen gelassen (!)
    .
     
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