Bodenplatte mit Rissbreitenbeschränkung

Diskutiere Bodenplatte mit Rissbreitenbeschränkung im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, wir beginnen gerade unser Bauabenteuer und die ersten saftigen Mehrkosten stehen an: das geologische Gutachten besagt, dass die...

  1. RuSM

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    Hallo Zusammen,

    wir beginnen gerade unser Bauabenteuer und die ersten saftigen Mehrkosten stehen an: das geologische Gutachten besagt, dass die Bodenplatte in WU-Beton mit Rissbreitenbeschränkung auszuführen ist. In unserer Baubeschreibung ist festgelegt, dass "die Sohleplatte mit d=ca. 20 cm aus WU Beton der Güteklasse B 25 nach statischen Erfordernissen ausgeführt wird".
    Nun will der BT für die Ausführung der Bodenplatte mit Rissbreitenbeschränkung 2160€ zusätzlich (Grundfläche des Hauses: 103 qm).
    Ist dieser Mehrpreis realistisch?
    Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

    RuSM
     
  2. mls

    mls Bauexpertenforum

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    nein.
    statische berechnung, wu-konzept, rissnachweise zeigen lassen.
    wo´s mir reicht:
    b25
    20cm
    rd. 20 kg mehr pro m²

    aber bestimmt haste das kleingedruckte lässig überlesen...
     
  3. PeMu

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    Ist doch wie immer: WU-Beton ist vorgesehen und kalkuliert. Aber keine WU-Konstruktion.
    Und wenn man dann mal 20 kg/m² mal die Fläche nimmt mal den Stahlpreis: Da kommt der Mehrpreis her. Ist doch schon klar: minimalste Bewehrung war vorgesehen.
    Das zauberwort WU-Beton vernebelt die Geister.

    Kann man solche Anbieter nicht mit dem B25 aus der Reserve locken: Ist ja nicht mehr Regelkonform.
     
  4. peter9

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    Bei 20 cm Beton und Rißbreitenbeschränkung auf ??? mm ist vermutlich eine Matte Q188 oben plus unten erforderlich. Das wird dann so bei 0,2 mm Rißbreite landen.

    WU Beton kann nicht wirken wenn die Platte reißt. Also liegt es , vermute ich mal, am Untergurnd. und der ist Risiko des Bauherren.

    Preis gerechtfertigt???

    peter
     
  5. #5 Carden. Mark, 08.10.2006
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Was war denn statisch erforderlich?
    Eine Q188A mag ich erst einmal nicht glauben.
     
  6. PeMu

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    Mark, das ist keine Glaubensfrage, 20cm C25/30 -> da freunden wir uns mal mit ner Q377 als Diskussiongrundlage an oben und unten. weniger nachweisfähig? Dann mal los.

    Q188, hmm die hält das Gröbste zusammen - und so sieht die Rißbildung dann auch aus, wenn se auftritt.
     
  7. #7 Carden. Mark, 08.10.2006
    Carden. Mark

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    Wieso
    Bep Peter9 steht doch Q188 o+u = 0,2 mm Rissbegrenzung.:biggthumpup:

    Darf ich jetzt schon nicht mehr den Ing. trauen :D - wo ich gegenüber den Archies schon Skeptiker bin :bounce:
     
  8. #8 peter9, 08.10.2006
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2006
    peter9

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    Hallo,

    ich bin eigentlich Elektroing. Also fachfremd.

    Aber wenn die Betonfestigkeit zunimmt (C25/30) steigt auch der Bedarf an Bewehrung für die Beschränkung der Rissbreite. Ich bin von C20/25 stillschweigend ausgegangen. Sonst wird es ja wohl eine B2 -Baustelle.

    Genauso muß die Bewehrung stärker sein, wenn die Platte dicker gemacht wird.

    Eine Beoden platte in Wu mit nur 20 cm erscheint mir aber recht dünn. 25 würde ich mal als das Minimum ansehen.

    Welcher richtige Fachmann kann mir zustimmen.


    Erscheint zunächst widersinnig, wenn man es aber verstanden hat ist es logisch.

    Eine andere Frage ist natürlich die Bewehrung wegen weichem Boden oder so. Die muß auch gerechnet werden.

    Außerdem erfordert eine Bodenplatte mit Bewehrung eigentlich eine Sauberkeitsschicht!!! Über die Sauberekitsschicht sollte eine Folie, damit die Betonplatte nicht durch die Sauberkeitsschicht beim Schrumpfen festgehalten wird.

    Wegen der zuverlässigen Betondeckung von so bei 3 cm im Minimum in der eigentlichen Platte. Sonst wird doch die Bewehrung runtergetreten und rostet dann so vor sich hin.


    Ob das ein GU oder BT macht möchte ich mal sehr bezweifeln!!

    Peter
     
  9. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    @Peter

    Es soll hier Leute geben denen man weder nomC noch die DIN 1045 erklären müßte ;-):konfusius
     
  10. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    auch Peter

    PS:. langsam find ichs amüsant.:28:
     
  11. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    @Mark: und als SV traust Du doch auch keinem BU:deal

    damit wär der Kreis doch geschlosen:D
     
  12. peter9

    peter9

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    Hallo meine Herren Experten,

    ich denke ich muß einiges richtigstellen.

    Mein Hinweis mit der Q 188 bezog sich lediglich auf die Schwindbewehrung einer WU-Platte. Denn ohne ein solche Schwindbewehrung kann die WU-Platte Schwindrisse bekommen und dann nützt der WU-Beton wohl nichts mehr.
    Oder ist diese Ansicht falsch und man kann den Beton ohne Bewehrung in die Baugrube laufen lassen?

    Mein Hinweis: „Eine andere Frage ist natürlich die Bewehrung wegen weichem Boden oder so. Die muß auch gerechnet werden.“,
    ist wohl untergegangen.

    Berücksichtigt man auch die Biegekräfte in der Platte ist eine Q377, jeweils oben und unten, vermutlich eine gute Wahl.

    Für beide Belastungen ist die Q188 in der Tat unzureichend.


    Ich hoffe, jetzt sind wir hier alle der gleichen Meinung.


    Ich selbst habe vor Jahrzehnten bei meinem Bau eine einzige Q188 und auch nur eine 15 cm dicke Platte nach Anleitung der damaligen „Fachleute“ eingebaut.
    Der Untergrund aus Kies und Sand hilft wohl, daß es bisher keine Schäden gegeben hat. Ich würde dieses Risiko niemand empfehlen!!

    Imbau, die Holzman-Tochter, sieht im Prospekt ihrer Reihenhäuser grundsätzlich eine 30 cm dicke Platte vor. Zumindest im Prospekt...

    Nun kann jeder Bauherr vermutlich nachvollziehen, daß eine Betondecke durch die Stahleinlage sozusagen „verstärkt“ wird und eine dünne Betondecke eben viel Stahl erfordert und vice versa.

    Zur Berechnung der Schwindbewehrung, zu der sich also niemand outen möchte, ist es aber umgekehrt. Eine dicke Platte und ein besonders fester Beton, wie ein C30/35 gegenüber dem C20/25, entwickeln beim Abkühlen eben größere Kräfte und erfordern eine stärkere Schwindbewehrung.

    Wenn Imbau eine 30 cm dicke Platte beim Reihenhaus einbauen sollte, muß man vermutlich eine entsprechend kräftige Schwindbewehrung einbauen (Ob man das tut??) und kann die Biegespannungen dagegen fast vernachlässigen.

    Zumindest bei den heutigen Stahlpreisen wird man wohl mit der Wahl des Zementes und der Betonfestigkeit einiges tun, damit der Stahlbedarf bezahlbar bleibt.

    Es gibt also eine Menge Stellschrauben, von denen der Stahlbedarf beeinflußt wird.


    Bleibt die Frage, warum ich mich fachfremd betätige.

    Natürlich will ich noch etwas bauen, auch wenn das Finanzamt das bestreitet und wir 2008 in Kassel die Klingen kreuzen.

    Aber ich möchte auch nicht wieder von den „Fachleuten“ abhängig sein.
    Der damalige Mitarbeiter des Prüfstatikers verlangte eine 24 cm starke Wand in der Garage statt meiner gewünschten 11,5 cm.

    Sie wissen doch, „die Mindestdicke einschaliger, tragender Außenwände beträgt 24 cm“, zitierte er mir die DIN 1053. Ich stimmte daher zu, (der Platz wird mir immer fehlen) und konnte Zuhause den nachfolgenden Satz lesen.

    Ob er diesen Satz als Prüfstatiker wirklich nicht kannte???

    So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben!

    Letztes Jahr konnte ich die von den „ausgebildeten Fachleuten“ des Bauamtes vor Ort angeblich festgestellte „Baufälligkeit“ eines Schuppens mit einer einzigen Frage im Büro vom Tisch wischen.
    Da muß man schon an den Fähigkeiten mancher „Fachleuten“ zweifeln.

    peter
     
  13. #13 Ralf Dühlmeyer, 09.10.2006
    Ralf Dühlmeyer

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    peter9....

    macht sich mal klug.
    Das ist soweit löblich.
    Aber wenn das klug machen dazu führt, daß man ausgebildeten Fachleuten deren Beruf erklären will, wirds nicht bloß hanebüchen, sondern peinlich.
    Meinen Sie ernsthaft, wenn Sie damals dem Prüfstatiker den Satz an den Kof geworfen hätten, wär alles gut gewesen [​IMG][​IMG]
    Quatsch! Der hätte sich Ihre Statik am Wochenende mit nach Haus genommen und jedes noch so kleine Haar in der Suppe gesucht und wahrscheinlich ne ganze Perücke gefunden.
    Und die hätten weder Sie noch Ihr Statiker aus der Welt zaubern können.
    Und wenn Sie meinen, hier sagen zu können, daß die obige BoPla mit ner Q 188 und 20 cm Bedong eine wasserdichte Konstruktion wird, sollten Sie lieber weiter Fachleuten vertrauen.
    MfG
     
  14. #14 Carden. Mark, 09.10.2006
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    Ich möchte an diesem Punkt einmal anmerken

    das meine Aussagen hier schon als Sarkasmus verstanden werden wollen.

    Nur so zu Sicherheit - man weiß ja nie.
     
  15. #15 Carden. Mark, 09.10.2006
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    @PeMu

    stimmt, dass ist mein Problem.

    Ich traue mir selber nicht über den Weg.
     
  16. PeMu

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    @peter9: Rätselfrage: hat sich jemand geoutet?

    @Mark: Das ist die Schizophrenie des sach(te)-verständigen Bauunternehmers.:D
     
  17. #17 Carden. Mark, 09.10.2006
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    @PeMu

    Deine ewigen postings halten mich auf.

    Ich habe gerade die Zunft gegen die Schese getauscht und will zu meiner Baustelle um zu kontrollieren ob ich und mein Team heute alles Richtig gemacht haben.

    Hoffentlich muss ich morgen ab 7:00 Uhr die Schalungen nicht wieder auseinanderklpfen.
     
Thema: Bodenplatte mit Rissbreitenbeschränkung
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