Bodenplatte mit verschiedenen Höhen betoniernen ,wie stelle ich richtig ab?

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  1. mintal

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    Hallo , wir betonieren eine Bodenplatte mit 2 verschiedenen Höhen . Der versatz beträgt 10 cm und geht über die ganze Breite der Platte. Zudem muss in der Mitte der Platte ein rechteckiger Versatz von ebenfalls 10 cm geschalt werden. Die Platte soll in einem Guss gemacht werden. Kannthölzer auf die Bewehrung binden will ich nicht , Da dadurch die Bewehrung freigelegt wird. Weis jemand von euch einen guten Rat ? Wie befestige ich die Abstellung in dem Fall richtig? Vielen Dank Euch!!
     
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  3. #2 Gast943916, 2. April 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    in deinem Job sollte es doch einen Polier / Vorarbeiter oder Bauleiter geben, der weiß das nicht????
     
  4. #3 Inkognito, 2. April 2014
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Na, halt nicht in einem Guss - die Bewehrung muss dann natürlich noch für die Schubfuge nachgewiesen werden (ist aber selten maßgebend, insbesondere wenn die Ausführenden schlau genug sind sowas horizontal mit der Harke rauh herzustellen oder, wenn vertikal abgestellt wird, mit Streckmetall abzustellen)

    Kantholz auf Schalung... da sind Sie selber drauf gekommen, dass das nicht so schlau ist - und nur zur Erinnerung, das ist nicht nur Korrosionsschutz sondern auch Verbundbedingung, dies lässt sich nachträglich durch 'was draufkleckern' nicht ohne weiteres herstellen.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 2. April 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Ggf Abdichtungsmaßnahmen für dei Fuge nicht vergessen!

    Aber es muss doch einen Planer geben, der die Ausführungsplanung gemacht hat. Der muss sich doch (zusammen mit dem Tragwerksplaner) auch Gedanken gemacht haben, wie dieser Höhenversatz handwerklich ausgeführt werden soll.

    Oder war das Honorar für die beiden mal wieder so unterirdisch niedrig, dass "Denken" nicht im Preis enthalten war???
     
  6. Thomas B

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    ...wovon redest Du...????? ;)
     
  7. OLger MD

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    Wie sieht denn die Unterkante der Bodenplatte aus? Horizontal durchgehend oder auch mit Höhenversatz?
    Werden im Bereich des Höhensprunges Lasten eingeleitet (Wände, Stützen, Anlagentechnik, ...)?

    Eine Variante wäre, hier eine Fuge auszubilden, eine andere, in 2 Abschnitten zu betonieren und Rückbiegeanschlüsse zu verwenden.
    Da Du schreibst,
    , gibt es dafür sicher triftige Gründe.
    Also gibt es im Bereich des Höhensprunges auch entsprechende Zulagebewehrung lt. Statik und Steckbügel evtl sogar gekröpfte Stäbe. Hoffen wir's mal.

    Rein von der Ausführung - ohne statische Betrachtungen, (solange keine WHG-Wanne) kann man folgendes machen:
    Kantholz an der Schalung befestigen, frei tragend über die Plattenbreite, die Du idealerweise oben nicht genannt hast.
    Ist die Platte breiter als die üblichen Lieferlänge von Kanthölzern, musst Du Vorbereitungen treffen:
    - Sauberkeitsschicht im Bereich des Höhensprunges stärker ausbilden (Mehrtiefe nach UNTEN)
    - Vor der Bewehrungsverlegung Bohrlöcher in der Sauberkeitsschicht herstellen
    - Gewindestangen (ggf. VA-Material für dichte Konstruktionen) nach der Bewehrungsverlegung in die Bohrlöcher mit zugelassenem Injektionsmörtel einsetzen
    - aushärten lassen
    - Kanthölzer zuschneiden, passend Bohren, 3Kantleisten annageln
    - Kanthölzer mit Muttern und Scheiben von oben und von unten auf Höhe ausrichten
    - Fugen abdichten
    - Bewehrung richten, Bewehrung abnehmen lassen
    - Betonieren
    - Kanthölzer ausbauen, Gewindestangen vertieft abtrennen, Vertiefung vorbereiten, reinigen und mit PCC egalisieren.
    - VA-Gewindestangen können (sofern die Optik keine große Rolle spielt und kein WHG-Beton) bündig abgetrennt werden.

    Mögliche Variante für die Optik: Kanthölzer 2 cm tiefer einbauen und Vertiefung mit PCC reprofilieren.

    Gruß
    Holger
     
  8. #7 Gast943916, 2. April 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    mir klingt das zu sehr nach DIY, ein Maurer der um diese Uhrzeit, bei dem Wetter nicht auf der Baustelle ist........
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 2. April 2014
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    Na, von den Zeichnungen, die die Planer anfertigen, wenn sie die ausgeführte Leistung ausgemessen haben. :p
     
  10. #9 Gast943916, 2. April 2014
    Gast943916

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    soll´s wohl geben..
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 2. April 2014
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    In einem Stück betonieren ist was für absolute Könner! Sonst drückts Dir nämlich beim Rütteln immer wieder im tieferen Teil den Beton hoch.

    Letztes Jahr erst mit Mark zusammen gemacht. Bodenplatte mit Höhenversatz, im höheren Teil wiederum ein Bereich, der um BoPla-Stärke tiefer lag.
    Betoniert in drei Abschnitten:
    tiefer Teil innerhalb der Platte
    tieferen BoPla Teil
    hohen BoPla Teil mit Kantenschalung auf den tieferen Teilen.

    Alle Höhenversätze mit Vouten und entsprechender Bewehrung (auch im Planum und der Perimeterdämmung!)

    Saubere Sache!
     
  12. #11 Inkognito, 2. April 2014
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    Man kann auch ein Kantholz auf Abstandshalter stellen und anrödeln, aber da sollte man wissen was man tut.
     
  13. ralf9000

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    Wenn man einen Doppel-T-Träger entsprechender Breite rumliegen hat oder ausleihen kann, diesen auf die Seitenschalung unterstützt auflegen, gegen Verrutschen durch den späteren Betondruck sichern und mit Zwingen oder Spannern Schalungsbretter hochkant und von unten horizontal auf der gesamten Überbrückungsbreite anbringen. Die unteren horizontalen Schlalungsbretter sollte man deutlich breiter als der Träger machen, damit die Strecke nachdem sich der Beton durch den Druck von oben rauspressen könnte vergrößert wird und somit die Gefahr des Rauspressens erniedrigt ist.

    Klappt prima, das A und O ist allerdings ein Doppel-T-Träger. Wurde bei uns nach ausgiebiger Diskussion mit dem Bauleiter so gemacht. Bauleiter wollte auch ursprünglich in zwei Schritten vorgehen. Er war nachher begeistert.

    Grüße, Ralf.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 3. April 2014
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    @r9000
    Ich zitier mich mal selber:
    Schön, wenn es bei Euch geklappt hat, aber das als ultima ratio zu verkaufen, ist mehr als gewagt.
     
  15. ralf9000

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    Davon habe ich nichts geschrieben, habe nur eine weitere Methode zur Diskussion gestellt und auch nichts verkauft. Und das Rausdrücken kann man durch den geschilderten "Tunneleffekt", wenn ich das mal so nennen darf, mit breiten horizotalen Schalung unterdrücken. Ansonsten bitte ich vielmals um Entschuldigung für den Beitrag.
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 3. April 2014
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    Und wie wird unter der breiten horizontalen Schalung verdichtet???? :D
     
  17. ralf9000

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    Das 40cm "Tunnelstück" wurde bei uns durch das Drunterschieben einer Rüttelflasche entlang des "Tunnels" verdichtet.
     
  18. mintal

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    Super Antwort Danke Dir!!!!!!
     
  19. #18 Nutzername, 3. April 2014
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    Bei einer Bodenplatte mit oberer und unterer Bewehrungslage würde man die Rüttelflasche senkrecht durch die Bewehrungsmatten eintauchen. Deswegen gehe ich bei der beschriebenen Methode davon aus, dass da keine obere Bewehrungslage im Bauteil war...?
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 3. April 2014
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    Ich wollts nicht gesagt haben :shades :smoke :D
     
  22. ralf9000

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    Obere Bewehrungslage war da, die Maschenweite war schätzungsmäßig 10cm, der Durchmesser der Rüttelflasche 4-5cm. An der Rüttelflasche gabe es einen biegsamen Hals mit dem die Rüttelflasche schräg von beiden Seiten drunter geschoben werden konnte.
     
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