Bodenplatte vertikal abdichten

Diskutiere Bodenplatte vertikal abdichten im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Moin, moin.... wir haben uns gerade ein altes Haus gekauft. (Bj. ca. 1920 und ab 1985 ständig saniert/renoviert). Bei einem durchgeführten...

  1. #1 charlie1976, 30. Januar 2008
    charlie1976

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    Moin, moin....

    wir haben uns gerade ein altes Haus gekauft. (Bj. ca. 1920 und ab 1985 ständig saniert/renoviert).
    Bei einem durchgeführten Gutachten sind 1. geringe Wärmemängel im Übergang Boden-Hauswand aufgetreten und 2. geringe feuchte Wände (135 dots oder Einheiten, wem das was sagt) bis max. 30cm über dem Boden. Aber dieses hauptsächlich an der "Wetterseite".
    Aufgrund des tiefen Grundwasserspiegels und des nur stellenweise Auftretens der feuchten Stellen, ist wohl davon auszugehen, dass es sich hierbei nur um Sickerwasser/Regen handelt. An der Westseite des Hauses ist die Auffahrt bis direkt an das Haus gemauert, ansonsten ist ringsrum Rasen.
    Nun meine Fragen bzw. Hilfeersuchen.
    Der Gutachter meinte eine Bitumenschicht bis ca. 50cm tief im Erdreich aufzutragen würde reichen. Achja noch zur Info, die Zimmer sind eigentlich trocken (45% Luftfeuchte).
    Habe nun was von KMB, also Bitumendickbeschichtung gelesen. Ist das in diesem Fall ratsam? Wie geht man da am besten vor? Haus ist 19mx11m, habe gehört ich darf immer nur stückweise freilegen? Wie breit muss das dann werden?
    Und wie geht es dann weiter? Perimeterdämmung? Dränage? Kies? oder wieder Rasen? Fragen über Fragen....
    Würde mich über Antworten oder "sinnhafte" Links freuen.
    MfG
     
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  3. #2 Bromm Edmund, 2. Februar 2008
    Bromm Edmund

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    Und was ist, wenn der Feuchteschaden durch Tauwasser entsteht?
    Da hilft auch kein KMB bis 50cm.
    Hier könnte man eher mit einer Wärmedämmung weiter kommen.
    Und ist die Feuchte im EG oder im Keller?
    Aber dies sind auch nur Vermutungen und sicher wäre eine Ortsbesichtigung angebracht.
    haben Sie dazu auch Fotos?
    Und wer kommt denn auf so eine Idee mit Digits die Feuchte anzugeben?
    War das evtl. der Gutachter?
     
  4. Robby

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    Als Indikator sind Digits doch sehr wohl geeignet ... mehr sehe ich hier nicht beschrieben...

    Bei Kondensat ohne Kondensatrückschlag in die Konstruktion messe ich auch mit den Geräten in den Baustoff, wobei die reine Oberflächenfeuchte (Kondensat) außen vor bleibt....
     
  5. #4 charlie1976, 4. Februar 2008
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    Ja, der Gutachter hat mit einem Feuchtigkeitsmesser gemessen und sagte, wie Robby auch, dass dies wohl eine gute Methode ist. Wie gesagt, der Wert ist wohl nicht besonders bedrohlich/hoch.
    Das Haus ist bis auf ein Raum nicht unterkellert. Also wurden die Werte im Erdgeschoss gemessen.
    bezgl. der Wärmedämmung: Die Wärmebildaufnahmen des gesamten Hauses waren sehr gut.
    Das einzige was mich stuzig macht, ist die Tatsache, dass an den gleichen Stellen, wo die erhöhte Feuchtigkeit gemessen wurde, auch ein Wärmeverlust zu erkennen ist. Jedoch wollte der Gutachter - ohne weitere Untersuchung - weder einen kausalen Zusammenhang herstellen noch ausschließen. Meinte nur, dass feuchte Stellen Wärme schon besser leiten. Der Wärmeverlust ist wie o.g. ab Rasenkante aufwärts 20-30cm.
    Ist den ein Wert von 135 digits (bei normaler Raumluftfeuchte) hoch/viel oder eher doch gering/normal?
     
  6. Robby

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    Mit meinem Feuchteindikator wäre das "neutral" gemessen schon recht hoch und recht hat er zwischen Feuchtigkeit und Wärmeverlust einen Zusammenhang festzustellen. Stell dir mal vor du hast im Winter eine trockene Jacke und eine nasse an...?
     
  7. #6 Bromm Edmund, 4. Februar 2008
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    Leider wird oft aneinander vorbeigeredet!

    Das messen mit einem elektrisch betriebenen Messgerät hat doch nichts mit der Feuchtigkeit, sondern nur mit Leitfähigkeit zu tun!
    Auch wenn auf div. Geräten "Feuchtemessgerät" draufsteht.
    Es ist und bleibt eine elektrische Leitfähigkeitsmessung.
    Dazu ein Beitrag aus meinem Buch. "Gesund wohnen in Altbauten".
    .
    Für viele Hausbesitzer sind feuchte Wände ein Problem.
    Ob in den Anzeigen der Tagespresse, Zeitschriften für den Hausbesitzer, Journale von Bausparern und Versicherungen, auf den Messen und in Prospekten von Verarbeitungs- und Bautenschutzfirmen wird damit geworben die Mauern trocken zu legen. Um die Seriosität bei der Trockenlegung zu untermauern wird die kostenlose Feuchtenmessung vorgeschoben. Es wird auch demonstriert wie einfach eine Messung durchzuführen ist.
    .
    Kostenlose Feuchtigkeitsmessung wird allenthalben angepriesen.
    Die Messungen - sehr oft noch mit dem Titel elektronisch oder elektrisch- sind jedoch für die Beurteilung von aufsteigender Feuchte weitestgehend ungeeignet.
    Meist wird die Anzeige mit einem spektakulären Zeigerausschlag auf einer Skala oder gar mit einer leuchtenden Ziffern (Digital-) anzeige dargestellt.
    Dies ist meistens Scharlatanerie, denn all diese Messungen können nicht Unterscheiden, um welche Feuchte es sich handelt.
    Die Anzeige gibt in der Regel unten -in Bodennähe- höhere Werte als weiter oben. Damit wird suggeriert, dass es sich um aufsteigende Feuchtigkeit handelt. Normalerweise ist es nur deswegen mehr, weil es unten kühler ist und daher mehr Kondenswasser entsteht.
    .
    „Feuchte“ entsteht durch die verschiedenen Möglichkeiten der Wasseraufnahme eines Materials. Dementsprechend können bei feuchten Wänden die verschiedensten Mechanismen der Wasseraufnahme im Spiel sein :
    1. Wasseraufnahme aus der Luft d.h. aus der Gasphase,
    - Hygroskopische Feuchte (unterhalb der Kondensation),
    der Wassergehalt der Luft – „relative Luftfeuchte“- und Salzgehalt des
    Mauerwerks spielen hier die entscheidende Rolle,
    - Kapillarkondensation (Auffüllen kleinster Poren mit Wasser, ebenfalls
    unterhalb der Kondensation)
    - Kondensation (Abscheiden flüssigen Wassers durch Unterschreiten der
    „Taupunkttemperatur“, da kalte Luft weniger Wasserdampf speichern kann als
    warme Luft),
    2. Kapillarer Wassertransport (Saugvermögen der Baustoffe mit einem bestimmten
    Porengefüge) z.B. aus dem Untergrund -„aufsteigende Feuchte“- oder bei
    Beregnung, auch hierbei spielt der Salzgehalt eine wesentliche Rolle;
    3. Eindringen von Wasser wegen Fehlstellen
    - aufgrund fehlender Abdichtung,
    - durch fehlerhafte Anstriche, Risse, offene Fugen,
    - ebenso können undichte Fenster; Fensterbankanschlüsse und defekte
    Dachrinnen usw. zu feuchten Wänden führen.
    .
    Vorab ist jedoch zu klären, was ist überhaupt „feucht“ oder „trocken“
    Hierzu gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Eine eindeutige pauschale Aussage ist leider nicht so einfach abzugeben.
    Dabei sollte man auch wissen, welche Wasseraufnahme von Baustoffen unter welchen Bedingungen zu erwarten ist.
    Ein weiterer Aspekt für die Definition der möglichen Feuchtewerte ist das Verhältnis der momentanen - zur maximalen Feuchteaufnahme.
    Außerdem, welche Ausgleichsfeuchte (das ist der Wassergehalt oder die Feuchte, die sich einstellt, wenn sich ein Baustoff hinreichend lange, bis zum Gleichgewichtszustand, an die Umge-bungsbedingungen angepasst hat) der Baustoff aufweist usw.
    Diese Angaben können jedoch sehr unterschiedlich sein!
    .
    Sehr oft bekommen die Hausbesitzer Werte angegeben, die bei 50 bis 80 % liegen. Normale Vollziegel weisen jedoch in der Regel einen Feuchtegehalt von weniger als 20% auf.
    .
    Nur auf meiner Homepage bei Schriften Nr. 3 nachzulesen.
    Tabelle: Feuchtigkeitstechnische Kenndaten „Richtwerte“
    -
    Baustoff: Mittleres Raumgewicht in kg/m³ Praktischer Feuchte gehalt*) in Vol.-% Max.Feuchtegehalt in Masse-% **)
    Hochlochziegelmauer¬werk 1000 1,5- 4 2,5 - 5
    Vollziegelmauer¬werk 1700 1 – 2,5 1 - 3
    Außenputz (KZM) 1800 4 – 14 4,4
    Innenputz (KZM) 1800 1 – 10 4
    Wärmedämmputz  450 2,0....5,0 ?8
    Gips- o. Gips-Kalk-Putz 1600 3 6
    -
    *) „Praktischer Feuchtegehalt“ ist der Wassergehalt, der bei der Untersuchung genügend ausge-trockneter Bauten in 90 % der Fälle nicht überschritten wird.
    **) alle Kapillaren und Poren mit Wasser gefüllt.
    .
    Messungen sind deshalb vor jeder Instandsetzung sehr wichtig!
    Wenn die Bestimmung der Feuchte eines Baustoffes über elektrische Widerstands-Messungen durchgeführt werden soll, ist dies nur möglich, wenn die Beziehung Widerstand/Feuchte eines Baustoffes z.B. eines Estrichs, eindeutig bekannt ist. Anhand von Vergleichsmessungen kann dann über die einfache elektrische Widerstandsmessung annähernd der Feuchtegehalt bestimmt werden.
    Ohne jedoch die vor genannten Parameter zu kennen, ist eine verlässliche Aussage nicht möglich.
    Damit ist klar, warum die meisten dieser Messungen falsch sein müssen bzw. bei der Beurteilung äußerste Vorsicht angebracht ist.
    .
    Ein weiterer Parameter, der eine Aussage über die Materialfeuchte geben kann, ist die Wärmeleit-fähigkeit (Lambda-Methode).
    .
    Tabelle: Veränderung der Wärmeleitfähigkeit von Ziegelmauerwerk in Abhängigkeit vom Feuchte-gehalt
    Nur auf meiner Homepage bei Schriften Nr. 3 nachzulesen.
    .
    Es gibt sicher noch weitere Messmöglichkeiten den Feuchtegehalt einer Wand zu untersuchen.
    Dazu gehören z.B. die CM-Messung (Calcium-Carbid-Methode), die Thermographie, die Neutronenmessung usw.
    Um an der Baustelle eine einigermaßen brauchbare Messung der Feuchte durchzuführen, kommt eigentlich nur die CM-Messung in Frage. Dabei wird eine Mauerprobe (10 - 20 g entnommen) zerkleinert und in eine Druckflasche mit Calciumcarbit gegeben. Das in der Probe enthaltene Wasser und das Calciumcarbit reagieren zu Acetylengas. Dies erzeugt einen Überdruck und wird von einem Druckmesser angezeigt. Durch entsprechende Zuordnung in einer Tabelle wird der Feuchtegehalt ermittelt.
    .
    All diesen Messungen ist eines gemeinsam: es kann jeweils nur der momentane Feuchtewert festgestellt werden. Es kann keinerlei Aussage darüber abgegeben werden, ob es sich z.B. um aufsteigende Feuchtigkeit oder Kondenswasser handelt.
    Um exaktere Angaben und Daten zu erhalten, sind Messungen über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Dabei spielen die Wetter- oder Klimadaten, Temperatur und deren Vergleich bzw. Referenzmessungen eine wichtige Rolle.
    Nur wenn solche Aussagen von Fachleuten bewertet werden und die Instandsetzung daran ausgerichtet wird, kann eine Wiederherstellung zum Erfolg führen.

    Edmund Bromm
    .
    Literaturhinweise:
    Weber, H.: Mauerfeuchtigkeit, Expert – Verlag Grafenau
    Weichert, L.: Aufgaben und Möglichkeiten zur Messung von Klimagrößen f.d. Fassadensanierung; Tagungsbericht. 6.Hanseatische Sanierungstage 1995.
    .
    Logisch ist zwar, dass die Leitfähigkeit zunimmt, je feuchter ein Baustoff ist, aber deswegen bleibt es immer noch Leitfähigkeit!
    Und es wird auch nichts ausgesagt über - Farbe die gut leitfähig ist und auch nicht über den Salzgehalt und auch nichts über die leitfähigen Myzelen oder sonstigen Veränderungen an der Oberfläche.
    Hier insbesondere wegen der Tauwasserproblematik.
    Dazu noch ein Foto von gestern den 6.2.08
    Eine Fassade total voll mit Eis. Und dies war nicht nur an der Oberfläche zu finden sondern auch weiter innen in der Wand.
    Macht euch Gedanken dazu.


    [​IMG]
     
  8. Robby

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    Schön kopiert Herr Bromm in großen Teilen richtig in manchen leider auch falsch...

    Beispiel Neutronensonde... wer sich eingehend mit zerstörungsfreier Materialprüfung befasst hat weiß um die Problematik des Strahlers bei Transport, Lagerung Anwendung.

    Die Neutronensonde brauch ebenfalls eine Referenzmessung um die Zerfälle im Vergleich trocken / feucht / nass zu werten bzw zählen.

    Der erfahrene Fachmann kann auch mit dem Widerstandsverfahren am besten in verbindung mit Bohrungen oder Mikrowelle ein sehr verwertbares Feuchteprofil darstellen.

    Ein erfahrener Thermograph weiß im weiteren auch um Problematiken durch Reflexion der Oberfläche...

    Die tatsächliche Feuchte und das "unumstritten" lässt sich nur durch die Darrmethode nachweisen

    Ebenso wenig misst ein erfahrener Fachmann nicht in Salzansammlungen, Eckbereichen Befestigungen usw usw usw
     
  9. #8 Bromm Edmund, 5. Februar 2008
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    Hi, Robby ich bin immer noch in der Lage meine "Weißheiten" selbst zu schreiben

    Es zeigt jedoch, dass Sie nicht dazulernen wollen.
    Wie können Sie eine elektrische Leitfähigkeit, immer noch mit Feuchte erklären?
    Es ist und bleibt immer noch eine Leitfähigkeitsmessung.
    Lesen Sie doch meinen Beitrag genau durch, bevor Sie hier weiter mit falschen Angaben aufwarten.
    Es wird dadurch nichts besser.
    Und das mit der Strahlung hat doch damit nichts zu tun.
    Da stimme ich Ihnen sofort zu. Nur das ist etwas anderes.
     
  10. Robby

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    Habe ich nicht "Erfahren" geschrieben und auf "Aufbauenden Messungen" hingewiesen...

    elektrische Widerstandsmessungen mit Mikrowelle geben sicher ein besseres Feuchteprofil als lediglich (beispiel oben in ihrem Beitrag) Thermografie... die gibt nämlich über den feuchtegehalt im Baustoff alleine gar keine Auskunft...
     
  11. #10 Bromm Edmund, 5. Februar 2008
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    Was soll denn das? Sie kommen vom hundertsten ins tausendste

    Abschließend nochmals.
    Mit elektrischen Messgeräten kann nur die Leitfähigkeit gemessen werden.
    Aus und Basta.
    Wenn Sie dazu noch Anmerkungen haben bitte über meine e.mailadresse, sonst langweilt man sich hier in dieser Auseinandersetzung.
    Dem Charlie wird dadurch nicht geholfen!:winken
     
  12. #11 VolkerKugel (†), 5. Februar 2008
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    Toll ... ich hab´ mir schon Salzstangen und Äppelwoi geholt :biggthumpup:
     
  13. Robby

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    gerne Herr Bromm! Aber meinen Beitrag Nr. 8 sollten sie doch gelesen haben? solange das Wasser NICHT destilliert ist leitet es ... also Feuchte Baustoffe besser als trockene...

    oder möchten sie die Gesetze der Physik ad Absurdum führen?

    Von Ihren Anmerkungen daes langen Beitrages ist

    Die Thermografie leider ausgefallen
    Die Neutronensonde leider ausgefallen

    Über die Wirkungsweise der elektrischen Messungen bin ich sicher gut genug in der Lage diese einzuschätzen. Leiten denn elektrische Ströme im Bohrlochverfahren mit Bürsten/Schleifensonden in der tiefe anders?

    Wie sieht es aus mit Bohrlochmessungen der tats. Feuchte im Bohrloch?

    Und die Mikrowelle?

    Alles leider unerklärt gelassen ich bin mir sehr sicher das ich die methoden und Einsatzgebiete der Meßmethoden doch sehr gut einschätzen kann.

    Mir fehlen hier Arumente was an meiner Beurteilung einer Feuchteverteilung im Baustoff falsch ist?
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 6. Februar 2008
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    Absolut trockenes Holz/MW/.... leitet nicht. Erst wenn Wasser in den Baustoff kommt, kann eine Leitfähigkeit gemessen werden.
    Also gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Wasergehalt und Leitfähigkeit! Das mit der gleichen Menge Wasser beaufschlagte Baustoffe auf Grund unterschiedlicher Salzgehalte unterschiedliche Leitfähigkeiten haben, ist auch klar.
    Aber das sollte man bei der Messung wissen und Bedenken.
    Zur qualitativen Abschätzung taugen die Geräte alle Male.

    MfG
     
  15. #14 charlie1976, 6. Februar 2008
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    Moin Experten,
    finde ich recht interessant / amüsant, wie sich eine meineserachtens "einfache" Frage hier gewandelt hat.
    Habe mit Interesse die ausführlichen Antworten gelesen. Weiß jetzt zumindestens, dass eine pauschale Aussage aufgrund der durchgeführten Messung wohl nicht möglich ist. Ich denke, dass er (Gutachter) wirklich nur die Leitfähigkeit gemessen hat. Hat nämlich zum Vergleich seine Handinnenfläche gemessen, da kam dann ein Wert von 150 digits raus.

    Aber vielleicht nochmal zu meiner Ausgangsproblematik:
    Haus hat nur einen Raum (3mx4m) unterkellert, bei 190qm Grundfläche, Grundwasser relativ tief, gute allgemeine Wärmedämmung, geringe Luftfeuchtigkeit in allen Räumen... will jetzt etwas tun gegen Sickerwasser, eindringendes Regenwasser... also irgendwie die Bodenplatte abdichten. Sollte das nach 1-2 Jahren (oder wann sollten die Wände, wenn das das Problem war, trocken sein?) nicht trocken sein, dann eine "vernünftige" Bestandsaufnahme mit dem vollen Programm wie Herr Bromm es ausgeführt hat, durchführen.
    Will jetzt im ersten Schritt/Versuch eine schnelle preiswerte Lösung vollziehen, ja Herr Bromm, ich weiß was sie jetzt denken, lieber gleich vernüftig machen... aber vielleicht reicht das ja.
    Für diesen Fall, ist dort eine Bitumendickbeschichtung und Perimeterdämmung eine Alternative?

    Und nochmal danke, für die ausführlichen Informationen bezgl. der Feuchtemessuung.

    MfG
     
  16. #15 Bromm Edmund, 6. Februar 2008
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    Da bin ich ja froh, dass Sie "charlie" es verstanden haben

    Dazu noch eine nette Geschichte.
    Ich wurde von einem Bauunternehmer gebeten, bei einem Ortstermin mit
    2 Sachverständigen und 2 Rechtsanwälten dabei zu sein.
    Es war ein Streit von über 35,000.00 DM.
    Dabei wurde von mir ermittelt, dass das Herstellen einer neuen Abdichtung nur ca. 8,000.00 kostet.
    Nun gut, aber wo war das Problem?
    Beide Gutachter wollten bei dem Ortstermin den Richter von Ihren Feuchtewerten überzeugen.
    Beide hatten die neuesten "Feuchtemessgeräte" (so stand es auf den Koffern der nahmhaften Hersteller) und haben gemessen und erklärt, dass jeder das Beste und Neueste Gerät hat.
    Ich hatte mit dem Richter schon mal in einer anderen Sache zu tun und er wusste von meinen Qualitäten. Am Objekt war eine Dachrinne aus Kupfer und ich lies die Herren SV diese messen. Das Ergebnis war 100% feucht!
    Dieser Nonsens überzeugte auch den Richter, dass es so nicht weitergehen konnte.
    Nach eingehender Diskussion setzten wir uns zusammen und beendeten noch an Ort und Stelle diesen Streit.
    .
    Aber ich denke, Sie haben recht, wenn Sie das Wort vernünftig gebrauchen.
    Frage ist nur was ist vernünftig?
    Muss den überhaupt etwas gemacht werden?
    Und dann warum?
    Wie oft dringt denn das Sickerwasser ein?
    Und auch wie viel?
    .
    Noch eine Bemerkung zu Herrn Dühlmeyer. Sie hätten nur dann recht, wenn Sie "absolut" trockenes Holz und erst recht Mauerwerk haben. Da dies jedoch nicht möglich ist (Luftfeuchte) haben Sie immer eine Leitfähigkeit. Sie brauchen halt ein besseres Gerät, denn trocken gibt es nicht!
    Und ich gebe Ihnen auch recht, dass wenn diese Leitfähigkeitsmessungen, unter bestimmten Voraussetzungen von Fachleuten, als ein weiterer Parameter in eine Bewertung mit einbezogen wird - durchaus ein brauchbares Ergebnis erzielt werden kann.
    Aber nochmals es ist eben keine Feuchtemessung. Ich hoffe, diese Sache ist klar.
    Somit könnten wir nämlich an das eigentliche Problem kommen.
    Und da braucht charlie eine einfache und vernünftige Hilfe.
    Also wieder zurück zu den noch offenen Fragen.
     
  17. #16 Carden. Mark, 6. Februar 2008
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    Ich auch mal :D

    Die Aussage von Ihnen Herr Bromm, dass ALLE Elektrischen Feuchtemesssysteme nur Leitfähigkeit messen - ist FALSCH.
    Ich habe eine (unter anderen) dabei, mit der messe ich in Baustoffen auch die relative Feuchte. In Verbindung mit Sorptionsisothermen kann ich hier sehr wohl die tatsächlich Feuchte abschätzen.
    Die Sorptionsisothermen erhalte ich nur über das Darren und muss somit den Baustoff erst einmal einer Sorptionsisothermen zu schätzen. Ist idR aber ausreichend zur Bestimmung.
    Nachteil - ich kann auf dieser Art keine verlässlichen Verlauf der Feuchtigkeit in der Wandtiefe ermitteln. Hierfür können dann z.B. Bürstensonden eingesetzt, welche aber mit den vorgenannten Schwachpunkten wiederum die Leitfähigkeit messen.

    PS:
    Wäre ich einer der SV bei den von Ihnen benannten Ortstermin gewesen, hätte ich die Sonde gewechselt und wäre auf Einschlagssonde gegangen.
    Die hätte ich dann aber nicht in die Dachrinne gehauen.

    War aber nur als Scherz gemeint....:lock
     
  18. Robby

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    Sehr schön Mark und Herr Bromm ist die Erklärung aller Einwände schuldig geblieben! Was will er uns mit dieser Geschichte erzählen?

    RA nennen das "Nebelkerzen"
     
  19. #18 Carden. Mark, 6. Februar 2008
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    Im Prinzip hat er aber Recht.
    Manchmal habe ich das Gefühl das ich, trotz überdurchschnittlich teurer Geräte, die einzigen habe, die eben nicht angeben um was für Wasser es sich hier handelt.
    Andere scheinen LED Leuchten zu haben, die dann immer bei aufsteigendem Wasser blinken.
    Nur so läßt sich Erklären, dass hierbei (fast) immer solche Diagnosen getroffen werden.
    Ich habe auch eine Weile gebraucht bis ich gänzlich akzeptiert hatte, dass mich meine Ausrüstung nur unterstützt.
    Der Rest ist Ausbildung, Erfahrung und noch einmal Erfahrung.
     
  20. Anzeige

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  22. #20 Bromm Edmund, 9. Februar 2008
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    Ihr wollt (oder könnt) es einfach nicht einsehen!

    Fragt doch mal einen einfachen Elektriker oder noch besser einen Physiker.
    Ich habe schon öfters geschrieben, dass wenn ein Baumaterial feucht wird auch die Leitfähigkeit zunimmt.
    Das ist doch unbestritten, aber es ist trotzdem keine Feuchtemessung!
    Auch wenn dies manche nicht lesen wollen, schaut mal bei Google unter Feuchtemessgerät nach -fast alles Leitfähigkeitsmessgeräte. Es ist auch Wurscht was auf der Kiste draufsteht!!!
    Nur Geräte die Gewichtsveränderung oder Volumenmessung können den Feuchteanteil wiedergeben.
     
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Bodenplatte vertikal abdichten

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