Bodenpressung vorausgesetzt, wer prüft?

Diskutiere Bodenpressung vorausgesetzt, wer prüft? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo, in meiner Baubeschreibung steht "Als Baugrund wird eine gleichbleibende Bodenpressung von mindestens 200 kN/m² vorausgesetzt." Ist...

  1. #1 Christof73, 23. April 2011
    Christof73

    Christof73 Gast

    Hallo,

    in meiner Baubeschreibung steht "Als Baugrund wird eine gleichbleibende Bodenpressung von mindestens 200 kN/m² vorausgesetzt."

    Ist das Standard, ist das viel oder wenig, kann man das einfach so voraussetzen? Wer ist verantwortlich dass zu prüfen, und wer haftet wenns doch nicht so ist?

    Grüße,
    Christof
     
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  3. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Baugrundrisiko liegt beim Bauherren.

    Google mal danach.
     
  4. #3 Christof73, 23. April 2011
    Christof73

    Christof73 Gast


    Sollte ich also darauf bestehen dass ein Bodengutachten in die Baubeschreibung aufgenommen wird? Wie hoch ist das Risiko, bezogen auf den Wert 200 der da genannt wird?
     
  5. #4 wasweissich, 23. April 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    das bodengutachten sollte vor der unterschrift berücksichtigt sein :hammer:
     
  6. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Was, wenn die Annahme nicht passt?

    Dann kriegst Du nach Vertragsabschluss "Friss Vogel oder stirb" Preise für den Mehraufwand berechnet.

    Gib das Gutachten vor Vertragsabschluß selbst in Auftrag. Dann können die Ergebnisse schon im Angebot vor Vertragsabschluß berücksichtigt werden.

    Zahlen musst Du das Gutachten so oder so.
     
  7. #6 Christof73, 23. April 2011
    Christof73

    Christof73 Gast

    Was kostet sowas?
     
  8. ralf9000

    ralf9000

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    Aber das ist doch auch mit Baugrundgutachten so. Ich habe noch keine Konstellation beim EFH gesehen, wo das Risiko beim Baugrund bei jemand anderem liegt.
    Ich hätte es bei unserem Projekt auch gerne anders, aber selbst mit zwei Baugutachten ist keiner (rechtlich) in die Pflicht zu nehmen, das Kleingedruckte ist zu erdrückend. Wir bauen nun so, wie die Nachbarschaft immer schon gebaut hat ...
     
  9. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Stimmt.

    Aber mit Gutachten kann man das Risiko einschätzen, insbesondere, was evtl. Mehrkosten wg. Gründung und Kellerabdichtung angeht.

    Kann klappen, muss aber nicht.

    Gehts daneben (in Form späterer Schäden) zahlt nicht mal die Versicherung des Architekten. Denn für die Versicherung ist Planung ohne Baugrundgutachten grob fahrlässig.
     
  10. ralf9000

    ralf9000

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    Du hast leider nur einen Teil rausgepickt, ich hatte auch geschrieben:

    Wir haben zwei Gutachten machen lassen, weil das erste Aussagen machte, die man in der Nachbarschaft ringsrum nicht hatte, wir wären die Singularität mit so etwas ähnlichem wie 3 Meter tiefen "Schwabelboden" gewesen, was aber zu fast 10-mal so hohen Kosten für die Gründung geführt hätte. Dann hat Architekt mit uns zusammen ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben, danach wäre uns die Baugrube wegen sandigem Boden ohne Abstürzung nicht gelungen.
    Die Wahrheit nach Ausbaggern war: kein Wasser, kein Sand, zusammenhängender harter Lehm ab 40cm und dann ab 100cm bergische Schieferformationen auf der sich gut bauen läßt. Der alte Bauer, dem die Wiese ursprunglich gehört hatte, war der einzige der richtig lag. Die beiden Gutachter wurden nach Ausheben vom Architekten her zitiert und zuckten nur mit den Schultern. Geld war aber weg, dank deren guter Absicherung im Kleingedruckten.
     
  11. loennermo

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    Wir haben 500 + MwSt bezahlt für 2 Rammkernsondierungen bis 8 m tiefe. Und etliche Telefongespräche im Nachgang waren auch noch mit drin. :biggthumpup:
     
  12. #11 Christof73, 24. April 2011
    Christof73

    Christof73 Gast

    Ach so, Anmerkung noch: ich kaufe Grundstück und schlüsselfertiges Haus mit 1 Vertrag von einem Anbieter. Ändert das was an den Zuständigkeiten bzw Haftung wenn diese "Annahme" nicht stimmt?

    Eines ist mir noch nicht klar: sind 200 kN/m² viel oder wenig? Hat das jeder Treibsandboden automatisch und locker, oder entspricht das eher massivem Alpengranit? Wie ist dieser Wert einzuschätzen?
     
  13. leany

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    Bei uns waren ebenfalls 200 kN/m2 gefordert, zwei Tiefbauer wollten den Auftrag nicht übernehmen, weil der Wert angeblich viel zu hoch ist. Das Problem war, dass der Untergrund nicht die geforderte Diche/Pressung hatte und bla bla... was natürlich quatsch gewesen ist. Ein größeres Tiefbauunternehmen hat dann den Boden ausgetauscht und neuen Sand eingebracht (was sowieso erforderlich war) und nach dem Test auf die Verdichtung des eingearbeiteten Bodens waren die Ergebnisse wohl ausreichend. Aber wer weiß es denn schon genau.

    Meine pers. Meinung, die GÜ geben da meistens so einen hohen Wert um

    1) Bei Schäden im Gründungsbreich alles auf nicht erreichte Bodenpressung zu schieben
    2) Nachzahlung, weil angeblich zu schlechter Boden und man ev. Bodenaustausch oder zumindest Verdichtung des geg. Bodens machen muss
    3) Es ist einfach mit solchen Zahlen um sich zu werfen und die Bauherren von wichtigeren Dingen abzulenken.

    Rein physikalisch, ganz grob genommen sind es doch 20 Tonnen pro qm??? Ich bin kein Bau-Ing aber wodurch soll bei einem EF Haus Druck von 20 Autos auf ein qm erzeugt werden können? Keine Ahnung, vielleicht kann aber auch punktuell so ein Wert erreicht werden.


    Ich sag nur, schau mal KS-Consult, sind nicht sehr teuer.
     
  14. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @christoph73

    Sieht ganz danach aus, als wäre es eine Bauträgermaßnahme.

    Dann wärst Du nicht Bauherr, sondern Käufer. Allerdings passen die Formulierungen der Baubeschreibung nicht dazu.

    Zu welchem Zeitpunkt wird die Eigentumsumschreibung des Grundstücks vorgenommen? Wie sieht der Zahlungsplan aus?
     
  15. #14 wasweissich, 24. April 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    @leany


    auch bei informatikern sollte die allgemeinbildung soweit reichen , das gewicht eines hauses in etwa auszurechnen .

    die formeln dafür sind stoff 5,6-7 klasse und durchaus im internet zu finden - auch für nichtinformatiker .

    und 20 tonnen erreicht man schon mit 13 oder 14 durchschnittsautos .

    und christof kauft beim bauträger ,

    man kann sich aber die welt durch ignorieren von tatsachen passend lügen .
     
  16. leany

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    @weiswasich:

    1) 20t pro qm ist sowas ähnlich wie 20m hohe Wassersäule über dem Quadrameter. Bei einer tragenden Bopla kann ich mir eher schlecht vorstellen, dass da solche Lasten auf einen Stück Fläche wirken.

    Wenn du mir erzählen würdest, dass z.B. die Last bei Gründung mit Fundamenten nicht über die gesamte Grundfläche abgetragen wird und darum in dem Bereich der Fundamente schon mal solche großen Lasten pro Flächeneinheit auftreten können und bla bla bla... aber einfach so einen hier anmachen - ich würde nicht rechnen können?!? Ich habe schon mal Tragwerke gerechnet, zwar einfache und eher was für "Kinder" aber jeder möge zuerst auf sich selbst mit Finger zeigen. Außerdem ist Inf-Ing != Informatiker, was nicht etwas negatives für Informatiker bedeutet soll.

    2) Oh ja entschuldige, ich ging eher von 20 Ford Fiesta. und du von 14 C-Klassen Mercedes oder was?

    Trotzdem bleibe ich dabei, das zumindest bei tragender Bopla eher unwahrscheinlich solche großen Lasten pro Fläche entstehen können.

    Trotzdem schöne Ostern auch allen anderen hier im Forum!
     
  17. #16 wasweissich, 24. April 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    zu 2. ich schrieb durchschnittsautos . wie man die eigenschaften eines durchschnitsautos ermittelt :
    xx tausend smart a`xxxkg.............. xxtausend fiesta ............xxtausend astra ..................xtausend tuareg..............224 testarossa a`xxx kg............
    geteilt durch gesamtanzahl

    ergibt ein durchschnitsgewicht .(z.B.)


    zu 1.

    wenn du ein rezept hast , wie man einem 324t haus klar macht , dass es gefälligst das gewicht schön gleichmässig auf den grund zu verteilen hat , und dem baugrund beibringst , rechtzeitig bescheid zu geben , falls das haus etwas nicht ganz richtig macht , damit man dem haus bescheid geben kann sich zu bessern , dann , ja dann kannst du gerne deine beknackten thesen weiter verbreitern und ausserdem bist du dann gemachter mann , weil wenn du das system patentiert hast , wirst du in ein paar monaten multimillionär .:irre
     
  18. #17 wasweissich, 24. April 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

  19. leany

    leany

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    Also steht das Haus geg.falls auf einer Ecke und der Rest hängt einfach in der Luft. Habe ich deine These richtig verstanden?
    Spaß bei Seite - ich verstehe echt nicht, wie du das meinst, mit Masse verteilen und so?!?

    Aber ja tatsächlich, "sagt" der Grund dem Haus sich "zu besser". Einfaches Physik-Prinzip: Actio-Reactio.
     
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  21. #19 wasweissich, 24. April 2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ja , und wenn sichergestellt ist das das alles in richtige richtung läuft , und häuser das
    Einfaches Physik-Prinzip: beherzigen und wie gewünscht befolgen , soll alles in ordnung sein , aber das reale leben läuft manchmal anders , als ein cömputerspiel ......
     
  22. leany

    leany

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    achso
     
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