Brandschutz/F-Klasse Holzständerbau

Diskutiere Brandschutz/F-Klasse Holzständerbau im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, Eine Frage an alle Holzhäuslebauer! Heute bekommen wir unsere Police für die Gebäudeversicherung, wo drin steht: Massivbau. Nein, ist...

  1. #1 Scotgrrl, 3. Mai 2004
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    Hallo,

    Eine Frage an alle Holzhäuslebauer! Heute bekommen wir unsere Police für die Gebäudeversicherung, wo drin steht: Massivbau. Nein, ist kein Massivbau, ist Holzständerbau mit viel sichtbarem Holz und nur teilweise vergipst/verputzt. Ich hatte das zwar dem vermittelnden Kundenbetreuer (bei einer Bank war das) ein paar Mal erklärt, was das für ein Haus ist, aber daraus wurde jetzt ein Massivhaus. Ein Anruf bei der Versicherung, und ich wurde gebeten, die Baufirma bzw. die betreuende Bauingenieurin nach der Brandschutzklasse bzw. F-Klasse zu fragen. Diese Nachfrage ergab fast nichts: die vergipsten/verputzten Teile sind F30, der Rest hat keine Brandschutzklasse.

    Abgesehen davon, dass sowohl ich als auch die Versicherung etwas verwundert sind; ich muss jetzt an die Versicherung schreiben, Baubeschreibung faxen etc. damit festgestellt werden kann, wie man nun unser Haus klassifizieren soll.

    Ist das etwa ein allgemeines Problem bei Holzständerbauten? Wir hatten bisher bei keine der Versicherungen eine Kategorie gefunden, bei der wir gut reinpassten. Meine Sorge ist freilich, dass auf Grund dieser ‚Nachbesserung’ die Prämie in die Höhe schnellt.

    Hat einer von Euch einen Tipp bzw. Informationen zu diesem Thema? Und stimmt das wirklich, dass es für Holzständerbau keine Brandschutzklasse gibt?

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  3. #2 riskkiller, 3. Mai 2004
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    Hallo,

    Natürlich gibt es für Holzständer/rahmenbau Brandschutzklassen!!
    Kommt auf den Wandaufbau an und den Hersteller, denn nicht jeder lässt sich Prüfen!!

    In der Regel sind alle Fertighäuser F30B, dann gibt es höherwertige mit einem Besseren Wandaufbau in der Regel F60B

    Und dann die Oberklasse mit F90B!!

    Wie gesagt das VAREIERT HERSTELLER ZU HERSTELLER, es ist immer der Wandaufbau entscheident!! :deal

    Das sollte aber aus der Bau und Leistungsbeschreibung ersichtlich sein. Wer ist denn der Hersteller?? Wenn es ein Bekannter ist kann ich euch auch sagen was er für eine Brandschutzklasse hat:


    Gruß
    Heiko :winken
     
  4. #3 Scotgrrl, 3. Mai 2004
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    Heiko: Danke für den Beitrag.

    ***
    Das sollte aber aus der Bau und Leistungsbeschreibung ersichtlich sein. Wer ist denn der Hersteller?? Wenn es ein Bekannter ist kann ich euch auch sagen was er für eine Brandschutzklasse hat:
    ***

    Ersichtlich ist es eben nicht, jedenfalls nicht für mich interpretierbar. Ich habe die Baufirma gefragt, die die Bauingenieurin die - zumindest auf Papier - für den Brandschutz zuständig ist, gefragt hat. Wie ich bereits sagte, kein Ergebnis. Außenwandaufbau ist, von außen nach innen:

    (verputzt):
    6 mm Kunstharzputz
    Gewebe vollflächig
    25 mm Putzträger
    13 mm OSB
    160 mm KVH Rahmenholz
    160 mm Dämmung
    Dampfbremse
    60 mm gedämmte Installationsebene
    12.5 mm Gipskarton

    (Holzverschalt):
    22 mm Lärchenschalung (60 mm Deckel)
    22 mm Lärchenschalung (150 mm Boden)
    25 mm Trägerlattung als Belüftungsebene
    13 mm OSB
    etc.

    So langsam denke ich auch, dass irgendwas mit der Kommunikation BT-Bauingenieur nicht stimmt. Wie kann denn jemand, der mit Brandschutz zu tun hat, behaupten, es gäbe für unsere Häuser keine Kategorie?
     
  5. #4 riskkiller, 3. Mai 2004
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    hmmm

    Hallo Scotty,

    Also wird das Haus von einer Örtlichen Zimmerei erstellt oder???

    Das ist ja der Graus, jeder kleinere Betrieb der Häuser Bau lässt sich nicht Zertifizieren oder Prüfen!! :fleen
    BDF DFV oder wenigstens das Ü Zeichen nach Din 1052, weil es teuer ist und so macher da durchfallen würde!! So schön wie die Zunft auch ist, aber unter Fertigbau verstehe ich was anderes!!!

    Gruß
    Heiko :winken
     
  6. #5 riskkiller, 3. Mai 2004
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    nachtrag

    Also die Verputzte Wand dürfte der F30B entsprechen!!

    Aber ich würde mal unter Holzrahmenbau Allgemein schauen zum Thema Aussenwandvergleich!!

    Gruß
    Heiko
     
  7. #6 NBasque, 4. Mai 2004
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    Lassen sie sich vom Hersteller des Hauses die Brandschutzklasse bestätigen.

    Bei den Versicherern gibt es - je nach Brandschutz - drei Fertighausgruppen (FHG) mit eigenen Tarifen.
     
  8. #7 Scotgrrl, 4. Mai 2004
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    Wat denn nu - Fertig oder nich?

    Einer sagt es gehört zu den Fertighaus(-gruppen), der andere sagt, unter Fertigbau versteht er 'etwas anderes'. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ein Holzständerbau als Fertighaus zu sehen ist, aber ich bin ja kein Expärte...

    Mittlerweile habe ich in unseren Unterlagen gegraben und eine Seite aus der 'Broschüre' unseres BTs gefunden, wo F30B drauf steht sowie sogar F90B für einige Teile. Diese der Versicherung gefaxt, mal sehen was daraus wird.

    Danke auch für die vielen gutgemeinten Hinweise darauf, den Hersteller zu fragen - einen 'Hersteller' als solches haben wir aber nicht bzw. ist mir nicht bekannt; unser Auftragnehmer ist die Baufirma (Generalunternehmer), die mit örtlichen Zimmereien zusammenarbeitet, wo auch die Bauteile für unser Haus herkamen. Somit gibt es an sich keine 'Hersteller'.
     
  9. #8 riskkiller, 4. Mai 2004
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    Moin,

    also beim Fertigbau da werden die Wände geschlossen angeliefert, somit hat der Hersteller auch die Prüfung ( Zertifizierung) nach der Din 1052!!

    Beim Ständerbau dürfen die Wände nicht geschlossen geliefert werden, dh. jeder Zimmereifachbetrieb darf Häuser Bauen.
    ABER: Natürlich haftet die Zimmerei für Ihre Arbeit 3 Jahre nach Din 5 Jahre nach dem BGB und 30 Jahre auf die Konstruktion!!! :deal

    Aber habt Ihr denn ein Haus gekauft und wisst nicht was Ihr bekommt??? :shades
    Es muß doch eine Bau und Leistungsbeschreibung gegeben haben, wo genau beschrieben ist was Ihr bekommt für euer Geld oder???? :confused:
    BU oder BT egal auch wenn die das Haus zugekauft haben, muß man doch wissen was man Bekommt??? :confused:
    Mir scheint das Ihr recht Blauäugig an die Sache rangegangen seit!!
    Ich hoffe Ihr haltet uns weiter auf dem laufenden, denn das schein Interessant zu werden!!"

    Gruß
    Heiko
     
  10. jetter

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    Dat löppt
    Verfolgungswahn

    ... eigentlich wollte ich hier nicht zwischenfunken, aber hier fehlt z.T. wohl doch der Blick auf's Ganze.

    Das was hier vom Hersteller bzw. Vertragspartner zur Vorlage bei der Versicherung verlangt wird ist eine Aussage darüber, ob das Gesamtgebäude(!!!) und nicht nur einzelne Teile mindestenz in die Feuerwiderstandklasse F 30B nach DIN 4102-4 eingestuft werden kann. Dabei ist es erst einmal zweitrangig, ob das nun ein Fertighaus oder ein zimmermannsmäßig errichteter Holzrahmenbau ist.

    Das bedeutet für den Hersteller/ Verarbeiter, dass für eine Klassifizierung entweder Nachweise nach DIN 4102-4 bzw. alternativ allgemein bauaufsichtliche Prüfzeugnisse für die aussen liegenden Einzelbauteile vorliegen müssen. Zudem müssen die Bauteilanschlüsse entsprechend den Vorgaben der DIN 4102-4 bzw. nach den Vorgaben der jeweiligen Prüfzeugnisse ausgeführt sein, hierzu Bedarf es dann einer gesonderten Bestätigung. Prüfzeugnisse haben Fertighaushersteller z.T selbst vorliegen bzw. sind diese evtl. über die jeweiligen Hersteller der verwendeten Materialien zu bekommen. Das sollte aber der Hersteller/ Verarbeiter bzw. ihr Planer genauso wissen.

    BTW: Für die hier dargestellte Konstruktion sehe ich da eher schwarz, deshalb hat die verantwortliche Bauing. auch Schwierigkeiten etwas zu finden. Vielleicht reichen ja die Angaben aus der "Broschüre" aus, um erst einmal die Einklassifzierung in die günstigere Versicherungsklasse zu bekommen. Für den Fall, den man niemanden wünscht, verliert man aber u.U. den gesamten Versicherungsschutz, wenn die Angbaen aus der Broschüre nicht mit denen am BVH übereinstimmen.
     
  11. mls

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    Re: Verfolgungswahn

    genau!
    und deshalb lässt man die versicherung selbst entscheiden!
    wandbaufbauten schriftlich angeben und bestätigen lassen.
    es handelt sich i.ü. um fhg II oder fhg III - je nachdem, wie der versicherer die klausel formuliert (nichtbrennbare verkleidung?) und ob die verkleidung wirklich "fh" ist.
    die angabe zu "fh" sollte vom hersteller (bu, gu, bt, planer) kommen.
     
  12. #11 Scotgrrl, 4. Mai 2004
    Scotgrrl

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    Blue-eyed? Moi?

    @heiko:
    >Aber habt Ihr denn ein Haus gekauft und wisst nicht was Ihr bekommt???
    Es muß doch eine Bau und Leistungsbeschreibung gegeben haben, wo genau beschrieben ist was Ihr bekommt für euer Geld oder????
    BU oder BT egal auch wenn die das Haus zugekauft haben, muß man doch wissen was man Bekommt???
    Mir scheint das Ihr recht Blauäugig an die Sache rangegangen seit!!<


    Nanana, immer ruhig mit den jungen Hunden. Nix blauäugig. Wir wissen genau, was wir bekommen; es gab eine Bau- und Leistungsbeschreibung; was wir NICHT wußten bzw. wissen, ist die Brandschutzklasse, das ist alles. Wandaufbau war immer klar, Leistungsumfang war immer klar. Feuerfestigkeit hat nicht unbedingt was mit Preis zu tun. Außerdem spricht die Tatsache, dass wir uns nicht sicher sind, was der genaue Unterschied zwischen Fertighaus und Holzständerbau ist, nicht dafür, dass wir dumm bzw. naiv sind. Letztendlich ist mir das nämlich ziemlich wurscht; es ist ja die Versicherung, die's genau wissen will.

    @mls:
    >und deshalb lässt man die versicherung selbst entscheiden!
    wandbaufbauten schriftlich angeben und bestätigen lassen.
    es handelt sich i.ü. um fhg II oder fhg III - je nachdem, wie der versicherer die klausel formuliert (nichtbrennbare verkleidung?) und ob die verkleidung wirklich "fh" ist.
    die angabe zu "fh" sollte vom hersteller (bu, gu, bt, planer) kommen.<

    So, danke für Deinen Beitrag; genau das werden wir auch tun… nur müsstest Du nur so nett sein und deinen Code entschlüsseln (fhg, fh…) dann kann ich auch das nachvollziehen :)
     
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  14. jetter

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    Dat löppt
    alles geschrieben ?

    bei Norbert Basque: fhg = FHG ?

    bei mls: fh = feuerhemmend?
     
  15. mls

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    ja. noch ergänzend: ob das "fhg" (bei fertighäusern) oder "bak" (bauartklasse, bei holzhäusern) heisst, dürfte ziemlich wurscht sein :)
     
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