brauche Tipps für eine Verbesserung des Hitzeschutzes im DG

Diskutiere brauche Tipps für eine Verbesserung des Hitzeschutzes im DG im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich brauche auch mal Eure Hilfe. Habe mich hier seit ein paar Tagen mal schlauer gelesen, aber nicht schlau genug. Wir haben...

  1. #1 bocky007, 2. Juni 2013
    bocky007

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    Hallo zusammen,

    ich brauche auch mal Eure Hilfe. Habe mich hier seit ein paar Tagen mal schlauer gelesen, aber nicht schlau genug.

    Wir haben 2000 ein Holzrahmenbauhaus gebaut, welches von außen mit einem Klinker verkleidet wurde.
    Der Außenwandaufbau ist wie folgt:
    11,5cm Verblendstein
    ca. 3cm Hinterlüftung
    16mm DWD-Platte
    160mm KVH-Holz mit 160mm Wärmedämmung 040
    0,2mm PE-Folie als Dampfbremse
    15mm OSB-Platte
    12,5mm Gipskartonplatte

    Wie haben leider keine Installationsebene hergestellt.

    Die Dachschräge sieht wie folgt aus:
    12,5mm Gipskartonplatte auf
    20mm Sparschalung (20x80mm) Abstand ca. 40cm
    0,2mm PE-Folie
    200mm KVH-Holz als Sparren - dazwischen 180mm Wärmedämmung 040
    0,3mm Delta-Maxx Plus als Unterdeckbahn
    28mm Konterlattung
    60mm Lattung mit Tonpfanne

    Wir wollen demnächst unser Dachgeschoß renovieren und haben im Sommer oftmals Hitzeprobleme im DG. Kein Wunder...

    Jetzt meine Frage an Euch. Wie kann ich bei diesem Aufbau den Hitzeschutz verbessern.

    Ich hätte jetzt auf die Außenwände und auf die Dachschrägen jeweils eine 15mm starke OSB-Platte und eine 12,5mm starke Gipskartonplatte geschraubt und übertapeziert - und fertig.

    Was haltet Ihr davon?

    Ich möchte aber auch nicht viel Kosten haben!!!

    Würde mich über Vorschläge von Euch sehr freuen.

    schönen Sonntag noch

    MFG
    bocky007
     
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  3. ultra79

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    Wie ist die Fenstersituation aus? Was ist mit verschattung?
     
  4. #3 lowrider, 2. Juni 2013
    lowrider

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    So in der Art wird das viele interessieren.
    Ich kenne viele die das Dach gut gegen Kälte gedämmt haben,
    aber bei hohen Temperaturen/Sonnenschein im Sommer den Hitzetod sterben.
    Was ist wenn man die Dämmung von 180mm gegen eine von 120mm tauscht,
    und dafür 60mm Hartschaumplatte einbringt? Oder ähnliches?
     
  5. #4 bocky007, 2. Juni 2013
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    Die Fenstersituation sieht wie folgt aus:
    Kunststoff mit 2-fach Isolierverglasung mit 1,1

    zu lowrider:
    also ich will bestimmt nicht die Dämmung tauschen.
     
  6. #5 bocky007, 2. Juni 2013
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    Ich will eine Renovierung und keine Sanierung machen!!!
     
  7. #6 bocky007, 2. Juni 2013
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    Am allerwichtigsten für den sommerlichen Hitzeschutz ist die Möglichkeit Fenster zu verschatten. Wenn du das nicht kannst dann ist alles andere nicht sinnvoll. Gerade ein Dachfenster mit 30... 45% Neigung hat im Sommer halt quasi den optimalen Winkel für einfallende Sonnenstrahlen - kaum Reflexion und 100% gehen in den Innenraum.

    Sonst hilft alles was gegen Kälte hilft auch gegen Hitze - es gibt zwar den Aspekt der Speicherfähigkeit und da gibt es Unterschiede bei den Dämmungen, aber alles tritt hinter den Aspekt der Verschattung zurück...
     
  9. #8 bocky007, 3. Juni 2013
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    Vielen Dank für die Antworten bisher.

    ultra79: Also die Dachneigung beträgt zur Südseite 45° und die Fenster haben alle Außenrollläden. Die Dachflächen haben keine Dachfenster.
     
  10. #9 bocky007, 4. Juni 2013
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    Hat denn keiner mehr einen Tipp für mich, wie man einen besseren Hitzeschutz ohne viel Aufwand herstellen kann?
     
  11. #10 Alfons Fischer, 4. Juni 2013
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    werden die Rollläden denn auch konsequent heruntergelassen, schon frühmorgens?

    Um sommerlichen Wärmeschutz zu verbessern gibt es folgende Möglichkeiten:
    - Verringerung des solaren Wärmeeintrags durch die Fenster: geringere Fensterflächen, optimale Verschattung, geringer g-Wert
    - Erhöhung der Wärmespeicherkapazität durch mehr Masse in den Raumumschließungsflächen: mehrlagige Gipskarton-Beplankung zum Beispiel, Dämmstoffe mit hoher Wärmespeicherkapazität
    - Nutzung einer sommerlichen Nachtlüftung, insbesondere in der zweiten Nachthälfte zum "Entladen" der aufgeheizten Bauteile. Zum Beispiel durch Einbau einer mechanischen Lüftungsmöglichkeit
    - Vermeiden interner Wärmequellen (vor allem Elektrogeräte tragen oft empfindlich zu einer Aufheizung bei)
    - Wählen optimierter Bauteilaufbauten mit hoher Temperaturamplitutendämpfung und Amplitutenverschiebung bis in die Nacht

    letzte Möglichkeit: Klimatisierung
     
  12. ultra79

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    Dann benutz diese konsequent. Das ist die beste Chance. Mehr Masse einbringen wird schwierig sein - ob doppelte Gipslagen an den Wänden dafür ausreichen? Du kannst das ganze beim U-Wert-Rechner ja mal durchklicken...
     
  13. #12 Headhunter2, 4. Juni 2013
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    nur mal ein nicht lange durchdachter Gedankengang, könnte eine Photovoltaikanlage was bringen?

    Die PV-Platten erhitzen sich zwar, verschatten aber die darunterliegende Dacheindeckung. Hitzestau dürfte sich ja keiner bilden unter den Platten, da durch die Thermik ein Luftzug entstehen sollte (wenn Windstille herrscht)

    Hat sowas schon mal jemand ausprobiert?


    Nächster nicht durchdachter Gedankengang, was wenn man auf dem First einen Gartenbewässerungsschlauch anbringt (bzw. auf jeder Firstseite einen) und das Dach mittels Tröpfchenbewässerung und Verdunstungskälte abkühlt?

    So, ich geh wieder was arbeiten, sonst kommen mir noch mehr blöde Ideen ^^
     
  14. bocky007

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    Die Rollläden werden im Sommer, wenn es draußen heiß ist, natürlich den ganzen Tag verschlossen. Dafür sind sie ja nun mal auch da.

    Also noch mal:
    Ich beabsichtige demnächst im DG zu tapezieren und habe mit dem Gedanken gespielt dabei den Hitzeschutz zu verbessern, weil dieser nicht gut genug ist!!!

    Die Dachschräge sieht wie folgt aus:
    12,5mm Gipskartonplatte auf
    20mm Sparschalung (20x80mm) Abstand ca. 40cm
    0,2mm PE-Folie
    200mm KVH-Holz als Sparren 6cm stark - dazwischen 180mm Glaswolle 040 als Wärmedämmung
    0,3mm Delta-Maxx Plus als Unterdeckbahn auf dem Sparren
    28mm Konterlattung
    60mm Lattung plus Tonpfanne


    Ich habe jetzt gedacht, auf die innenliegende Gipskartonplatte eine 15mm OSB-Platte und dann eine 12,5mm Gipskartonplatte zu verschrauben.

    Jetzt noch mal meine Frage:
    Sollte ich anstatt einer OSB-Platte ein anderes Material nehmen?
    Wie gesagt, ich will nicht all zu viel Geld ausgeben. Die Fläche der Südseite beträgt innen ca. 25m².

    Habt Ihr noch eine andere Idee für mich?
     
  15. #14 Alfons Fischer, 4. Juni 2013
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    ausprobiert habe ich es noch nicht selbst, aber diskutiert und durchgedacht habe ich es schon mal vor einem Jahr oder so.
    Ich bin damals zu dem Ergebnis gekommen, dass es wohl was bringt. Und zwar anteilig um so mehr, je schlechter die Hinterlüftung und je schlechter der Wärmeschutz des Bestands-Dachs ist. Die PV-Anlage verschattet ja die Dachfläche, entstehende Hitze wird dabei zumindest zum Teil durch die Aufständerung "abgelüftet".
    Die Oberflächentemperatur des Dachs ist damit schon deutlich geringer, was den Wärmedurchgang nach innen verringert...

    Wir haben doch schon einiges geschrieben... Haben Sie das nicht gelesen?
    Vom Fach scheinen Sie ja zu sein, dass Sie das dann auch bewerten können, oder?
     
  16. Taipan

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    Bevor irgendwo irdendwas draufgeschraubt wird - sei es innen oder außen - den Statikus konsultieren, und somit erfahren, wieviel da überhaupt an Last drauf/dran darf. Danach kann man sich über sinnvolle Maßnahmen gedanken machen. Manchmal wirkt schon eine 50mm HWL Wunder.
     
  17. bocky007

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    Wie gesagt, ich will nicht all zu viel Geld ausgeben.
    Schon gar nicht eine PV-Anlage installieren.
     
  18. ultra79

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    Da dieses Statement immer wieder kommt (und ich in einem anderen Thread keine Antwort bekommen habe): wie finde ich einen Statiker der mir diese Frage beantwortet? Was braucht der dazu an Unterlagen? Und was muss ich preislich dafür aufwenden um solch eine Aussage zu bekommen?
     
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    Den Statikus findest hier: http://www.ing-net.de/o.red.c/suche-mitgliederplaner.php (Tragwerksplanung)

    Die notwendigen Unterlagen wird er von Dir einfordern, bzw. selbst erstellen.

    Den Preis wird er Dir mitteilen, wen er Dir ein Honrarangebot erstellt. Bei einem einfachen EFH und "nur" der Prüfung der Tragfähigkeit wirst Du mit unter 250 EUR netto wegkommen. Per Ferndiagnose, ist das aber schlecht zu sagen.
     
  21. bocky007

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    Was wäre denn die preislich günstigere und beste Lösung den Hitzeschutz zu verbessern?
    Statisch gesehen ist das, denke ich, kein Problem. Bei vorhandenen 200mm Sparren und 20x80mm Schalbretter mit 12,5mm Gipskartonplatten beplangt.
    Da kann ich locker noch eine Lage OSB 15mm und Gips 12,5mm draufschrauben!
    Nur gibt es preislich bzw. hitzeschutztechnisch eine besser Lösung (bei ca. 50m²)???? Darauf will ich hinaus!!!
     
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