Breite der Anschlußfuge bei Fenstertausch

Diskutiere Breite der Anschlußfuge bei Fenstertausch im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo, bei mir wurden Anfang Dezember die bestehenden Fenster gegen neue Kunststofffenster ausgetauscht. Ich habe mir zwar unendlich viel Mühe bei...

  1. AnneSC

    AnneSC

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    Hallo, bei mir wurden Anfang Dezember die bestehenden Fenster gegen neue Kunststofffenster ausgetauscht. Ich habe mir zwar unendlich viel Mühe bei der Auswahl der Firma gemacht und versucht, alle möglichen Eventualitäten und Fehlerquellen zu vermeiden, aber trotzdem habe ich jetzt folgendes Problem: Obwohl der Vertreter mit dem der Vertrag ausgehandelt wurde mir (mündlich) mitteilte, dass die Breite der Anschlussfuge ca. 1 cm betragen würde, ist diese jetzt bei fast allen Fenstern größer. Bei einigen 1,5 cm, bei anderen jedoch bis zu 2 cm. Zuerst habe ich mich zwar geärgert, dachte dann aber, dass es ja vielleicht doch nicht so schlimm sei, denn optisch fällt es nicht wirklich negativ aus und schriftlich habe ich hierzu leider keine Vereinbarung. Als ich mir jedoch die Spezifikation des Herstellers des verwendeten Kompribandes angeschaut habe, stellte ich fest, dass dieser eine max. Fugenbreite von 1,5 cm vorgibt. Ich habe den Hersteller daraufhin kontaktiert und nach den Folgen gefragt. Laut Hersteller ist in diesem Fall die Luftdichtigkeit nicht gegeben. Dies sehe ich allerdings als ein Problem. Den Schadensbeauftragten der Firma der schon hier im Haus war (weil auch die Folierung an einigen Stellen beschädigt ist) habe ich dies mitgeteilt, dieser versuchte aber abzuwiegeln und meinte, dass die Bänder doch bis an das Mauerwerk ragen würden. Ich kann aber nicht finden, dass dies eine Garantie für die Luftdichtigkeit ist. Wie seht Ihr den Fall, sowohl von der Breite der Fuge an sich -denn ich finde 2 cm an sich eigentlich schon zu breit- als auch bezüglich der Luftdichtigkeit? Im Vertrag wurde Montage nach DIN 4108 vereinbart, die meines Wissens nach regelt, dass die Fenster luftdicht eingebaut werden müssen. Dass dies mit Kompriband erfolgt steht zwar nicht im Vertrag, aber in Mails die ich mit dem Vertreter ausgetauscht habe, ebenso wie der Hersteller und Typ des verwendeten Kompribandes.

    Ein weiteres Problem sind die oberen Abschlüsse an zwei Fenstern: ein Fenster scheint generell ein wenig zu niedrig zu sein, zumindest reichen die Rolladenkastenanschlussdeckel durchgehend nicht bis an die Oberkante des Fensters heran, man müsste sie am Fenster ca. 1 cm runterziehen, dann wären sie aber schief (weil sie ja hinten an einer Aluminiumleiste im Rolladenkastendeckel angeschraubt werden, diese Höhe kann ich nicht verändern). Bei einem anderen Fenster ist dies über ca. 50 cm der Fall, es ist dort nun ein Spalt von ca. 5 mm. Der Schadensbeauftragte schlug vor, diese Fugen mit Silikon auszupritzen und eine Kunststoffleiste davor zu kleben. Davon bin ich alles andere als begeistert.

    Wie ist es in einem solchen Fall mit der Bezahlung? Wann muss ich eigentlich was zahlen? Erst wenn diese Mängel behoben sind, oder kann die Firma vorher auf Zahlung bestehen?
     
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  3. Gast036816

    Gast036816 Gast

    unbestrittene teile der rechnung müssen beglichen werden. für mängelbeseitigung kann der 2-fache anteil des aufwands einbehalten werden.

    beispiel: 1 fenster kostet 300 € incl einbau, die anschlussfugen sind mangelhaft, das kostet etwa 50 € die fugen nachzuarbeiten, dann kannst du 100 € für dieses fenster in abzug bringen und du musst 200 € anweisen.

    die vor genannten zahlen sind nur als beispiel anzusehen. von einer pauschalen übernahme ohne eigenen sachverstand ist abzuraten.

    abweichungen von 5 mm vom zugesagten fugenmaß sind kein mangel!
     
  4. AnneSC

    AnneSC

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    Danke für die schnelle Antwort, Rolf! Wie könnte man denn die Fugen überhaupt nacharbeiten? Denn das Band wieder rausmachen geht ja nicht so einfach, wenn überhaupt. Da wo die Fugenbreite 1,5 cm statt 1 cm ist will ich eigentlich auch nichts beanstanden, weil hier das Kompriband auch noch die Luftdichtigkeit herstellt. Aber wo es 2 cm sind ist die zugesagte Breite einerseits verdoppelt, andererseits die Luftdichtigkeit laut Hersteller nicht gegeben.
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    fugenband raus und ein fugenband für 20 mm einbauen. hätte der fensterbauer von vornherein machen müssen - oder eine dichtfolie drüber kleben. dann aber die optik beachten. nicht dass die folie wie ein stück unterwäsche rausschaut.
     
  6. Gwenny

    Gwenny

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    Was für eine tolle Jobbeschreibung ;-):
    Da weiß die Firma schon vorher, dass es Schäden gibt :)
     
  7. AnneSC

    AnneSC

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    Ich habe noch einmal Fragen zu den Fenstern und dem Fugenband. Habe gestern mit der Firma telefoniert (waren bis 07.01. in Weihnachtsurlaub) und die versuchen das Thema kleinzureden und verweisen darauf, dass es ja noch ein äußeres Kompriband gibt und man die Aussage des Herstellers des Kompribandes (Illbruck) nicht so ernst nehmen dürfe, die würden übertreiben. Weitere Aussage: "über die Bänder hat sich noch nie jemand beschwert". Kann ja gut sein, aber ist mir auch egal, weil die Ausführung so wie sie ist mir als Laie einfach nicht die Sicherheit geben kann, dass das so richtig ist. Wenn es denn nun also gar nicht anders ginge würden sie -widerwillig- die Fugenbänder rausmachen und versuchen neue reinzubauen. Also so wie es rolf schon vorgeschlagen hat. Ich frage mich nur, ob das denn überhaupt problemlos und zuverlässig geht? Ich habe denen ja ein wenig zugeschaut beim Einbauen, und ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass man das gut hinkriegt. Was meint Ihr dazu?

    Und noch eine weitere Frage: beim Einbau wurde bei der Hälfte der Fenster die Dekorfolie außen beschädigt. Dieser Schaden wird auch anerkannt, nur will die Firma hier nicht die Folien erneuern, sondern mit irgendeinem Wachs nachbessern. Weiß jemand, worum es sich hierbei handelt und ob das was taugt?
     
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  9. Voda

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    Bei Kunststofffenstern muss man die maximale Fugenbreite des Kompribandes bis zum Blendrahmenrücken (den glatten Bereich) und nicht bis zu den Stegen rechnen! Die Stege tragen in der Regel ca. 8mm auf, die sind bei der Dimensionierung des Bandes zu berücksichtigen, es sei denn es wurde ein Abdeckprofil auf dem Blendrahmen angebracht, was aber zu 99% nicht gemacht wird.
     
  10. AnneSC

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    @Voda: vielen Dank für diese wertvolle Info! Das wusste ich nicht, ist aber sehr gut nachvollziehbar. Und in dem Fall ist das Dilemma noch größer, dann sind es nämlich 2,8 cm statt 1,5 cm für die das Band konzipiert wurde!
     
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