Brennwertheizung plus Solarthermie vs. Photovoltaik aufs gesamte Dach

Diskutiere Brennwertheizung plus Solarthermie vs. Photovoltaik aufs gesamte Dach im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo an das Forum, ich habe mal ne Frage, auch auf die Gefahr hin, das dieses Thema schon 100-mal diskutiert wurde: DHH, 170qm Wfl, 85 Bj,...

  1. #1 Intenso, 18.03.2013
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    Hallo an das Forum,

    ich habe mal ne Frage, auch auf die Gefahr hin, das dieses Thema schon 100-mal diskutiert wurde:

    DHH, 170qm Wfl, 85 Bj, neue 3 fach Fenster, Dach ausgebaut und gedämmt, Fassade nicht gedämmt.4 Personen Haushalt.

    Ich wollte meine alte Heizung (Gas Mitte der 90er ) rausschmeissen und Gasbrennwertheizung einsetzen.

    Dazu Solarthermieanlage auf's Dach setzen mit Heizungsunterstützung.

    Im Moment kostet uns das Gas ca. 150€ im Monat vom Versorger (Jahresschnitt).

    Wie viel Ersparnis wäre denn mit solch einer Installtion möglich und was würde denn ca so eine Anschaffung kosten.

    Ich weiss, die Eckdaten sind sehr (!!) vage aber mir reichen ja auch grobe Schätzungen.

    Eine andere Überlegung wäre auf gesamte Dach nur Photovoltaik zu setzten und auf Solarthermie zu verzichten aber dazu fehlt mir leider

    die professionelle Einschätzung.

    Ehrlich gesagt bin ich total verwirrt. So viele Foren mit doppelt so vielen Meinungen. Die Energieberater schneiden laut Stiftung Warentest auch sehr schlecht ab und örtlichen Handwerker würden einem ja sogar die eigene Großmutter verkaufen wollen!
    Man wird so verunsichert dass man am Ende das ganze System einfach laufen lässt. Nach dem Motto : Never touch a running System.
    Dabei suche ich doch nur nach einer Sinnvollen (!) Massnahme ein bischen Geld einzusparen.


    Viele Grüße
    Intenso
     
  2. H.PF

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    Dämm die Fassade... Dürfte am Meisten bringen da eine Heizung keine Wärme verbraucht sondern nur liefert. Wenn die Fassade gut gedämmt ist senkt sich der Verbrauch.

    Danach kannst du über einen Tausch des Wärmeerzeugers nachdenken. Anders rum ist nicht so passend...
     
  3. #3 ReihenhausMax, 18.03.2013
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    Letztlich mußt Du einfach selber rechnen und Dir die Grundlagen aneignen. Als erstes mal die Verbräuche vernünftig aufschreiben, d.h. jede Woche Zählerstände notieren. Übers Jahr hinweg erlaubt das mit Durchschnittstemperaturen aus dem Netz eine gute Abschätzung der Heizlast für die künftige Gastherme. Wie sieht es mit der Kellerdecke aus? Ist die gedämmt? Wird der Heizungskeller ggf. unnötig freizügig gelüftet? Rohre und WW Speicher ordentlich gedämmt? Ansonsten würde ich auch eher erstmal zu einer Fassadendämmung raten. Die spart nämlich nicht nur Energie, sondern steigert auch den Komfort, wenn der Raum gleichmäßig warm ist und man hat keine kalten Ecken etc. die ggf. noch mit Möbel davor oder im Schlafzimmer ein potentielles Schimmelproblem darstellen können, gerade wenn die Fenster jetzt dicht sind, was sie vorher ggf. nicht waren und man nicht alle Nase lang lüften kann.

    Eine PV würde ich zumindest so lange die Akkus nicht bezahlbar sind, unabhängig vom Haus als Geldanlage betrachten, gibts Spezialforen zu dem Thema. Bei der Solarthermie ist sehr die Frage, wieviel WW Ihr längerfristig braucht. Fliegen die Kinder bald aus oder kommen sie erst ins täglich Duschen Alter? Hat das Haus schon Fußbodenheizung? Welche Vorlauftemperaturen sind nötig? Je höher das nötige Temperaturniveau, desto schwieriger wird es nicht nur für Wärmepumpen sondern auch für solare Heizungsunterstützung.
     
  4. Julius

    Julius

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    Auch fehlen zum Dach noch wichtiger Angaben (Flache, Ausrichtung, Neigung, Verschattung etc,).

    Im Übrigen schließe ich mich der Empfehlung an:
    Hülle dämmen, Gaskessel laufenlassen, bis er auseinanderfällt. Dann erst erneuern (ausgelegt auf die dann niedrigere Heizlast).
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Das sagt leider nicht viel aus, besser wäre es, wenn Du mal den Jahresverbrauch (in kWh) einstellst. Eine monatliche Abschlagszahlung ist als Kalkulationsgrundlage denkbar ungeeignet, denn dazu müsste man erst einmal die Tarifdetails auseinander pflücken. Vielleicht hast Du auch noch ein paar Infos zum jährlichen Wasserverbrauch, auch das könnte helfen.

    Solarthermie rechnet sich in den meisten Fällen nicht. Bei PV fährt man eine andere Strategie, und je nach Rahmenbedingungen kann es lukrativ sein oder auch nicht. Hierzu sollte man zuerst einmal Euren Jahresstromverbrauch betrachten, und natürlich das Nutzerverhalten (wer ist wann zuhause etc.).

    Hat Du schon einmal ausgerechnet wie groß die Fassadenfläche ist? Wie ist der Wandaufbau? Wie groß ist die Fensterfläche?

    Ohne weitere Infos ist das nicht einmal ansatzweise abzuschätzen. Bei den Kosten muss auch geprüft werden, ob nur der Wärmeerzeuger getauscht werden kann, oder ob (sehr wahrscheinlich) auch noch so Dinge wie LAS hinzu kommen. Hier machen auch die Kleinteile die Musik (Anbindung an Heizkreis, WW-Erzeugung usw.), und ruckzuck hat man 2.000 oder 3.000,- € mehr auf der Rechnung.

    Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, die Maßnahmen über Fördermittel finanzieren zu lassen? Vielleicht wäre auch das eine Option. Für Solarthermie gibt es Zuschüssen vom BaFa, aber das ist sinnfrei, wenn die Anlage teuer ist, und keine Vorteile erwirtschaftet werden. Deswegen gilt auch hier, dass man mit spitzer Feder rechnen muss.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Swimmy

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  7. uban

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    Die Hersteller der Heizungen haben meist irgendwelche Rechner auf deren Seiten, hier gibst du deinen aktuellen Verbrauch usw ein und berechnen dir die möglichen Einsparungen mit einem neuen Gerät.
    Wie realistisch dass ist, ich weiss es nicht, nicht dass noch eine Gasquelle in deinem Keller entdeckt wird.


    (Fassade dämmen ist recht teuer, ein Feintuning der bestehenden Heizung kann da mit vgls geringen Aufwand schon recht viel rausholen. Wenn dein Haus noch aktive/passive solare Gewinne maximal rausholen kann wird es es für eine Fassadendämmung immer unwirtschaftlicher. Ist halt so dass der schlimmste Schlamper die größten Verbesserunsgpotenziale hat).

    Lesenswert:
    http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/153942/Fassadendaemmung-Tatsaechliche-Ersparnis-
     
  8. #8 Intenso, 23.03.2013
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    Danke erstmal an die Experten. Ich werde wohl erstmal die Fassaden-Fensterflächen berechnen, den Jahresverbrauch von Wasser/Strom/Gas monatlich beobachten , den Wandaufbau (U werte) ermitteln , einen Energieberater durchs Haus jagen und dann mit der Datensammlung hier wieder aufschlagen.
    Vielen Dank soweit .
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Auf jeden Fall wären etwas mehr "Zahlen" hilfreich um die Situation einschätzen zu können. Dann kann man auch ein mögliches Einsparpotenzial ermitteln, und schließlich die verschiedenen Maßnahmen auf ihre Wirtschaftlichkeit untersuchen. Mit Deinen bisher gelieferten Infos könnte man nur irgendwelche Verkäufersprüche zitieren, aber das hilft Dir nicht wirklich weiter.

    Gruß
    Ralf
     
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