Bungalow mit "halber" Betondecke

Diskutiere Bungalow mit "halber" Betondecke im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Moin, also nach einer Suche habe ich nichts gefunden, was zu meiner Frage passt, daher fürchte ich mich ein wenig vor den Antworten... Wäre es...

  1. rage82

    rage82

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    Moin,

    also nach einer Suche habe ich nichts gefunden, was zu meiner Frage passt, daher fürchte ich mich ein wenig vor den Antworten...


    Wäre es theoretisch möglich (und macht es sinn), bei einem Walmdach-Bungalow die Geschoßdecke nur zu einem Teil als Betondecke auszuführen und zu den beiden Seiten dann mit Holz- oder Rigipsdecke weiter zu machen?

    Hintergrund:
    Wenn ich meine gewünschten Räume und deren angedachten Größen sehe, dann wird das ein 225qm Bungalow. Mit einem Walmdach "verschenkt" man selbst bei 25° Dachneigung eine Menge Platz.
    Im Gegenzug gibt es Räume, die sich gut und einfach unters Dach auslagern lassen würden.
    z.B. Büro und Gästezimmer. Wenn die Kinder dann mal raus sind, könnte das Büro wieder ins EG wandern.
    Außerdem ist Stauraum bei fehlendem Keller ja auch meistens knapp.
    Bei 225qm ist man natürlich auch bei der Grundstücksgröße etwas eingeschränkt und so könnte man (Laienschätzung) ohne großen Aufwand bestimmt 30-50qm einsparen (bei genauerem hinsehen kann man sicher noch mehr nach oben verlegen).
    Falls für eine Antwort wichtig:
    • FBH dann auch im OG
    • KWL ist gewünscht


    Gehört die Frage jetzt eher in die Kategorie "Wie kann man nur auf solche Ideen kommen" oder ist das realistisch?
    Schön wäre es natürlich, wenn das auch noch ein wenig Kosten spart (außer der geringeren Grundfläche und damit kleineres mögliches Grundstück).
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Pauschal Fragen zu beantworten ist immer schwer. Ich wüsste jetzt nichts, was gegen so eine "halbe" Betondecke spricht. Da die Decke dann nicht allseitig aufliegt, muss der Statiker die Decke entsprechend stärker dimensionieren, und die "freie" Wand darf natürlich auch nicht von alleine umfallen. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass so eine Aufgabe einen Statiker vor unlösbare Probleme stellt. Der Geldbeutel des Bauherren könnte da schon eher strapaziert werden.

    Zu den Räumen im DG, da wäre zu prüfen ob und in wieweit die überhaupt als Aufenthalts- bzw. Wohnräume genutzt werden dürfen. Zugang und entsprechende Raumhöhe vorausgesetzt, sollte aber auch das machbar sein.

    Also ich finde die Idee nicht verrückt, man kann viel machen.
     
  4. rage82

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    Danke für die schnelle Antwort.
    hätte jetzt gedacht, wenn man das von vorneherein so plant, dass es ein wenig spart.

    Bevor ich diesen Thread eröffnet habe, habe ich die mathematik angeworfen und bin bei 2,5m raumhöhe (mit schrägen auf 2m an den rändern) auf 50qm gekommen, bei 30qm weniger grundfläche.

    Klar, eine treppe muss man wieder einplanen, sollte aber machbar sein.

    Worauf müsste ich bei einem B-Plan eines Baugebiets im Vorfeld achten um dann nicht in die Falle, Dach nicht als Wohnraum nutzbar, zu tappen?
     
  5. rage82

    rage82

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    Verflixt, gerade die 5min vorbei...

    Es muss natürlich nicht zwingend eine Betondecke sein.
    Die Lösung sollte nur schalltechnisch gut sein und eine FBH tragen können, sowie Massivwände.
     
  6. #5 Thomas Traut, 13. März 2015
    Thomas Traut

    Thomas Traut

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    Ich halte nichts von der Idee. Bei einem Walmdach mit 25° DN ist nur eine relativ kleine Fläche nutzbar, die rundum (ggf. außer Treppenloch) von Abseitenwänden und-flächen umhüllt ist. Wo soll denn da ein Materialsprung hin? Wenn es im DG Massivwände werden sollen, ist ohnehin eine Stahlbetondecke erforderlich.

    Außerdem kommen bei der flachen DN und lauter Schrägen keine baurechtlich zulässigen Aufenthaltsräume raus.
     
  7. mls

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    möglich? ja.
    sinnvoll? weiss ich nicht (der übliche einzelfall mit allen obj./subj. randbedingungen..).
    allgemein? der übergang massivbau-holzbau (dach) ist
    nicht nur bei den handwerkern eine gewerkeschnittstelle
    mit besonderer komplikatesse.
     
  8. rage82

    rage82

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    25° DN war nur ein Beispiel. In einigen B-Plänen hier in der Umgebung ist mindestens 35° gefordert und dann hat man recht schnell 50% der Fläche mit 2,5m Raumhöhe nutzbar. Das wären dann 70-80qm, andere bauen ganze Häuser mit dieser Grundfläche.

    Zum Thema Materialsprung:
    Nun, das EG müsste natürlich so geplant werden, dass die Betondecke auf Mauern ruht, im Nachbarzimmer könnten man dann "einfach" eine Rigipsdecke machen. Der Materialsprung sollte natürlich nicht in einem Raum stattfinden.
    Die Übergänge wurde man glaube ich immer sehen.

    @mls
    ich kann dir da nicht ganz folgen, an der Dachkonstruktion selbst ändert das doch eigentlich nichts.
    ob da wohnraum oder nicht im DG existiert, den Übergang massive Außenwand und Holzkonstruktion habe ich doch in jedem Fall?
    Die Innenwände fürs DG würden dann bis an die Dachkonstruktion gemauert und wären nicht tragend, sonst sehe ich da wirklich keine Chance das zu einem vernünftigen Preis hinzubekommen.
     
  9. rage82

    rage82

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    Also um das bischen mit Zahlen zu füttern, wenn ich anstatt 700qm Grundstück nur 600qm Grundstück benötige und 100€/qm ansetze, dann spare ich beim Grundstück 10k€+NK.
    ich hätte jetzt vermutet, für diesen Betrag wäre das schon zu realisieren.
    Der Vorteil wäre, ich könnte in Baugebieten aus 50% der Grundstücke wählen und nicht nur 10% (bzw. hätte dann eine realistische Chance, eines zu bekommen).

    Völlig klar, ich könnte auch einen 1,5 geschösser bauen, aber noch bin ich frei von zwängen und kann überlegen, habe (mehr oder weniger) die Wahl.
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    du fragst nach einer "mischdecke" (mitte: massiv, seitlich: holz) und
    deren sinn - ich zeig dir (ohne wertung) alternativ e. sog. sargdeckel
    als möglichkeit auf - dann gibts im sichtbaren bereich eben keinen
    materialwechsel und der "ausbau" wird maximal einfach (allerdings,
    geometrisch bedingt) sowieso kaum nutzbar: zeichne dir mal den
    schnitt für bspw hausbreite = 10m, dn=25, deckenbreite 7m auf ..
    sogar bei b=14m siehst du kein land. am besten, du vergisst die
    idee komplett. wie billiger bungalow geht, siehst du bei diversen
    franchisern.
     
  11. rage82

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    ok, wenn alle 4 Dachseiten 25° haben, dann kommt da nichts sinnvolles raus. Ich plane jetzt auch nicht wirklich mit 25°, das soll etwas steiler werden, für die PV-Anlage.

    ja, scheint doch nicht so einfach, wie gedacht.
    Also entweder komplette Decke aus Beton oder maximale Fläche im EG.
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Wenn es nur um´s Einsparpotenzial geht, dann sind die paar m2 Betondecke ein schlechter Ansatzpunkt. Die Nutzung von Räumen im DG kann schon eher zielführend sein.
     
  13. Julius

    Julius

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    Ich verstehe schon den zugrundegelegten Zusammenhang nicht:
    Aufenthaltsräume im OG sind doch genauso bei z.B. einer Holzbalkendecke möglich!
    Und Gipskarton ist ja nun nicht gerade das Gegenteil von Betondecke...
     
  14. #13 Thomas Traut, 13. März 2015
    Thomas Traut

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    Die Holzbalkendecke hat aber einen schlechteren Schallschutz und ist aber nur bedingt für Fb-Hzg. geeignet. Wollte man die in Richtung Stahlbetondecke pimpen, sind die Kosten ganz schnell durch die Decke.
     
  15. ultra79

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    Das mit dem Schallschutz versteh ich - aber den Hinweis auf die FBH nicht - kannst du das etwas genauer ausführen?

    Danke!
     
  16. flo79

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    Der Bungalow soll 225qm Wfl. unten haben und ein evtl. 35 Grad Walmdach mit Zimmern drin? Wie schaut denn sowas aus? Kann man das anschaun?
     
  17. rage82

    rage82

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    jain, eine erste raumaufstellung und geschätzte größen plus wandstärke haben ca. 225qm ergeben wfl ergeben.
    ein erster gedanke der optimierung ist grundfläche verkleinern, dachgeschoß für räume, die man die nächsten 20 jahre braucht, mitnutzen und dann danach den freigewordenen platz unten verwenden um den "ich bin alt, bitte helfen sie mir über die straße"-vorteil des bungalows zu haben.

    noch ist hier vieles wunschdenken und muss sich erstmal an einer groben kostenaufstellung messen. geld spielt hier nur nachts zwischen 0:00 und 5:00 keine rolle.

    edit:
    die reine dachhöhe dieses monsters wäre dann 5m... ich glaube da würde das erste veto der mitbezahlenden person ziemlich direkt eingelegt werden ;)
     
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  19. #17 Thomas Traut, 13. März 2015
    Thomas Traut

    Thomas Traut

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    Den Preisvorteil gegenüber Stahlbeton mit schwimmendem Estrich kann die Holzbalkendecke nur ausspielen, wenn auf teure Fußbodenaufbauten verzichtet wird. Die billigste Art der Fb.-Hzg. ist die Verlegung in Estrich. Das bringt für die Holzbalkendecke aber ordentlich Gewicht, was sich auf die Dimensionierung der Balken und ggf. Unterzüge auswirkt. Oder es werden teurere leichte Systeme verwendet. Zusätzlich erfordert die Holzbalkendecke noch einen Ringbalken, bestenfalls einen Ringanker auf den darunterliegenden Wänden.

    Insgesamt ist man schnell bei einem höheren Preis als bei der Betondecke. Außerdem ist die statisch viel flexibler. Mir fällt wirklich nicht ein einziges Argument pro Holzbalkendecke ein, gestalterische Gründe, wie sichtbare Holzbalken, mal ausgenommen.
     
  20. ekko123

    ekko123

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    Das was der TE beabsichtigt läuft doch auf 1,5 EFH mit Anbau oder eine Art Toskana hinaus. 225qm Wfl. 150qm unten + 75qm DG.

    Dann Plan doch gleich separate oder abtrennender Wohnung und es macht Sinn.

    Warum MUSS ein Bungalow verbogen werden ?
     
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Bungalow mit "halber" Betondecke

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