Carport nachträglich anbringen

Diskutiere Carport nachträglich anbringen im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, es ist Zeit für ein Carport. Gerne hätte ich eine lange Seite des Carports am Haus befestigt, die andere lange Seite auf Pfosten....

  1. Gwenny

    Gwenny

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    Hallo,

    es ist Zeit für ein Carport. Gerne hätte ich eine lange Seite des Carports am Haus befestigt, die andere lange Seite auf Pfosten. Allerdings steht das Haus schon mit VHF. Wäre es nachträglich noch möglich, das Carport ans Haus zu verankern oder wäre der Aufwand zu groß?

    Wandaufbau ist wie folgt:
    11,5 cm KS-Stein
    4 cm Dämmung
    11,5 cm Klinker
    4 cm Dämmung incl. Lattung
    8 cm Dämmung incl. Lattung
    4 cm Dämmung incl. Lattung
    Unterspannbahn
    4 cm Lattung (Hinterlüftung)
    Holzverschalung

    Meine Vorstellung wäre: Öffnung bis zum Klinker herstellen. Druckfeste Dämmung und KVH (so lang wie die lange Seite) mit Mauerwerk verdübeln. Unterspannbahn überlappend anbringen. Carportdach mit "Abstandsbolzen" an KVH verschrauben (mit Abstand, damit Hinterlüftung weiterhin gewährleistet ist). Anbindung des Carportdaches an Holzverschalung durch Blech o.ä., damit es nicht durch den Spalt Wand/Carport durchregnet.
     
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  3. Jan81

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    Ich persönlich würde es nicht tun. diese angebrachte Dämmung ist schon eine enorme belastung für den Klinker. Wurde die Dämmung von einem Statiker abgesegnet?
    Ich bin Laie, aber wenn die Außenwand nur 11,5 cm ist, dann hat der Klinker eine Statische Funktion also kann tragend sein.

    Bau das Carport lieber auf eigene Pfosten oder hol sein Statiker dazu.

    Vielleicht meldet sich noch ein Experte. Ich persönlich habe schon bei der Dämmung bauchschmerzen :D
     
  4. Gwenny

    Gwenny

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    Yup. Statiker war inkludiert.
     
  5. Kalle88

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    Traufhöhe? Oder soll das Ding an Giebel?
     
  6. Gwenny

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    Traufhöhe 6,60m. Ist ein Pultdach. :):winken
     
  7. Kalle88

    Kalle88

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    Dann wird das wohl nix mit dem theoretischen Anhängen der Last... Ich kann mir nicht vorstellen, dass du den Klinker mit dem Druck belasten wirst können, ohne das es seine Folgen hätte. Bei einer Verbolzung mit Injektionsmörtel hast du punktuelle Lasten auf dem Stein, wie soll der das dauerhaft aushalten können? Die Last mittels Sturz im Klinker verteilen? Wer soll das bezahlen? Und dann sind wir immer noch nicht bei dem Punkt angekommen, dass dein Carport an der Fassade ziehen will und reinkommen willst du auch irgendwo - also wohin mit der Austeifung der seitlichen Flächen? ;)

    Die Dämmung hinter dem Balken würde ich mir schenken und lieber die Konstruktion mehr oder minder Überdämmen, wenn auch jeder Balken eine potenzielle Schwachstelle darstellt und der Aufwand die Fassade mit den Deckenbalken anzuarbeiten aufwendiger ist. Realistisch betrachtet dürfte die Wärmebrücke aber recht gering sein, wenn auch nicht simuliert ;)
     
  8. #7 Gast036816, 4. Februar 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn ein statiker includiert war, dann sollte dafür auch includiert werden. er kennt die randbedingungen des bestandsbauwerks.
     
  9. Gwenny

    Gwenny

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    Statik gehört dem Statiker. Das ist klar.
    Mir gehts in meiner Frage eher, ob "mein Vorschlag" so möglich wäre, andere Lösungen möglich/besser sind und welche Probleme auftreten könnten. Also z.B. ob beim Wegnehmen der Dämmung die obere Dämmung "runterrutschen" kann, ob man auch in Hintermauerwerk verankern könnte...
    Ich würde es gerne vermeiden, direkt an der VHF Pfosten zu haben
     
  10. WerniMB

    WerniMB

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    Hallo,
    unabhängig von der Thematik Dämmung / Abdichtung sehe ich vor allem Schwierigkeiten bei der Verankerung im Mauerwerk. Je nach Steinsorte und -format trägt ein Dübel im besten Fall vllt 1kN - realistisch eher die Hälfte. Das ist für die Dachgröße nicht wirklich viel, erst recht wenn konstruktiv Momente erzeugt werden. Das kann der Statiker alles klären.

    Zwei Denkanstöße:
    >Verankerung im Bereich der Betondecke - wenn vorhanden?
    >Stützen innerhalb der VHF anordnen. Hast ja immerhin 20cm Platz.

    ...und Gruß
     
  11. Gast036816

    Gast036816 Gast

    gwenny- woher sollen wir solche details wissen?

    das abrutschen der dämmung ist das kleinere problem, das 'abrutschen' des dachs ist das eigentliche problem.
     
  12. mls

    mls Bauexpertenforum

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    die erste und zweite und dritte frage ist, wie bekommt
    man das ding zum halten. bis das nicht geklärt ist, sind
    alle anderen überlegungen nachrangig.
     
  13. Kalle88

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    Was ist so schwer dran in der VHF mittels ausreichenden Punktstützen das Carport entsprechend abzufangen? Dann brauchts nur noch Steifigkeit und n Idioten der Fundamente an der Hauswand gräbt :D
     
  14. ultra79

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    Warum Idiot?
     
  15. Kalle88

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    Nun, stichst du gerne mitm Spaten an der Hauswand hinunter? Ich mach das nicht gerne.
     
  16. baufix 39

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    muß schon sagen ein Carport stelle ich mir anders vor, ähnelt schon einer Garage.
    Wände zu dünn, solle 17,5 cm sein, Dämmung wozu ? ist doch ein offener Stellplatz.
    oder was verstehe ich hier nicht ?
     
  17. Kalle88

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    Am Haus ist eine VHF verbaut - in der man Stützen verschwinden lassen könnte. Die muss logischer Weise konsequent durchlaufen um keine Wärmebrücken zu produzieren.
     
  18. ultra79

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    Ach deswegen ;-)

    Nein - macht keiner gern - hab ich auch noch vor mir - vermutlich dreimal... muss man auf die Dämmung aufpassen...
     
  19. Kalle88

    Kalle88

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    Und auf evtl. Fundamente, Baudreck und wat weiß ich so was da irgendwann mal alles untergeschoben wurde. Oder eben größer Buddeln und Einschalen...
     
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  21. Gwenny

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    Pfosten an der Hauswand will ich ja vermeiden. Erstens würden die dann im Kiesstreifen sein. Zweitens siehts optisch mit dem zurückspringenden Sockel nicht so doll aus. Und drittens will ich nicht graben (und Idiot auch nicht sein...).
    In die VHF auch nicht so doll, weil VHF schon fertig dran.

    Statiker und Archi, ich ruf euch mal an.
     
  22. Kalle88

    Kalle88

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    Man kann die Fundamente auch oberhalb einschalen und den Pfosten vollständig in der VHF Fassade verschwinden lassen. Das Fundament kann man dann passend zum Sockel verschönern. VHF Fassaden kann man demontieren, werden ja sicherlich mit VA-Schrauben geschraubt sein ;) Is nun mal so, wenn man erst das eine erstellen lässt und dann das andere haben will ohne es vorher im Prinzip angesprochen zu haben. Ich bleib dabei, dass Anhängen im Innenmauerwerk und Lastabtrag über den Klinker so nicht klappen wird. Aber Statiker und Archi werden sich schon was überlegen.
     
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