Chemische Reaktion im Anhydrit-Fließestrich, die Folgen haben könnte?

Diskutiere Chemische Reaktion im Anhydrit-Fließestrich, die Folgen haben könnte? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo an alle, ich hoffe, hier kann mir jemand weiter helfen. Ein Sachverständiger behauptet, die EVOH-Schicht vom FBH-Rohr (Kunststoff)...

  1. Wicki

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    Hallo an alle,

    ich hoffe, hier kann mir jemand weiter helfen.

    Ein Sachverständiger behauptet, die EVOH-Schicht vom FBH-Rohr (Kunststoff) löse sich punktuell ab, da durch die Vorschädigung des Rohres beim Einbau (wurde wohl über Kanten gezogen) und durch den Kontakt mit dem später eingebrachten Estrich eine chemische Reaktion stattgefunden hätte.

    Wenn das so wäre, würden in dieser Republik tausende FBH-Rohre mit teilweise abgelösten EVOH-Schichten unter dem Estrich herumliegen. Weil ja angeblich auch fast alle Rohre quer durch den Bau gezogen werden und entsprechend aussehen.

    Kann hier jemand was dazu schreiben, was genau das für eine chemische Reaktion sein soll, die die EVOH-Schicht (wenn sie schon vorgeschädigt ist) dahin rafft? CAF ist doch nur Gips. Für mich hört sich das harmlos an. Täusche ich mich?

    Danke und Gruß
    Wicki
     
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  3. rolf a i b

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    kann der sachverständige das auch durch einen bericht, prüfzeugnis etc. schwarz auf weiß belegen?
     
  4. ralf9000

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    Bestimmt nicht, ich kenne es ausschließlich so, dass raumnah abgewickelt wird und nicht an Kanten oder irgendwas anderem vorbei das Rohr abgewicklet wird. Das Rohr liegt zum Estrichlegen dann völlig unbeschädigt und ohne jegliche Kratzer. Das quer durch das Haus gezogen wird, ist Murks ...
     
  5. Wicki

    Wicki

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    Es ist im Dachgeschoss. Und es gab damals nur eine Bautreppe, die sehr schmal war. Also eigentlich undenkbar, dass hier einer eine große Rolle mit 750 m Rohr hochgetragen hätte.

    Der Sachverständige hat der Versicherung das Gutachten zukommen lassen. Mir wurde das nur zitiert. Am Ortstermin hat ihn wohl der Außendienstmitarbeiter der FBH-Rohr-Firma darauf hingewiesen, dass es so sein könnte. Mit Lupen habe die beiden dann das Rohr angeschaut.
    Ich frage mich jetzt, ob der Estrich tatsächlich was beschädigen kann, also rein chemisch natürlich? Ich kenne mich da nicht so aus.
     
  6. H.PF

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    Es gibt auch kleinere Rollen, die man sich mal eben unter den Arm klemmen kann... Kosten halt etwas mehr auf den laufenden Meter
     
  7. AlexSinger

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    Sachen gibt's.... Ich würde sagen jeder unsanfter Umgang mit Material kann zu Schäden führen....
    "nur Gips"... wenn ich Gipspulver anfasse habe ich irgendwann Orangenhaut... das Zeug ist nicht PH-neutral.

    Bei der Verarbeitung des AE-Fließestrich sind Vorsichtsmaßnahmen (Handschuhe, Atemschutz) wegen der ätzenden Eigenschaften des trockenen Produkts notwendig. Das flüssige Material und der abgebundene Estrich stellen aber keine Schadstoffquelle mehr dar. Bei der Verwendung von synthetischen Zusatzstoffen ist allerdings auch eine spätere Ausgasung von Rest- oder Hilfsstoffen nicht auszuschließen.
     
  8. #7 Achim Kaiser, 12. Dezember 2013
    Achim Kaiser

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    Gibts von dem aufgetretenen Schaden Bilder ?

    Grundsätzlich ist eine Baustelle kein Reinraumlabor. Die eingesetzten Rohrleitungen sind gegen die normalerweise auftretenden Einwirkungen beständig - heisst die FBH-Rohre müssen nicht wie rohe Eier behandelt oder mit Samthandschuhen angefasst werden.

    Selbstverständlich ist auch die EVOH-Schicht gegen normale Belastungen beständig heisst leichtes scheuern an ner Wandoberfläche u.Ä. verursacht keine Beschädigungen, die zum Versagen des Schichtaufbaus führt.

    Auf der anderen Seite kann natürlich das ziehen über scharfkantige Ecken zu einer Riefenbildung in der Oberfläche führen, die die Schicht beeinträchtigen kann. Solche Stellen sind allerdings üblicher Weise lokal sehr begrenzt und man kann die Beschädigung eingrenzen.

    So wie dargestellt liest sich das allerdings eher nach Ausrede des Herstellers.
    Die schadhaften Stellen sollten von einem entsprechenden Institut untersucht werden damit die Einwirkungen irgendwelcher Kerbrisse nachgewiesen werden können.

    Insgesamt sind die Ausführungen des SV´s nach der hier zu lesenden Darstellung nicht schlüssig.
    Es fehlt der Nachweis für die behauptete Vorschädigung.
    Ohne Nachweis kann das auch eine Nebelkerze sein um zu versuchen dem Verarbeiter die Kosten für ne minderwertige Rohrqualität aufs Auge zu drücken.

    Die Darstellung des Sachverhalts ist nur eine Vermutung aber kein Beweis.
    Der Beweis wäre erst mal noch zu führen und darzulegen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. R.B.

    R.B.

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  10. #9 Achim Kaiser, 12. Dezember 2013
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    Das wird doch nicht besser wenn man das Rohr freilegt.
    Das Freilegen der Rohrleitung sorgt mehr oder für die selben Schäden wie jetzt vorhanden,
    denn das geht nicht ohne irgendwelche Riefen ab.

    Ein eingebautes FBH Rohr lässt sich nicht ohne minimale Beschädigungen freilegen.
    Das ist einfach unmöglich.

    Wie weit soll das Spielchen dann getrieben werden ?
    Estrich auf dem ganzen Stockwerk raus und alles neu ???

    Um was gehts tatsächlich ?
    Sanierungskosten auf dem Papier hochtreiben oder Lust auf 6 Wochen Hotel auf irgend einen Deckel ??

    *Kopfschüttel*

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  11. Stoni

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    @Wicki,

    dann sollte Dein Sachverständiger mal die chemische Beständigkeit von Kunststoffen ergooglen,
    versuchen, das gelesene zu verstehen und seine Aussagen bezüglich einer chemischen Reaktion zwischen CAF - Estrichen und Polyethylen nochmal überdenken.
    Es gibt nur wenige Stoffe, gegen die PE nicht chemisch beständig ist.
    Unabhängig hiervon wäre natürlich das Schadenspotential bei einer mechanischen Vorschädigung (Riefen, Knicke usw.) des Rohrmaterials zu sehen.


    Gruß Stoni
     
  12. Wicki

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    @Ralf: Tausend Dank, Du hast 1.000 von 100 möglichen Punkten :bierchen:

    @Achim: Kein Hotel, keine Sanierung auf irgendwessen Kosten. Raus kommt hier nichts mehr! NEIN! Nur verstehen würde ich gerne, was der Estrich hier mit dem Rohr angestellt hat.
     
  13. Julius

    Julius

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    Und wir würden gerne verstehen, um was es tatsächlich geht, was der Hintergrund ist!

    Dies spätestens auf Nachfrage darzulegen, gebietet eigentlich schon die Höflichkeit als Fragesteller. Daß es evtl. win der Sache dienlich sein kann, kommt hinzu...
     
  14. Wicki

    Wicki

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    @Julius
    Es geht um das, was ich in rot geschrieben habe.
    Ich wäre dankbar, wenn ich erfahren könnte, ob es sowas tatsächlich geben kann.
    Ob jemand so einen Fall kennt oder vielleicht auch eine Erklärung aus dem Bereich der Chemie hat?

    Und was ist eigentlich ein Kabelaffe???
     
  15. Inkognito

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  16. wasweissich

    wasweissich Gast

    ich denke mal , dass (vorsicht nix genaues weiss ich nicht) es unter umständen vom aufbau der EVOH-Schicht abhängt ob und was passiert .

    ich habe da was von aluminium gelesen ...... und das könnte (wird wahrscheinlich) mit schwefel .........
     
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  18. rolf a i b

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    ein strippenzieher oder auch elektriker genannt.
     
  19. Wicki

    Wicki

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    Ok, danke :think

    Ich bin chemisch nicht wirklich bewandert. Das mit den Sulfationen hat was mit Schwefel zu tun und das wird vermutlich im Estrich drin sein?

    @wasweissich: Gute Idee. Es ist ja auch "nur" die EVOH-Schicht beschädigt. Aber die besteht meines Wissens nach in dem Fall nicht aus Aluminium (solche Rohre gibt es aber).
    Aber aus was die hier besteht, weiß ich nicht.

    Ich hätte eine Idee: Ich habe ein Musterrohr in gleicher Ausführung (nur etwas größerer Querschnitt) herum liegen. Theoretisch könnte ich dieses Rohr jetzt mehrfach über die Kanten ziehen und somit die EVOH-Schicht vorschädigen. Dann das Rohr in einen Eimer, einen Estrichleger bitten, Estrich reinzukippen und mal abwarten. Einige Tage oder Wochen später das ganze raushauen (wenn es geht) und schauen, ob das Rohr dann auch so aussieht wie das verlegte Rohr.
    Was meint Ihr?
     
Thema:

Chemische Reaktion im Anhydrit-Fließestrich, die Folgen haben könnte?

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