Dach mit Schornstein verspannt?

Diskutiere Dach mit Schornstein verspannt? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben vor geraumer Zeit ein gebrauchtes Haus gekauft (40J.alt) : Dach: Pfettendach auf Holzbalkenlage, aufgesetzter Fußpfette,...

  1. HorstF

    HorstF

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    Hallo,
    wir haben vor geraumer Zeit ein gebrauchtes Haus gekauft (40J.alt) :
    Dach: Pfettendach auf Holzbalkenlage, aufgesetzter Fußpfette, Mittelpfetten (mit Pfettenstützen) und Firstbalken (mit Stützen auf der Kehlbalkenlage).

    Scheinbar durch Trocknungsschwund hat sich der Dachstuhl etwas gesenkt: ein leichter Durchhang der Sparren ist festzustellen. Der First ist auch etwas abgesackt, wobei er aber im Bereich des Schornsteins noch in seiner ursprünglichen Lage ist (deshalb sieht man auch die Absackung links und rechts des Schornsteins).

    Durch je einen Mörtelkragen am Schornstein in Höhe der Daches und der Kehlbalkenlage ist dieser mit einem Sparren und der Firstpfette bzw weiter unten mit den dortigen Kehlbalken scheinbar fest verbunden, so dass es hier zu einer Zwängung kommt: der Dachstuhl konnte sich hier nicht absenken. In diesem Bereich lastet das Dach also vermutlich auf dem Schornstein. Ich hab auch schon einen reparierten waagerechten Riß im Putz des Schornsteins entdeckt. So als ob dieser schon mal durch seitlich wirkende Kräfte belastet wurde.

    Nun wollen wir demnächst das Dach neu eindecken. Dabei wird man wohl auch die Sparren seitlich mit Wangen aufdoppeln müssen, um wieder eine gerade Dachfläche hinzubekommen.

    Meine Frage: Muß mich diese Zwängung des Daches am Schornstein beunruhigen (ein Architekt meinte, dass sich nach 40 Jahren nix mehr bewegt), oder sollte im Rahmen der Neueindeckung der Schornstein vom Dach entkoppelt werden. Dann hätte ich aber Bedenken, dass sich der Dachstuhl in den nächsten Jahren dort nachträglich absenken könnte.

    Über die Meinung altbauerfahrener Dachexperten freut sich
    Horst
     
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  3. Ryker

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    Da mag der Architekt recht haben oder auch nicht: Von hier koennen wir das nicht beurteilen.
    Da Du mit dem neuen Dach aber auch mehr Gewicht an den Schornstein haengst (angelaschte Bohlen,
    Konterlatten, evtl. hoeheres Ziegelgewicht...), lass ihn doch einfach "entkoppeln" und Du hast definitiv Ruhe.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 13. September 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Aber bitte beachten, dass der stramme Verbund zwischen Sparren und Schornstein der Aussteifung des Schornsteins dienen soll(te). Also nicht einfach nur wegschlagen. Nur das wegnehmen, was den Dachstuhl an vertikalen Bewegungen hindert.

    MfG
     
  5. HorstF

    HorstF

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    Danke für die Antworten,
    verstehe ich das richtig, dass also das Dach sich in der Vertikalen bewegen können muß, ohne Kräfte in den Schornstein einzuleiten?
    Der Dachdecker müßte also den Betonkragen sowohl in der Kehlbalkenlage als auch im Firstbereich entsprechend vom Holztragwerk trennen. Richtig? Und wenn ja, hat man damals hier einen Baufehler verzapft?

    Kann man aus Erfahrung davon ausgehen, dass eine 40 Jahre abgetrocknete Holzkonstruktion sich vermutlich nicht senken wird, auch wenn die vertikale Zwängung plötzlich beseitigt wird? Es wäre sehr ärgerlich, dann im ausgebauten Dachgeschoss Senkungen mit entsprechender Rissbildung zu bekommen.

    Viele Grüße
    Horst
     
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