Dach vom Treppenhaus dämmen - geht das so?

Diskutiere Dach vom Treppenhaus dämmen - geht das so? im Dach Forum im Bereich Neubau; Moin moin! Meine Frau und ich haben uns vor 2 Jahren ein Altbauhaus (kein Fachwerk) gekauft. Der Aufbau ist von oben nach unten: Speicher -->...

  1. #1 wennderbiber, 3. November 2014
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    Moin moin!

    Meine Frau und ich haben uns vor 2 Jahren ein Altbauhaus (kein Fachwerk) gekauft. Der Aufbau ist von oben nach unten: Speicher --> Dachgeschoss --> OG --> EG --> Keller.
    Das Dachgeschoss hat dabei volle Höhe (2,40m) und war ursprünglich auch bewohnt, der Speicher ist ca. 2m hoch und war nie bewohnt.

    Um den Zustand des Dachstuhls im Dachgeschoss einschätzen zu können, meinte unser Dachdecker, wir sollten bitte den Dachstuhl im OG komplett frei legen. Der Aufbau dort war damals:

    Dachziegel (Biberschwänze) --> Lattung --> Sparren --> Putzträger (Genagelte Bretter) --> Schilf --> Kalkputz und ist jetzt nur noch Dachziegel (Biberschwänze) --> Lattung --> Sparren. Im Speicher war das Dach von innen nicht verkleidet. Ergebnis: Dachstuhl ist in gutem Zustand.

    Wir wollen in den nächsten - mindestens - 5-7 Jahren das Dachgeschoss nicht nutzen, deswegen wollten wir die Decke vom Obergeschoss als oberste Geschossdecke erklären und durch Auslegen von 20cm Glaswolle auf dem Boden des Dachgeschosses dämmen (hat unser Energieberater uns so empfohlen). Dämmen von unterhalb der Obergeschoss-Decke geht nicht, da wir die Deckenbalken gerne sichtbar halten wollen. Macht das Sinn?

    Wir haben nun an einer Hausseite ein Treppenhaus, dieses ist vor das Haus gesetzt und geht bis unters Dach, hat also ein "eigenes" Dach wie ein Stand-Erker. Da dieses Treppenhaus bis hoch zum Dachgeschoss geht, befindet sich dessen Dach entsprechend auf Höhe der Dachgeschoss-Decke, also eine Etage höher als die von uns durch Auslegen gedämmte Geschossdecke zwischen Dachgeschoss und Obergeschoss. Deshalb müssen wir hier direkt das Dach dämmen. Da wir einen sehr offenen Grundriss haben, ist das Treppenhaus nicht durch Türen von den jeweiligen Geschossen abgetrennt, sondern wirklicher Bestandteil der jeweiligen Etage. Muss also gedämmt werden.

    Auch in der Treppenhaus-Decke haben wir wieder den gleichen Aufbau: Dachziegel (Biberschwänze) --> Lattung --> Sparren. Nun meine eigentliche Frage: Kann ich das Dach als kaltes Dach dämmen, also Dachziegel (Biberschwänze) --> Lattung --> Sparren mit Dämmung dazwischen geklemmt --> Konterlattung --> Gipsfaserplatte imprägniert?

    Eine Unterspannbahn einzuziehen würde ja zwangsläufig bedeuten, die Ziegel herunter zu nehmen, da dies Biberschwänze mit Dekorsteinen auf den Graten etc sind wäre dies mit nicht geringem Aufwand verbunden. Wir hatten gerade gestern einen Baungenieur hier, der uns für die Wohngebäudeversicherung per Gutachten bestätigt, dass das Dach 1a in Schuss ist, auch deswegen würden wir da nur sehr ungern ab- und wieder eindecken lassen...

    Mir ist klar dass der Aufbau bei einem Neubau ein warmes Dach mit Unterspannbahn, Dampfsperre etc wäre, aber: In ca. 7-10 Jahren wollen meine Eltern bei uns eventuell das Dachgeschoss beziehen, spätestens dann würde sowieso das ganze Dach neu gemacht inkl. neuem Eindecken, Dämmen etc, weswegen ich gerne bis dahin eine "vorübergehende" Lösung, die von innen erfolgen kann, hätte.

    Kann man das guten Gewissens so machen, ohne negative Konsequenzen (außer höheren Heizkosten gegenüber einem warmen Dach) zu haben? Die letzten 90 Jahre wurde das Haus auch ohne Unterspannbahn bewohnt und beheizt, wäre das für weitere 7 - 10 Jahre eine Lösung? Wenn ja: Ist der Aufbau wie von mir beschrieben so richtig? Zwischen Dämmung und Ziegeln blieben ca. 2cm Luft für die Hinterlüftung.

    Was meint ihr?

    Vielen Dank im Vorraus!
     
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  3. #2 wennderbiber, 3. November 2014
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  4. #3 wennderbiber, 3. November 2014
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  5. Kalle88

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    Ob das geht hängt davon ab, wie sehr das Treppenhaus auskühlt, beheizt werden muss und wie man hier das DG sauber abgetrennt bekommt. So das feuchte Warme Luft nicht ins DG aufsteigen kann.
     
  6. Inkognito

    Inkognito Gast

    Warum nicht gleich die oberste Geschossdecke, also die Decke ü. DG dämmen? Man kann natürlich auch die Dachschräge dämmen, aber wenn Sie den Raum nicht benötigen ist das eventuell bereits jetzt eine dauerhafte Lösung.
    Wo Unterspannbahnen und Dampfbremsen welcher Couleur hinkommen sagt Ihnen Ihr Planer.
     
  7. #6 wennderbiber, 4. November 2014
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    Weil wir den Platz schlichtweg nicht benötigen und dann leere Räume mit heizen müssten. Und weil die saubere Methode mit von außen aufgebrachter Unterspannbahn umzusetzen wäre, um es dauerhaft richtig zu haben - Das gibt im Moment das Budget nicht her (mal eben 410qm Dach neu eindecken)
    Genau darauf zielte ja meine Frage ab: Geht es auch ohne? Die Dämmung wäre ja von außen belüftet, so dass Feuchtigkeit die sich beim Taupunkt auf der Außenseite niederschlägt, abgegeben werden könnte...

    Das DG ist mit einer massiven Ziegelwand vom Treppenhaus abgetrennt, das war früher eine einzelne Wohnung. Wir würden diese Wand auf der DG-Seite (also der vom Treppenhaus abgewandten Seite) mit Dämmwolle auf Lattung dämmen, so dass auch hier der Taupunkt nicht auf der Wand läge. Beheitzt wird das TH mit normalen Heizkörpern auf jeder Etage, durch eine Pelletheizung tut uns das nicht sehr weh.

    Also nochmal der Grund, warum ich das kleine Dachstück nicht gleich ganz neu eindecken lasse: Es wäre nur ein kleiner Abschnitt des ganzen Daches, sauteuer für das bisschen Effekt und soll in spätestens 7-10 Jahren sowieso mit dann dem ganzen Dach zusammen gemacht werden.

    Was meint ihr?
     
  8. Gast943916

    Gast943916 Gast

    Dass du dir einen Planer suchst, der vor Ort eine genaue Bestandsaufnahme macht und entsprechende Lösungen findet
     
  9. Kalle88

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    Es geht nicht um Tauwasserausfall auf der Ziegelwand. Die wird ja durch das TH erwärmt und dürfte zumindestens nicht die Taupunkttemparatur der relativen Feuchte erreichen. Es geht darum, dass sich die warme Luft nicht ins DG reinzieht. Das wird ja nun mal entsprechend auskühlen und es könnte in der Nähe zu Tauwasserausfall kommen und damit zur Schimmelbildung. Daher sollte der Verschluss, wenn auch provisorisch, luftdicht sein.

    Dämme es und lass entsprechende Hinterlüftung. Zu und Abluft sind wichtig. Vielleicht eher einen sorptiven Dämmstoff benutzen, als MiWo. Sollte wirklich mal Feuchteintrag durch die Eindeckung kommen. Wichtig ist, dass du die Dampfsperre luftdicht anschließt. Ist es das nicht, kippt das System.
     
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  11. Inkognito

    Inkognito Gast

    Also, nochmal. Eine Unterspannbahn von außen hat nichts mit der Dämmung zu tun. Das können Sie in ein paar Jahren immer noch ausführen lassen. Wenn sie die Dämmung entsprechend wählen ist sie sogar trittfest und Sie können den kalten Speicher weiterhin zum lagern verwenden.
    Aber anstelle Geld in Dämmung zu stecken, die sie in in ein paar Jahren wieder entsorgen müssen halte ich es für sinnvoller die Dämmung gleich an eine Stelle zu packen, wo sie sich über ihre Lebensdauer auch amortisieren kann, nämlich auf die Decke über DG. Natürlich muss dann der nicht benötigte Wohnraum mit geheizt werden, aber hier tut es dann auch ein niedrig beheiztes Standardprofil.
    Ansonsten sollten Sie daran denken, dass ein völliges nichtbeheizen eines Wohnraums durchaus der Substanz schaden kann, beispielsweise eingefrorenen Wasser- und Heizungsleitungen - wenn diese über eine Zentralheizung versorgt werden, dann müssen Sie für Ihr Provisorium sogar die Heizung umbauen lassen. Von der Frage wie sie die Wohnungstür dampfdicht ausführen um Feuchteanfall zu vermeiden ganz abgesehen.

    Ohne Planer? Nein. Der nun kalte Wohnraum müsste sogar zwangsbelüftet werden, damit das schadensfrei funktioniert, das geht nicht ohne Sachverstand. Wie man an der Fragestellung zur Wasserleitung vermuten kann.

    Warum nicht die Wohnung einfach vermieten? Gibt Geld und hält von oben warm.
     
  12. #10 wennderbiber, 4. November 2014
    wennderbiber

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    Dass die nicht direkt dämmt, ist mir klar, ich dachte nur, ein professionelles Dämmsystem als dauerhafte Lösung müsste durch eine Unterspannbahn gegen eventuelle Feuchte von außen geschützt werden.

    Das ist ein schöner Gedanke, aber wir brauchen die Fläche definitiv nicht. Das Haus hat schon ohne das DG mehr als 450qm Wohnfläche. Die Dämmwolle habe ich außerdem bereits da (200mm Klemmfilz), da wir diese für einen extrem guten Preis und nach Empfehlung unseres Energieberaters bekommen haben.
    Da soll sie ja auch hin, sobald das Dach in 10 Jahren neu gemacht wird, also rausgeworfen ist das nicht, die Dämmung ist ja eigentlich auch für Zwischensparren und nicht zum ausrollen.

    Bei einem normalen Wohngebäude haben Sie da sicher recht, aber wir Kernsanieren, also: Keine Wasserleitungen, keine Heizung, nicht mal eine Stromleitung ist im DG, da die alte Elektrik komplett raus ist und die Bewohner mit Kohleöfen geheizt haben.

    Ich dachte da an eine Nebeneingangstür


    Ich meinte ohne Dampfsperre im Treppenhausdach. Zwangslüftung ist geplant, dafür haben wir neue Dachluken einsetzen lassen.

    Weil wir dafür eine Heizung, Leitungen, Sanitäranlagen einbauen müssten, zum Teil neu verputzen, tapezieren/streichen, neue Fenster etc. Und weil wir alle Wände zum Treppenhaus weggenommen haben bis auf die zwischen DG und TH, somit würde der Mieter durch unseren Flur laufen.

    Hier einmal der Aufbau den ich vorhätte:
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    Ich lass mich gerne eines besseren belehren, aber dazu möchte ich gerne meinen Denkfehler verstehen. In meinem Elternhauf (Baujahr 1990) war das Dach genau so aufgebaut, warum macht man das nicht mehr so? Wenn es um Normen für Fördergelder geht: Auf die kommt es bei der kleinen Fläche nicht an, das wird erst beim ganzen Dach interessant.
     
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