Dachabschluss bei einem verputzten Giebel

Diskutiere Dachabschluss bei einem verputzten Giebel im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo! Ich habe ein 4-Giebel-Haus mit einer Putz-/ Verblenderkombination. Der vordere und der hintere Giebel des Hauses sind verputzt. Der...

  1. meppener

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    Hallo!

    Ich habe ein 4-Giebel-Haus mit einer Putz-/ Verblenderkombination. Der vordere und der hintere Giebel des Hauses sind verputzt. Der Dachdecker hat jetzt zur Vermeidung von eindringender Feuchtigkeit den Dachpfannenabschluss zum Putzgiebel wie folgt ausgeführt: Entlang des Giebels hat er eine 40 cm breite Bleimatte gelegt, die seitlich am Putzgiebel ca. 10 cm hoch mit einer Aluminium-Schiene befestigt wurde. Die Schiene wurde oberhalb mit Silikon abgedichtet. Die Bleimatte wurde nur grob in die Ziegelform eingelassen und nicht sauber ausgeformt. Das größte Problem ist aber die Befestigung der Bleimatte auf dem Putz mit der Aluschiene. Optisch eine absolute Katastrophe. Ich habe mir das ganze bei einem ähnlichen Haus angesehen. Hier ist die Gesamtbreite der Bleimatte höchstens 20 cm, die Matte wurde sauber auf den Ziegeln verlegt und vor dem Putzen des Giebels seitlich befestigt. Dann wurde darüber der Putz aufgebracht. Diese Lösung sieht optisch super aus. Kann ich als Bauherr darauf bestehen, dass die eingearbeitete Lösung bei Putzoberflächen „Stand der Technik ist“ und auf eine kostenlose Nachbesserung bestehen? Das Problem ist, dass der Putz bereits komplett fertig ist und er diese Stellen erneuern müsste.

    Danke für Eure Antworten.
     
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  3. DerPiti

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    Ich denke ohne passende bilder wir hier keiner ne aussage machen
     
  4. meppener

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    Hallo!

    Das Bild kann jetzt unter "meine Fotos" angesehen werden. Sieht das nicht furchtbar aus?:bounce::bounce::bounce:
     
  5. DerPiti

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    :yikes:yikes:yikes:respekt

    Das würd ich auch nicht wollen...
    der der das gemacht hat soll bitte seinen gesellen/meister brief aber schnell abgeben..

    Die Alu schiene ist ja noch nichtmal so schlimm...
    Aber die lappen sin ja mal der hammer..

    Also schiene runter und dann das Blei in SCHICHT stücken neu drann machen..
    und ordentlch antreiben..
     
  6. meppener

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    Hallo Piti!

    Der Dachdecker sagt, dass er alles "gemäß DIN" ausgeführt habe und es keinen Grund für eine Reklamation gebe. Er will also nicht kostenlos nacharbeiten. Was kann ich jetzt unternehmen? Gleich einen Gutachter? Wer muss den dann bezahlen? Gibt es bei den Handwerkskammern sowas wie "Schiedsstellen"?

    Beste Grüße
     
  7. Gast360547

    Gast360547 Gast

    also

    Moin,

    Optik und Technik sind unterschiedliche Dinge und werden in einem Gutachten entsprechend differenziert behandelt.

    Zu Ihrem Fall:
    die Breite der Bleizuschnitte kann erforderlich werden, wenn der nachfolgende Ziegel Richtung Mauerwerk zu schmal wird und Wasser unter dem Blei hindurch in die Konstruktion gelangen würde, weil eine Aufkantung oder die Kontur am Ziegel fehlt. Über das Anformen des Bleis kann man geteilter Meinung sein.
    Bei Ihnen verwunderlich ist aber, dass vor dem Mauerwerk das Blei offenbar nur nach unten geführt wurde, wo eigentlich ein Ortgangziegel liegen sollte/müsste.

    Auch die Anschlusstechnik am oberen Rand ist durchaus überprüfenswert, was aber nicht heißt, dass die vorhandene vollkommen fehlerbehaftet ist.

    Der DDM soll Ihnen doch mal die DIN angeben, nach der er ausgeführt haben will. Würde mich interessieren.

    Es gibt sog. Schiedsgutachten, die letztlich nicht schriftlich ausgearbeitet werden müssen (besser aber in jedem Fall wegen der Nachweisbarkeit). Diese nimmt ein öbuv SV des Dachdeckerhandwerks durch. Der weiß zudem, wie die Termine durchgeführt werden und welche Konsequenzen ein Schiedsgutachten hat/haben kann, was u. U. nicht unerheblich sein könnte.

    Grüße

    stefan ibold

    weiterführende links: http://dachmurks.de
     
  8. meppener

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    Danke für die schnelle Antwort. Ich habe in unserem Baugebiet auch verputzte Giebel gesehen, wo das Blei unter den Putz gelegt wurde. Das sieht sauber aus. Mein Dachdecker sagte, das so ein Verfahren nur bei einem Putz mit Wärmeverbundsystem gehen würde, jedoch nicht bei uns (zweischaliges Mauerwerk). Ist diese Aussage korrekt? Wie kann man es denn bei uns ausführen, das es optisch i.O. ist?
     
  9. DerPiti

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    würde ich so ne arbeit abliefern, wüde ich glaube ich ne kündigung bekommen.. zumindest wenn ich dann noch steif und fest behaupten würde das es ok ist..

    Schade ist nur das solche details etwas über die arbeitsweise der Firma aussagt.
    und natürlich kann mann blei überall einputzen..

    Meiner meinung nach ist die Alu schiene noch nichtmal so schlimm.
    Nur das blei ist unter aller sau ausgeführt..

    Und so lang wie das Blei ist müsste es auch nicht sein.. auch wenn der ziegel in dem bereich keine kontur mehr hat, kann mann mit der Flex beim schneiden einfach zweimal ne rille rein flexen und gut ist, zumal der bereich ja "überdacht" ist sehe ich da kein problem..
     
  10. meppener

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    Ich habe heute nochmal mit dem Gutachter telefoniert. Ich hatte ihm vorab auch ein Foto zur Verfügung gestellt. Er sagte, funktionell sei die Ausführung korrekt, sehe aber in der Tat schlecht aus. Im Klartext: Man kann es besser machen, dafür muss ich aber selbst aufkommen, quasi wie eine Art "Zusatzausstattung" beim Auto. Ich kann es immer noch nicht glauben. Das kann doch nicht wahr sein. Wenn ich einen Pullover kaufe, dann hält er auch warm wenn er farblich an irgendeiner Stelle einen Fehldruck hat. Dann kann man hingehen und reklamieren, wieso geht sowas beim Dachdecker nicht? Ich verlange ja keine Wunder, einfach eine saubere Arbeit.
     
  11. meppener

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    Der Dachdecker hat jetzt eine "unterführende" Lösung hergestellt. Hier läuft unter den Pfannen ein Blech, welches senkrecht am Giebel befestigt wurde. Sieht besser aus als die erste Lösung. Im unteren Bereich hat er jetzt anstatt eines Ortgangziegels einen Metallleiste angebracht. Er sagt, aufgrund der unterschiedlichen Pfannenabstände könnte man hier keine Ortgangziegel verwenden. Ich habe jetzt jedoch gehört, dass man einen Ortgangziegel auch passend machen kann (schneiden und kleben). Ist das richtig?
     
  12. Dachi

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    Ortgangziegel: "Schneiden-Kleben".....naja, machbar ist es schon, dann müssten aber die Ziegel wieder mit Blei angearbeitet und ordentlich befestigt werden. Optik!

    Da es sich hier wohl um Blei-Color handelt, ein ausreichender Dachüberstand vorh.- die Welle wohl auch noch am WA etwas vorh. ist, wäre ein schmaleres Blei, einzeln abgefangen wohl i.O. gewesen. Ein Blech am Ortgang kann nötig werden, wenn es sich um einen "Nebenortgang (oder wie soll ich´s nennen?)" handelt und eine Einteilung nicht geht.
    Untergelegte Anschlüsse sind nicht mein Ding. Höchstens bei Tegali. wegen der Optik.


    @Piti: machst Du Dir auch selbst Halbe (FFP oder ähnlich)?
    Mein Ausbilder hat es früher gemacht.
     
  13. DerPiti

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    Mir sagt grade FFP nichts :confused:

    Aber halbe pfannen mache ich mir nicht, Ich schneide nur bei ziegeln die sagen wir mal knapp zum einbleien sind, zwei wasserläufe mit der Flex rein, wie an der Unterseite einer Kaminplatte..
    Dann kann ich mir sicher sein das danichts passiert, und brauche keine Lappen als Blei...
    Und metersücke an nem anschluss gehen meinermeinung nach auch nicht. Das zeugt nicht von einem gutem Dachdecker.. Weil es geht auch besser...
     
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  15. Dachi

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  16. DerPiti

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    neeeee Die gibbet doch zu kaufen....
    Auserdem wäre es bei der FBP einfacher
    FinkenBergerPfanne
     
Thema: Dachabschluss bei einem verputzten Giebel
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