Dachboden-Boden dämmen ohne Dampfbremse

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  1. viggo

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    Hallo,

    wir wollen in einem Altbau die oberste Geschossdecke dämmen. Aktuell wird der Bereich als Dachboden genutzt. Es ist keeine unterspannbahn unter den Dachziegeln verlegt, aber das Dach ist dich.
    Die Decke zwischen Dachboden und Zimmer besteht aus einer Holzsparren-konstruktion, darüber liegen Bretter.
    Ich möchte eigentlich nur eine schicht Miwo drauf legen (begehbar oder nicht, das stellt sich noch raus).

    Problem: Mir ist bewusst, dass eigentlich unter die Miwo eine Dampfbremse müsste, es ist aber aus bautechnischen Gründen (z.b. sehr flaches Dach, man kommt unter dem Dach nicht an die Anschlüsse ran) praktisch unmöglich die Dampfbremse korrekt an die vorhandenen MAuern/Dachkonstruktion anzuschließen, also will ich eigentlich ganz drauf verzichten.

    Ist das Ok oder der super-Pfusch?

    Blöd gesagt: Warum soll in Haus die oberste geschossdecke luftdich abgeschlossen werden, wenn der rest des Hauses alles andere als Luftdicht ist?

    Wäre nett, wenn jemand was dazu sagen könnte.

    Gruß, MArkus
     
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  3. H.PF

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    Da, wo die Luft durchpusten kann und in der Dämmung landet kann die feuchtigkeit niederschlagen. Und das gibt Feuchteschäden. Geht eher um Luftdichtigkeit, nicht um Dampfdicht.
     
  4. viggo

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    Ah, also geht es dabei mehr darum, die Dämmwolle vor der Feuchtigkeit zu schützen, sie also feuchtigkeits-Geschütz "einzupacken". Es geht n icht daum die Decke Luftdicht abzuschließen.
    richtig?

    Bleibt die Frage, wie das gehen soll, wenn das dach z.B. so spitz ist, dass man einfach auf Grund der Höhe nicht bis in die letzten Ecken kommt...

    Gruß, Markus
     
  5. Bowman

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    also ich sag mal so:

    Bei mir ist eine Hälfte des Dachbodens nicht ausgebaut. Da habe ich einfach Dämmplatten ausgelegt. Bisher wurde da nichts "feucht" in den letzten 2 Jahren. Zudem ist der Aufwand die Platten wegzunehmen dann im Sommer ca 5min. Im Herbst lege ich die wieder hin.

    Der Dachboden ist natürlich kein Stauraum mehr
     
  6. #5 Friedl1953, 12. Januar 2014
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    Dort wo der Wind durchpustet gibt es kaum ein Feuchteproblem weil er alles gleich wieder wegpustet. Aber ohne eine Luftdichte Konstruktion gibt es auch keinen nennenswerten Wärmeschutz. Also macht die Maßnahme keinen Sinn.
     
  7. #6 Gast943916, 12. Januar 2014
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    nee, muss sie nicht, sie muss raumseitig angebracht werden
     
  8. H.PF

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    Können wir uns drauf einigen: auf die warme Seite des Aufbaus?
     
  9. #8 Gast943916, 12. Januar 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    ok Holger, die sollte aber hier doch raumseitig sein....
     
  10. H.PF

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    Wenn du auf dem Dachboden stehst ist Raumseitig oben... Und damit auf der falschen Seite ;)
     
  11. Casa

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    Zusätzlich Wärmedämen lohnt nur bei entsprechender Winddichtigkeit. Wenn es aber winddicht sein soll must du auch die schlecht zugänglichen Stellen winddicht ausführen. Sollte von der Warmen seite Luftfeuchtigkeit an kalte Stellen (Sparren oder Typischer weise hinter der Mittelpfette) gelangen tritt dort Tauwasser auf und dir faulen die Balken weg. Das kann mal richtig teuer werden, und du hasts schon selbst gesagt das ist "Superfusch"
     
  12. viggo

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    Guten Morgen.

    Dass ist soweit klar, aber das ist jetzt ohne Dämmung ja auch schon der Fall und der Dachstuhl hat 50 Jahre gehalten. Deswegen wundere ich mich ja, dass es mit der Dämmung gefährlich werden soll. Denn nur wegen der Dämmung, die auf dem Boden liegt, kondensiert ja nicht mehr Wasser an den Balken...

    Gruß, Markus
     
  13. H.PF

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    Du verschärfst die Problemstellen mit der Dämmung. Was bisher kein Problem war kann dann ein Problem werden
     
  14. viggo

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    Hallo, kannst Du mir erklären, warum genau? Nur wegen der Dämmung fällt ja nicht mehr Feuchte an und die die Luft kann ohne dampfbremse genauso gut oder schlecht entweichen wie vor der Dämmung. Das problem an den bauteilen entsteht doch erst, wenn man die "natürliche" alte Lüftung verhindert?

    Gruß, Markus
     
  15. Neutal

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    So, um es kurz zu machen. Die Dampfbremse oder Luftdichtigkeitsebene wird nach den anerkannten Regeln der Technik verlangt, hat aber so wie hier beschrieben keinen nennenswerten Einfluß auf die Wärmedämmung.
    Den genauen Aufbau sollte man vor Ort dem Bestand anpassen, in Einzelfällen provoziere ich durch eine partielle Dampf oder Luftdichtigkeit sogar Schadensfälle. Im Altbau gibt es sogar viele Sonderfälle die ohne Folien ausgeführt werden (müssen)
    Dämmung auf die vorhandenen Bretter am Boden zu legen kann absoluter blödsinn sein. Unter dem Rauspund befindet sich oftmals noch eine Luftschicht und die Dämmung wird Traufseitig von kalter Luft unterspült und macht den Dämmeffekt zunichte.
    Basteln sie also nicht wild darauf los, sondern holen sich einen erfahrenen Dämmer und lassen den Aufbau begutachten und einen passenden Aufbau festlegen und durchrechnen. Bei der Berechnung sieht man dann auch ob zu hohe Mengen an Tauwasser anfallen, oder ob die Konstruktion Tauwasserfrei bleibt.
    Zu einigen Post s hier. Mit dem Einbringen einer Dämmebene verschiebe ich die Taupunkte der konstruktion. Gerade in kritschen Bereichen kann es durch eine Wärmedämmung zu erhöhten Tauwasserausfall kommen und sogar Bauschäden verursachen, deswegen ist immer eine ganzheitliche Betrachtung wichtig.
     
  16. viggo

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    Hallo!

    Herzlichen Dank für die Nachricht!

    Die Dampfbremse oder Luftdichtigkeitsebene wird nach den anerkannten Regeln der Technik verlangt, hat aber so wie hier beschrieben keinen nennenswerten Einfluß auf die Wärmedämmung.
    Den genauen Aufbau sollte man vor Ort dem Bestand anpassen, in Einzelfällen provoziere ich durch eine partielle Dampf oder Luftdichtigkeit sogar Schadensfälle. Im Altbau gibt es sogar viele Sonderfälle die ohne Folien ausgeführt werden (müssen)


    Das ist genau das, was ich auch schon öfter gehört habe, dass z.B. die Dachstühle erst anfangen zu faulen, nachdem die Wärmedämmung kam ..


    Dämmung auf die vorhandenen Bretter am Boden zu legen kann absoluter blödsinn sein. Unter dem Rauspund befindet sich oftmals noch eine Luftschicht und die Dämmung wird Traufseitig von kalter Luft unterspült und macht den Dämmeffekt zunichte.

    Ok, auch verstanden, dann müsste man also sicherstellen, dass unter dem aktuellen Bodenbelag keine Luft fließen kann.


    Basteln sie also nicht wild darauf los, sondern holen sich einen erfahrenen Dämmer und lassen den Aufbau begutachten und einen passenden Aufbau festlegen und durchrechnen.

    OK, ich werds überlegen. Ich habe nur leider schon die Erfahrung gemacht, dass sie die "Experten" die da vor Ort sind, sich auch wiedersprechen :-)

    viele Grüße, Markus
     
  17. Neutal

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    Die Beurteilung und Berechnung des Aufbaus ist unbedingt erforderlich. Bedingt durch die Taupunktverschiebung kommt es sehr schnell zu Bauschäden. Es kann sein das Änderungen im Schichtaufbau erforderlich werden oder ein anderer Dämmstoff verwendet werden muß. Die von mir beschrieben Verfahren sind Sonderlösungen und können nicht von Laien beurteilt werden. Hier ist also unbedingt ein Fachmann erforderlich
     
  18. Bowman

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    mal zu meiner Handhabung

    winter: dämmplatten auslegen

    sommer: dämmplatten entfernen

    was soll da passieren?
     
  19. Neutal

    Neutal

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    Unter günstigen Bedingungen können schnell mal ein paar Liter Wasser pro Kälteperiode anfallen, warum also den Zustand nicht mal fachgerecht angehen? Hier kennt niemand Ihren Aufbau, ihre Idee ist aber, gelinde gesagt, Murcks....
    Bevor Sie nun Jahrelang Platten auslegen und wieder verteilen, machen Sie es einfach einmal richtig
     
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  21. viggo

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    Hallo, darf ich euch nochmal deswegen nerven, weil mir das keine ruhe lässt. Bitte erklärt mir anhand der Grafik wo in mittleren Grafik Tauwasser im Bauteil anfallen soll. Die warme Luft "wandert" vereinfacht ausgedrückt von unten nach oben und verliert dabei Wärme bzw auch Wasserspeicherkapazität.

    Drei Varianten:

    In der linken Variante kühlt sie ab (meinetwegen auf 5 Grad Temperatur Oberseite Rauspund und wird auf dem Weg nach oben "abgelassen"

    In der mittleren Variante kühlt sie auf dem Weg durch die Balkenlage auch ab, aber nicht so stark, weil die Balkenlage ja unter der Dämmung ist. Die Luft bleibt "wärmer" und speichert mehr wasser. Den geht die Luft durch die Dämmung, kühlt wieder ein bisschen ab (aber nicht so stark wie in der linken Variante) und wird nach oben entlassen.

    In der rechten Variante mit Bremse wird die Luft an der Oberkante der Rauspund-Lage aufgehalten und macht sich im Balken bzw Rauspund breit. Das kann doch nicht gesünder sein als die Variante ohne Dampfbremse.

    Was ich mir denken kann, ist, dass man die Dämmwolle selbst vor der Feuchtigkeit schützen muss. Habt ihr also angst, dass die Luft in der Wolle so weit abkühlt, dass Ihre Wasserspeicherfähigkeit verliert? Wenn das so ist, würde sie das doch schcon in der Balkenlage tun.

    Die angegebenen Gradzahlen sind natürlich fiktiv.

    So, jetzt bin ich wirklich gespannt :-)


    Unbenannt.jpg
     
  22. Bowman

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    klar ist das "Murks" in der Handhabung, aber nicht im Sinne der Effizienz mit dem Zeil "Heizkosten sparen" oder?.
    Geplant ist ja auch den Dachboden auszubauen in Zukunft
    temporär wollte ich so übergangsweise die Heizkosten halt sparen.
     
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