Dachbodenausbau - Frage zu Vorsatzwand am Giebel (Trockenbau)

Diskutiere Dachbodenausbau - Frage zu Vorsatzwand am Giebel (Trockenbau) im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Leute, nachdem unsere Altbausanierung inzwischen so weit abgeschlossen ist und (auch Dank der vielen kompetenten Tipps aus diesem...

  1. #1 feuerbacher, 11. Mai 2013
    feuerbacher

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    Hallo Leute,

    nachdem unsere Altbausanierung inzwischen so weit abgeschlossen ist und (auch Dank der vielen kompetenten Tipps aus diesem Forum!:28:) alles im großen und ganzen alles gut geklappt hat, läuft bei uns im Moment der Ausbau des Dachbodens zum Wohnraum.

    Die letzte Etappe, sozusagen...


    Den Ausbau macht ein Trockenbauer für uns, der auch schon viele andere Arbeiten im Haus zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt hat.

    Dennoch habe ich eine Frage an euch und würde mich über fachkundige Einschätzungen freuen:

    Auf den Bildern seht ihr den Giebel auf der Ostseite des Hauses.
    Dieser verfügt nur über recht dünne Wände (16cm, Holzständer, ausgemauert. Ich weiß gar nicht, wie man die Steine nennt, sind aber anscheinend von der Dämmwirkung ganz gut), so dass eine Vorsatzverschalung mit Wärmedämmung an dieser Stelle sicher sinnvoll ist.
    Man kann schon die Aluschienen erkennen, die der Trockenbauer aufgestellt hat. Diese sollen mit Dämmwolle ausgefüttert und dann mit zwei Lagen Rigips beplankt werden.

    Nun ist die Frage, ob es sinnvoll / notwendig ist, an dieser Stelle eine Dampfbremse wie am Rest des gedämmten Daches anzubringen und evtl. zusätzlich alles noch zu hinterlüften.
    Der Trockenbauer ist der Ansicht, das man das nicht unbedingt machen bräuchte.
    Der Architekt meinte damals jedoch, sofern ich mich noch richtig entsinne, dass man die ganze Konstruktion unbedingt hinterlüften müsse und auf jeden Fall eine Dampfbremse benötigt würde.

    Ich bin zwar kein Fachmann, könnte aber in diesem Fall meineer eigenen, laienhaften Argumentation folgen, dass durch die Ritzen der Dielen im Fußboden eine völlige Luftdichtigkeit sowieso nicht herstellbar ist und die Folie quasi wirkungslos wird. Die Dielen sollen bleiben, werden geschliffen und geölt. Die löchrigen Dielen werden natürlich noch getauscht, so dass der Boden dann schon zu ist, aber die Dielen sind 100 Jahre alt, z.T. verzogen und weisen an den Stößen z.T. ziemliche Ritzen auf.

    Sollte man vor dem Beplanken mit Rigips nun eine Dampfbremsfolie anbringen und 4 oder 6 Lüftungssschlitze oben und unten einbauen, oder wäre das in euren Augen eine übertriebene Aktion?

    Besten Dank schon mal für eure Hilfe und Grüße
    Frank
     

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  3. 808bit

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    Zwar kann ich dir wenig mit technischem Hintergrund helfen, aber schon mit Erfahrungswerten. ;)

    Witzigerweise sah das bei mir fast genauso aus. Die gemauerte Giebelwand ist bei mir allerdings ca. 30 cm stark. Bevor ich die Trockenbauwand vor den Giebel gestellt hab, kam erstmal OSB-Fussboden drunter, von oben wurde zunächst die Raumdecke fertiggestellt. Erst dann hab ich die Vorsatzwand vor den Giebel gestellt. So habe ich die Option, die Wand irgendwann zu entfernen, ohne Fußboden und Decke zerstören zu müssen. Die Wand steht im Abstand von etwa 10 cm zur gemauerten Wand. Habe sie mit 9mm OSB beplankt (u.a. Dampfbremsfunktion) und dann mit 12,5mm Gips. Der Raum zwischen OSB und Mauerwand ist leer, d.h. es ist dort keine Dämmwolle eingebracht.
    Die gesamte Wand ist durch gefilterte Schlitze belüftet und nach mehrmaliger Kontrolle frei von Schimmel o.ä.. Dank der großzügigen Hinterlüftung glaube ich kaum, dass die Dampfbremse an dieser Stelle zwingend nötig gewesen wäre.
     
  4. #3 feuerbacher, 12. Mai 2013
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    Klasse, Danke dir herzlich für deine Antwort.

    Witzigerweise wollte ich nämlich grade eben unseren "Plan B" zum Besten geben, den meine Frau und ich gestern abend mal ausgebrütet haben. Und der ist ähnlich deiner Lösung:

    Einfch die Dämmwolle weglassen, die Ständer doppelt mit Gipskartonplatten beplanken (war eh geplant) und die ganze Sache hinterlüften. Dann hat man zwar eine kältere Wand, durch die fehlende Dämmwolle, aber lieber gebe ich mehr für die Beheizung des Raumes aus, als mir Schimmelprobleme ins Haus zu holen, wo dieser bisher nirgendwo ein Thema war.

    Danke für deine Rückmeldung, das klingt gut und hilft mir weiter. :)
     
  5. #4 808bit, 12. Mai 2013
    Zuletzt bearbeitet: 12. Mai 2013
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    Nix zu danken! ;) Aber eine Frage bleibt noch: Warum möchtest du die Wand überhaupt verkleiden?

    Bei mir hatte das ganze nur einen Grund: Zeit! Ich war seinerzeit gezwungen, das unfertige Haus zu beziehen und lebe quasi noch immer mitten auf der Baustelle. Die Giebelwand hätte bei mir neuen Putz erfordert, da ich aber damals weder die nötige Zeit, noch das nötige Können zum Putzen hatte, zog ich die Vorsatzwand vor. Die war immerhin in wenigen Stunden fertig und ich wußte, dass das Ergebnis optisch sehr gut sein würde.

    Aus heutiger Sicht würde ich die Wand eher neu putzen, zumal ich das mittlerweile sehr gut gelernt hab. :shades
    Damit ich das irgendwann nachholen kann, hab ich die Vorsatzwand so gebaut, dass sie nahezu schadenfrei rückbaubar ist. Auch die Elektrik in der Wand hab ich mit genügen Schlaufen gelegt, damit sie später mal in den Putz verschwinden kann. Einzig für die Heizungsleitungen müßte ich einen kleinen Sockelkasten in Kauf nehmen.

    Wenn du also Zeit hast und des Putzens fähig bist, dann würde ich an deiner Stelle besser gleich zur Kelle greifen. ;) So eine Vorsatzwand ist nie ohne Risiko glaub ich.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 12. Mai 2013
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    Alles Kokolores!

    Die alten Wände luftdicht machen, dann erst kann man über eine Vorsatzschale nachdenken! Ohne Luftdichte gibt es immer irgendwann irgendwo Probleme!
     
  7. 808bit

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    Dann kläre uns doch mal auf, was du unter Luftdichtmachen der alten Wände verstehst?
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 12. Mai 2013
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    Nun, was versteht man unter:
    ???

    Genau das!
    Luftdichte herstellen!
     
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  10. 808bit

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    Sehr vielen Dank! Jetzt ist alles viel klarer...
     
  11. OBommel

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    Von innen wieder vollflächig verputzen soll das wohl heißen... und die Fenster richtig abdichten.

    Wobei sich wieder die Frage stellt, wie es unterm Fußboden damit steht.
     
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