Dachbodendämmung, was ist jetzt richtig?

Diskutiere Dachbodendämmung, was ist jetzt richtig? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich weiß dass dieses Thema schon paar mal erörtert wurde. Doch irgendwie werde ich trotzdem nicht ganz schlau. Das beste ist ich...

  1. kwolf137

    kwolf137

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    Hallo,
    ich weiß dass dieses Thema schon paar mal erörtert wurde. Doch irgendwie werde ich trotzdem nicht ganz schlau.
    Das beste ist ich schildere mal meine Situation.

    Das Dachgeschoss meines EFH muss KfW-förderfähig gedämmt werden. Das heisst Dachfenster mit 1,1U-Wert (3-fachverglasung) wurden schon eingebaut. Nun geht es um die Dämmung an sich selbst (Zwischensparrendämmung). Das Dach wurde vor etwa 5 Jahren neu gedeckt, allerdings mit einer diffusionsdichten USB. Deshalb wurde mir von Anfang an geraten, für eine Hinterlüftung zu sorgen.

    Der erste fachmännische Rat vom Dachdecker:
    Zwischen Schalung und Dämmung ca. 2cm Luft lassen.
    In der Traufe pro Sparren 3 Löcher gebohrt, auf beiden Seiten, da das Dach mit einem Lüfterfirst versehen ist, entsteht so die notwendige Zirkulation.

    Der zweite fachmännische Rat vom Trockenbauer:
    Auf keinen Fall Löcher in die Traufe, sonst "säuft" das Mauerwerk ab.
    Zwischen Schalung und Dämmung 2cm Luft. Löcher in die Schalung und in die USB schneiden, mit Lüfterziegel ausstatten, somit entsteht die notwendige Zirkulation.

    So wurde es dann auch zwischen Dachdecker und Trockenbauer vereinbart.

    Einen Tag später, Anruf vom Dachdecker. Nein, geht doch nicht so, da die Lüfterziegel mehr Feuchtigkeit in die Dämmung reinlassen, als wieder raus.

    Der dritte fachmännische Rat vom Dachdecker:
    Die Dämmung direkt bis an die Schalung bringen, auf die Hinterlüftung verzichten, dafür sehr darauf acht geben, dass die Dampfsperre luftdicht angebracht wird, durch den Lüfterfirst reicht dies aus.

    Nach Widerspruch vom Trockenbauer, kommt jetzt

    der vierte fachmännische Rat vom Dachdecker:
    so arbeiten wie Rat Nr. 3, und Löcher in den Giebel bohren.

    Jetzt wieder Widerspruch vom Trockenbauer, dies würde nicht für eine ausreichende Lüftung zwischen den Sparren sorgen.

    Der fünfte Fachmännische Rat eines anderen Trockenbauers:

    Es ist alles egal, Dämmung ruhig reinmachen, Hauptsache die Dampfsperre ist luftdicht angebracht worden.

    Jetzt weiß ich nicht, ob mir dann nicht vielleicht die Schalung morsch wird.

    Ich kann schon verstehen, dass dieses Thema langsam nervig wird, aber irgendwie muss ich jetzt eine Entscheidung treffen, da brauch jetzt objektiven Rat, den ich mir hier erhoffe. Denn mir kommt es so vor, sollte später der Wohnraum feucht werden, oder sonst irgendwie was passieren, wird die Schuld zwischen Trockenbauer und Dachdecker hin und her geschoben und ich bin der Depp.

    Deswegen will ich jetzt selbst eine Entscheidung treffen, dann weiss ich von Beginn an das ich die A...-Karte gezeogen hab, wenn es schief geht.

    Viele Grüsse

    Karl-Heinz
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 28. Dezember 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Wie wärs, wenn Sie sich den fachmännischen Rat Nr XY von jemandem holen, der sich auskennt!
    Ein Trockenbauer, der sich zum "Absaufen" von mauerwerk äussert, ein Dachdecker, der ein Dach vom Giebel her belüften will, ein weiterer Dachdecker, der gleich ganz auf Luftschichten verzichtet, im Vorfeld ein DD, der bei einem zum Ausbau anstehenden Dach eine dampfdichte USB verbaut, ohne sich um die Belüftung zu scheren. :bounce: :bounce: :bounce:
    Planlos ins Chaos.
    Nehmen Sie sich einen Fachplaner. Denn der haftet. Und Planung ist nicht Handwerkersache.
    Mfg
     
  4. kwolf137

    kwolf137

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    Danke schon mal für den Tip.
    Vielleicht hätte ich dazu erwähnen sollen, dass ich das Haus erst vor 3 Monaten gekauft habe, der derzeitige Besitzer war an die 80Jahre alt, den hat es wahrscheinlich kaum noch interessiert ob die USB diffussionsoffen ist.

    Ich bin halt davon ausgegangen, dass wenn ich mich mit Handwerksmeistern unterhalte, bzw. diese beauftrage, dann wissen die, was zu tun ist. Ohne dass ich erst noch einen bestellen muss, der denen sagt, was sie tun sollen. Wird von mir schliesslich auch verlangt.
    Dennoch scheint dieses Thema nicht einfach zu lösen zu sein, denn auch hier im Forum wurden schon einige gegensätzliche Theorien erörtert.
    Einmal ist die Hinterlüftung unverzichtbar, das andere mal will man davon wieder wegkommen u.s.w.

    Wie auch immer, ich hab den Rat angenommen und für morgen früh einen Architekt bestellt. Mal sehen, zu was der mir rät. Langsam kommt mir das KfW-Förderfähige Renovieren sowieso bald wie eine Odyssee vor. Aber das ist wiederum ein anderes Thema.

    Vielleicht kann mir doch noch jemand einen brauchbaren Tip geben. Ich wäre jedenfalls dankbar.

    Bis bald und viele Grüsse

    Karl-Heinz Wolf
     
  5. kwolf137

    kwolf137

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    Ich hatte nun heute morgen einen Architekten auf der Baustelle.
    Da es unter besonderen Umständen schwierig ist, eine Hinterlüftung rein zu bekommen, hat er mir auch zu einem Warmdach geraten.
    Also genauso wie Rat-Nr 3 des Dachdeckers.
    Ohne Hinterlüftung, bis an die Schalung dämmen und sehr darauf achten, dass die Dampfsperre luftdicht angebracht wird.
    Zwischen Dampfsperre und Rigipsverkleidung etwa 3-4cm Sicherheitsabstand, und sehr auf Bohrungen (Steckdosen,u.s.w.) achten.

    Nun gut, guten Rutsch

    Viele Grüsse

    kwolf
     
  6. R.J.

    R.J.

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    Hat er wirklich zu einem Warmdach und Dampfsperre geraten?
    Hoffentlich weiß er auch was ein Warmdach ist.
    Dürfte ziemlich aufwändig werden ein solches herzustellen.
     
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  8. drulli

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    Ist denn der Antrag auf KFW-Förderung schon durch? Vorher darf man doch gar nicht anfangen, oder? Das Fenster ist ja schon drin...
    Und braucht's für solch einen Antrag nicht auch Plan?
    Grüße!
    Uli
     
  9. kwolf137

    kwolf137

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    Das mit dem Warmdach hat er mir genauso erklärt. Es ist zumindest einfacher, als für eine Hinterlüftung zu sorgen. Es ist hierbei nämlich sehr schwer, Löcher in die Traufe zu bohren, da dies von aussen gemacht werden müsste. Ausserdem denke ich, dass man vom Kaltdach wieder wegkommt. Hab ich zumindest hier im Forum gelesen.

    Und was das KfW-Darlehen angeht. Es geht hierbei ums CO2-Massnahmenpaket 2. D.h. alle Fenster müssen erneuert werden, eine neue Heizung (Brennwertkessel) muss rein und das Dachgeschoss und die Kellerdecke müssen gedämmt werden. Ein Energieberater ist hierbei nicht erforderlich. Jedoch müssen alle Tätigkeiten von einer Firma erledigt werden. Eigenleistung wird nicht gefördert.
     
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Dachbodendämmung, was ist jetzt richtig?

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