Dachdämmung ohne Zerstören des Dachgeschosses ?

Diskutiere Dachdämmung ohne Zerstören des Dachgeschosses ? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, Ich wollte mal eine grundsätzliche Frage an die Experten hier stellen. Wir haben ein Haus mit Erdgeschoss, Dachgeschoss und...

  1. slungu

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    Hallo zusammen,

    Ich wollte mal eine grundsätzliche Frage an die Experten hier stellen. Wir haben ein Haus mit Erdgeschoss, Dachgeschoss und Spitzboden gekauft und deken an eine Dämmung. Dabei würden wir ungern das Dachgeschoss "zerstören". Gibt es eine Dämmvariante die uns so etwas ermöglichen würde ? Das Haus ist BJ '46, Dachgeschoss ausgebaut '53, etwas renoviert in '84.

    Danke für Eure Hilfe
    Stefan
     
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  3. KPS.EF

    KPS.EF

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    Hallo @slungu

    Bisher gab es (in Abhängigkeit der jeweils unterschiedlich existierenden konstruktiven Durchbildung der wärmetauschenden Hülle) immer eine derartige Sanierungsmöglichkeit.

    Der vorzuschlagende Lösungsweg:
    Vor-Ort-Besichtigung zur Festsellung des Konstruktionsaufbaus (inkl. Überprüfung der Luftdichtheitsebene), Erstellung eines komplexen Sanierungskonzeptes (inkl. Durchführung aller nach EnEV relevanten Berechnungen und Nachweise, gegebenenfalls auch Aufzeigung unterschiedlicher Lösungsvarianten) einschließlich preislicher Vergleichsmöglichkeiten,
    Durchführung der Sanierung, Abschlussprüfung der luftdichten Ebene, abschließendes Auswertungsgespräch mit Lüftungs-, Instandhaltungs- und weiteren Hinweisen.:deal

    Da die jeweils vorherrschenden Rahmenbedingungen in der Praxis sehr unterschiedlich sind, helfen gutgemeinte konkrete Ausführungshinweise ohne detaillierte Objektkenntnisse hier nicht wirklich weiter...

    MfG aus Erfurt:winken

    KPS.EF
     
  4. #3 Gast943916, 4. Juni 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    wenn es dauerhaft, gut und sinvoll sein soll, kannst du nur KPS.EF´s Rat befolgen


    Gipser
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 4. Juni 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn innen alles bleiben soll, wies ist, bleibt nur, Dach abdecken, fachgerechten Aufbau (s.o.) von oben einbringen und neu eindecken.
     
  6. KPS.EF

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    Die Sanierung "von oben" hat so ihre Tücken. Es gibt diverse Systemanbieter, die gem. ihrer Sanierungsphilosophie die hauptsächlich problembehafteten Luftdichtheitsebenen (i.d.R. diffusionsoffene Folien) ganz oder teilweise auf der kalten Seite der Wärmedämmschicht anordnen.

    Die novellierte DIN 4108, Teil7 vom Januar 2009 sagt dazu z.B.:

    "Der Wechsel der Luftdichtheitsebene in Konstruktionen, z. B. von innen nach außen, ist problematisch und nach Möglichkeit zu vermeiden. In der Regel ist die Luftdichtheitsschicht raumseitig der Dämmebene und möglichst auch raumseitig der Tragkonstruktion anzuordnen. Hierdurch wird ein Einströmen von Raumluft in die Konstruktion verhindert."

    Das überwiegend praktizierte Verfahren, feuchtevariable Folie in Berg-und-Tal-Verlegung anzuordnen, birgt in der Praxis (hauptsächlich in den Anschlussbereichen der Luftdichtheitsschicht zu den flankierenden Bauteilen) enorme Risiken.

    Bei Gewährleistungsproblemen steht dann der Verarbeiter meist deshalb allein und ohne Schirm in Regen, weil die von den Systemherstellern vorausgesetzten "Ideal"-Bedingungen in der Sanierungsphase kaum eingehalten werden können. Auch habe ich in der Praxis kaum erlebt, dass eine flankierend notwendige Dokumentation dieser Rahmenbedingungen stattfindet ... und außerdem wurden die Empfehlungen der o.g. DIN auch noch missachtet! :deal

    Da im Schadensfall für eine Sanierung von 1 m² Dachfläche (Quelle: Gebäudeluftdichtheit - Das Flib-Buch, Band 1) im Mittel 400,00 € angenommen werden können, ist leicht denkbar, dass schlimmsten Falls nicht nur der Verarbeiter auf der Strecke, sondern auch der Bauherr auf seinem Dachschaden (:irre) sitzen bleibt. :bounce:

    Deshalb ist hier schon für alle Beteiligten äußerste Sorgfalt geboten. :28:

    KPS.EF
     
  7. slungu

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    Der Ratschlag mit dem Sanierungskonzept ist natürlich gut. Ich bin in der Regel auch nicht einer der gleich loslegt sonder immer der Meinung "erst denken, dann handeln" weil das erfahrungsgemäss mehr bringt. Allerdings würde ich gerne wissen wo ich den Experten herbekomme der das alles für mich begutachtet, sich eventuell mit mehr als nur dem Dach befasst und über die Bauweise und Material aus den gegebenen Zeiten auch auskennt und nicht einfach z.B.: "Rigips macht alles" für die Innensanierung vorschlägt sonder ein Gespräch darüber führen kann was und auf unsere Bedenken vernünftige Antworten geben kann.

    Gruß, Stefan
     
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  9. Julius

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    Z.B. aus den vergilbten Seiten, Rubriken "Architekten" und "Bauingenieure"...!
     
  10. #8 KPS.EF, 4. Juni 2009
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2009
    KPS.EF

    KPS.EF

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    Hallo @slungu,

    sicher könnte ich jetzt einfach posten: Architekt, Bauing., Energieberater, ...

    Da aus meiner Sicht das vermutete Hauptproblem in der Luftdichtheit der Gebäudehülle liegen könnte, klicken Sie doch einfach mal auf die Luftdicht-Karte :biggthumpup: von Herbert Trauernicht.
    Dort entsteht auch gerade eine Luftdicht-Baubegleiter-Karte (!), jedoch könnten Sie gegebenenfalls schon auf der bestehenden Luftdicht-Karte einen geeigneten Ansprechpartner finden.

    MfG aus Erfurt :winken

    Klaus-Peter Stieler
     
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Dachdämmung ohne Zerstören des Dachgeschosses ?

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