Dachdämmung - Unterschiedliche Aussagen bekommen

Diskutiere Dachdämmung - Unterschiedliche Aussagen bekommen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich möchte bei einem Altbau (70er Jahre) die Dämmung des Daches erneuern. Es wurde inzwischen eine Gaube neu eingebaut und es geht nun...

  1. mjuergens

    mjuergens

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    Hallo,

    ich möchte bei einem Altbau (70er Jahre) die Dämmung des Daches erneuern. Es wurde inzwischen eine Gaube neu eingebaut und es geht nun darum die Gaube sowie auch das vorhandene alte Dach von innen zu dämmen.

    Dabei liegen folgende Eckdaten vor:
    1. Gaube (Alles Neu):
    - Dachziegel Beton
    - Unterspannbahn
    - 200mm Sparren
    2. Gaube Front und Seitenwände:
    - OSB-Platten Außen
    - 120mm Holzkonstruktion
    3. Altes Dach:
    - Dachziegel Beton
    - Nicht genauer definierbare Unterspannbahn (Irgendeine grüne Folie mit ca. 1cm Rechtecken als Verstärkung innerhalb der Folie) die allerdings an vielen Stellen ziemlich porös oder auch eingerissen ist.
    - 160mm Sparren

    Ich möchte jetzt das Dach komplett dämmen in folgender Weise:
    zu 1.:
    - 200mm Zwischensparrenklemmfilz WLG 035
    - Dampfsperre ("einfache" Ausführung vom Baustoffhändler, blaue Folie mit sd-wert > 100)
    - Lattung
    - Rigips
    zu 2.:
    - 120mm Klemmfilz
    - Dampfsperre (wie bei 1.)
    - Lattung
    - Rigips
    - Außen zusätzlich später WDVS 120mm
    zu 3.:
    - 160mm Zwischensparrenklemmfilz
    - Dampfsperre (Folie ?)
    - Untersparrendämmung 50mm zwischen Lattung
    - Rigips oder Vertäfelung

    Die Punkte 1. und 2. dürften hierbei relativ unkritisch sein (eine saubere und dichte Verarbeitung natürlich vorrausgesetzt!) da ja dort auch z.B. eine Diffusionsoffene moderne Unterspannbahn verarbeitet wurde.

    Unsicher bin ich mir allerdings bei der Folie die ich zum Punkt 3 verarbeiten sollte.

    Von einem Berater direkt von Isover (auf einer Ausstellung) habe ich die Aussage bekommen das es mit modernen Dampfsperren mit einem Variablen SD-Wert kein Problem ist die Dämmung bis direkt unter die alte Folie gehen zu lassen auch wenn diese nicht Diffusionsoffen ist, da die eventuell eingedrungene Feuchtigkeit dann im Sommer nach innen entweichen kann. Er hat natürlich in diesem Falls Vario KM Duplex aus seinem Hause empfohlen.
    Mein Baustoffhändler hat mir allerdings jetzt gesagt, das es auch ohne weiteres möglich ist hierfür die einfache blaue (und erheblich günstigere!) Folie zu verwenden und das auch kein Problem geben würde.
    Liest man im Internet bei den verschiedenen Herstellern nach empfehlen die natürlich auch immer die variable (teurere) Folie.

    Jetzt weiss ich nicht worauf ich mich "verlassen" soll. Auf die (wahrscheinlich schon sehr fundierten) Berechnungen der Hersteller oder auf die (in diesem Fall auch sicherlich berechtigte) Erfahrung des Baustoffhändlers?

    Kann mir jemand Tipps geben oder aus seinen Erfahrungen mitteilen?

    PS:
    Natürlich wäre es die beste Lösung das Dach abzudecken und komplett eine neue Diffusionsoffene Unterspannbahn zu installieren, aber das scheidet leider aus Zeit- und Kostengründen aus....

    Vielen Dank schon mal im Voraus für die hoffentlich konstruktiven Tipps,
    Matthias Jürgens
     
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  3. Dachi

    Dachi

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    Zu 3) Warum nicht den Sparren aufdoppekn und auch 200er ZKF rein? Raumhöhe?
    Es gilt in jedem Fall die 20% Regelung.
    Zu dem Baustoffhändler....Such mal das Mitglied "Robby" und lies Seine Signatur durch. Da steht die Antwort;)
     
  4. Gast943916

    Gast943916 Gast

    warum aufdoppeln? er hat doch 200 mm
     
  5. Dachi

    Dachi

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    Wo? Zu 3 schreibt Er "160mm" zzgl. 50mm. UKF
     
  6. Gast943916

    Gast943916 Gast

    bei den Eckdaten schreibt er "Sparren 200 mm".....
    frage mich sowieso warum er die nicht aussnutzt und mit 160er und UKF rummachen will..
    und in was der Händler Erfahrung hat ist mir eh ein Rätsel
    Gipser
     
  7. mjuergens

    mjuergens

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    Also ich glaube das ist nicht ganz richtig rüber gekommen.
    1. Die 200mm Sparren habe ich nur bei der neu erstellten Dachgaube, der Rest ist 160mm.
    2. Es geht auch gar nicht um das wie und was bei der Dämmung selber, sondern meine Frage drehte sich eigentlich nur um die Folie.
    3. Ich hatte auf konstruktive Beiträge gehofft und nicht darum ob mein Baustoffhändler Erfahrung hat oder nicht, mal abgesehen das ich mit der Formulierung nur ausdrucken wollte das der Hersteller sich bei seinen Angaben (zu der Folie!) wohl auf jede Menge Berechnungen und Wissenschaftliches Zeugs bezieht und der Baustoffhändler wohl auf seine Erfahrung (wieviel der einzelne jetzt auch immer davon haben mag.)
     
  8. mls

    mls Bauexpertenforum

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    quer gedacht:
    die usb willst du noch 9 jahre drauf lassen und dann gegen was gscheids austauschen?
    das könnte auch die entscheidung für die jetzige innendämmung und besonders
    für die art und verarbeitung der luft-/feuchtemodulierenden schicht beeinflussen.

    geradeaus:
    du hast -so und so - sonderproblembereiche (lass dir die erklären).
    der hauptgrund für "intelligente folien" (vario oder intello oder oder ..) ist die grössere
    feuchtetechnische robustheit der gesamtkonstruktion.
    das komplexe thema ist bei proclima.de profund erklärt, das spar ich mir hier.
    losgelöst von herstelleraussagen stecken nicht nur wissenschaftliche theorien, sondern
    auch sehr pragmatische (und veröffentlichte!) untersuchungen hinter "neuen" :D empfehlungen.
    soweit es nur bestandsaufnahmen an alten, geöffneten dächern betrifft, wird wohl
    jeder fachmann auf dämmungkonstruktionen mit alukaschierung oder mit
    "durchgehender" plastikfolie gestossen sein - und seine eigenen schlüsse gezogen haben.
     
  9. mjuergens

    mjuergens

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    Für alle die es interessiert:
    Ich habe jetzt in den letzten Tagen einiges über das Thema "gelernt"!

    Hier ein kurzes Fazit daraus:
    Wenn du 10 Leute fragst bekommst du 12 verschiedene Antworten! Aber eine verbindliche ist leider nicht dabei...
    Wenn man die Hersteller fragt sagt natürlich (verständlicherweise) jeder das nur sein System das Ultimative ist!
    Wenn man "Experten" fragt reichen die Antworten von "Alles gar nicht so tragisch mach das wie es am billigsten ist..." bis "Nimm auf jeden Fall alles von einem System und am besten das teuerste sonst fault dir in 5 Jahren die Hütte unterm Ar... weg!"

    Na ja, was soll ich sagen:
    Ich mache jetzt die Mischung aus normalem Menschenverstand und dem was ich noch von der Physik-Vorlesung in Thermodynamik beim Studium behalten habe!
    Ich hoffe das es funktioniert und in diesem Sinne:
    Euch allen noch viel Spass beim Bauen und Erfahrungen machen... ;-)
     
  10. Bauwahn

    Bauwahn

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    Und was machst Du jetzt?

    Punkt 2 ist übrigens auch nicht ganz unkritisch, wegen der OSB.

    Ach so, Du verabschiedest Dich schon wieder, na dann kann ich mir den Rest ja sparen.

    Gruß

    Thomas
     
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  12. Gast943916

    Gast943916 Gast

    steht doch da....


    ich auch.....
     
  13. mjuergens

    mjuergens

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    Na ja...

    Ich hätte mich ja nicht so schnell wieder hier verabschiedet, aber ich hatte eigentlich gehofft hier auf ein Forum von Bauexperten zu stossen, aber die meisten Beiträge beschäftigen sich damit den anderen vorzuwerfen wieviel bzw. wie wenig Ahnung sie haben. Leider sind die Sachlichen und Fundierten Aussagen hier meiner Meinung nach etwas wenig.

    Aber wer es wissen möchte:
    Ich nehme jetzt Isover ZKF 160mm, dann Knauf LDS 2 und dann noch mal Isover 50mm UKF und dann eine Rigips-Platte drauf für das alte Dach, für das Dach der Gaube 200mm ZKF ebenfalls mit Knauf LDS 2 und für die Wände der Gaube das gleiche mit 120mm ZKF, Knauf LDS 2 und Aussen noch mal WDV 120mm. Alles WLG 035.
     
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