Dachentwässerung, Fallrohr unter Kanalhöhe bei Haus am Hang

Diskutiere Dachentwässerung, Fallrohr unter Kanalhöhe bei Haus am Hang im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, nach und nach treten mehr Erkenntnisse zum unserem gekauften Grundstück am Hang auf. Wir planen mit einer Architektin ein...

  1. bortel

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    Hallo zusammen,

    nach und nach treten mehr Erkenntnisse zum unserem gekauften Grundstück am Hang auf. Wir planen mit einer Architektin ein normales Satteldachhaus am Hang in Nord/Süd Lage. Die Straße ist im Norden platziert. Nun wurde bekannt, dass der Kanal zum Einleiten des Regenwassers höher liegt, also wir mit den Fallrohren auf der Südseite landen. Leider ist es aufgrund der Traufhöhen im Baugebiet sehr schwierig das Dach nach Ost/West zu drehen, da man dann eine Traufhöhe von 3m einhalten muss. Mit Nord/Süd haben wir 6m und 3m jeweils zur Straße.

    Nun mein eigentliches Anliegen/Problem. Aktuell haben wir noch keine vernünftige Idee, wie man das Süddach entwässert bekommt. Eine Zisterne zzgl. Rigole ist nicht zulässig, laut Bodengutachten darf nichts im Erdreich versickert werden.

    Was ist davon zu halten, wenn wir die beiden Fallrohre (Ost/West da eine Gaube im Süden aufgrund der Traufhöhe geplant ist) auf der Wand verlegen und das Haus mittels HPL Schichtstoffplatten/Trespa verkleiden, um die Rohre zu verdecken?
    Gibt es andere Ideen wie man das Problem lösen kann? Wir möchten ungern das Regenwasser hochpumpen, davon wurde uns von allen Seiten abgeraten.

    Ich bin für jeden Rat dankbar!

    Micha
     
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  3. Julius

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    Kann man die Rohre nicht einfach offen quer über die Fassade verlegen?
    Wozu verkleiden? Nur damit man einen Schaden möglichst erst dann sieht, wenn es zu spät ist...?
     
  4. bortel

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    Aber wie sieht es denn aus, wenn die Fallrohre quer über die Fassade laufen? Auf der Seite sind ja auch Fenster geplant...ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Bild ergibt. Mit der demontierbaren Trespalösung könnte man zur Not immer wieder dran kommen, so die Idee.
     
  5. R.B.

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    Was für eine Fassade ist überhaupt geplant? Passen die Schichtplatten überhaupt dazu oder fällt es später noch mehr auf als wenn das Rohr quer über die Fassade laufen würde? Wie breit ist die Fassade? (wie lang muss das Rohr werden). Auf welcher Höhe könnte man das machen? hat es dort überhaupt Fenster?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 1. September 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Eure Architektin oder die eines GÜ???
     
  7. #6 gunther1948, 1. September 2015
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    hallo
    untergeschoss wird wie genutzt?

    gruss aus de pfalz
     
  8. bortel

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    Also die Grundmaße vom Haus sind 9,5x13 (9,5 breit und 13 ins Grundstück rein), die Giebelwand ist also 13m lang, über diese Länge müsste sozusagen das Rohr verlaufen.
    Da uns vom Erschließungsträger bei Grundstückskauf gesagt wurde, dass man per Rigole im Garten versickern lassen könnte hatten wir bislang mit 36,5 monolithisch geplant und von Zisterne mit Überlauf aus anschließend in die Rigole. Das Haus sollte eigentlich mit Wärmedämmputz versehen werden.

    Da wir aber noch am Grundriss arbeiten wäre nun die Möglichkeit auf ein dünneres Mauerwerk zu gehen und es später mit einem WDVS System zu dämmen, daher der Gedanke die Rohrleitung darunter zu verlegen, eventuell mit Begleitheizung. Wie es aussieht sind die Fenster nicht im Weg, diese kann man zur Not auch noch etwas verändern, sofern das ein Problem darstellen sollte. Ich kann mir die Trespa Platten als Optik von außen sehr gut vorstellen.

    Nun wurde uns aber gesagt, dass versickern nicht geht und wie hoch der Kanal liegt. Damals hat der Erschließungsträger immer von 3m Tiefe gesprochen, nun liegt es effektiv nach Aussage Abwasserzweckverband bei ca. 1,2m. Mit unserem Wohnkeller liegen wir bei ca. -1,6m unterhalb der Straße.

    @Ralf Dühlmeyer
    Wir planen mit einer freien Architektin.

    @Gunther
    UG ist Wohnbereich, EG ist sozusagen Schlafetage.
    Wir gehen oben eben in einen Windfang und von dort aus splittet sich die Treppe in 8 Stufen in den Wohnbereich nach unten und 8 Stufen in den Schlafbereich nach oben.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 1. September 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    1) Wenn es Eure Architektin ist, hätte sie spätestens jetzt zur Einschaltung eines Fachplaners beraten müssen.

    2) 13 m Giebel bei 9,5 m Traufe sieht besch.................................................eiden aus!

    3) Schon mal über einen Dispens von Auflagen des B-Plans nachgedacht? Unter Bezugnahme auf die Entwässerungssituation und die unmögliche Architektur von Giebeln, die breiter als die Traufen sind?

    4) Warum die Leitungen nicht unter der Kellerdecke in Kästen nach vorne führen und dort mit der strassenseitigen Entwässerung verbinden.
     
  10. R.B.

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    Überlegen wir mal 100er Rohr, Befestigung, was bleibt dann noch zum Dämmen übrig? Also 1A Wärmebrücke. Gleichtzeitig holst Du Dir noch die Kälte quasi direkt an das dann dünnere Mauerwerk.
    Ein Schaden wird Dir wohl erst dann auffallen, wenn die Wand von innen nass wird. Das könnte Sie aber auch aufgrunder der Wärmebrücke und Kondensat werden.

    Du hast doch sicherlich schon Ansichten von den Plänen, oder? Schau mal wie das aussehen würde, wenn man das Rohr quasi auf Höhe der Kellerdecke bzw. knapp darüber verziehen würde. Reicht das aus? Dann das Rohr farblich auf die Fassade abstimmen und aus ein paar Metern Entfernung fällt es nicht mehr auf.

    Meine Devise, Wasser soll draußen bleiben oder auf kürzestem Wege nach draußen geleitet werden. Da hole ich mir freiwillig nicht so eine Schwachstelle in´s Haus.
     
  11. bortel

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    1) Wer wäre in diesem Fall der richtige Fachplaner?
    2) bis jetzt gefällt uns der Grundriss sehr gut, die Länge ergibt sich dadurch, dass wir den Wohn/Essbereich etwas großzügiger gestaltet haben, da wir aber noch etwas Fläche reduzieren wollen, wird aus den 13 wohl 12m-->Dach drehen war eine Überlegung, da wir uns somit aber an die Traufe von 3m halten müssen sieht es vom Norden her unmöglich aus (wie ein Hundehaus)
    3)Kannst du mir dazu etwas näher erläutern was damit gemeint ist und wie man vorgehen sollte? Wenn ich es richtig verstehe geht es dabei um Befreiung? Wir haben schon 3x auf dem Bauamt mit der Architektin gesessen und auf verschiedeneste Dinge hingewiesen und eine Ausnahme für die Traufhöhe gebeten, leider bisher ohen Erfolg. Das städtische Bauamt wusste selber nicht was sie mit de Traufen den Bauherren antun, was man damit bauen kann und welche Probleme sich daraus ergeben. Keinerlei Kompromissbereitschaft zeigte sich dort und man wurde immer nur auf das Bauaufsichtsamt verwiesen, diese wollen aber auch keine Ausnahme genehmigen und da wir auf der Unterseite der Straße mometan fast alleine bauen sind wir wohl nicht "stark" genug, dass unsere Probleme begriffen werden
    4)Du meinst die Kellerdecke abhängen?
     
  12. Kalle88

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    Ich würde es an entsprechender Stelle in das Haus holen und es entweder im Boden- oder Deckenaufbau verstecken . Oder aber durch Anstauung das Höhenniveau ausgleichen, was dann aber wohl entsprechende Druckleitungen im unteren Bereich zur Folge hätte - wenn das geht
     
  13. Julius

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    Klar geht ein Düker.
    Aber ob man sich das antun soll...?
     
  14. Tafelsilber

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    Ich habe bei einer ähnlichen Situaion die Regenrohre unterhalb der Kellerdecke ins Haus geführt und dann auf der anderen Seite im Erdreich wieder raus. Ist nicht schön, aber die Alternative wäre eine Hebeanlage gewesen, die der BH nicht wollte. Das ganze muss aber vor allem höhenmäßig sehr früh detailliert geplant werden...
     
  15. bortel

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    Hallo zusammen,

    die gute Frau vom Abwassserzweckverband hat sich vertan und hat mir den Wert der Tiefe der Wasserleitung gegeben.
    Regenwasser soll bei 2m liegen, gut 30cm höher als Schmutzwasser.
    Somit sollte es sich wohl ausgehen, wenn man die Tiefe des Hauses eventuell noch ein Stück verkürzt und die Leitung mit 0,5% Gefälle nach vorne bringt, richtig?
     
  16. Julius

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    Soll ist ja ganz nett, ebenso wie Plaudereien am Telefon.
    Für eine Planung benötigt man hingegen präzise und belastbare Angaben - schriftlich!
     
  17. bortel

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    Die bekommen wir ja erst zugestellt von der Behörde.
    Ich wollte doch aber vorab klären, ob wir weiter planen oder das ganze aufgrund vieler Einschränkungen lieber sein lassen sollen.
     
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  19. #17 Ralf Dühlmeyer, 1. September 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Kann man nur an Hand von Ansichten und Isometrien beurteilen, ob ein "falsch" aufgesetztes Dach tragbar ist.
    Zum Bauamt geht man nicht hin, macht einen Kniefall und hofft, ohne einen Plan B in der Tasche, sollte der Kniefall nicht ausreichen.
    Wie Plan B aussieht, muss die Kollegin wissen. Das kann das Entwerfen von Alternativen sein, die so schrecklich sind, dass die Bauämtler alle yikes machen (ja, Ihr auch) und sagen, OK, dann Befreiung.
    Oder Argumente oder oder oder.
    Wenn Ihr da aber noch am Anfang seid, dann wirds schwer, weil Ihr halt Sündenfälle erzeugt, auf die alle Nachfolgenden Anspruch haben.
    Das ist kein leichter Weg.
    Ja
     
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    hallo
    ja muss ja nur in den räumen passieren wo die leitung durchläuft.
    etwas mehr deckenhöhe in den restlichen räumen ist nicht unbedingt ein nachteil.

    gruss aus de pfalz
     
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