Dacherneuerung ALTBAU/Bauernhaus

Diskutiere Dacherneuerung ALTBAU/Bauernhaus im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Expertengemeinde. Ich habe schon das Forum durchsucht, aber nichts passendes Gefunden. Wir bewohnen ein altes Bauernhaus,...

  1. Lars Lange

    Lars Lange

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    Hallo liebe Expertengemeinde.

    Ich habe schon das Forum durchsucht, aber nichts passendes Gefunden.

    Wir bewohnen ein altes Bauernhaus, welches meinem Onkel gehört. Da wir es kaufen möchten, erstellen wir gerade ein Gutachten zur
    Verkehrswertermittlung. Unter anderem muss hier noch der Zustand des Daches berücksichtigt werden. Das Satteldach in Holzständerbauweise
    ist ein den 60er Jahren auf der einen Seite renoviert und neu gedeckt worden. Der Zustand kann durchaus als ordentlich bezeichnet werden.
    Die andere Seite wurde 1902 eingedeckt und seit dem nicht renoviert. E sind noch die alten Ziegel drauf, welche weder noch zu bekommen sind noch als Reserve vorhanden sind.
    Es wurden schon einige Schäden beseitigt, seit wir 2010 dort eingezogen sind. Der Sparrenabstand beträgt etwa 80 cm. Die Lattung hängt ein wenig durch, die Sparren an sich scheinen auf den ersten Blick durchaus gut erhalten und sind auch relativ gerade. Die Dachfläche beträgt in etwa 280 m².

    Frage wäre hier, ob es Richtwerte für die Kosten gibt, wenn man dieses Dach neu eindeckt. Es soll die Dacheindeckung neu. Lattung dementsprechend auch. Die Sparren nicht. Eine Dämmung soll nicht eingebaut werden, da der alte Heuboden nicht genutzt bzw. ausgebaut werden soll.

    Welche weiteren Vorschriften bezüglich Plane, Befestigung der Pfannen etc. gibt es??

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten.
     
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  3. Kalle88

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    Dachdecker in der Umgebung anrufen und um Abgabe eines Angebots bitten. Das ist die einzig verlässliche Aussage, was sowas kosten sollte.

    Was meinst du mit Plane? Befestigung/ Sturmsicherung entnimmt man der Windlastzone in der du wohnst. Und welche Vorschriften meinst du genau? Klingt ja jetzt schon als würdest du den Handwerkern nicht vertrauen einen guten Job abzuliefern...
     
  4. Gast943916

    Gast943916 Gast

    nee, Kalle, klingt nach DIY.....
     
  5. Lars Lange

    Lars Lange

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    Hallo ihr beiden.

    Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

    Also ich mache vieles selber, da Stahl-und Betonbauer und Ingenieur. Aber Dacharbeiten werde ich sicherlich auf Grund fehlender Kenntnisse nicht selber machen. Zudem kommt noch die Höhe hinzu. :-)

    Die Handwerker habe ich schon gefragt, sowohl Dachdecker im Bekanntenkreis als auch externe. Es kam jedes Mal die Antwort, komm wieder, wenn es ernst wird. Problem ist folgendes:

    Das Haus gehört meinem Onkel, es ist ein altes Bauernhaus. Den Altenteil bewohnt meine Oma mit Wohnrecht auf Lebenszeit. Den vorderen Teil, die Diele bewohnen wir. Dieser wurde 1990 umgebaut. Mein Onkel möchte nichts mehr investieren, ich das Haus kaufen. Für eine Ermittlung des Sachwertes ist ein Gutachter beauftrag. Der legt aber für die Dachsanierung keine genauen Zahlen vor. Um nun auf einen Nenner zu kommen mit meinem Onkel brauche ich eine ungefähre Zahl für die Dachsanierung. m²-Preise Lattungen, Ziegel, Arbeiten etc. War ja nur ein Versuch.
     
  6. Kalle88

    Kalle88

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    Du vergisst hier einige Punkte... Hier gibts einige Fallstricke gerade was die EnEV angeht. Ich denke nicht, dass man hier die Neudeckung so problemlos ausführen kann. Mag mich aber auch irren. Wenn jetzt nur das Bedachungsmaterial neu verlegt wird ok, mag sicherlich noch gehen. Aber einen Neuaufbau? Da wirds denke ich schon kritisch. Das sollte man schon mal prüfen, ob und wie die EnEV bei der Maßnahme einzuhalten ist.

    Ihr bewohnt den Heuboden zwar nicht, ich denke aber das da einige Fallstricke lauen könnten.

    Jetzt zum Preis: Logisch das die Jungs sagen, komm wenn es konkret wird. Erstmal muss festgestellt werden, was genau gemacht werden muss. Lediglich USB, Lattung und Ziegel, oder komplett Aufbau mit Wärmedämmung und allem. Dann sehen die Preise am Ende schon ganz ganz anders aus.

    Niemand weiß wie die Flächen aussehen, wie aufwendig das Dach ist, welche Pfannentyp vorne verbaut wurde, zugänglichkeit zur Baustelle usw. Die m² Preise kannst du beim Baustoffhandel rausbekommen um einen Wert zu bekommen. Evtl. hilft man dir hier auch für eine grobe Schätzung dazu fehlen aber einfach zu viele Daten. Und es bleibt eben nur eine grobe Schätzung, das kann Ortsabhängig am Ende ziemlich unterschiede hervorrufen.
     
  7. Lars Lange

    Lars Lange

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    Hallo Kalle,

    vielen Dank für deine Ausführungen. Wird mich mal durch die EnEV arbeiten.

    Es ist schon recht heikel mit dem Dach. Es sind alte Ziegel aus Holland von 1902. Keine mehr da, keine zu bekommen. Freue mich schon auf den nächsten Sturm.
    Letzten Winter haben wir 3 m² Schnee vom Boden geschüppt. :-)
     
  8. Kalle88

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    Mir geht es um die verbaute Pfanne im Teil deiner Oma. Du kannst doch nicht die Flächen unterschiedlich eindecken.... Wie sieht das denn aus?

    Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, das dein Dachgebälk keine Achterbahn fährt, hier sind mit sicherheit Zustatzmaßnahmen zu ergreifen um da wieder eine schiere Dachfläche draus zu machen. Auch wenn man das bei Dachziegel mit großer Welle z. B. nur bei genauem hinschauen sieht. Aushöhen ist aber wohl unerlässlich.
     
  9. Lars Lange

    Lars Lange

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    Hallo Kalle,

    die Ziegel sind momentan vorne rot und zur Rückseite schwarz (alt). Daher wäre mir das ziemlich sch....egal. :-)

    Ich werde garantiert nicht das ganze Dach neu machen. Da kauf ich lieber ein anderes Haus. Das wäre zu viel des Guten.
    Wenn man es nur beidseitig machen darf, entfällt der Gedanke.
    Daher die Frage zur Dämmung. Wenn ich eine Seite neu mache und dämme, wäre das ja völliger Quatsch.
     
  10. Kalle88

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    Mir geht es um den Pfannentyp und Hersteller... Welche Farbe ist mir völlig egal. Wenn du sagst schwarz, wurden die mal beschichtet in rot? Oder handelt es sich hier um Pappdocken, vermutlich?


    Naja was erwartest du? Das das Dach deiner Oma dich überlebt? Wohl kaum... Wenn du also die eine Seite machst, wird irgendwann auch die andere noch mal fällig. So lang du den Dachraum nicht als Wohnraum nutzen willst, dann könnte die EnEV wohlmöglich entfallen. Dann handet es sich wie gesagt nur um eine Neueindeckung und keine aufwendige Sanierung. Alles in einem Abwasch zu machen kann unter Umständen günstiger kommen für dich, da würde ich dann mal drüber nachdenken.
     
  11. Lars Lange

    Lars Lange

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    Das waren keine Pappdocken.

    Das ist auch nicht der Teil meiner Oma. Das Haus ist im Längsschnitt eingeteilt. Wir vorne, Oma hinten. Links ist das Dach rot, rechts schwarz. Auf beiden Seiten sind normale
    Dachziegel aus Ton. Nur in der Form unterscheiden sie sich. Also nicht kompatibel. So kann ich durchaus eine Seite sanieren und eine nicht, falls es wirtschaftlich ist und ich die EnEV vernachlässigen kann.

    Aber es freut mich, dass jemand sich so rege mit meinen Fragen befasst. Ich wünsche dir frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch, falls man nichts mehr von einander ließt.
     
  12. Kalle88

    Kalle88

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    Irgendwie haben wir ein Verständigungsproblem... Eigentlich wollte ich dir eine grobe Kostenschätzung geben, die zwar nicht verbindlich ist, dir aber ne Hausnummer geben könnte. Da du aber nun null und nix auf meine Fragen eingehst belassen wir es einfach mal dabei.

    Du kannst sicherlich nur eine Seite sanieren, in der Mitte einen Stoß machen und eine vernünftigen Übergang zur alten Eindeckung herstellen. Jeder halbwegs begabte DD sollte da was anständiges hinbekommen, was das handwerkliche angeht. Wie in dem anderen Thread schon geschrieben von Taipan, kann aber eben nicht jeder die Konstruktion richtig bewerten und welche Ertüchtigungen damit einhergehen. Daher ist es, sollte es zur Ausführung kommen ratsam das Tragwerk von einem Sachkundigen beäugen zu lassen.

    Zum Thema wirtschaftlich: Wirtschaftlich ist es das ganze im Ganzen zu betrachten, nicht in Abschnitten. Du erwerbst doch auch das gesamte Haus, oder nicht? 280m² mal 2 ist schon eine Fläche. Da kommen am Ende wesentlich bessere Konditionen raus, was den EP pro m² angeht als würdest du jetzt in Etappen zu 100m² neu Eindecken lassen.

    Dir ebenfalls frohe Festtage und guten Rutsch.
     
  13. H.PF

    H.PF

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    Kalle, die beiden Seiten stoßen an der First zusammen...

    EnEv ist völlig uninteressant, Boden dämmen.

    Also nur Pfannen runter, statisch anpassen, Windrispe drüber, Folie, Latten, fertig...
     
  14. Kalle88

    Kalle88

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    So hab ich das am Anfang auch verstanden... :p Naja ist ja auch Latte wo jetzt die zwei unterschiedlichen Flächen aufeinander treffen.

    War ich mir am Anfang nicht sicher. Zählt das auch, wenn die Geschossdecke nicht gedämmt wäre?

    So sieht's aus.
     
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  16. H.PF

    H.PF

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    Dann dämm doch die Geschossdecke...ist meistens sowieso einfacher und auf jeden Fall Billiger als die doppelte Fläche Dach...
     
  17. Kalle88

    Kalle88

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    Mir ging es doch nur um das rechtliche... Soweit ich informiert bin ist es so, wenn beides nicht gedämmt ist, muss eines davon im Zuge der arbeiten mitgemacht werden. Jetzt weiß ich nicht wie es sich verhält, wenn die Decke zwar gedämmt ist aber eben nur unzureichend. Greift dann der Bestandsschutz? Und es muss garnichts gemacht werden?
     
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Dacherneuerung ALTBAU/Bauernhaus

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