Dachgaube: Blechverkleidung und Dämmung

Diskutiere Dachgaube: Blechverkleidung und Dämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, nachdem unsere Dachgaubenerweiterung (Holzkonstruktion samt Dachpappe) steht, geht es jetzt an die Verkleidung mit Kupferblech....

  1. #1 Klaus1975, 21. April 2013
    Klaus1975

    Klaus1975

    Dabei seit:
    11. Januar 2013
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Stuttgart
    Hallo zusammen,

    nachdem unsere Dachgaubenerweiterung (Holzkonstruktion samt Dachpappe) steht, geht es jetzt an die Verkleidung mit Kupferblech.

    Es ist eine Schleppgaube mit sehr flachem Dach. War oben mit Kupfer verkleidet, seitlich und die Pfosten mit Eternitplatten. Dämmung Fehlanzeige. Ist halt Baujahr 1959.

    Jetzt soll der neue Gaubenteil und in diesem Zug auch gleich die Seiten und Pfosten mit Kupferblech verkleidet werden.

    Und da stellt sich die Frage, wie am besten gedämmt werden soll. Die Idee ist, innen zwischen den Balken mit mindestens 10cm Glaswolle zu dämmen. Ist das okay?
    Soll noch etwas zwischen Blech und Holzkonstruktion?
    Dampfsperre gibt es im ganzen Dach keine.

    Viele Grüsse

    Klaus
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. H.PF

    H.PF

    Dabei seit:
    7. Dezember 2005
    Beiträge:
    11.917
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Ort:
    Hückeswagen
    Benutzertitelzusatz:
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Du wirst auf EnEv-Stand aufrüsten müssen, also da kommst du mit 10 cm nicht klar...
     
  4. #3 Klaus1975, 21. April 2013
    Klaus1975

    Klaus1975

    Dabei seit:
    11. Januar 2013
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Stuttgart
    die Enev mal beiseite gelassen (der Rest vom
    Dach ist auch nicht Enev konform, und der Umbau betrifft weniger als 5 Prozent der Dachfläche).

    Mir geht es um die technische Frage, also wie man es in diesem Fall am besten macht.

    Viele Grüsse

    Klaus
     
  5. H.PF

    H.PF

    Dabei seit:
    7. Dezember 2005
    Beiträge:
    11.917
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Ort:
    Hückeswagen
    Benutzertitelzusatz:
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Sorry, aber wenn du das nicht mit mehr als 10 cm dämmst, also aussen aufkonterst, bist du in meinen Augen deppert... Du kannst z.B, komplett PUR-Dämmung aussen aufbringen, mit Konterlatten festschrauben, Vollschalung aufbringen, Verkleidung anbringen.

    Es ist völlig egal, wie das Dach aussieht, du machst die Gaube neu also mach die Gaube jetzt richtig...
     
  6. uban

    uban

    Dabei seit:
    7. Januar 2009
    Beiträge:
    1.082
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    dipl.-ing.
    Ort:
    Rheintal Oberrhein Murg
    Die Schwaben sparen sogar an der Dämmung :mega_lol:

    (Nimm den Rat zu Herzen, je mehr Dämmung desto besser)
     
  7. #6 Klaus1975, 22. April 2013
    Klaus1975

    Klaus1975

    Dabei seit:
    11. Januar 2013
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Stuttgart
    Die Gaube wurde ja verlängert, nicht komplett neu gemacht.

    Deswegen sollte das Kupferdach auf dem Bestandsteil drauf bleiben und durch Kupferblech auf dem neuen Teil ergänzt werden.
    Daher macht es ja nicht so viel Sinn, wenn 1/4 der Gaube super gedämmt ist, und der Rest sowie das Dach so gut wie nicht, oder?

    Viele Grüsse

    klaus
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 22. April 2013
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    Wenn so eine Gaube breiter/länger wird, brauchts dafür gewöhnlich einen Bauantrag. Zu dem gehört auch den Nachweis der Dämmung.
    Damit sollte doch alles klar sein!
     
  9. #8 Klaus1975, 22. April 2013
    Klaus1975

    Klaus1975

    Dabei seit:
    11. Januar 2013
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Stuttgart
    Nein, Nachweis der Dämmung wurde nicht gefordert.
    Baugenehmigung liegt vor. Liegt vielleicht daran, dass weniger als 5 Prozent des Daches geändert wurden? Jedenfalls wurde kein Nachweis verlangt.

    Viele Grüsse

    Klaus
     
  10. #9 Klaus1975, 22. April 2013
    Klaus1975

    Klaus1975

    Dabei seit:
    11. Januar 2013
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Stuttgart
    Ich dachte an eben an eine vernünftige Lösung mit Augenmass: den alten teil der gaube so lassen, wie er ist. Und den neuen Teil mit 10cm Glaswolle dämmen (oder 12cm).

    Ich weiss, besser geht immer.
    Aber die Superlösung mache ich dann, wenn das Dach fällig ist (gerade mal 10 Jahre alt).

    Ich dachte, jemand kann mir helfen, was ich beachten muss, wenn ich von innen zwischen den Sparren dämme (also unter den OSB Platten). Ob das problematisch werden kann wegen Feuchtigkeit. Wie gesagt, Dampfbremse gibt es im ganzen Haus sowieso keine.

    Viele Grüsse

    Klaus
     
  11. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Die U-Werte die erreicht werden müssen, kann man doch der EneV entnehmen. Sind 0,24W/m2K wenn ich mich nicht irre. Das erreicht man mit grob 16cm in WLG035 (Holz beachten). Ob man nun 10cm oder 12cm oder 16cm macht, das ist vom Aufwand kein großer Unterschied, und bei MiWo halten sich die Kosten auch in Grenzen.

    Mich wundert aber, dass Dein Dach gerade mal 10 Jahre alt ist und nicht gedämmt wurde. Aber dazu müsste ich auch erst in der alten EnEV nachlesen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Klaus1975

    Klaus1975

    Dabei seit:
    11. Januar 2013
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Stuttgart
    Das Dach ist mit 6-10cm Glaswolle gedämmt, wurde vor 10 Jahren von einem Fachbetrieb gemacht (noch beim Vorbesitzer).

    Mir geht es ja auch nicht um Den U-Wert 0,24 oder 0,4 oder 0,6. Es wird ja niemand behaupten,
    dass es sinnvoll ist, 1/4 der Gaube nach Enev zu dämmen, und 3/4 der Gaube so gut wie nicht.

    Klar kann man jetzt den 16cm Dämmungs Rundumschlag machen, aber ich möchte auf dem Teppich bleiben.
    Daher möchte ich mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangehen, daher meine Idee mit der Innendämmung.

    Vielleicht kann mir jemand ein wenig Hilfestellung geben - was gibt es zu beachten, wenn ich innerhalb der OSB Platten dämme und Schwitzwasser bzw. andere Probleme vermeiden will?

    Viele Grüsse

    Klaus
     
  13. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass selbst das Einhalten der EnEV hier ein Kinderspiel ist, und die Kosten sind eher moderat. Es hat auch niemand davon gesprochen, dass Du jetzt das ganze Haus dämmen sollst.

    Gruß
    Ralf
     
  14. #13 Alfons Fischer, 23. April 2013
    Alfons Fischer

    Alfons Fischer

    Dabei seit:
    18. November 2010
    Beiträge:
    3.722
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    thermische Bauphysik
    Ort:
    Dkb
    Benutzertitelzusatz:
    Formularausfüller
    mal abgesehen von der Dämmung: ich sehe da ein großes Bauschadensrisiko:
    keine Dampfsperre, aber jetzt außen die Wände schön dicht mit OSB und Kupfer verkleiden. Da sind wir vom Planungsgrundsatz "innen dichter als außen" schon seeeehr weit entfernt...
    Das Dach war ja schon vorher mehr als grenzwertig. Mit neuer Dämmung wird es jetzt noch kritischer - egal, wieviel gedämmt wird...
     
  15. Klaus1975

    Klaus1975

    Dabei seit:
    11. Januar 2013
    Beiträge:
    83
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Stuttgart
    Vielen Dank! Genau die Hilfe brauche ich!

    Und genau darüber habe ich mir Gedanken gemacht!

    Das Bestandsdach ist, wie es ist. Es ist vor 10 Jahren neu gedeckt, hat keine Dampfsperre, aber 10-12cm Glaswolle, Unterspannbahn und Ziegel. Und das kann ich im Moment auch nicht neu machen.
    Deswegen kann ich in der Gaube auch nicht für einen guten Dampfsperrenanachluss an das Dach sorgen, weil es eben dort keine Dampfsperre gibt...

    Deswegen muss ich das Beste aus der verlängerten Gaube machen!
    Und da liegt die Innendämmung zwischen den vorhandenen Sparren nah.

    Wenn das absoluter Unfug ist, glaube ich das natürlich!

    Wie mache ich es also mit dem kleinstmöglichen Aufwand richtig?

    Ich vermute: altes Kupfer vom Gaubendach komplett runter, und dann die Holzkonstruktion von aussen mit Dämmplatten verkleiden. Dann aussen das Kupferblech drauf.

    Haut das so hin?

    Viele Grüsse

    Klaus
     
  16. #15 Alfons Fischer, 23. April 2013
    Alfons Fischer

    Alfons Fischer

    Dabei seit:
    18. November 2010
    Beiträge:
    3.722
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    thermische Bauphysik
    Ort:
    Dkb
    Benutzertitelzusatz:
    Formularausfüller
    wäre schon denkbar, dass man das von außen funktionsfähig aufbauen kann. Müsste man im Detail planen. Das ist hier für das Forum zuviel, da bitte ich um Verständnis.
    Ich würde versuchen, eine Dampfbremse außen drauf zu packen und dann von außen so stark zu dämmen, dass der Taupunkt auf jedenfall außerhalb der Bestandskonstruktion ist. Aber wie soll das bei den genannten baulichen Randbedingungen und ohne Eingriff in den Bestand funktionieren? Ich kann's mir nicht vorstellen. Also vermute ich, dass man es nicht "richtig" machen kann...
     
  17. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  18. El Greco

    El Greco

    Dabei seit:
    23. November 2007
    Beiträge:
    581
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Kfz. elektriker
    Ort:
    Bayern
    Da erlaube mich anzuschließen...
    Meine Gaube ist oben klassisch und unbedenklich mit Pavatex und Tonziegel verkleidet, das Problem sind aber die Seiten, die aus Bretter bestehen die einfach mit Kupferblech verkleidet sind und ohne Hinterlüftung, natürlich zwischen Bretter und Blech liegt die schwarze Matte(null Ahnung wie das heißt).

    Da ich mit 10cm Wolle(!) nach 15 Jahre Diffusionsflanke Probs bekam, habe alles zerlegt zwecks bessere Dämmung.

    Habe einen Fachmann beantragt, der folgendes vorschlägt: 160cm 032-er Klemmfilz, dann "Vario"-Folie, noch mal 30mm 032-er zwischen Latten und Rigips, der Spitz oben wird mit 180-200mm Wolle gedämmt, dann zusätzlich mit entsorgte Wolle verstopft.

    Leider bin ich misstrauisch und so sehe ich laut U-Wert Tabelle, dass bei diesen Aufbau zwar die Feuchte im Sommer nach ca. 70 Tagen abgebaut werden könnte, aber...der Taupunkt liegt gerade dort, wo die Hinterlüftung fehlt und ist höher als empfohlener 3% Wert.

    Was soll ich machen, den Fachmann folgen, oder meine Bedenken sind nicht unbegründet :-(

    Bevor ich die Seiten dämmen werde, habe die Spalten zwischen Bretter sehr eng mit Wolle verstopft, was vielleicht das entweichen von Restfeuchte noch schwieriger macht, oder doch nicht.

    Für Hilfe wäre ich dankbar, da die Kälte naht...

    Die Fotos folgen.
     
  19. El Greco

    El Greco

    Dabei seit:
    23. November 2007
    Beiträge:
    581
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Kfz. elektriker
    Ort:
    Bayern
    Und die versprochene Fotos: P1060969.jpg P1060994.jpg Die vorbildlich verklebte Ytongsteiner, habe ich natürlich... P1060981.jpg verputzt P1060992.jpg Die Pavatex Platten bilden in die Spitze kleinen Spalt, da der Handwerker zu faul war, einen schmalen Streifen nachzuschneiden. Da stellt sich die Frage, ob ich die Wolle zwischen Bretter entfernen soll, so damit Luft durch sickt, dann die Wolle mit Entfernung zu Pavatex und ensteht zu den offenen Spitz, ein klein sog-effekt also ein Art Hinterlüftung

    Ja, das ganze war auch ein Murks von mir, jetzt möchte das aber nachbessern. Der meiste Schimmel kommt aus der Rohbau, als die Baufirma nach verputzen der Wände im Herbst, Heizung eingeschaltet hat, ohne mich zu informieren, da hängten Millionen von Tropfen an den Schrägen, hat sich aber nicht erweitert.
     
Thema: Dachgaube: Blechverkleidung und Dämmung
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. dachgaube blechverkleidung detail

    ,
  2. gauben verkleiden ko

    ,
  3. dachgaube blechverkleidung

    ,
  4. dachgaube mit blech verkleiden kosten
Die Seite wird geladen...

Dachgaube: Blechverkleidung und Dämmung - Ähnliche Themen

  1. Feuchte Dämmung

    Feuchte Dämmung: Guten Tag, ich war gerade an unserem Neubau und seit dem Trockenprogramm für den Estrich das erste mal auf dem Dachboden. Dort musste ich mit...
  2. nachträgliche Installationsebene mit Dämmung??

    nachträgliche Installationsebene mit Dämmung??: Hallo zusammen, ich meinem Fertighaus wurde damals keine Installationsebene errichtet. Dies würde ich gerne in Teilbereichen nachholen, weil ich...
  3. VHF Dämmung Aufbau

    VHF Dämmung Aufbau: Moin, ich plane für kommendes Jahr mein Holzhaus welches bereits eine Fassade aus senkrechten Brettern hat nachträglich von außen mit Glaswolle zu...
  4. Loggia in Arbeitszimmer - Dämmung?

    Loggia in Arbeitszimmer - Dämmung?: Guten Morgen, Mittag oder Abend. Stelle mich kurz vor, ich bin Felix, 22 und Student. Meine Frau und ich wohnen in einem Neubau. Dieser besitzt...
  5. Dämmung Spitzboden: Welcher Fußbodenaufbau?

    Dämmung Spitzboden: Welcher Fußbodenaufbau?: Hallo liebe Experten, mir sind, so hoffe ich, die Grundprinzipien der Dämmung bekannt, aber im folgenden Detail bin ich leider ein wenig...