Dachgeschossdecke dämmen durch Schüttdämmung

Diskutiere Dachgeschossdecke dämmen durch Schüttdämmung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo ihr Bauexperten, dies ist mein erster Beitrag im Bauexpertenforum und ich weiß nicht ob ich hier im richtigen Unterforum bin. Ich hab auch...

  1. Maik1979

    Maik1979

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    Hallo ihr Bauexperten,
    dies ist mein erster Beitrag im Bauexpertenforum und ich weiß nicht ob ich hier im richtigen Unterforum bin.
    Ich hab auch schon stundenlang die Suchfunktion gequält bevor ich euch mit meinem, warscheinlich schon 100te male gefragtem, Problem behellige.

    Zum Haus:
    2 Geschössiges Haus inkl. ausgebautem Dachboden, darüber Spitzboden (unausgebaut). Baujahr 1922. Holzbalkendecke, doppelwandige Außenmauern, Dach ist in den 70ern das letzte mal erneuert worden. Heizung ist eine Ölbrennwert von Bröfje (2008). Fenster alle neu mit 1,1er Wert (2008).

    Soviel zum Haus, nun zum Problem.
    Wir wollten das Dach, inkl. Dämmung und das ausgebaute Dachgeschoss erneuern.
    Die Dachdämmung sollte durch aufdoppeln der Sparren und Klemmfilz zwischen den Sparren von außen geschehen.
    Da das Dachgeschoss auch saniert werden sollte, haben wir dann schon fleißig angefangen den Innenausbau vom DG raus zu reißen.
    Nach der hälfte kam es bei mir zu einer schweren erkrankung, sodas es bei den arbeiten nicht weiter ging. Dann kam der Winter. Das bis dato ausgebaute und beheizte DG wurde in diesem Winter bitterlich kalt. Das darunter liegende Geschoß musste mehr heizen als sonnst (logisch). Aber das ist nicht unser großes Problem. Im laufe des langen Winters haben wir nun fest gestellt, das gerade im Badezimmer sich die Tapeten an der Decke langsam ablösen. In anderen Zimmern ist es auch, aber nur geringfügig.
    Dennoch wollen wir dieses Problem nun angehen, da meine Erkrankung, und die damit verbundenen Kosten, eine weitere Dachsanierung unmöglich machen.
    Ich dachte mir, das ich mit ein wenig Unterstützung in die Geschossdecke (Decke der 1. Etage, Fußboden des Dachgeschosses) eine Schüttdämmung einbringen könnte. Allerdings macht mir der Taupunkt sorgen. Durch die Dämmmaßnahme verschiebe ich womöglich den Taupunkt von der Geschossdeckenunterseite in die Dämmung.

    Wie seht ihr das?
    Was kann ich tun oder verbessern?
    Bin über Tipps und Ratschläge sehr dankbar.
     
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  3. mls

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  4. Maik1979

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    Danke für die schnelle Antwort.
    Diesen Beitrag habe ich schon vorher gefunden und durch gelesen.
    Leider werd ich daraus nicht schlau, bzw. weiß ich nicht was ich tun soll.

    Ich beschreibe nochmal das Problem.
    Durch das kalte DG kondensiert Feuchtigkeit an der darunter liegenden Geschossdecke genau an der Tapete. Diese löst sich durch die Feuchtigkeit schon langsam ab.
    Was kann/muss man tun?

    Kann ich einfach die Geschossdecke durch eine Schüttdämmung dämmen?
    Muss ich eine Dampfsperre einbringen? Wenn ja, reicht es wenn ich diese zwischen die Balken einlege? Oder muss zwingend die Dampfsperre von unten an die Decke drann?
    Wenn keine Dampfsperre angebracht wird, verschiebe ich den Taupunkt womöglich mitten in die Schüttdämmung. Wird das sich dort sammelnde Kondenswasser ein Schimmelproblem verursachen oder wird die Feuchtigkeit durch das doch recht "luftige" DG abtransportiert?

    Ich habe mal einen Taupunktrechner im Netz gefunden wo man verschiedene Dämmmaterialien und Baumaterialien angeben konnte. Dann konnte man noch die Innen-, Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit eingetragen. Der Rechner hat dann errechnet wo genau sich der Taupunkt befindet und hat dies auch grafisch dargestellt. Zudem wurde ersichtlich ob bei dieser Konstelation mit Schimmel gerechnet werden musste. Leider kann ich die Internetseite mit diesem Taupunktrechner nicht mehr finden.
    Wisst ihr vieleicht die Adresse?
     
  5. #4 dare100em, 26. Juni 2013
    dare100em

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    Was man machen kann ist

    A) - Saubere Lösung: Auf den Boden der jetzt ungenutzten Räume im DG komplett eine Diffusionsbremse/Dampfsperre (Folie) und darauf Dämmen, z.B. mit Mineralwolle etc., leichte Schüttung geht auch

    B) - kritischer: Boden DG ab, zwischen die Holzbalken/Sparren Holzfaser oder Hanf ohne Diffusionsbremse, mind. 2cm Luft lassen ("hinterlüftet") Ist das DG gut belüftet geht dieser Aufbau i.d.R.
     
  6. Maik1979

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    danke für deine Antwort.
    Lösung A kommt denke ich weniger in Frage, da das DG irgendwann weiter saniert werden soll.
    Lösung B würde ich gut finden. Es sind ca. 10-12cm Platz in der Holzbalkendecke. Wenn ich also ein paar cm Luft lasse zum hinterlüften, dann kann das Kondensat wieder gut abtrocknen? Funktioniert dies auch mit Schüttdämmstoffen? Denn so könnte ich es mir sparen jede Diele herraus zu nehmen.
     
  7. #6 dare100em, 26. Juni 2013
    dare100em

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    Du wirst hier nicht viele finden, die das propagieren, es funktioniert aber i.d.R., wenn bestimmte Dinge beachtet werden. Wenn Du das Ganze mit Hinterlüftung durchrechnest (gibt im Netzt diverse Rechner) klappt das auch sehr gut unter folgenden Vorraussetzungen:

    • die "Hinterlüftung" muss wirklich gut sein, d.h. es reicht nicht nur einzelne "Kammern" der Zimmerbreite (z.B. 4 m) x Balkenabstand (z.B. 0,7 m) x Luft (z.B. 0,02 m) und dann von oben Lattung --> die Luft muss wiklich "zirkulieren"
    • es sollte ein sehr diffusionsoffener Dämmstoff sein, d.h. Holzfaser oder Hanf(-matten), auf keinen Fall Steinwolle, Styropor oder dergleichen., ob es entsprechende Schüttung gibt - keine Ahnung

    Wenn das so ausgeführt wird ist die Regel von innen nach außen Diffusionsoffener erfüllt und funktioniert. Wichtig ist aber das in der Hinterlüftung auch wirklich die Luft zirkuliert, z.B. Bohrungen durch Lattung etc.
     
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  9. Eric

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    http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/

    Dein Vorhaben ist ziemlicher Unfug. Sobald das ( derzeit noch zerstörte ) DG wieder ausgebaut wird, gehört die Decke wieder zur beheizten Innenhülle. Dämmung dann nicht mehr erforderlich --> Geld rausgeschmissen. Außerdem verlagerst Du durch die Dämmung der Holzbalkenlage der Decke zum derzeit noch unbeheizten und zerstörten DG den Taupunkt. Wenn der Taupunkt im Bereich der Dämmung liegt, kommt es in der Dämmung zum Kodensatausfall. Die Dampfbremse muß raumseitig vor der Dämmung angebracht werden, also an der Unterseite der Decke zum DG. Eine Hinterlüftung funktioniert nur, wenn der hinterlüfte Bereich auch tatsächlich allseitig luftumspült ist. Das ist bei der Dammung in den Gefachen einer Holzbalkendecke nicht gegeben.

    Vorschlag A funktioniert - abgesehen davon, dass er beim weiterhin geplanten DG-Ausbau sinnlos wird, deswegen nicht, weil von oben kein luftdichter Anschluß der Dampfbremse an die Sparrenlage im DG möglich ist.

    Insofern ist nur Vorschlag C sinnvoll: Das ursprüngliche Vorhaben ( = DG-Neuausbau ) zu Ende führen.
     
  10. Maik1979

    Maik1979

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    Danke Eric für den Link. Genau diesen Onlinerechner meinte ich! Danke!

    Vorschlag C ist vorerst nicht realisierbar.

    Wenn jemand noch andere Vorschläge hat, auch wenn sie nur Provisorium für 1-2 Jahre sind, immer her damit.

    Hauptsache ist erstmal, das uns die Tapete nicht von der Decke fällt wegen des anfallenden Tauwassers.
     
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