Dachisolierung bei Dach mit Pappdocken

Diskutiere Dachisolierung bei Dach mit Pappdocken im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen :-) Bei uns geht es um den Ausbau des Spitzbodens (Altbau aus 1910, das Dach ist aus 1989). Der Dachaufbau sieht derzeit wie...

  1. Horzman

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    Hallo zusammen :-)

    Bei uns geht es um den Ausbau des Spitzbodens (Altbau aus 1910, das Dach ist aus 1989). Der Dachaufbau sieht derzeit wie folgt aus:

    - Dachbalken
    - Lattung
    - Ziegel in Pappdocken (heißen die so?)

    Wenn ich das ganze richtig verstanden habe, sollte statt der Pappdocken eigentlich eine diffusionsoffene Unterspannbahn sein. Dann die Lattung. Zwischen den Balken dann Dämmung mit Mineralwolle o. ä, darunter Kreuzlattung (wiederum mit Dämmung), dann Rigips-Platten.

    Kann ich die Dämmung bei mir auch so aufbauen? Oder muss ich was bestimmtes beachten, weil ich ja keine "richtige" Unterspannbahn sondern nur diese komischen Pappdocken habe?


    Vielen Dank schonmal,
    Horzman
     
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  3. #2 der.schmiddl, 7. März 2006
    der.schmiddl

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    Hab da was entdeckt...

    Hallo,

    ich hab da am Wochenende was auf ner Messe entdeckt, daß meiner Ansicht nach ideal für die Dachdämmung in Altbauten ist.
    Dabei handelt es sich um eine Dämmung aus Hartschaumplatten, die keine Unterspannbahn benötigen.
    Die Dinger heißen AB-Dämmplatten und erreichen bei geringer Stärke (was ja bei niedrigen Sparren, so wie sie in Altbauten meistens vorkommen auch wichtig ist) laut Hersteller, sehr gute Dämmwerte.
    Es handelt sich hier um die Fa. Bulling aus 88250 Weingarten
    Unter bulling-isolierungen@web.de gibts bestimmt mehr Information.
    Ich krieg übrigens keine Provision von der Firma. :D

    Grüße!
    der schmiddl
     
  4. #3 VolkerKugel (†), 7. März 2006
    VolkerKugel (†)

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    Nicht sehr hilfreich ...

    ... das ist nur eine eMail-Adresse! Website hat die Firma keine. Hartschaumplatten mit geringer Stärke und sehr gute Dämmwerte? Na, ich weiß nicht.

    Was mich bewegt ist: was sind Pappdocken?
     
  5. #4 der.schmiddl, 8. März 2006
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2006
    der.schmiddl

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    Pappdocken...

    Beim gugeln entdeckt...
    "Pappdocken werden im Norden Deutschlands sehr viel eingedeckt da sie durch Verklebung untereinander einen sehr guten Schutz gegen Sturm bieten.
    Pappdocken sind Dampfdiffusionsoffen.
    Pappdocken werden Zug um Zug mit den vorh. Dachsteinen umgedeckt, d.h. die Fläche wird nie ganz aufgedeckt, die Dachlattung kann bestehen bleiben, die alten Dachsteine sofern sie noch gut sind werden wieder eingedeckt.
    Hinweise aus der Fachregel des Dachdeckerhandwerk:
    Docken sollen nicht unter 25° Dachneigung eingesetzt werden.
    Docken bei Dachdeckungen dienen der Minderung des Eintriebs von Regen, Schnee und Staub. Docken gelten nicht als Regensichernde Zusatzmaßnahmen, wenn die Regeldachneigung unterschritten wird oder das Dachgeschoß insbesondere zu Wohnzwecken genutzt wird."
    Bilder gibts auch:
    http://dachdeckerguide.com/thiele_gmbh_bedachungen/page=references_page;item=1437


    Zu den Dämmplatten wird's wohl auch noch wenig Erfahrungswerte geben. Laut Hersteller haben die Platten folgende k-Werte:

    10,7cm => 0,40
    12,7cm => 0,33
    14,7cm => 0,27

    Wenn's funktioniert, find ich's ne gute Lösung.
     
  6. H.PF

    H.PF

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    DAS halte ich für quatsch. Pappdocken sind aus Bitumenbahnen und damit haben die einen hohen SD-Wert.

    Das da oben ist glatt eine Falschaussage, behandel das Dach bitte wie ein Dach mit einer dampfdichten Aussenseite und baue eine kontrollierte Hinterlüftung ein.

    Gruß Holger
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 8. März 2006
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    :yikes :mauer :boxing
    N E I N
    @ SCHMIDDL: Als Bautechniker sollten Sie wissen, das diese Aussage absoluter Dummfug ist. Oder einfach mal die Finger gaaaaaanz still halten
    @ ALLE:
    Pappdocken gehören NICHT in den Bereich ausgebauter Dachräume/-geschosse.
    MfG
     
  8. #7 der.schmiddl, 8. März 2006
    der.schmiddl

    der.schmiddl

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    Sorry, da hab ich wohl Mist erzählt.
    Das nächste Mal werd ich mich besser informieren.

    Ich hab die Info auch bloß von dem Link.
     
  9. #8 Gast360547, 8. März 2006
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    habe den Kollegen...

    Moin,

    ... mal angemailt. Ich hätte gerne zu den diffusionsoffenen Pappdocken einen Herstellerlink.
    Es kann nämlich sein, dass das Jemand mal ne etwas festere Unterdeckbahn auf Dockengrröße zurechtgeschnitten hat. Irgenetwas liegt mir da an.

    Allerdings sollte der Kollege mal seinen Sicherheitsstandard überdenken. Umdeckung anscheinend ohne Giebelgerüst :)

    Grüße
    stefan ibold
     
  10. Horzman

    Horzman

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    hallo, und vielen dank erstmal für die vielen antworten.

    ohne fachmann zu sein, würde ich auch eher darauf tippen, dass das ganz nicht diffusionsoffen ist, und daher das ganze wie von H.PF vorgeschlagen behandeln.

    Allerdings beschäftigt mich ja nun folgende Frage...: Wieso gehören Pappdocken denn nicht in einen zu Wohnzwecken ausgebauten Dachboden? Wo liegt da das Problem?

    Grundsätzlich gewinne ich den Eindruck, dass die Dacheindeckung 1989 mit den Pappdocken wohl nicht so der Bringer war?!?

    Für alle, die sich unter "Pappdocken" noch nichts vorstellen können, füge ich von der ganzen geschichte mal ein Foto ein.

    Viele Grüße aus Hamburg!
     
  11. Marc-Oh

    Marc-Oh

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    Moin,

    also bei "uns im Norden" wurden in den achziger Jahren fast nur Pappdocken verbaut. Teiweise auch Heute noch. Im meinem Haus ist das Dach auch von 1989. Der Dachaufbau ist wie folgt von aussen gesehen:

    Frankfurter Pfanne/Pappdocken/Lattung/Sparren mit alukaschierter Glaswolle/Unterkonstruktion/Rigipsplatten.
    Eine zusätzliche Dampfsperre o.ä. ist nicht vorhanden.

    Übrigens: Das ganze Obergeschoss mit den Pappdocken ist Wohnraum...

    Gruß, Marc
     
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  13. #11 Gast360547, 22. März 2006
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    dann hat marc_Oh...

    Moin,
    .
    seit 1989 ein Dach, das nicht im Entferntesten den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks entspricht. :deal

    Grüße
    stefan ibold
     
  14. matzi

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    Das was marc-oh da für ein Dachaufbau beschrieben hat, war von mitte 70 bis mitte 80 der normale Aufbau.
    Gruß Matzi
     
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