Dachneigung Fragen

Diskutiere Dachneigung Fragen im Dach Forum im Bereich Neubau; Frage an die Experten. Es soll ein Neubau werden. 11x9m. Dachform und Neigung ist nicht vorgegeben. Der Dachboden soll nicht ausgebaut werden....

  1. flo79

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    Frage an die Experten.

    Es soll ein Neubau werden. 11x9m. Dachform und Neigung ist nicht vorgegeben. Der Dachboden soll nicht ausgebaut werden. Gewünschte Dachform Satteldach oder Walmdach. Keine Fenster, Gauben oder sonstwas. Eindeckung Betondachsteine oder Ziegel. (muß man halt preislich schaun) Gedämmt werden soll die oberste Geschoßdecke.

    Aufgrund der Optik würde den Bauherren ein flacheres Dach besser gefallen. Gerne 16 Grad. Allerdings kann man ja oft was von einer Regelneigung von 22 Grad lesen. Wenn man flacher will braucht es halt Ersatzmaßnahmen.

    Was meinen die Fachleute hier. Also die die in der Praxis schon jahrelang damit zu tun haben. Ist es problemlos auf 16 Grad zu gehen bzw. was würden bei einer Dachfläche dieser Größe für Zusatzkosten entstehen? Oder ist es besser einfach mit 22 Grad zu planen? Und was würdet ihr eher nehmen? Satteldach oder Walmdach?

    Diese Fragen wurden noch keinem Dackdecker usw. hier vor Ort gestellt. Möchte einfach mal hören was hier für Meinungen dazu vertreten sind.

    Danke schonmal. Gruß Flo
     
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  3. Kalle88

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    Wieso fragt man sowas, wenn man weiß das die REGELDACHNEIGUNG 22 Grad betragen muss? Ist ne Regel die Hand und Fuß hat. Dem Dachdecker ist es völlig Bratwurst ob er die Pfannen bei 22 oder 16 Grad deckt, beides eine höchst beschissene Dachneigung...

    Warum genau jetzt 16 Grad? Weil man die 4 Grad weniger optisch sieht, oder aus welchem Anlass rührt dieses Vorhaben?
     
  4. flo79

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    Ja es geht nur um die Optik. Das Dachgeschoß hat keinen Verwendungszweck als Wohnraum. Die 6 Grad sieht man schon. Und genau um solche Antworten geht es mir. Du bist Dachdecker und findest auch 22 Grad noch beschissen? Also besser steiler? Wenn man aber keine Zipfelmütze möchte?
    Dir ist es Bratwurst wenn du 16 Grad anstatt 22 deckst. Brauchst es dafür nicht mehr Aufwand bzgl. Abdichtung?
     
  5. Kalle88

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    Nach dem Verarbeiter richten sich die wenigsten Dächer. Es ist die Frage deines Geldbeutels, deinem Geschmack und "muss ich haben". Erst wenn die Parameter stimmen und klar sind, kann man ne Aussage tätigen, die in den richtigen Bereich deines Vorhabens gehen könnte.

    Pfanne ist ohne erhebliche Mehrkosten nicht realisierbar. Stehfalz würde gehen, Blechprofil..., Bei Biber und Schiefereindeckung bin ich mir gerade nicht sicher was dort als gefordertes Dach im Regelwerk drin steht. Bis auf Blechprofile sind das aber alles Varianten die kostspieliger Natur sind.
     
  6. flo79

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    22 Grad ginge aber noch ohne erhebliche Mehrkosten? Das ist dann aber die Untergrenze oder geht auch z.B. 20? Was Schiefer kostet weiß ich. Hier bei uns wird noch viel damit gedeckt. Gefällt auch den Bauherren aber zu teuer. Blech wird nicht gewünscht.
     
  7. flo79

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    Danke für die Links. 7 Grad muß es nicht werden. Da liegen ja die Ziegel. So 16 bis 18 wäre halt schön. Ohne sehr aufwendige Maßnahmen. Wobei Schalung (1 Zoll) und UD-Bahn ja eh geplant sind.
     
  8. Kalle88

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    Dann Walmdach, abschalen lassen, wenn es eh geplant wird: PIR Aufdachdämmung drauf mit Miwoelemten, sichtbaren Dachstuhl und anschließend Pfannen drauf. Gilt nur zu klären ob die PIRplatten bei der Dachneigung nach als UDB zählen.
     
  9. H.PF

    H.PF

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    Bei den PIR-Platten den Schallschutz nicht vergessen.... Der Mitgelieferte ist nämlich eine Katastrophe!
     
  10. flo79

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    hpf. So wie kalle das vorschlägt möchten es meine Verwandten auch nicht haben. PIR/PUR ist nicht gewünscht und auch Sichtdachstuhl. Es soll auch keine Aufdachdämmung werden. Es ging eigentlich nur um die Vor- und Nachteile der Dachformen Sattel-Walmdach und welche Kosten zusätzlich kommen wenn man unter 22 Grad geht. Bzw. ob es sich lohnt nur wegen der Optik oder man es besser lassen soll.

    Hab mit die links von Kalle man angeschaut. Die verwenden für die flachen Dächer Ziegel plus eine UD-Bahn (spezielles Modell?) und Schalung. Gehn wir mal von 18 Grad aus. Man bräuchte dann schon ein komplettes System wie in den Links beschrieben oder? Wegen der Garantie usw. Oder kann man einen Flachdachziegel nehmen, eine hochwerige UD-Bahn und eine Schalung?

    Danke nochmal.
     
  11. stoneyman

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    Walmdach ist bei flachen Dächern etwas günstiger, wenn der Giebel entfällt. Ein flaches Satteldach sieht schicker aus.
    Regeldachneigung hängt vom Ziegel ab. Schau mal in die Braas Verlegeanleitung rein, da gibst viele Infos dazu.
    Bei 16 grad und Kaltdach ist meines Erachtens nach 1 zusatzmassnahme erforderlich, also z. B. an den Stößen verklebte unterspannbahn. Das ist gar nicht viel teurer als normale.

    Welche Deckung soll denn drauf?
     
  12. flo79

    flo79

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    Ja würde Kaltdach werden. Verklebte Unterspannbahn wäre ok und noch zu vertreten. Soll Ziegel drauf und so modern aussehen wie möglich. Tipps nehme ich gerne an zum Material. Auch per PN weil ja Produktbesprechungen hier nicht gerne gesehen sind. Wer Beispiele hat wie sowas gut als Walmdach oder Satteldach aussehen kann auch immer her damit.
     
  13. Neutal

    Neutal

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    Nach den anerkannten Regeln der Technik sind bei Unterschreitung der Regeldachneigung Sondermaßnahmen erforderlich. Das bloße verkleben der Stöße wird gerne verkauft, stellt strenggenommen aber noch einen Mangel dar. Es ist das leidige Thema mit Herstellerangaben und den anerkannten Regeln der Technik. An wen wendet man sich im Schadensfall wenn die Herstellerfirma Pleite geht oder verkauft wird? Ich halte ie Herstellerangaben immer für ein bloßes Verkaufsargument. Nicht selten mußten Handwerker auf eigene Kosten nacharbeiten, weil Hersteller oder Vertreter im Schadensfall nichts mehr von den zugesicherten Eigenschaften wissen wollen. Andererseits bleibt es mir ebenfalls ein Rätsel wie man trotz besseren Wissens immer noch an einer Ausführung festhält die grenzwertig ist. Es ist doch die alte Leier von: Das will ich haben, aber es darf nichts kosten"
     
  14. Kalle88

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    Satteldach mit 18 bez. 16 Grad? Naja muss dem Kunden ja gefallen.... Walmdach wäre sicherlich teurer als das Satteldach. Sieht meiner Meinung aber beides völlig beknackt aus...

    Wenn du den Link richtig gelesen hättest, dann wüsstest du welche Anforderungen daran zu stellen sind. Daraus lässt sich ziemlich leicht auch die zusätzlichem Maßnahmen schlussfolgern. Stichwort Regensicher oder Wasserdicht. Sind zwei unterschiedliche Maßnahmen, die entsprechende unterschiedliche Planungen bedürfen. Das eine ist eine dampfdiffussionsoffene Bauweise, das andere eine dampfdichte Bauweise.

    Sicherlich wäre es ratsam entsprechende Ziegel mit besserer Verfalzung zu verwenden. Was natürlich entgegen der Optik geht. Wenn es neumodisch aussehen soll, dann wirds am Ende wohl nen Tegalit oder ähnliches werden. Den in Verbindung mit nur einer UDB die lediglich verklebt wurde... ich weiß nicht. Das ist nachher ein Bereich der nicht mehr einsehbar ist, wenns mal Lecken sollte.

    Und mit nur 1er Zusatzmaßnahme ist es sicherlich auch nicht getan. Ist nicht einfach nur bissel Klebeband drauf pappen und fertig. Das gesamte Dach muss erstmal abgeschalt werden, dann die Folie gezogen werden, Tackerklammern überklebt werden. Dann Konterlatten mit diesem "Nageldichtband" drauf geschossen und penibel drauf geachtet werden auch ja in dem Bereich zu schießen wo das Band unter ist.

    Ich glaube kaum, dass das in der Praxis so ausgeführt wird. Vorallem nicht, wenn man Truppe Hauruck am Bau hat... Ansonsten stellt jeder Nagel eine Durchdringung der regensicheren Ebene da. Zum Kaltdach muss ich nichts sagen, da steht schon genug im Forum. Meiner Meinung nach ist bei deinem Fall die Verwendung von Bitumen unausweichlich, was dann aber zu erschwerten Planungsproblemen beim Dämmkonzept kommt.

    Ob das am Ende ein Architekt alles berücksichtigt und die nötige Praxisprobleme sieht, keine Ahnung. Am Ende hat man ein "schickes Haus" was aber nix taugt.
     
  15. flo79

    flo79

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    Kalle. Hab den Link gelesen. Da steht regensicher bei 16 oder 18 Grad. Und die von dir verlinkten Firmen bieten da Komplettpakete an. Nein es wird kein Tegalit werden. Diese flachen Ziegel oder Steine haben wohl alle das Problem das sie eingentlich erst so ab 25-30 Grad gehen. Hab jetzt von Koram... nen Ziegel gefunden de als Regelneigung 18 Grad hat. Mal schaun ob ich das Beispiele dazu finde wie das gedeckt ausschaut.
     
  16. Kalle88

    Kalle88

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    Du meinst den Alegra 10 in Verbindung mit dem Premium Q? Ist ne Möglichkeit, wobei ich den Ziegel hässlich finde, Wiesenberger eben... Naja das soll ja nicht zur Sache spielen. Erschreck dich aber nicht über den Preis, auch wenn ich es noch nicht verarbeitet hab. Günstig wird die Kombi sicherlich nicht. Und um Flockes Kommenatr noch mal aufzunehmen, was machst im Falle eines Schadens, wenn der Hersteller nicht gewillt ist zu zahlen?
     
  17. #17 PeterB, 23. September 2013
    Zuletzt bearbeitet: 23. September 2013
    PeterB

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  19. Gast360547

    Gast360547 Gast

    @ Kalle88

    Wenn du den Link richtig gelesen hättest, dann wüsstest du welche Anforderungen daran zu stellen sind. Daraus lässt sich ziemlich leicht auch die zusätzlichem Maßnahmen schlussfolgern. Stichwort Regensicher oder Wasserdicht. Sind zwei unterschiedliche Maßnahmen, die entsprechende unterschiedliche Planungen bedürfen. Das eine ist eine dampfdiffussionsoffene Bauweise, das andere eine dampfdichte Bauweise.


    Wenn schon laut "rumtönen", dann aber auch bitte sachlich korrekt.

    Die Anforderungen an die Werkstoffe bei regensicheren und/oder wasserdichten Unterkonstruktionen/Zusatzmaßnahmen sind identisch. Der Unterschied ist lediglich in der Lage der Konterlattung zu suchen.
    Es gibt keinen wasserdichten oder regensicheren Aufbau als Zusatzmaßnahme, der einen geringen Sperrwert (fälschlich als diffusionsoffen bezeichnet) hat. Die Begründung bitte in den Produktdatenblättern und den zugehörigen Normen der Produkte nachlesen.
    Daran ist aber schon ein Hersteller mehr oder weniger gescheitert. Sein Produkt war zwar mit einem geringen Sperrwert versehen, entsprach aber nicht den Vorgaben aus den Anforderungsprofilen der Fachregel und den Hinweisen.
    Tipp: wasserdicht und diffusionsoffen schließt sich aus, auch wenn es der ein oder andere anders glauben will.

    Grüße

    stefan ibold
     
  20. Kalle88

    Kalle88

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    Also ist der Text von Nelskamp falsch? Denn da hieß es, es wären Unterspann- bez. Unterdeckbahnen möglich. Was für mich eine diff. offene Bauweise darstellt.

    Was meinst du mit der Lage der Konterlattung?
     
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