Dachpfannen Überdeckung ausreichend?

Diskutiere Dachpfannen Überdeckung ausreichend? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe vor einigen Jahren ein Haus Bj. 1999 gekauft, dass mit Frankfurter Pfannen der Firma Braas eingedeckt ist. Nun ist mir...

  1. Georg Uber

    Georg Uber

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    Hallo,

    ich habe vor einigen Jahren ein Haus Bj. 1999 gekauft, dass mit Frankfurter Pfannen der Firma Braas eingedeckt ist. Nun ist mir aufgefallen (dies kann jedoch schon immer so gewesen sein), dass sich einige Steinreihen (über die gesamte Dachbreite) nicht im vollen Eingriff befinden – die Giebelsteine dieser Steinreihen stehen auf Stoß mit der Verschieferung der Giebelsparren, so dass ein Einrücken über die gesamte Dachbreite nicht ohne weiteres möglich ist.

    Nun meine Frage: Ist die im Anhang gezeigte seitliche Überdeckung der Dachsteine noch als ausreichend zu betrachten? Wenn ja – klasse! Wenn nein – welche technischen Lösungen wären sinnvoll?

    (Zusatzinformationen: Dachneigung 38° / Windlastzone 1 / links ist Nord-West / der Dachraum wird als Wohnraum genutzt / unter den Dachsteinen ist eine hinterlüftete Unterspannbahn verbaut)

    Vielen Dank vorab für eure pragmatischen funktionellen Einschätzungen und Tipps!
     

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  3. Kalle88

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    Nö! Meines Erachtens nach ist das definitiv zu doll gezogen. Technische Möglichkeiten gehen nur mit der Änderung des Ortgangs. Entweder muss die Giebeluntersicht kleiner werden und damit das Dach schmaler oder aber man verzichtet auf die Ortgangssteine und löst das anderweitig konstruktiv. So dass man dann auch keinen Augenkrebs bekommt.
     
  4. Georg Uber

    Georg Uber

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    Vielen Dank für die superschnelle Antwort!

    Es handelt sich hier um ein Krüppelwalmdach - eine Änderung der Dachbreite dürfte daher mit erheblichen Kosten verbunden sein und die Gewährleistung ist auch schon lange verjährt.

    Die Ausführung mit den Giebelsteinen gefällt mir recht gut und ich würde ungern darauf verzichten - aber danke für den Hinweis, dass man das auch anders lösen kann. Vielleicht muss ich mir da mal eine ausgeführte Alternative anschauen - vermute jedoch, dass dies zusammen mit dem Umdecken auch nicht wirklich günstig wird.

    Bislang war das Dach dicht - auch beim Einbau zweier großer Dachflächenfenster vor zwei Jahren war die entfernte Dämmung absolut trocken und unverfärbt / die Unterspannbahn war intakt.

    Ich habe hier im Forum schon Bilder mit einigen aufsperrenden Dachpfannen gesehen, die als unkritisch eingestuft wurden, daher habe ich mich mit der Hoffnung getragen, dass der Experte hier sagt, dass dies nicht schön und auch nicht normgerecht ist - jedoch immer noch funktionieren sollte.

    Ich frage mich, ob ich mit dieser Ausführung noch ca. 10 Jahre hinkomme und mir dann eine neue Eindeckung leiste oder ob mich dieser vor 16 Jahren nicht beanstandeten Mangel dazu zwingt, diese Investition vorzuziehen...
     
  5. Kalle88

    Kalle88

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    Noch ist deine USB intakt und funktionsfähig. Ob sie das in weiteren 15 Jahren so seien wird? Ich glaube ja nicht daran. Warum sollte der Krüppelwalm ein Hindernis sein? Ich sehe da keinen den Ortgang unterhalb des Grates entsprechend zu ändern.

    Dachsteine von den B-Männern haben grundsätzlich n Deckbreite von 30 cm, Punkt. Man mag vielleicht auf 5 Meter mal so n Toleranz wie 2 cm weggezogen bekommen aber hier scheint ja jeder Deckgang gezogen zu sein und das mehr als eigentlich gut ist.

    Wenn die Ortgangssteine erhalten bleiben sollen, dann wird es aufwendig und teuer - aber sicherlich möglich. Verlässlich kann man das aber erst sagen wenn man die Situation genau kennt insb. die Überstände. Alternativen könnten sein auf Ortgangsbleche zu wechseln, eine Deckgang halbe Steine einzudecken und die Ortgänge entsprechend zu schneiden. Eine Alternative könnte sein, die Stirnverkleidung um eine weitere Reihe Schiefer zu ergänzen und am Ortgang Dachseitig mit untergelegtem Anschluss und Verblechung zu arbeiten. Sind jetzt Dinge die mir spontan einfallen. Noch eine andere wäre es den Deckwerstoff in den Container zu hauen und mit einem Tonziegel einzudecken der auf das Lattmaß und Hausbreite passt.

    Betonsteine lassen mit der Zeit in der Überdeckung (Verfalzung) Wasser und das im normal gedeckten Zustand. Nicht wie hier gezeigt. Das muss zwar nicht immer passieren aber die Wahrscheinlichkeit erhöht sich je mehr Dreck und Veralgung in den Bereich kommen kann. Er mag jetzt noch dicht sein, ob er das in 20 Jahren wäre dafür würde ich keine Hand ins Feuer legen. Lieber jetzt was machen, als später am Ende noch Schäden am Dachstuhl zu haben. Weil die USB dann doch nicht überall intakt war und die Suppe auf den Sparren/ in die Bauteilschicht suppt.
     
  6. Karl 1

    Karl 1

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    Hallo Georg,

    lass dich nicht so schnell verunsichern. Es ist genau so wie du es geschrieben hast. Es ist nicht schön, man kann es bestimmt besser machen aber kein Grund Panik zu schieben und jetzt an dem Dach was zu verändern.
    Ich glaube sogar wenn du dir einen Dachdeckermeister nimmst und er sich dein Dach genau ansieht das er, mit ein wenig ziehen und drücken der anderen Pfannen, diesen Spalt auch kleiner bekommt. Aber auch wenn nicht, kannst du das Dach genau so lassen wie es ist.
    Dein Dach ist gerade mal 16 Jahre alt und hat eine Dachneigung von 38°(!) da brauchst du dir auch in 10 Jahren noch keine Gedanken drum zu machen.

    @ Kalle
    wegen ein paar gezogenen Pfannen jemandem zu raten ein, erst 16 Jahre, altes Dach abzureißen und mit Tonziegel einzudecken ist aus kaufmännischer Sicht ja sehr lobenswert aber zeugt auch davon das du noch nicht viel in der Praxis gearbeitet hast.
     
  7. Kalle88

    Kalle88

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    In der Praxis macht man das so? Nun dann habe ich wirklich wenig davon gehabt. Ist dann wohl mein Pech ;)
     
  8. Karl 1

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    Wer lesen kann ist klar im Vorteil:28:.

    Nein, in der Praxis sollte man es nicht so machen aber deswegen ein Dach neu decken ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen;).
     
  9. Kalle88

    Kalle88

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    Haben wir es jetzt? Oder braucht es noch mehr Seitenhiebe? Der Grund warum das so okay ist, ist die Dachneigung richtig?
     
  10. H.PF

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    Mir fehlen beim Kunden regelmäßig die Argumente, ein DICHTES Dach als Schadhaft zu bezeichnen.
    Kalle, das Dach ist DICHT.
    Die Überdeckung ist nicht toll aber sie ist ausreichend.
    Ignorieren, einfach erst mal ignorieren und nix machen wäre meine Devise...
    Man kann alle paar Jahre mal einen Blick dort reinwerfen aber im Grunde sind das Nebensächlichkeiten...
     
  11. Kalle88

    Kalle88

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    Wenn es technisch funktioniert, dann bedeutet das ja, dass diese Art der Deckung prinzipiell allen Kunden zu zumuten ist. Also wenn ich nun ein Neubau habe, das Deckbild identisch aussieht, dann muss der Kunde damit leben. Ich behaupte mal, dass es im Streifalle eben genau so nicht sein wird. Karl hat ja sinnvoller weise schon angemerkt das es anders ginge, also der jetzige Zustand eben NICHT dem Optimum entspricht. Das Optimum wäre aber zu vernachlässigen, weil es ja technisch "einwandfrei" ist. Sorry Leute aber das kann nicht passen.

    Es würde bedeuten dass jegliche Betondachsteindächer so ausgeführt werden könnten, weil es prinzipiell geht. Ich kann ja nicht "Ausnahmen" zur Regel werden lassen. Warum ist vom Hersteller eine variable Deckbreite nicht angegeben? Warum übernimmt der keine Haftung dafür, wenn es doch "regensicher" ist. Ist sie wirklich ausreichend um im Falle von Starkregen und Wind ausreichend regensicher zu sein?

    Es mag ja gut sein, dass mir das Praktische fehlt, weil ich angeblich n verkappter Theoretiker bin. Eine nachvollziehbare Erklärung mit der man sich zufrieden geben könnten existiert hier leider nicht. Es werden dafür lieber dumme Seitenhiebe verteilt, ungeachtet das man nicht mal selber richtig lesen kann. Denn ich habe mit keinem Wort eine Neueindeckung vorgeschrieben. Es wäre eine Alternative gewesen, wenn z. B. jeder Deckgang so aussehen würde. Das kloppt man ja nicht mal eben zurück und wird dafür sicherlich einige Bereich aufnehmen müssen. Arbeitszeittechnisch vielleicht so aufwändig dass sich schneller Entsorgen und neu Eindecken rechnen würden. Am Ende sind es nur Mutmaßungen, weil man das Objekt in seiner Gänze nicht kennt.

    Ich kann das Deckbild nicht logisch argumentativ begründen warum das jetzt exakt gleich regensicher sein soll, als die "normale" Deckung. Wenn mir das einer Belegen kann warum das so ist und das nicht mit den Worten "ist halt so" dann bin ich gerne geneigt meine Meinung zu ändern. Vielleicht kann das Karl1 ja, wenn er sich mit den Seitenhieben ausgetobt hat. Andernfalls gilt für mich, was ich nicht zuverlässig Begründen und Belegen kann, kann für mich nicht richtig sein. Denn meine persönliche Sicht/ Erfahrung interessiert nicht wenn sie nicht belegbar ist.
     
  12. H.PF

    H.PF

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    Kalle, es geht nicht um richtig oder falsch. Es geht schlicht um Funktionierts oder funktionierts nicht.
    Hier funzt es seit 16 Jahren...
    mit welchem Argument willst du jetzt kommen das das neu gemacht werden muß?`
    Wenn es reinregnet kann man immer noch reagieren...
    Solange nur beobachten reicht völlig aus.
    Hör auf die Pferde scheu zu machen
     
  13. Kalle88

    Kalle88

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    Wie beobachtet man so was denn? Wenn der Gipskarton innen nass ist dann handelt man? Und WO zur Hölle lest ihr Beide dass ich es Neu machen möchte? Ich habe lediglich vorgeschlagen etwas zu unternehmen - undefiniert!! - bevor am Ende unentdeckt! größere Schäden auftreten können.

    Ergo: Wir stellten fest es ist nicht optimal gedeckt wurden, was implizieren würde dass die Regensicherheit beeinträchtigt sein könnte. Ihr beide sagt, dem ist nicht so - der Beweis dass es so ist fehlt immer noch. Wenn die Falze - regulär gedeckt - verschlossen sind tritt in den Bereich minimal Wasser ein, dem ist hier nicht so. Also ein Unterschied. Da frage ich mich warum bei der Neigung dann überhaupt Verfalzung gebraucht werden, wenn man die mit der Verarbeitung im Sinn aufheben kann.
     
  14. Karl 1

    Karl 1

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    Mein lieber Kalle,
    ich wollte dir nicht zu nahe treten und ich möchte mir mit dir hier auch kein Schreibduell liefern (was ich zweifellos verlieren würde :winken).
    Hier geht es einzig und alleine darum ob der Fragesteller etwas an seinem Dach machen muss oder nicht.
    Und die Antwort ist eindeutig Nein. Nur darum geht es hier.
    Auch wenn du jetzt noch 5 Seiten Begründungen, Fachregeln, Verlegehinweise oder sonstiges hier niederschreibst wird sich daran nichts ändern.
     
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  16. reuss80

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    Die Frage ist doch: was soll passieren, wenn man einfach nichts macht? Ich gehe mal davon aus, dass die Platten gegen Windsog immer noch ausreichend fixiert sind, sollte vielleicht aber mal durch einen Fachmann überprüft werden. Wasserdicht ist so ein Dach ohnehin nicht - sofern das Unterdach funktioniert sehe ich da eigentlich keinen Handlungsbedarf.
     
  17. Kalle88

    Kalle88

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    Und wenn es das nicht mehr tut? Aber ich bin lieber still, nicht dass es am Ende noch wissenschaftlich kurios wird.
     
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Dachpfannen Überdeckung ausreichend?

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