Dachsanierung per Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung

Diskutiere Dachsanierung per Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Forenmitglieder, das Haus, dessen Dach saniert werden muss, ist von 1960. Uns liegen 2 Modelle zur Sanierung vor. a) Die...

  1. Squib64

    Squib64

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    Hallo liebe Forenmitglieder,

    das Haus, dessen Dach saniert werden muss, ist von 1960.
    Uns liegen 2 Modelle zur Sanierung vor.

    a) Die Sparren von 14cm auf 18cm aufdoppeln, darauf eine Aussensparrendämmung (Linitherm) von 5cm. Vorhandene Isolierung, die vor ca. 13 Jahren eingefügt wurde, würde dabei komplett erneuert.

    b) Sparren werden nicht aufgedoppelt, sondern es wird eine 10cm dicke Aussensparrendämmung aufgelegt. Stellen im Dach, die wir damals nicht isolieren konnten, sollen dabei einfach frei bleiben, da die Aussensparrendämmung ausreichend sei. Altes Isoliermaterial verbleibt im Dach.

    Nun meine Fragen:

    1. Wie ist eure Bewertung zu den beiden Vorschlägen?

    2. Macht es Sinn, Stellen zwischen den Sparren (siehe b) nicht zu isolieren?

    3. Reicht die vorgeschlagene Dämmdiche von a + b aus um einen U-Wert zu erreichen, der einigermaßen Stand der Technik ist? Das geht leider aus keinem der beiden Vorschläge hervor.

    Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.


    Viele Grüße


    Squib
     
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  3. mls

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    das sind vorschläge von 2 verschiedenen dachdeckern?
     
  4. Siedler

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    Schon mal über Dämmung mit Holzfaser nachgedacht?
    PUR-Dämmplatten würde ich nur bei Sichtsparren nehmen.

    Gruß
     
  5. Squib64

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    @ mls

    Richtig! Es waren 2 verschiedene Dachdecker. Nun grübeln wir über beide Angebote und hoffen, dass wir hier etwas Hilfestellung bekommen.

    @ Siedler

    Was spricht gegen PUR-Dämmplatten?
    Auf der Website von Linitherm werben sie damit, dass diese Platten für die Aufsparrendämmung geeignet sind.

    Wir hatten von einer Architektin noch Pavatex (Holzfaserdämmplatten) empfohlen bekommen. Meinst du soetwas?
    Wenn ja, warum sind die besser geeignet?


    Grüße

    Squib64
     
  6. Isolierglas

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    Wie wäre c)

    Stellen, die jetzt erreichbar sind auffüllen UND Aufsparrendämmung.
     
  7. Roth

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    Aus der Erfahrung mit meinem Dach: Bitte keine PUR-Dämmplatten auf die Sparren! (mögl. Luftdichtheits- und Schallproblem).
     
  8. susannede

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    Hallo Squib,

    Wat war dat denn ?

    A) schlägt also 18 cm Zwischensparrendämmung mit was vor (???) und zusätzlich 5 cm außen Linitherm drüber ? Summa summarum 23 cm gedämmt.

    B) schlägt 10 cm Aufsparrendämmung mit was vor (???) und belässt die historische Zwischensparrendämmung aus was (???) drinnen und sagt, da wo nix gedämmt werden konnte, isses auch egal.

    Hab ich's ?

    Nö, hab ich nicht. Meine Glaskugel ist völlig duster. Merkste was ???
     
  9. Isolierglas

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    @Roth:

    Die Luftdichtigkeitsschicht würde wohl so bleiben, wie sie gerade ist. Schallprobleme sollten nicht auftreten. Es gibt immer Vorteile und Nachteile jeder Konstruktion.
     
  10. Roth

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    Luftdichtkeit der Schicht vorausgesetzt.
     
  11. Squib64

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    Vielen Dank für eure Antworten.

    @ Isolierglas

    So stellen wir uns das auch vor. Wir halten es für unsinnig, wenn Zwischenräume frei bleiben.

    @ Roth

    Sehr interessant! Kannst du etwas mehr dazu schreiben? Welche Alternative schlägst du als Aufsparrungsdämmung vor?


    @ Susannede

    Ich nehme an, du möchtest in deinem letzten Satz darauf hinweisen, dass noch wichtige Informationen fehlen. Ich bitte das zu entschuldigen, aber wir sind halt nicht vom Fach.
    Ich bemühe mich die Aussagen noch etwas zu präzisieren.

    Zitat:
    A) schlägt also 18 cm Zwischensparrendämmung mit was vor (???) und zusätzlich 5 cm außen Linitherm drüber ? Summa summarum 23 cm gedämmt.

    B) schlägt 10 cm Aufsparrendämmung mit was vor (???) und belässt die historische Zwischensparrendämmung aus was (???) drinnen und sagt, da wo nix gedämmt werden konnte, isses auch egal.


    Zu A) Zwischen die Sparren kommt ein Mineralfaserdämmstoff. Auf die Sparren soll Linitherm PUR /PIR-Hartschaum 5cm und beidseitig mit Alufolie als Dampfsperre.

    Zu B) Innen befindet sich 14cm Mineralfaserdämmstoff (leider nicht flächendeckend) und außen soll eine 10cm PUR Hartschaumplatte (nähere Bezeichnung kenne ich nicht) als Aufsparrendämmung angebracht werden.

    Viele Grüße

    Squib64
     
  12. Isolierglas

    Isolierglas

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    c) könnte auch eine Holzweichfaserplatte statt PUR nehmen. Vorteil: Diffusionsoffen, besserer Schallschutz. Nachteil: Dämmwirkung. Böse Zungen behaupten aber bis heute, daß die Holzweichfaser nach ca. 15-20 Jahren zu Staub zerfällt (War angeblich früher so...) Urban Legend???
     
  13. Baldbauherr

    Baldbauherr

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    Hier schließe ich mich an! Wenn Du weit weg von einer Straße wohnst und die Vögel auch bei geschlossenen Fenstern hören möchtest, dann nimm die PUR-Dämmplatten.
    Ansonsten lieber etwas "schwereres" als Aufdachdämmung (z.B Holzfaserdämmplatten)
    In Verbindung mit Zwischensparrendämmung ist es evtl nicht ganz so schlimm mit dem Schall, aber bei unserem Sichtdachstuhl ist es katastrophal.

    gruß B.
     
  14. H.PF

    H.PF

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    Vollsparrendämmung mit PUR oben drauf kann eine kritische Sache werden von der Tauwasserseite.

    Lieber leer räumen und oben drauf ein paar cm mehr installieren...

    Und bitte immer den Schallschutz beachten...

    Eine reine Pur-Dämmung ist schalltechnisch eine Katastrophe...
     
  15. Isolierglas

    Isolierglas

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  16. Isolierglas

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    Sollte die Dampfsperre nicht perfekt sein, dann säuft bei PUR die Dämmung möglicherweise ab. Alukaschiert ist faktisch diffusionsdicht. Allerdings ist das immer eine Frage des Taupunktes. Besonders gefährlich wäre eine sehr dünne PUR Dämmung (Taupunkt in der MiWo...)
     
  17. Gast360547

    Gast360547 Gast

    na denn

    Moin,

    http://ddh.de/waermedaemmen-mit-verstand/150/8122/
    Dort finden Sie schon einige Hinweise, die von Bedeutung für Sie sein könnten.

    Die beidseitige Kaschierung bei den PUR/PIR Dämmstoffen hat nichts mit der erforderlichen Dampfsperre zu tun. Sie muss verhindern, dass die Treibmittel, die erst die geringe Wärmeleitgruppe ermöglichen, ausdiffundieren und die dämmende Wirkung vermindern.

    Vollverwirrter Baulaie ohne Ahnung aber mit ausgeprägter Meinung und starkem Mitteilungswillen... ;-) Das trifft hier wohl fast uneingeschränkt zu.

    @ Fragesteller,
    bitte nutzen Sie auch hier die Suchfunktion. Zu diesem Thema wurden bereits im Bereich "Dach" Romane geschrieben.

    Grüße

    stefan ibold
     
  18. Roth

    Roth

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    Gut, dass Sie das klarstellen. Danke.
    Als die PUR-Dämmplatten von ....therm auf mein Altbaudach geklatscht wurden, ist noch von Archi + Dachdecker behauptet worden, dass die Patten die Dampfsperre bilden. Demzufolge ist außer den Platten nichts drauf, mit schlimmen Luftdichtheits- und Schallproblemen.
     
  19. Isolierglas

    Isolierglas

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    Das habe ich nirgendwo behauptet.

    Achja: Meine Signatur hat etwas mit Selbstironie zu tun. Manche Mitmenschen kennen sowas nicht... ;-)))

    Und glauben Sie mir: Mit Physik kenne ich mich mehr als nur oberflächlich aus.
     
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  21. Isolierglas

    Isolierglas

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    @Roth:

    Die Platten brauchen keine Dampfsperre. (Wenn nur die PUR Platten als Dämmung drauf sind) Trotzdem muss natürlich die Luftdichtigkeit durch geeignete Maßnahmen sichergestellt werden.
     
  22. Gast360547

    Gast360547 Gast

    doch

    Moin,

    Achja: Meine Signatur hat etwas mit Selbstironie zu tun. Manche Mitmenschen kennen sowas nicht... ;-)))

    Und glauben Sie mir: Mit Physik kenne ich mich mehr als nur oberflächlich aus.


    Doch, Selbstironie ist auch mir kein Fremdwort; und doch könnte ich mir vorstellen.
    NUR - weshalb so vehement c) ins Spiel bringen, obwohl doch mit keinem Wort darauf eingegangen wurde?
    Der Nachteil kann zum Einen das höhere Gewicht sein, zum Anderen die schlechte WLG. Beides wird nciht durch die angeblich bessere Phasenverschiebung aufgehoben. Da gäbe es andere und m. E. bessere Konstruktionen.

    @ Staubsaugerpilotin
    naja, die Industrie macht hier aus einer technischen Notwendigkeit ein für sie kleineres Übel. Natürlich (achtung: bewußte Schreibweise) "könnte" man die untere Kaschierung als Dampfsperre und möglicher Weise auch als Luftdichtschicht einsetzen. Allein, mir fehlt der Glaube an eine unfallfreie Konstruktion. Wie wollen die es hinbekommen, dass in Bereichen, die ich nicht einsehen kann, die Verklebungen tatsächlich luftdicht sind? Die Schallproblme sind ursächlich nicht nur in der Platte selber zu suchen, sondern auch vielmehr in der Verabeitung, insbesondere in den Dachrandbereichen und bei Durchdringungen. Wer dort einfach wild drauflos schäumt, der wird wenig Erfolg haben.

    Grüße

    si
     
Thema:

Dachsanierung per Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung

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