Dachstuhl etwas verzogen

Diskutiere Dachstuhl etwas verzogen im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, bei meinem Balkon habe ich festgestellt das sich die rechte untere Fußfette nach außen gebogen hat was ja auch normal ist. Bei der linken...

  1. Helmi

    Helmi

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    Hallo,
    bei meinem Balkon habe ich festgestellt das sich die rechte untere Fußfette nach außen gebogen hat was ja auch normal ist. Bei der linken und den Mittelpfetten ist es nicht ganz so schlimm. Die unteren 3 Stützen sind genau senkrecht. Die oberen 2 Stützen stehen 2 cm nach außen schräg.
    Im unteren Bereich der oberen Stützen habe ich 3,48 m. gemessen, im oberen Bereich 3,52m. Der Querbalken der eigentlich verhindern soll, daß sich die Stützen und Pfetten nach außen biegen wurde mit jeweils einer Holzschraube 10x160 an den Pfetten befestigt ist hat sich leicht gelöst.
    Nun zu meiner Frage.
    Wie kann ich am besten den jetzigen Zustand sichern damit es nicht schlimmer wird? Optisch stört es mich überhaupt nicht. Ist ja eigentlich nur bei ganz genauer Betrachtung ersichtlich.
    Oder sind solche Tolleranzen normal?
    Gruß
    Helmut[​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
     
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  3. ewald

    ewald

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    Das nach Aussen drehen der Fusspfette dürfte langfristig kein Problem geben. Ist Typisch
    für normales Schnittholz (wahrscheinlich wurde hier kein BSH verwendet).
    Aber der deckende Anstrich der Balkonkonstruktion wird sich wahrscheinlich irgendwann
    mal abkringeln. Hättest offen streichen sollen.
     
  4. Helmi

    Helmi

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  5. cawu

    cawu Gast

    Ist zwar ein alter Thread aber hier mal mein Senf:

    Hier haperts am statischen System.
    Da keine Fistpfette vorhanden ist treten im Dach horizontale Kräfte auf.
    Diese Kräfte sollten von dem Riegel zwischen den Mittelpfetten aufgenommen werden. Da dieser offensichtlich mangelhaft befestigt ist kann er die Kraft aber nicht aufnhemen. Folge: Die Mittelpfetten rutschen auseinander und die Kniestöcke haben das Selbe Bestreben. Daher verdrehen sich auch die Fußpfetten.

    Ist die Konstruktion im ganzen Dach so ausgeführt oder nur im Vordachbereich?
     
  6. H.PF

    H.PF

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    Aha, du machst also mal eben aus einem Pfettendach ein Sparrendach...

    Sehr interessante Theorie *kopfschüttel...

    Für wie blöde hältst du die Zimmerleute eigentlich? Meinste die bauen oben ein Gelenk ein zwischen die Sparren? So das da mal eben das statische System komplett geändert wird?

    Nee, das ist ein ganz normales Pfettendach ohne Firstpfette, nix Aussergewöhnliches...
     
  7. #6 Anfauglir, 19. März 2010
    Anfauglir

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    Wenn die Sparrenkragarme sich oben gegeneinander abstützen, was bei der Länge sehr wahrscheinlich ist, hättest du kein sauberes Pfettendach mehr, und wenn die Luft in den Kervenloten nicht von Anbeginn da war wird da wohl was drücken.

    Die Pfetten scheinen ja einigermassen trocken verbaut worden zu sein, sonst wären die zugespachtelten und überstrichenen Risse wohl deutlicher sichtbar.

    ...alles mit hätte, wenn und wäre...
     
  8. cawu

    cawu Gast

    Ich weiß ja nicht wer hier den Kopf schütteln muss. Aber wenn man hier schon mit seinen Titeln Werbung macht sollte doch auch ein bisschen Sachverstand dahinter stecken.

    Oder wohin glaubst du denn gehen die Kräfte, die vertikal auf die nicht vorhande Firstpfette kommen? Senkrecht nach unten ja wohl nur, wenn auch eine Pfette da ist. Falls nicht, wie hier, in Sparrenrichtung und horizontal.

    Aber Anfauglir hat recht...
    hätte, wenn, wäre
     
  9. #8 BinImKeller, 19. März 2010
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    Was sind Kervenloten?
     
  10. #9 Anfauglir, 19. März 2010
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    Eine Kerve ist die dreieckige Ausklinkung im Sparren, mit der dieser auf der Pfette aufsitzt. Die im eingebauten Zustand senkrechte Fläche wird oft als Kervenlot, die waagerechte entsprechend als Kervenwaage bezeichnen.
     
  11. Lukas

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    Gruß Lukas
     
  12. mls

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    ich kann auf dem foto trotz vergrössern und schärfen nicht erkennen,
    wie der firstpunkt aussieht.

    wenn die sparren keinen kontakt haben (glaub ich nicht), gibts auch
    (fast) keine normalkräfte.

    wenn die sparren (vielleicht durch verblattung oder gegenseitige abstützung)
    kontakt haben, gibts eine langsame, endliche verformung aus normalkräften.
    die macht auch vor den traufwänden nicht halt.
     
  13. Helmi

    Helmi

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    Die Sparren wurden mit einer Überplattung verbunden und mit einer Schloßschraube gesichert.
     
  14. Gast

    Gast Gast

    eigentlich bin ich kein Holzwurm,
    nur wenn ich den "Kehlbalken" (ist mormalerweise unter der Mittelfpette) so ansehe würde mir auffallen ob dieser Balken überhaupt auch fest mit der Mittelpfette und Sparren verbunden ist, (mittels Schraubbolzen durch Kehlbalken und Pfette)
    Wäre er es dürfte das nicht so aussehen.
    Genauso im Balkonbereich, sollte das Geländer die nach außen ziehenden Kräfte auffangen.
    ob ich richtig liege oder nicht sagt mir jetz .......
     
  15. Helmi

    Helmi

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    Der obere Balken wurde nur mit jeweils einer Holzschraube (10x160) an den
    Mittelpfetten befestigt. Diese Verbindung hat sich etwas gelöst.
    Wenn ich die beiden Holzschrauben löse und mit einem Spanngurt die Pfetten etwas (vieleicht 1 bis 2cm ) zusammenziehe und dann den Balken mit Winkelverbinder an den Pfetten befestige.
    Was haltet ihr von der Idee?

    Das Geländer kann meiner Meinung nicht zur Stabilisierung eingestzt werden.
     
  16. Gast

    Gast Gast

    da ist doch die Ursache!!
    na denn mal nachfrage ob das der allgemeinen Baukunst entspricht , kann bei der Tatsache wohl nicht recht daran glauben.
    Ein Gutachter wäre da nun angesagt.
    Das mit den Spanngurten sollte doch der Erbauer veranlassen und eine vernünftige Konstruktion daraus machen.
     
  17. mls

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    du meinst, nix zimmermannsmässig hingedengeltes?
    solche konstrukte gibts in franken seit min. 400 jahren.
    früher lag die fusspfette auf der decke - heute auf der traufwand.
    früher gabs nur selten grosse freigebinde - heute gehört die show dazu.
    früher war´s wurscht, wenn a riss kommt - heute is drama...
    das ist der kleine unterschied.
     
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  19. Anfauglir

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    Als Einzelmaßnahme gar nichts, dadurch wird die Verbindung Sparren/Pfette zusätzlich belastet, welche ja auch schon etwas aufgegangen ist (die wieder dichtzuziehen wird wohl nichts werden).

    Obwohl ich das Risiko in diesem Fall als recht gering ansehe, sollte man bei solchen Aktionen genau überlegen, wann man wo mit wieviel Kraft spannt und zieht, und mit welchen Sicherungsmaßnahmen.

    Irgendwer wird ja hier eine Statik erstellt haben, den würde ich mal darauf ansprechen.
     
  20. #18 BinImKeller, 22. März 2010
    BinImKeller

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    Danke :winken
     
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