Dämmen statt Reg. Energie ENEV 2009

Diskutiere Dämmen statt Reg. Energie ENEV 2009 im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen! Wir wollen uns ein Haus bauen lassen. Da wir dabei die ENEV 2009 berücksichtigen müssen, haben wir uns entschieden, die...

  1. #1 Archimedes, 18.11.2010
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    Hallo zusammen!
    Wir wollen uns ein Haus bauen lassen. Da wir dabei die ENEV 2009 berücksichtigen müssen, haben wir uns entschieden, die alternative einer 15% besseren Wärmedämmung zu wählen und keine Solaranlage o.Ä. im und am Haus zu installieren.
    Ich weiß zwar, dass neben den Wänden, der Decke/Dach und des Fußbodens auch die Fenster einer stärkeren Isolierung bedürfen. Dennoch habe ich die Hoffnung, dass jemand weiß, welche Mehrkosten für eine 15%ig bessere Dämmung anstatt ENEV Standard auf und zukommen bei einem 160m² großem Neubau.
    Ein ungefährer qm-Preis würde mir bereits reichen.

    Vielen Dank für die Hilfe!
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Nicht vergessen, 15% Reduktion des Primärenergiebedarfs und gleichzeitig min. 15% bessere Gebäudehülle.

    Wie man das Ziel nun am besten erreicht, müsste man durchrechnen.

    Für die Wände bedeutet das, U-Wert <= 0,2W/m2K. Der Mehrpreis für die Dämmung hängt vom Wandaufbau ab. Wird sich wohl irgendwo um 10,- bis 20,- € pro m2 bewegen. Am besten Fachfirma vor Ort fragen, denn Preise unterscheiden sich regional sehr stark.

    Gruß
    Ralf
     
  3. #3 Thomas Traut, 18.11.2010
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    Die Mehrpreise für bessere Dämmung hängen von zu vielen Faktoren ab, als dass man über m² Wohnfläche eine Schätzung abgeben könnte. Zuerst müsste man wissen, welches Dämmniveau die Ursprungskonstruktion hätte.

    Z.B. ist mit Polystyrol im Estrich irgendwann Schluss wegen der zu großen Zusammendrückbarkeit. Dann kommen Materialien wie XPS oder PUR in Spiel, die nicht 20 oder 30 %, sondern ohne weiteres 300 % mehr kosten. Bei Fenstern ist der Aufpreis solange moderat, bis die Scheiben zu schwer werden und auf aufwändige Rahmenkonstruktionen zurückgegriffen werden muss. Und so ist das Gebäude mit allen Bauteilen zu betrachten und sowohl dämm- als auch kostentechnisch zu optimieren.
     
  4. #4 alex2008, 18.11.2010
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    abhängig von den Flächenanteilen der Bauteile wie Dach, Wand Fenster etc. fallen die Kosten für mehr Dämmung recht unterschiedlich aus.
    Dann kommt noch der Primärenergiebedarf hinzu der auch noch abgesenkt werden muß, je nach Haustechnik werden dann 15% mehr Dämmung gar nicht ausreichen.
    Also vom Fachmann rechnen lassen!
     
  5. raaner

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    Hier ist wohl eher das EEWärmeG gemeint.

    Das kommt darauf an wie man EnEV Standard definiert. Ich würde nämlich sagen gar keine (im Bezug auf die Dämmung). Denn wenn der EnEV Standard der des Referenzgebäudes sein soll, dann baut sowieso kein Mensch mehr so "schlecht". Die Anforderung an die 15 Prozent bessere Wärmedämmung sind i.d.R bei den meisten Neubauten eh schon erfüllt. Der Knackpunkt ist den Primärenergiebedarf um 15 Prozent zu unterschreiten und das ist mittlerweile wesentlich von der Haustechnik abhängig und nicht so sehr von der Dämmung.
     
  6. ejay

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    D.h. wenn man anstatt Poroton T10 - 36,5 - U-Wert: 0,25, z.B. einen Poroton T8 - 36,5 - U-Wert: 0,21 verwendet um die EneV2009 um 15% zu unterschreiten + Dach, Fenster entsprechend "dämmt", dass damit das EEWärmeG immer noch nicht erfüllt ist, obwohl im offeziellen Datenblatt, Punkt 14, folgendes zu lesen ist..

     
  7. #7 Thomas Traut, 23.11.2010
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    Einzelbauteile um 15 % besser zu dämmen, muss nicht die 15 % Einsparung (jeweils Primärenergiebedarf, Transmissionswärmebedarf) am ganzen Gebäude bedeuten.

    Was ist ein "offizielles Datenblatt"?
     
  8. #8 alex2008, 23.11.2010
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    mit 15% weniger Transmissionsverlusten ergibt sich keine 15%-ige Senkung des Primärenergiebedarfs.
    Da wären ja noch die Lüftungsverluste, der Warmwasserbedarf. Dazu teils Flächenbezogene Werte für Verluste bei Regelung, Verteilung, dazu noch Hilfsenergie (bspw. Strom Primärenergiefaktor 2.6!)
    Da muß ne ganze Ecke mehr getan werden und teils auch mit spitzem Bleistift gerechnet werden.
     
  9. ejay

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  10. Bautz

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  11. ejay

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    @Bautz
    Danke für den Link. Hatte ich vorher auch schon gefunden und versucht zu verstehen.
    Zitat Wiki..
    Ich verstehe nur Bahnhof...:mauer
    Kann es bitte jemand ins Laien-Deutsch übersetzen.
     
  12. #12 karsten11, 25.11.2010
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    wir haben auch nach neuer ENeV gebaut (ca. 200m² Grundfläche) und auf die Solaranlage ganz bewusst verzichtet (da sie sich für uns nicht rechnet).
    Primärenergie haben wir um 23% unterschritten und
    Transmis... um 37 %.
    Folgende Maßnamen waren dafür verantwortlich:
    Fußbodendämmung:14cm ca.1000 Euro
    Dachdämmung:24cm ca. 1500 Euro
    Hohlschichtdämmung:14cm ca. 1500 Euro
    3Fach Verglasung ca. 2000 Euro
    Lüftung mit WRG ca. 5000 Euro (Eigenleistung) von BU ca. 9000Euro

    Wenn Du nur die Kosten betrachtest ist die Solaranlage günstiger.

    Gruß
    Karsten
     
  13. ejay

    ejay

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    Danke Karsten.
    Hast mir sehr weiter geholfen! Jetzt habe in etwa eine Vorstellung, was mit 15% besser Dämmung gemeint ist.
     
  14. flo79

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    Was isn ne Hohlschichtdämmung?

    Hätte es ohne Lüftungsanlage auch geklappt?

    Danke und Gruß Flo
     
  15. #15 karsten11, 26.11.2010
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    Hallo Flo,

    ... Dämmung beim Klinkerbau; Wandaufbau:
    17,5 cm Gasbeton
    14 cm Dämmung
    1 cm Luft
    11,5 cm Klinker

    Eine Lüftungsanlage bringt Energietechnisch nicht so viel, es hätte also auch ohne gereicht.

    Gruß
    Karsten
     
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