Dämmung Boden eines ausgebauten aber zugigen Dachbodens

Diskutiere Dämmung Boden eines ausgebauten aber zugigen Dachbodens im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo und Guten Morgen zusammen. Ich bekomme demnächst einige Abfälle aus Maßnahmen zur Fassadendämmung in Form von Klötzen, Platten,...

  1. #1 johnnyg, 08.07.2011
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    Hallo und Guten Morgen zusammen.

    Ich bekomme demnächst einige Abfälle aus Maßnahmen zur Fassadendämmung in Form von Klötzen, Platten, beziehungsweise
    in Balkenähnlichen Formaten in verschiedenen Stärken (100mm bis 200mm).

    Die genaue Beschreibung des Materials:
    Polystyrol-Hartschaum EPS 035 WDV nach DIN EN 13163

    Laut Hersteller sollen diese Platten diffusionsfähig sein.
    Ich gehe davon aus, dass damit gemeint ist, dass Feuchtigkeit durch die Platten diffundieren kann.

    Nun zu meinem "Bauvorhaben":
    Ich plane, diese Platten einfach auf den Boden des ausgebauten Dachgeschosses zu legen um zu erreichen,
    dass sich die Wärme in dem darunter liegenden Raum "länger hält".

    Beschreibung der Gegebenheiten:

    Dachboden-Dach Aufbau von Außen nach Innen
    • Tonziegel, teilweise mit Mörtel verschmiert (1950)
    • Isolierung Glaswolle Alu-kaschiert (vor ca. 30 Jahren angebracht)
    • Lattung mit Fichtenholz Paneelen
    • Gipskartonplatten mit Gipsputz

    Dachboden-Boden Aufbau von oben nach unten
    • Laminat
    • Teppichboden
    • Spanplatte

    Wie der weitere Aufbau des Bodens ist kann ich leider nicht sagen

    Decke des darunter liegenden Raumes von unten nach oben
    • Folienkaschierte Paneele aus Span
    • Fichtenholz Paneele
    • Lattung

    Auch hier kann ich nicht sagen, wie der weitere Aufbau ist.
    Ich meine es ist noch eine Schilfmatte in der Decke,
    beziehungsweise im Boden verarbeitet.

    Gegeben ist weiterhin:
    Das Dachgeschoss ist zwar Ausgebaut, es zieht aber an allen Ecken und Enden.
    Es wird nicht mehr als Wohnraum genutzt und die Heizung, beziehungsweise das Thermostat ist dort nur auf Frostschutz-Stellung eingestellt (oder ist sogar ganz aus).

    Jetzt aber zu meinen eigentlichen Fragen zu dem "Bauvorhaben":
    Was muss ich hinsichtlich der eventuell entstehenden Feuchtigkeit beachten ?
    Muss ich eine Folie zur Dampfsperre unter die Hartschaumplatten oder über die Hartschaumplatten,
    oder gar an die Decke des darunter liegenden Raumes anbringen um mir mit diesem Vorhaben keine Feuchtigkeitsschäden einzuhandeln ?

    Geld für eine vernünftige Isolierung habe ich keins, aber irgend eine Besserung müsste diese Maßnahme doch bringen, oder nicht ?

    Falls nicht, wäre ich für Vorschläge dankbar wie ich diese Dämmplatten
    anderweitig einsetzen könnte um Heizkosten zu sparen.

    Vielen Dank im Voraus

    johnnyg
     
  2. #2 ReihenhausMax, 08.07.2011
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    Wie siehts mit der Kellerdecke aus, falls ein Keller vorhanden ist? Da ist das
    Risiko von Feuchtigkeitsschäden deutlich geringer.
     
  3. #3 johnnyg, 08.07.2011
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    gut sieht´s aus mit der Kellerdecke.

    Aber die Platten kann ich dort nicht anbringen, weil es sich überwiegend um gewölbte Decken mit einer Höhe von ca. 1,75m handelt und ich als 1,90m Mensch dann gar nicht mehr halbwegs vernünftig den Keller begehen könnte.

    Außerdem befindet sich der Raum, um den es geht, also der, in dem wir uns die meiste Zeit des Tages / des Abends aufhalten auch nicht über dem Keller sondern in der ersten Etage.

    Die Räume im Erdgeschoss werden im Winter auch nur im Frostschutzbetrieb beheizt, beziehungsweise wenn es zu Fußkalt in den Räumen der ersten Etage wird auf Stufe 2 der Thermostate.

    Wenn ich mit der Dämmung der Kellerdecke wenigstens einen Teilerfolg erzielen könnte, würde ich die dann noch niedrigere Kellerhöhe in Kauf nehmen,
    aber ich vermute, dass die Wärme nach wie vor durch die Decken der Räume / des Raumes in der ersten Etage durch die Decke, über das Dachgeschoss verloren geht.

    Ich habe mal eine Schnittzeichnung des Hauses beigefügt, um zu verdeutlichen, um welchen Raum es mir hauptsächlich geht.
     
  4. #4 ReihenhausMax, 08.07.2011
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    Bei 1.75m Kellerhöhe würde ich mir das Dämmen wohl auch verkneifen

    Ich würde mir bzgl. Feuchtigkeit/Schimmel wenn es geht, mal den jetzigen Dachboden-
    aufbau anschaun, ob und wie weit der inzwischen darunter gelitten hat, daß von unten
    Feuchtigkeit kommt und oben auf der jetzt kalten Seite nicht so recht durch Spannplatte, Teppichboden und Laminat weg kann. Wenn keine besseren Tips kommen würde ich
    als Laie das Material einfach mal so auslegen und das ganze über den Winter kritisch beobachten.
     
  5. #5 johnnyg, 08.07.2011
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    nun ja, knapp 14 Jahre ist das jetzt schon gut gegangen in dieser Konstellation.
    Wobei ich natürlich bisher den Boden des Dachbodens noch nie geöffnet habe,
    um zu sehen, wie es darunter aussieht. Bisher "hält" noch alles.

    Ich kenne mich. Wenn ich erstmal einen Teil des Bodens geöffnet habe,
    um zu sehen, wie es darunter aussieht, dann werde ich wohl auch weiter
    machen und den ganzen Boden rausreißen.

    Dann könnte ich die Hartschaumplatten bestimmt ganz gut auslegen.
    Doch wüsste ich dann immer noch nicht, ob und von welcher Seite, beziehungsweise unter / über welcher der Bodenschichten ich dann eine
    Folie anbringen müsste, geschweige denn welche Art von Folie.

    Vielleicht noch als Information zu den Platten:
    Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)
    µ = 20/50 gemäß DIN EN 12086

    Doch weder weiß ich mit diesen Angaben etwas anzufangen, noch weiß ich,
    wie viel H2O in dem Raum darunter "produziert" wird und dementsprechend
    irgendiwe "abgeleitet werden muss.

    Zu unserem Lüftungsverhalten in dem besagten Raum:
    Im Sommer mindestens eins der 2 Fenster immer auf Kipp (auch Nachts).
    Im Winter mehrmals täglich (auch Abends) mehrminütiges Stoßlüften.

    Vielleicht hat dieses Verhalten auch all die Jahre Schäden durch Feuchtigkeit
    im Dachboden verhindert ?
    Und vielleicht kann unter diesen Voraussetzungen auch das Auflegen der Platten keinen Schaden verursachen ?
     
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