Dämmung Dachfirst

Diskutiere Dämmung Dachfirst im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, in unserem Haus wird die Zwischensparrendämmung 20cm bis in den First hochgezogen. An der Firstpfette muss die Mineralwolle...

  1. magges

    magges

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    Hallo zusammen,

    in unserem Haus wird die Zwischensparrendämmung 20cm bis in den First hochgezogen.
    An der Firstpfette muss die Mineralwolle nun auf ca. 17cm zusammengedrückt werden.
    Stellt dies ein Problem bezgl. Dämmwirkung, Luftzirkulation ect. dar?
    Vielleicht hat jemand einen Vorschlag, wie man hier am Besten vorgeht.
    Zum besseren Verständnis habe ich eine Skizze angefertigt.
    Skizze1.jpg
    Besten Dank für hilfreiche Antworten.
     
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  3. mls

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    dämmen ist problemlos ..
    du hast erst ein ganz anderes problem.

    was steht in deinem luftdichtheitskonzept?
    wo ist die luftdichte ebene?
    liegt bereits ein folienlappen zum späteren anschluss über der firstpfette?
    wie soll um die möchtegernriegel unter dem first luftgedichtet werden?
    sparrenvolldämmung?
     
  4. magges

    magges

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    Die Sparrendicke wird komplett gerammt (20 cm).
    Die Dampfsperre wird auf die Sparren aufgebracht.
    Im First hätte ich die Dampfsperre unter den Firstzangen befestigt.
    Damit spare ich mir jede Zange einzeln Abdichten zu müssen.
    Ist das so OK?
     
  5. mls

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    im prinzip - ja.
    dein trockenbauer wird schon wissen, was im detail
    zu beachten ist.
     
  6. magges

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    Hör mir auf mit meinem Trockenbauer.......
    Zuerst Termine zusichern und jetzt möchte er erst im März kommen.
    Nun mach ich die Dämmung und Dampfspere mit unserem Zimmerer zusammen.
    Er meint, wie beschrieben ist Stand der Technik.
     
  7. Kalle88

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    Wen oder was interessiert der "Stand der Technik"? Prinzipiell niemand, wenn es nicht vereinbart wurde. Auch wenn etliche Bauherren denken, inkl. Handwerker, dass das Ziehen von DS ja ein Kinderspiel ist geht es viel zu oft in die Hose. Aber sicherlich liegen die Anschlussdetails in Form eines Detailplanes vor....
     
  8. mls

    mls Bauexpertenforum

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    kalle, ich hab mit zimmermeistern und luftdichter ebene
    überdurchschnittlich gute erfahrungen - dafür gibts aber
    auch 2 oder 3 ursachen ;)
    ob die alle den unterschied zwischen a.r.d.t und st.d.t
    kennen, ist mir wurscht, wenn´s gscheite arbeit abliefern.
     
  9. Kalle88

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    Markus, nur leider fehlt das Kontrollorgan das im Zweifel Stopp rufen kann. Macht man halt n zwei Zonen Luftdichtheit, ein Mal Folie, ein Mal Gipskarton - DFF werden überbewertet :D

    Und nu geh ich Buletten machen für nachher. :bierchen: :winken
     
  10. magges

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    Hallo,

    ich wünsch euch erst mal ein Gutes Neues Jahr 2016.:bierchen:

    Natürlich habe ich den größten Respekt vor dem Anbringen der Dampfsperre.
    Jedoch haben bereits vielen in meinem Bekanntenkreis dies in Eigenleistung durchgeführt.
    Deshalb denke ich mit fachlicher Unterstützung sollte es auch beim klappen.
    Mein Zimmermann verwendet die Alujet Topjet. Er meint, dass hier Preis-Leistungsverhältnis stimmen.
    Anschlüsse an Wand (Mauerwerk) und Mittelpfette weden mit Dichtkleber ausgeführt. Ob er eine Anpresslatte verwendet war er sich noch nicht sicher.

    Falls hier nicht sauber gearbeitet wird, müsste dies doch spätestens beim "Blower Door Test" auffallen?
     
  11. Kalle88

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    Noch Fragen, mls? Also ich hab da keine mehr....
     
  12. mls

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    keine fragen mehr - aber ich schrieb ja auch von
    2 bis 3 ursachen für (er)baulicher erfolg ;)
     
  13. magges

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    Hallo Kalle88,
    liegt mein Zimmermann mit seinem Vorgehen so weit daneben?
    Für einen konstruktiven Vorschlag wäre ich sehr dankbar.
    Dann kann ich noch eingreifen und nochmals mit ihm sprechen.
     
  14. Kalle88

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    Eine Mittelpfette ist kein luftdichtes Bauteil! In Konsequenz ist der Anschluss daran auch nicht luftdicht. Ich halte grundsätzlich ganz ganz wenig von Dampfsperren auf PE-Basis und dann auch noch mit sd-Werten > 100m. Solch ein Sperrwert ist in der Regel in einem diff. offenem Bauteilaufbau nicht erforderlich. Sofern man mit Anpressleisten arbeiten kann, dann sollte man sich nicht Fragen ob man das tun sollte - sondern es machen. Im Sanierungsbereich (Schlaufenverlegung) ist das natürlich nicht möglich und dort sollte man, meiner Meinung nach, immer auf vorkomprimierten Kleber zurückgreifen um den Anpressdruck zu schaffen. Drückst du bei der frischen Raupe zu fest oder zu sanft kannst du den Anschluss wegwerfen - gerade deswegen ist bei Einigen dieser Anschluss nicht gern gesehen. Wenn ich die Möglichkeit habe die DS einzuputzen, dann würde ich dies auch immer tun und nicht auf den Aufputzanschluss zurückgreifen.

    Ein BDT ist eine Druckdifferenzmessung, nicht mehr und nicht weniger. Das hat mit Leckageortung wenig gemein, da braucht es schon etwas mehr für. Wie gesagt fehlt hier massiv Wissen und vermutlich auch Koordination.
     
  15. magges

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    Super.:bef1003: Danke für die wichtigen Hinweise.
    Wie es aussieht muss ich nochmals das Gespräch mit dem Zimmermann suchen.
    Werde ihn auf jeden Fall als Hilfsarbeiter unterstützen.
    Welche DS würdest du verwenden?
    In drei Räumen hätte ich noch die Möglichkeit die Folie einzuputzen.
    Was für ein Anschlussband zum Einputzen kannst du empfehlen?
     
  16. Kalle88

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    Wenn es nach mir gehen würde, würde ich auf diese ganzen PE/PA-Foliengedöns verzichten und lieber zum Plattenwerkstoff greifen, OSB in den Stärken 15-18mm. Natürlich nicht den letzten Schund um sich so wenig wie möglich Formaldehyd rein zu holen. Den erforderlichen Beweglichen Anschluss würde ich dann mit Folienstreifen/ Flexiblen breiten Klebebändern machen.

    Ich persönlich verarbeite nur die Produkte der Schweizer (S*g*). Im Grunde kann man alle Produkte verwenden die einer Regelung unterliegen und daher definierte Produkteigenschaften aufweisen. Man muss sich halt einfach überlegen was man bereit ist bezahlen zu wollen. Ich bin kein Fan davon Produkte nach ihrem Preis auszusuchen. Da zählen andere Dinge für mich, die am Ende den Preis des Produktes rechtfertigen.
     
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  18. magges

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    Das ist mir komplett neu, dass OSB-Platten diffusionsdicht sind. :wow
    Welchen sd-Wert wird somit erreicht?
    Kann man die GK-Platten direkt auf die OSB-Platten verschrauben oder wird hier noch eine Traglattung benötigt?
    Auf jeden Fall ist das für mich ein super Vorschlag.
    Nochmals vielen Dank für die ausführlichen Infos, die selbst ein Laie wie ich versteht.:bef1003:
     
  19. Kalle88

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    Warum sollten OSB diff. dicht sein? Diff. dicht sind nur Glas und Metall. Für deinen Anwendungsfall reicht der Sperrwert der üblichen OSB aus. Es gäbe noch einen Fall aber der betrifft eher das Passivhaus und zielt auf die Durckdifferenzmessung ab. Gibt einige die 15mm als zu dünn erachten aber da lässt sich trefflich drüber streiten - brauch dich prinzipiell nicht interessieren.

    Wenn du einen Trockenbauer fragst, dann wird er dir vermutlich davon abraten, weil Holz und GKB unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten haben. Kann also zur Rissbildung führen, muss aber nicht. Was alle mal aber vermieden werden muss ist im Stoßbereich eine 3 Flankenhaftung herzustellen. Hier reichen z.B. n Trennung aus Papierdeckstreifen als Hinterlegung aus.

    Dennoch würde ich den GKB nicht auf die OSB direkt aufschrauben und lieber Metallprofile verwenden. Ist jetzt nicht sonderlich teurer und bietet im Falle des Falles Sicherheit. Denn 15mm OSB wären definitiv zu dünn um es direkt aufzuschrauben, als Luftdichtung aber ausreichend. Nimmst du nun dickere Platten >20mm wird es wieder unnötig teuer und das Handling beim Verarbeiten ist auch nicht sonderlich toll.
     
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