Dämmung der Kellerdecke

Diskutiere Dämmung der Kellerdecke im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen! Wie der Titel schon verrät planen wir unsere Kellerdecke zu dämmen. Der Keller ist unbeheizt und ich habe schon an vielen Stellen...

  1. Eumel81

    Eumel81

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    Hallo zusammen!
    Wie der Titel schon verrät planen wir unsere Kellerdecke zu dämmen. Der Keller ist unbeheizt und ich habe schon an vielen Stellen mitbekommen, dass das Dämmen der Decke ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis hat.

    Viele Fragen haben sich beim Stöbern in diesem Forum bereits beantwortet, ein paar sind noch geblieben.

    Beim Haus handelt es sich um eine Doppelhaushälfte BJ'67. Was ich bisher so von den älteren Handwerkern im Bekanntenkreis gehört habe ist es ein normales Haus aus der Zeit. Also Standards erfüllt, nix übertroffen (was auch immer das im Einzelfall heißt).
    Die Kellerdecke ist eine, für mich normale, weiße, 1,95 - 2m hohe Betondecke. Wie dick sie ist weiss ich leider nicht.
    An der Decke laufen die Heizungs- und Wasserrohre entlang.
    Der Keller ist in mehrere Räume aufgeteilt, welche jeweils über eine Tür zum Hauptraum verbunden sind. Die Türen schwenken alle in den Hauptraum auf.

    So nun zu den Fragen :D

    1.) Im Schwenkbereich der Türen sind es zwischen Tür und Decke nur etwa 2,5cm. Kann man in dem Bereich bedenkenlos einfach dünnere Dämmplatten verwenden oder muss der ganze Raum in einheitlicher stärke gedämmt werden? Die meisten Türen sind zur Not auch entbehrlich aber die Tür zum Heizungsraum muss ja definitiv erhalten bleiben.

    2.) Kann man die einzelnen Räume in jeweils unterschiedlicher Stärke dämmen falls jeder Raum für sich einheitlich sein muss? Da die Türen ja alle in den Hauptraum aufgehen würden dickere Platten in den anderen Räumen das Öffnen der Türen ja nicht behindern.

    3.) Wenn die Plattenstärke einheitlich sein MUSS, macht eine Dämmung mit 20mm Platten überhaupt Sinn? Also außer für den wo ich die Platten kaufe meine ich natürlich ;)

    Falls die Fragen irgendwo schon einmal aufgetaucht sind, bitte auch gerne auf den Thread verweisen.

    Vielen Dank schon einmal für die Antworten. =)
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Ich bin ein Freund von Dämmung, das dürfte ja hinlänglich bekannt sein, aber denkst Du es ist richtig bei einer Kellerhöhe von 1,95m noch eine Dämmung an die Decke zu kleben? Da kann sich dann der normale Mitteleuropäer nicht einmal mehr aufrecht im Keller bewegen.
    Oder aber man investiert in eine extrem teure Dämmung mit niedriger WLG, doch dann legt man dafür mehr auf den Tisch als Andere die ihr ganzes Haus dämmen.

    Ich stand vor genau der gleichen Entscheidung und habe mich dann schweren Herzens gegen die Dämmung der Kellerdecke entschieden. Die Nutzbarkeit der Kellerräume war mir wichtiger.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Eumel81

    Eumel81

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    Da ich selbst grad mal knapp 1,80m groß bin und meine Frau noch eine Ecke kleiner sehe ich da bei 1,95m noch ausreichend Luft.
    Die Platten die ich im Auge habe, haben WLG024 falls das noch eine nützliche Info ist.

    Gruß
    Micha
     
  5. R.B.

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    Du kannst ja mal den U-Wert Deiner Konstruktion ermitteln. Mit ein bischen Dämmung (40-60mm) kannst Du den U-Wert schon unter 0,5W/m2K bringen, aber ab dann wird die Dämmdicke doch schon erheblich. Willst Du den U-Wert in Richtung 0,25W/m2K bringen, dann musst Du selbst bei WLG024 schnell mal 10cm an die Decke kleben, da hast Du dann noch 5cm Kopffreiheit.

    Es geht aber nicht nur um die Größe von Personen, sondern im Keller muss man ja auch einmal was ein- oder umräumen, da ein Regal oder was weiß ich, und ständig bleibt man an der Decke hängen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Planloser

    Planloser

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    Naja, aber die Alternative zu einem ungedämmten U-Wert von sagen wir mal 2,5 muss ja nicht unbedingt 0,25 sein.
    Mit 20 mm WLG024 wären doch auch schon ein Wert von 0,8 W/m2K drin. Das sollte sich doch als Isolierung schon bemerkbar machen und schränkt die Kopffreiheit wenig ein.
     
  7. R.B.

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    Wenn man´s richtig machen möchte, dann sollte die EnEV das Maß der Dinge sein, und wenn man sich schon die Mühe macht, dann sollte man auch einen Erfolg sehen.

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, handelt es sich um eine reine Betondecke, oder um eine Decke mit Hohlsteinen und Betonüberdeckung? Und natürlich wäre auch interessant zu wissen, wie der Keller genutzt wird.

    Wie gesagt, ich habe schon Probleme bei meinem 2m Keller, und das hat nichts mit der Personengröße zu tun, sondern mit der Nutzung. Wird der Keller nur zum Abstellen von irgendwelchen Sachen genutzt, Schränke mal außen vor, dann kann man sicherlich auch mit einem "Kriechkeller" leben.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Eumel81

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    Darum unter anderem auch die Frage ob sich 20mm überhaupt irgendwie bemerkbar machen würden. Und wie eingangs gefragt muss dann die ganze Decke in einer Stärke isoliert werden oder ist es auch möglich z.B. den Schwenkbereich der Türen mit 20mm und den Rest dann mit 80 oder 100mm zu dämmen?

    Im Energieausweis wird von einer reinen Betondecke ausgegangen wenn ich mich korrekt erinnere. Kann da leider frühstens morgen noch einmal einen Blick rein werfen wegen physischer Abwesenheit.

    Der Keller wird nicht bewohnt. Einer der Räume beherbergt meine "Werkstatt", einer ist Waschküche, der Rest sind eigentlich nur Lagerräume. Achja und einer ist der Heizungsraum.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Wenn die Daten der Decke bekannt sind, kann man ja einmal rechnen.

    Wie oben geschrieben, EnEV ist das Maß der Dinge, aber was nicht geht das geht halt nicht. Man muss dann entscheiden, was noch sinnvoll ist.

    Waschküche, Werkstatt, Lagerraum, vergleichbar mit meinem Keller bzw. dessen Nutzung. DU musst selbst entscheiden mit welcher Raumhöhe Du noch klar kommst. Ich habe das für mich schon entschieden. ;)

    Wird im Keller auch Wäsche getrocknet? Wenn ja, dann frage zuerst mal Deine Chefin, nicht dass die Bettwäsche nachher auf dem Boden aufliegt weil man das Wäscheseil niedriger hängen muss.

    Wie gesagt, es gibt viele Dinge zu beachten, man muss halt schauen, ob man den Keller später noch so nutzen kann wie gewünscht.

    Gruß
    Ralf
     
  10. Eumel81

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    Ist mir schon klar, dass ich für mich selbst entscheiden muss mit welcher Deckenhöhe ich noch klar komme. Darum geht es mir hier aber gar nicht.

    Es geht mir hier darum, ob man
    - einen Raum mit unterschiedlichen Dämmplattenstärken dämmen kann bezogen auf Folgeschäden
    - unterschiedliche Räume einer Etage mit unterschiedlichen Stärken dämmen kann

    Die Wunschstärke steht schon fest, aber wenn ich damit dämmen würde bekäme ich die blöde Tür zum Heizungsraum nicht mehr auf und/oder zu.
    Wenn man bedenkenlos mit unterschiedlichen Stärken dämmen kann, dann würde ich halt den Türbereich mit 20 oder 30mm dämmen und den Rest des Hauptraums mit mehr.
    Wenn das ein erhöhtes Risiko mit sich bringen würde (warum auch immer), dann würde ich noch einmal intensiv darüber nachdenken, ob sich die Investition überhaupt lohnt wenn ich die komplette Kellerdecke mit nur 20mm vollklatsche.

    Gruß
    Micha
     
  11. R.B.

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    Warum solltest Du nicht unterschiedliche Dämmstärken an die Decke kleben können?

    Ich sagte ja, EnEV wäre das Maß der Dinge, aber was nicht geht, das geht nicht.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Eumel81

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    Naja es friert zwar im Keller in der Regel eigentlich nicht, aber ich habe dann durch die unterschiedlichen Stärken ja auch unterschiedlich kalte/warme Stellen an der Decke. Bei Außenwänden ist das ja nicht ganz so praktisch so wie ich das bisher mitbekommen habe, vorallem wenn man nichts davon weiss.
    Ob es sich nun bei einer Kellerdecke genauso verhält oder nicht, das weiß ich nicht, daher auch die Frage.

    Gruß
    Micha
     
  13. R.B.

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    Im Keller wird es schon etwas kälter durch die Dämmung, denn der Wärmestrom "von oben" wird ja (hoffentlich) reduziert. Du bewegst Dich mit der Dämmung aber auf der kalten Seite, und somit ist es kein Unterschied ob 2cm oder 10cm, zumindest wenn es um´s Schadensrisiko geht.

    Gruß
    Ralf
     
  14. Inkognito

    Inkognito Gast

    Abgesehen davon, dass es üblicherweise im Heizkeller warm ist, ist es auch meines Wissens nicht erlaubt in diesem Bereich brennbare Dämmung zu verbauen. Sollte beides offensichtlich sein könnte man meinem, dem Vorbesitzer meines Hauses war es das wohl nicht, deswegen schreib' ich das nochmal in aller Ausführlichkeit.
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Per Definition ist das bei einem EFH kein Heizraum sondern ein Aufstellraum. Wird reden im EFH Bereich ja eher von kleinen Kesseln.

    Es kann aber trotzdem aufgrund der Lage "im Keller" besondere Brandschutzanforderungen geben. Das Thema hatte wir mal vor längerer Zeit, müsste ich mal suchen.

    Gruß
    Ralf
     
  16. Budenzauber

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    Da die Türen alle (mit nur 2,5 cm "Luft") in den Hauptraum öffnen, würde ich den Schwenkbereich (oder je nach Restfläche den ganzen Raum) kpl. ungedämmt lassen, falls mal eine Tür raus muss.
    Rohr- und Leitungsverlauf ggf. vorher fotografieren/dokumentieren. Bei Regalen etc. Kippwinkel/Übermaß beim Aufstellen berücksichtigen.

    Gruß Budenzauber
     
  17. Eumel81

    Eumel81

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    Danke für den Tip mit der Leitungsdokumentation, einige der Leitungen werde ich denke ich unter die Dämmung legen. Die meisten hängen leider im ungünstigen Abstand zur Decke. Da ich die Rohre, grade jetzt in der Heizperiode, nicht umverlegen möchte werde ich da jeweils mit Dämmplatten ein Kasten drum bauen oder die Stellen auslassen denk ich mal.

    Danke auch für die anderen Beiträge =)
     
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  19. #17 Arnold Drewer, 17. Dezember 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Dezember 2012
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    1. man kann unterschiedliche Dämmplatten verwenden, sie "beißen" sich nicht
    2. es gibt Dämmplatten mit der WLS 022 (Phenolharz), und
    3. wenn es ganz eng ist, isdochegal mit der WLS 014
    4. ein fugenfreies und technisch perfektes Verfahren verwendet PUR-Sprühschaum WLS 030
    nicht vergessen, die Rohre "by the way" mitzudämmen
     
  20. Eumel81

    Eumel81

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    Wollte gerade noch fragen ob es Sinnvoll ist die <1mm Fugen die wegen der unebenen Decke entstanden sind irgendwie zu schließen, aber mit Punkt 4 ist diese Frage dann eigentlich schon beantwortet =)
     
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