Dämmung Fachwerkhaus von 1900

Diskutiere Dämmung Fachwerkhaus von 1900 im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, Wir wohnen in einem Fachwerk-Bauernhaus, dass um 1900 erbaut wurde. Im EG und ein Teil des Dachgeschosses sind bis 2000 ständig...

  1. AlexD1979

    AlexD1979

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    Hallo,
    Wir wohnen in einem Fachwerk-Bauernhaus, dass um 1900 erbaut wurde. Im EG und ein Teil des Dachgeschosses sind bis 2000 ständig moderinisert und ausgebaut worden. Unsere EG-Wohnung hat 2-fach abgehängte Decken aus Fermacell o.ä. Baustoff und darauf befindet sich eine Lage Glaswolle. Darüber kommt dann direkt die Originalbalkenlage mit Dielenbrettern. Darüber ist der unbebaute Dachraum (früher Korn- und Strohspeicher) und Dach mit Betonpfannen, nur verschmiert nach innen, sonst keine weitere Sparrendämmung etc. Die Dachkonstruktion bzw die Sparren (?) sind unterschiedlich dick, sieht für mich fast aus, als wären Fichtenstämme genommen worden, die teilweise nach oben schmaler werden. Wird aber schon was richtiges sein.

    Meine Idee wäre nun, da wir die Original-Raumhöhe bis zur obersten Balkenlage wieder freilegen möchten, den Deckenaufbau komplett neu zu rekonstruieren. Da die Dielen beim Betreten durchbrechen, habe ich wenig Hoffnung die aufarbeiten zu können.

    Daher würde ich folgendes machen wollen:
    (Damit die Wohnung bewohnbar bleibt, würden die folgenden Maßnahmen alle vom Dachboden ausgeführt werden und nach Abschluss der Maßnahmen die Deckenabhängung in der Wohnung entfernt werden.)
    Grundfläche auf dem Dachboden, 250 m²
    1. Alte Dielen entfernen
    2. Alle Balkenlage reinigen und neu streichen
    3. Neue Dielen aus dem Baumarkt 19mm aufbringen und dunkelbraun streichen.
    4. Eine Folie komplett auslegen auf dem Dielenboden
    5. Eine Auffütterung der ursprünglichen Fachwerkbalken vornehmen um auf dem Dachboden "Fächer" zu errichten. Kanthölzer mit einer Höhe von 15 cm
    6. Auslegen von Klemmfilz WLG035 in den Zwischenräumen, Stäke 14 cm
    7. Abdeckung komplett mit OSB Platten 22m stark.

    ICh habe da mal grob 5000 Euro Materialkosten veranschlagt. ISt das realistisch und habe ich die richtige Idee?
    Es ist nicht ausgeschlossen,dass später der Dachboden mit Zimmern ausgebaut werden sollte, aber das ist noch weit entfernt.

    Gibt es bessere Ideen, was man machen könnte?

    Viele Grüße
    Alexander
     
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  3. H.PF

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    Die Kosten sind zu gering geschätzt. Du kommst kaum mit dem Materialkosten hin und du hast noch nicht eine Schraube eingekauft... und du wirst lange, teure Schrauben brauchen um aufzudoppeln...
    Und dann das ganze Befestigungsmaterial für die Platten und für die Schalung, dann noch die Farbe etc...

    schätz mal du brauchst rund 1000 Euro mehr.

    Und nu mal ans Wichtige:
    Wie sieht es aus mit der Traglast und der Tragfähigkeit? Wie sieht deine Detailplanung zum Thema Luftdichtigkeit an den Rändern aus?

    Das Thema hat SO viele Fangeisen das du das nicht alleine gestemmt bekommst. Du brauchst einen Statiker der dir das mal aufdröselt vor Ort, was da möglich ist und was nicht geht...

    Gruß Holger
     
  4. #3 BauherrinM, 26. Januar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 26. Januar 2011
    BauherrinM

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    Hallo Alex,

    damit wirst du beleibe nicht hinkommen..
    wir haben gerade ein ähnliches Projekt zwar nicht soviele qm² aber ähnlicher aufwand...
    aktuelle Preise derzeit alles zzgl. Mwst:
    nur Zimmermann btw. da sind die neuen Balken 10/20er und eine Bodentreppe noch drin -verlegen, anpassen etc .. 5000,00 €

    Abbruch machen wir selbst und entsorgen ..
    Material OSB 22mm - qm² ca. 9,95 € (bei uns was billiger da wir den Holzhändler kennen ;) .. da wärst du alleine schon bei ca. 2500,00)
    Mineralwolle Preis pro qm² für 140er - 10,2 €
    Containerkosten zur Entsorgung nicht vergessen .. da bist du auch schnell bei ein paar Hundert euro
    plus alles andere ... was eine Schüttung kostet weiss ich nicht .. aber rechne.

    tu dir einen gefallen und kauf nicht im ersten Baumarkt .. geh zu einem Baustoffhändler .. die sind oft sehr viel günstiger als der Baumarkt.

    Viel Glück und gutes Gelingen
     
  5. #4 BauherrinM, 26. Januar 2011
    BauherrinM

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    Nachtrag ...
    hohl dir auf jedenfall einen vom Fach dazu und Statiker ..
    die 22er OSB ist das Minimum was man verlegen sollte - wenn das später als Wohnraum genutzt werden sollte, solltest du auf jedenfall mehr nehmen.
    Für den Wohnraum nehmen wir 2x15er die entgegengesetzt verlegt werden. Da das "gehgefühl" einfach besser ist. Haben in einem Raum mal nur "2x12er" gelegt, und im nächsten dann "2x15" .. die 3mm merkt man beim laufen. Wir haben den direkten Vergleich.

    Wir sanieren "von unten", und haben uns für die restlichen bewohnten Räume eine Staubtüre einbauen lassen. So das der Dreck sich nur auf diese beiden Räume beschränkt, kann ich nur empfehlen (von unserem Zimmermann leihweise)
    Ich finde, (wir haben schon einige Zimmer saniert) das von unten zu sanieren einfacher ist, da man evtl. Schäden die man von oben nicht unbedingt sieht .. wie Mauerwerk nicht ok, Balkenauflage nicht ok etc. von oben nur schwer sehen und sanieren kann.
     
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