Dämmung Speicher

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  1. coroner

    coroner

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    'Nabend.
    Mal keine Frage - sondern nur ein kurzer Bericht, der vielleicht für manchen interessant sein könnte.

    Seit der Fertigstellung meines Häuschens bin ich eifrig am Datenerfassen der Stromverbräuche
    meiner Anlage
    (Kfw55, Enev2007 - ca. 320qm beheizt,
    ca. 8 Personen WW - TW Speicher ~400L,
    WW ~800L, Wärmepumpe günstigerer Klima-Splitvariante mit 16kW)
    So richtig zufrieden war ich mit den gemessenen Ergebnissen noch nie, es hat sich auch
    herausgestellt, dass die Hütte etwas mehr verbraucht als geplant - aber darum gehts hier nicht.

    Ich hatte jedenfalls (und habe immernoch...) relativ hohe Anlagenverluste.
    Auf der Suche, wie ich diese minimieren kann drehte ich viel an den Aufheizzyklen des WW, an
    der Hysterese der Heizung und an der Laufzeit der Zirkulationsleitung. Was man halt so macht
    mit seiner Heizungsanlage als Häuslebauer... :lock

    Das Feintuning half und ich kam so immer etwas näher an die gewünschten Optimalwerte.
    Irgendwann fiel mir mal mein unheimlich warmer Heizraum auf, der eigentlich "von selbst" immer
    auf mind. 25° temperiert war - eine FBH haben wir damals extra dort ausgespart.
    Nach kurzer Recherche online habe ich einen Anderen gefunden, der mit seiner Idee sogar ins Fernsehen kam
    und schnell den Entschluß gefasst für ca. 60€ alukaschierte Dämmwolle in 100mm in der Bucht zu kaufen.
    Gesagt getan - um den WW Speicher gewickelt mit Alutape zum dortigen verweilen gebeten und obendrauf
    mit 100mm EPS noch hübsch abgedeckt.

    Nach einigen Wochen Beobachtungsphase kann ich behaupten, dass ich in 24h ca. 2kwh (el.) bei der
    WP spare. Im Winter wirds vielleicht aufgrund des schlechteren COPs noch etwas mehr.
    Damit hochgerechnet sind das jedenfalls schon mindestens 130€/Jahr Ersparnis bei einem Kapitaleinsatz
    von 60€ und einem Abend geschimpfe mit MiWo an den Armen :D

    Da mein Heizungsspeicher maximal auf 29° läuft habe ich mir die Aktion da gespart und nur am
    hochenergetischen WW Speicher angesetzt. Ich war letztlich wirklich überrascht, dass die Aktion wirklich
    was gebracht hat - und zwar nicht nur theoretisch sondern messbar und dauerhaft.

    -c
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Die Bereitschaftsverluste eines WW Speichers liegen, je nach Größe, bei etwa 2-3kWh über einen Zeitraum von 24h. Solche Angaben finden sich in den technischen Unterlagen zu den Speichern. Dort stehen idealerweise auch die Bedingungen unter denen diese Verluste ermittelt wurden.

    So weit die Theorie.

    Die Praxis zeigt aber, dass die Verluste deutlich höher sind. Verantwortlich dafür sind dann noch so Dinge wie die Speicheranbindung (Rohre, deren Dämmung etc.) und die Betriebsweise (Temperaturen, Zirkulation). Diese Verluste schmerzen besonders im Sommer wenn sowieso nur ein geringer Energiebedarf für das Haus bzw. WW ansteht. Da machen sich die paar kWh schon ganz heftig bemerkbar, und treiben den Gesamtwirkungsgrad der Anlage in den Keller.

    Noch schlimmer wird es wenn dann ein Ölkessel oder eine Gastherme für die WW-Erzeugung zuständig sind. Diese haben aufgrund ihres Aufbaus (Masse) und Betriebsweise erhebliche Verluste die beim Heizbetrieb im Rauschen untergehen, aber bei beispielsweise 7kWh WW Bedarf pro Tag den Wirkungsgrad völlig ruinieren. Gerade bei Gebäuden im Bestand hat man da früher keinen Gedanken verschwendet, denn Öl war ja billig. Meine Anlage hatte zu ihren besten Zeiten im Sommer einen WW-Wirkungsgrad um die 25%. Mehr war nicht drin.
    Mit viel Mühe habe ich den Wirkungsgrad in Richtung 65% gebracht, doch im Bestand hat man irgendwann das Problem, dass man das Haus sprengen und neu bauen müsste, weil viele Leitungen unzugänglich in Wänden, Decken etc. liegen.

    Gratulation zu Deinem Erfolg.

    Gruß
    Ralf
     
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