Dämmung von Rohrleitungen

Diskutiere Dämmung von Rohrleitungen im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, bei mir wurden inzwischen Wasserleitungen verlegt. Ich habe dazu ein paar Detailfragen. [ATTACH] [ATTACH] [ATTACH] [ATTACH]...

  1. Mibe25

    Mibe25

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    Hallo zusammen,

    bei mir wurden inzwischen Wasserleitungen verlegt. Ich habe dazu ein paar Detailfragen.
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    Muss die Dämmung der Rohrleitung dicht am Rohr anliegen? Müssen die Stöße zwischen den Dämmrohren verklebt sein (z.B. damit die Ausgleichsschüttung nicht reinrieseln kann)? Muss die Dämmung dicht am Außendurchmesser des Rohres anliegen, oder darf da ca. 0,5cm Luft sein?

    Desweiteren habe ich so meine Probleme beim den vorgeschriebenen Dämm-Anforderungen. In einem Vorabzug des "Energieeinsparnachweises" für mein EFH wird zum Thema Dämmstärken auf die Tabelle nach Anhang 5 der EnEV verwiesen. Verstehe ich folgendes richtig:
    Beispiel: Eine Warmwasserleitung zur Küche liegt auf dem Rohfußboden des Erdgeschosses liegt. Wenn sich unter dem Erdgeschoss ein beheizter Raum befindet, dann muss die Warmwasserleitung bei einem Durchmesser bis 22mm nur mit 50% von 20mm WLG035 Dämmung versehen werden. Sobald ein unbeheizter Raum darunter liegt, müssen es dann 100% von 20mm WLG035 sein.

    Was macht man an den Befestigungsschellen für die Rohre, die im Leitungsschacht laufen? Die Dämmung musste dort ja aufgeschnitten werden. Von vorne wurde der halbe Rohrumfang gedämmt, aber hinten ist das Rohr ungedämmt: Da ist nur das Klebeband drüber. Ist das "sauber", so dass ich mir z.B. wegen Kondenswasserbildung an einer Kaltwasserleitung und Wärmeverlust an einer Warmwasserleitung keine Sorgen machen muss?

    Vielen Dank für Eure Einschätzung!

    Grüße von Oli
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Hier findest Du alles:

    http://bosy-online.de/Waermedaemmung.htm

    Am Ende der Seite steht auch ein Link "Dämmung von Rohbefestigungen". Dieser link lädt einen Auszug aus einer Montageanleitung eines Herstellers, dort ist beschrieben, wie man Rohrbefestigungen dämmen kann.

    Wenn die Rohrdämmung bis nahe an die Befestigung herangeführt wird, ist die Auswirkung auf die Anlagenverluste gering, selbst wenn man die Befestigung nicht optimal dämmen kann.
     
  3. Mibe25

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    Danke für die Informationen und den hilfreichen Link!
     
  4. #4 bauloehr, 07.07.2015
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    Hi,

    es wundert mich, dass noch niemand bzgl. Innenputz und Luftdichte nachgefragt hat...

    Gruß
    Hannes
     
  5. #5 snoopier, 07.07.2015
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    Dann frag ich mal, wie ihr die Luftdichtheit hinter den Rohren sicher stellen möchtet ? Besser wäre es erst zu Putzen und dann Rohre oder zumindest ein Glattstrich zu machen.

    Grüsse
     
  6. Mibe25

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    Hi,

    sorry, dass ich jetzt erst antworte: Das mit der Luftdichtheit hinter den Rohren hatte ich auch schon auf dem Radar. Allerdings habe ich es verworfen, da ich in einer Quelle gelesen habe, dass der Putz hinter den Rohen wegbleiben kann, wenn im darauffolgenden Aufbau besonders auf Luftdichtheit geachtet wird. Natürlich wird bei mir keiner "besonders auf Luftdichtheit achten", aber ich habe keine belastbare Quelle, wo explizit der Putz hinter den Rohren vorgeschrieben wird.
    Kann mir hierfür jemand eine Argumentationshilfe oder einen Hinweis geben? Ich habe hier nur die Broschüre "Luftdichtheit von Gebäuden Schnittstellen zur Qualitätssicherung" des Landesgewerbeamts. In Kapitel 5.2 steht:
    "Vor Installationsbeginn muss die Luftdichtheitsschicht fertiggestellt sein. Befestigungen und Durchdringungen sind mit der erforderlichen Sorgfalt auszuführen."
    und
    "Geräteaufstellung und Leitungsführungen sind sorgfältig und soweit möglich bzw. sinnvoll innerhalb der gedämmten und luftdichten Hülle zu planen."
    Das reicht meinem GÜ allerdings nicht.
    So ganz logisch finde ich das auch nicht, denn Elektroleitungen werden ja auch verlegt, bevor der Innenputz als Luftdichte Ebene hergestellt wird, oder irre ich mich hier?
     
  7. #7 feelfree, 11.07.2015
    feelfree

    feelfree Gast

    Du irrst dich nicht. Der kleine aber feine Unterschied ist, das die Elektroleitung ja IN der Mauer liegt und hinterher zugegipst wird.
     
  8. Julius

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    Die "besondere Sorgfalt" wüäre bei Dir sowieso zum Scheitern verurteilt - nämlich wegen des in der Vorwand eingebauten Spülkastens.
    Daher muß verputzt werden!

    Frag doch Deinen GÜ einfach. wo in jenem Bereich die Luftdichtigkeitsebene liegen soll.
     
  9. Mibe25

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    Wenn ich genauer darüber nachdenke, ist es logisch. Die Elektroleitungen liegen dann außerhalb der Luftdichten Gebäudehülle. Der Spülkasten liegt teilweise vor und teilweise hinter der Luftdichten Ebene, wenn die Außenwand nicht verputzt ist.

    Wirklich interessant, wie logisch und einfach die Dinge scheinen (nachdem man mit der Nase drauf gestoßen wurde). :think
     
  10. Mibe25

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    Nochmal eine Frage in die Richtung "luftdichte Hülle":
    An die Außenwände aus Poroton-Ziegeln sind Innenwände aus Gipswandbauplatten mittels Randanschlussstreifen (ähnlich wie Filz) angeschlossen. Sehe ich es richtig, dass auch der Bereich zwischen Randanschlussstreifen und Ziegelmauerwerk hätte verputzt werden müssen?
     
  11. Julius

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    So ist es.
     
  12. Mibe25

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    @Julius: Vielen Dank für Deine Rückmeldung.


    Ich habe gestern mit dem Bauleiter über das Verputzen der folgenden Stellen diskutiert:

    1.) Hinter den Vormauerungen von Duschtasse, Badewanne und WC.
    2.) Drempelmauerwerk. Vor dem Drempelmauerwerk laufen Abwasser und Heizungsrohre. Zum Raum hin wird dieser Bereich durch Gipswandbauplatten abgetrennt.

    Das Ergebnis war schlecht:
    zu 1.) Es wird definitiv nicht verputzt, obwohl ich ihm den entsprechenden Auszug aus dem Dokument "Luftdichtheit von Gebäuden" des Landesgewerbeamts vorgelegt habe. Das Argument: "Wenn man hinter der Vormauerung verputzen müsste, dann müsste ja auch hinter Steckdosen verputzt werden und hinter den Wasserleitungen in den Außenwänden." Der Schluss des Bauleiters ist ja richtig. Er hätte sich aber fragen müssen: Warum haben wir hinter den Leitungen nicht verputzt und warum wurden keine luftdichten Steckdosen eingesetzt?

    zu 2.) Das Drempelmauerwerk wird verputzt. Leider kommen dann zwischen Putz und Gipswandbauplatte ca. 30 cm Dämmung. Ich sehe hier das Problem, dass Tauwasser an der kalten Innenseite der Poroton-Steine ausfallen wird.

    Ich sehe beim Bauleiter kein sinnvolles Konzept und kein Verständis für bauphysikalische Vorgänge. Beflügelt wird der Bauleiter durch seine letzte Bauabnahme mit den "Bapperl-Klebern", bei der eine Acrylfuge zwischen Innenputz und Gipskartonverkleidung als luftdichte Abdichtung akzeptiert wurde.

    Der Grund, warum hinter der Vormauerung verputzt werden muss (oder ein Glattstrich) ist, dass die Durchdringungen auf die Wandoberseite nicht dauerhaft luftdicht sind, oder?

    Beim WC Spülkasten leuchtet mir das ein: Dort, wo die Drückerplatte montiert wird, ist die Durchdringung nicht Luftdicht.
    Bei den Badewannen- und Dusch-Armaturen habe ich ein Verständnisproblem: Sehe ich es richtig, dass die Durchführungen von "hinter Fliesen" zu "vor Fließen" schlichtweg nicht luftdicht sind, auch nicht bei Unterputz-Armaturen?
     
  13. Julius

    Julius

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    Du sollst ja auch nicht mit ihm diskutieren.
    Sondern den Nachweis der fachlich korrekten Ausführung verlangen (hat er schriftlich zu erbringen)!

    Immerhin ist seine Strategie, den einen Murks mit dem anderen zu begründen, halbwegs originell...

    In Außenwänden haben Rohrleitungen heutzutage übrigens nichts mehr verloren.
    Und korrekt eingebaute Gerätedosen sind sehr wohl luftdicht.
     
  14. Mibe25

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    @Julius: Danke für Deine Geduld.

    Gibt es eine Norm oder ein "Gesetzt", wo das tatsächlich so geschrieben steht?

    Für mich ist das schlimm, weil ich nicht weiß, ob er mich verar...t, oder ob er es wirklich nicht besser weiß.
     
  15. Mibe25

    Mibe25

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    Das Verputzen hinter der Vormauerung ist erledigt. Nach einem Zitat der DIN 4108-7 (Kapitel 4 Anmerkung 1, Danke Alfons für den Hinweis) wurde hinter der Vormauerung verputzt. Leider war ein Eck schon komplett zugemauert, als ich auf die Baustelle, so dass ich dort noch per Endoskop kontrollieren lassen muss.
     
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