Dämmung vor Innenputz und Feuchtigkeit

Diskutiere Dämmung vor Innenputz und Feuchtigkeit im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, bei mir wurde letzte Woche der Innenputz fertiggestellt. Bei der Witterung bin ich deshalb gezwungen meinen Neubau elektrisch zu heizen....

  1. #1 blacksektor, 20. Dezember 2009
    blacksektor

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    Hallo, bei mir wurde letzte Woche der Innenputz fertiggestellt. Bei der Witterung bin ich deshalb gezwungen meinen Neubau elektrisch zu heizen. Die Temperatur innen drin, beträgt ca. 7 - 11 Grad. Vor dem Innenputz wurde die Dachdämmung mit 20 cm Glaswolle eingebracht und eine Dampfbremsfolie darunter installiert. Die Anschlüsse der Folie zum den jeweiligen Dachflächenfenstern haben leider nicht gehalten so daß hier Feuchtigkeit eindringen konnte. Die Glaswolle ist hier oben 5 cm Durchfeuchtet genauso wie das Holz daß danach kommt und sogar teilweise gefroren. Außentemperatur hier - 15 Grad. Oberhalb des Holzes ist eine sogenannte Diffusionsoffene Folie installiert. An einer Stelle im Bad haben die Elektriker auch noch ein Loch in die Folie gemacht. Genauso wie im Gang. Die ganze Folie ist daher löchrig und nicht vollständig dicht. Die Trockenbaufirma meint, das trocknet schon wieder aus ich hab da jedoch Zweifel und auch arg Angst vor Schimmel. Von Ve*** hätte es wie ich gerade gesehen hab solche Anschlußkits für die Dachflächenfenster gegeben. Ich hab nämlich keine Lust hier dem Schimmel tür und Tor zu öffnen. Unter die Folie soll nun auch noch 6 cm Untersparrendämmung. Es will natürlich wieder keiner was verkehrt gemacht haben.
     
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  3. Gast943916

    Gast943916 Gast

    Zum Zustand der Dämmung was zu sagen ist sehr schwierig, da wir nicht wissen wie du "durchfeuchtet" definierst. Feucht oder Nass ist die Frage, aber ich gehe davon aus, dass sie auszuwechseln ist.
    Die Folie muss vollständig dicht und ohne Löcher sein, Kabelauslässe sind abzukleben.
     
  4. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Ist

    hier

    mit Folie die Dampfsperre gemeint?:irre
     
  5. #4 blacksektor, 22. Dezember 2009
    blacksektor

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    Naja, heute war der Baubiologe Dr. xxx da. Hat fleißig Foto´s geschossen. Wie erwartet. Die Dämmung an den Fenstern ist nicht fachgerecht. Anschlüsse an der Bodentreppe ebensowenig. Deshalb ist meine OSB Platte auch zum Teil durchfeuchtet worden. Eigentlich müsste die nach DIN deshalb auch runter, weil Sie immer mehr als die Feuchtigkeit ab werk hat. Das Problem ist halt daß da schon die Leitungen für die Lüftungsanlage drauf liegen. Er meinte ich kann die zwar auch trocken bringen aber so trocken wie ausm Werk wird´s halt nimmer.

    Den Handwerker ist sich wie immer keiner Schuld bewust. Die Feuchte Dämmung ist schon draußen.

    Ich will jetzt morgen erst mal ne Notdämmung rein machen und die solange ich den Bau noch nicht trocken heizen kann vieleicht alle 4 Tage wechseln lassen. Sonst wird´s im Bau zu kalt. Dann Bau trockenheizen von ner Firma die das in 10 Tagen macht und dann erst die neue Endgültige Dämmung rein.

    Geschockt hat mich halt, daß die Dachschallung auch feucht ist. Ist das normal. Draußen ca. -15 Grad zumindestens die letzten Tage und drinnen 10 Grad. Drauf ist wie gesagt ne Diffusionsoffene Folie und dann 1 cm Bretterschallung. Dann (war) die Glaswolle WLG 035 zwischen den Sparren drin. 20 cm und die Folie druff.

    Wie würdet Ihr hier vorgehen. Auch mit dem Handwerker. Er beruft sich auch drauf, daß der Heizerer es Ihm verboten hat zuzumachen, da der noch Lüftungsleitungen legen musste.

    Bauphysiker (ist auch Gutachter) meinte nicht DIN-Gerecht. Insbesondere machte ich den Handwerker darauf Aufmerksam, daß es von Vel** ein Anschlußkitt für die Fenster zur Dämmung gibt. Der Handwerker meinte, daß ich daß dann besorgen hätte müssen.

    Ich will ja eigentlich nicht streiten, auch weil der Heizerer und der Elektriker auch Schuld haben. Der Elektriker hat die Dämmung an einer Stelle nachträglich halt auch noch geschlitzt. :bounce:

    Vor Gericht käme wahrscheinlich eine Vergleich raus oder?
     
  6. Peeder

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    also schon viel gesehen, aber das ????

    Wie wäre es mal mit ein paar Kondenstrockner ?

    Der höflichkeitshalber werde ich zu dem Fotoschießenden und den Restlichen kein Kommentar abgeben, zb
    guten Morgen, Dr. , es sind schon wieder die Handwerker schuld.

    Peeder
     
  7. #6 blacksektor, 22. Dezember 2009
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    Naja, ist ein renomiertes Institut für Bauphysik in Ingolstadt. Und natürlich sind´s die Handwerker die gepfuscht haben. Der Bauherr war´s wohl nicht, der hat nämlich 2 Linke Hände und hat das rumpfuschen deshalb gleich sein lassen, da er eh weis daß er´s nicht kann.
     
  8. Julius

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    Der Richter würde wohl erst einmal fragen, wer Dein Planer, wer Dein Bauleiter und wer Dein Bauüberwacher ist...!
     
  9. Peeder

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    genau, @Julius, den die hervoragende Aussage, bei 200 Wolle, nochmal unter der Bremse 60er zu packen halte ich nicht gerade für toll.

    Aber derjenige, der dies vorgeschlagen hat, wirds wohl wissen.

    Ich würde es nicht machen.

    Aber wir sind ja nur die dummen Handwerker, und sind ja mal zuerst immer schuld.

    so ein Spruch stellt die Koordinierung der Gewerke dar , jeder sagt was, keinen macht, oder alle gleichzeitig, oder umgekehrt, oder jeder wie er will.

    Gratuliere zur Bauleitung.

    Peeder
     
  10. acensai

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    Wenn ich fragen darf: Was ist denn eurer Meinung daran falsch? Bei uns ist auch eine gedämmte Installationsebene von ~ 8 cm geplant.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 23. Dezember 2009
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    Es gibt die Regel, dass "bedenkenlos" bis 20% der Dämmung über der Dampfbremse darunter dazu gepackt werden können. Bei 200 m wären das 40 mm gleicher WLG.
    Will mensch mehr drunter packen, geht das durchaus, wenn der Aufbau rechnerisch nachgewiesen worden ist.
    Als Pauschalaussage sicher bedenklich.
    Fragt sich, von sie kommt?

    Bei der OSB ists doch sc....egal, wie trocken die aus dem Werk kam. Sie darf nur nicht wesentlich feuchter als die Umgebung sein.
    Und so trocken wie die Umgebung wird sie auch wieder - irgendwann.

    Wo ist denn DEIN Sachverstand???? (Nicht der in Deinem Kopf, sondern der, der Deinen Laienstatus extern aufbessert)
     
  12. H.PF

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    Daumenwert: 20 % der Dämmung kann auf der Innenseite der Dampfsperre liegen. Und das sind nur 40 mm...
     
  13. blacksektor

    blacksektor

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    also seit heute stehen 4 Bautrockner drin (2 große, zwei kleine). Ein Ölheizer (außenstehnd) mit 65 kw ist heute abend in Betrieb gegangen. Die Temperatur innen ist vorsichtshalber auf 15 Grad Plus eingestellt. Luftfeuchtigkeit dürfte so ziemlich drunten sein.

    Von den 4 Bautrocknern sind die 2 großen und ein kleiner in Betrieb. Die Feuchte Dämmung (schlimmsten stellen) wurden heute zurückgebaut. Die Verdachtsflächen werden morgen zurückgebaut.

    Daß mit der Dämmung 6 cm unter der Dampfsperre war nur ein Vorschlag des Trockenbauers, den ich nicht ausgeführt habe. War ursprünglich geplant (vom Trockenbauer). Ich habe dem entschieden wiedersprochen.

    Von der Glaswolle habe ich die Schnautze voll. Rauf zur Dämmung kommt mir im Moment eher Hanf, da dieser Schimmelresistent sein soll. Die Frage ist auch ob ich mit Rahspund und dann der diffusionsoffenen Bahn noch genügend diffusion hab. Auch sehe ich ein Problem, die Dämmung bündig an die Holzfaserplatte (Boden Dachspitz) bündig (volle 20 cm bei nem 20er Sparren) anzuschließen. Ich werd da wohl noch ein Gespräch mit dem Bauphysiker führen müssen.

    Die Dämmung landet spätestens Montag beim Nachbarn, der will Sie nämlich für sein Garagendach haben. Ich hab Ihn auf die Problematik mit Feuchter bzw. nasser Dämmung hingewiesen. Die noch einigermaßen Trockenen Teile will er haben und nach der Trocknung einbauen. :yikes

    Ja, ja ich weis, daß ich ohne Architekt einen s.... Fehler gemacht hab. Das wurde hier auch schon diskutiert. Daß der Architekt der jetzt meinen "Tekturplan" macht keine Lust auf ne Bauleitung hat, dürfte verständlich sein.

    Ich will meinen Putz auch nicht zu schnell trocknen, drum hab ich die Temperatur auf 15 Grad eingestellt. Dürfte hoffentlich passen. Der Gips-Kalkputz ist jetzt 7 Tage dran. Wenn ich einigermaßen sicher bin, daß der Putz trocken ist, kommt die ganze Dämmung runter und es ist schluß auf der Baustelle bis zum Frühjahr.
     
  14. Peeder

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    wer erzählt das ?

    Mineralwolle oder Steinwolle ist kein Nährboden für schimmel, Hanf schon .

    Welche Problematik, feuchte Mineralwolle , selbst nasse, kann nach der Trocknung, sofern sie nicht zusammengefallen ist, ohne bedenken und ohne einschränkung Ihrer Funktion weiter verwendet werden.


    Peeder
     
  15. acensai

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    Danke, dann bin ich mal wieder beruhigt :konfusius
     
  16. blacksektor

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    Naja, wenn ich das alles gewusst hätte, hätte ich anstatt E+D E+1+D gebaut. Hab eh einen Kniestock mit 1,6 Meter. Damit hätte ich mir einiges ersparen können.

    Dämmung ist fast raus. Jetzt wird das ganze Holz erstmals getrocknet. An einer Stelle, wo ich es fast vermutet hatte, konnte man schon den Schimmel sehen. Ich könnte bei soviel Unfähigkeit der Handwerker echt in die Luft gehen:bounce::bounce::bounce:
     
  17. Bruno

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    Ich will ja nicht lästern. Aber der Unfähigste dürfte der gewesen sein, der eine nicht fertige Dachkonstruktion mit einer nicht DIN-gerechten, extremen inneren Wärme- und Feuchtebelastung beaufschlagt hat.
     
  18. blacksektor

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    Beides Bauingenieure, Vater und Tochter. Alles kein Problem. Die Mauerwerkskronen der Innenwände sind offen und nicht gedeckelt. Genau da ist die Feuchtigkeit gewesen.

    Der Bereich zwischen Außenmauer wo die unteren Pfetten aufliegen waren auch noch problematisch. Dort ist es reingezogen und damit meterweise naß gewesen.

    Mit dem Bauphysiker hab ich letzten Montag noch gemessen, der meinte dürfte nur partiell sein. Er hat mich jedoch schon auf die Problematik der nicht gedeckelten Mauerwerkskronen hingewiesen. Und da kams dann auch kalt rein.

    Das zwischen den Sparren geschraubte Entlüftungsrohr fliegt mir auch raus und wird durch ein innenliegendes Lüftungsventiel ersetzt. An der Stelle mit dem Rohr war´s feucht ohne Ende.

    Das wird immer so gemacht, da gibt´s keine Probleme. Mein inzwischen vorhandener Architekt, der mir den neuen Eingabeplan zeichnet, hat verständlicherweise keine Lust, die Verantwortung für was zu übernehmen, daß er nicht geplant hat.

    Ich kann es nur immer wieder sagen, nie ohne Architekt, daß hätte mir einigen Ärger und einige Kosten erspart. :bounce::bounce::bounce:
     
  19. fmw6502

    fmw6502

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    Nur so mal am Rande: mach Deinen Frust nicht an einer Berufsgruppe fest.
    Ich habe selber mit BauIngs. (LP1-8) gebaut und ein optimales Ergebnis erhalten. Wenn Du hier verschiedene threads liest, findest Du aus jeder Berufsgruppe Beispiele Pfeifen und Spitzenkönner.

    Gruß
    Frank Martin
     
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  21. derF

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    Was meinst Du wieviel Millionen Menschen in Deutschland wegen der Unfähigkeit der Beamten in die Luft gehen könnten??
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 25. Dezember 2009
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    Du weisst aber schon, dass die Rohrbelüfter nur zulässig sind, wenn es mindestens eine ENTlüftung der Abwasserleitungen über Dach gibt?

    Und das ist keine Forderung, um was zu fordern. Das hat schon Sinn.
     
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Dämmung vor Innenputz und Feuchtigkeit

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