Dämmungsanschluss Fußpfette

Diskutiere Dämmungsanschluss Fußpfette im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe mich eben in diesem Forum angemeldet uns suche nach Rat. Wir haben ein Haus ca. Baujahr 1890. Das Erdgeschoss ist fertig...

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  1. grobi8698

    grobi8698

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    Hallo,

    ich habe mich eben in diesem Forum angemeldet uns suche nach Rat.

    Wir haben ein Haus ca. Baujahr 1890.
    Das Erdgeschoss ist fertig ausgebaut und nun soll das Obergeschoss als Wohnbereich saniert werden.

    Aktuelles Projekt: Dachdämmung

    Es soll mit 160mm Zwischensparrendämmung (Hanf) + 40mm Untersparrendämmung (Hanf) gedämmt werden.

    Dazu werden die Sparren aufgedoppelt um hinter der Dämmung 3 cm Hinterlüftung zu erreichen. (es wurden damals verschiedene Sparren variierend von 140 - 190 mm verbaut)

    Ich habe viel in Zeitungen und im Internet gelesen aber für mein nachfolgend beschriebenes Problem fand ich noch keine klare Lösung.
    Bevor ich nun einen großen Konstruktionsfehler mache und mich in ein paar Jahren ärgere möche ich es hier im Forum versuchen.
    Es muss doch jemanden geben der das gleiche oder ein ähnliches Problem hatte und eine gute Lösung gefunden hat.

    Mein Problem ist die Dampfsperrenanbindung im Fußpfettenbereich. Bei uns gibt es aber keine klassische Fußpfette.
    Die Außenwand hat einen ca. 11 cm breiten Balken. (siehe Skizze) Darauf liegen die Deckenbalken.
    Auf den Deckenbaken enden die Sparren.

    Nun muss ja die Zwischensparrendämmung bis über die Außenwand in den Dachkasten geführt werden.
    Kein Problem.

    Aber die Dampfsperrfolie luftdicht um die Balken zu führen ist aus meiner Sicht kaum möglich.
    Die Deckenbalken haben von den Haltehölzern der Pottaschefüllung noch die Nut. Damit ist es fast unmöglich hier dicht abzukleben.
    Außderdem sind die Deckenbalken nicht scharfe rechteckig sondern an den Kanten gerundet. (siehe Fotos)
    Somit stellt der Bereich Deckenbalkenunterseite ein weiteres Problem dar. Hier kann man sicher ebenfalls kaum dicht abkleben.

    Nun weiß ich nicht ob ich es zu kompliziert mache.
    Der Raum im OG bekommt auf die Balken einen Boden aus 25mm OSB. (siehe Fotos)
    An den kann ich ja die Dampfsperrfolie auch gut mit dem passenden Siga-Klebeband anschließen.

    Aber dann bliebe eben noch der Bereich zwischen den Deckenbalken. Hier würde ja die warme Luft aus dem EG einfach in die Zwischensparrendämmung weitergeleitet. Dies ist doch schlecht für die Dämmung und sicher auch bei Kondensation für die Balkenenden.

    Ich hatte nun überlegt, dass ich an die Balkenenden eine OSB-Platte passend zuschneide und anschraube.
    Dies an beide Deckenbalkenseiten und dann dazwischen eine OSB-Platte direkt über die Mauer und eine schräge OSB-Platte parallel zu den Sparren an die seitlichen OSB-Flächen.
    Damit hätte ich eine Art "Kasten" in den die Dämmung passgenau einsetzt werden kann und ich könnte die Dampfsperre bis an die OSB-Platte führen und ankleben. Somit wäre auch der Hohlraum der Decke mit nach außen abgesperrt.
    Die Dampfsperre würde dann zusätzlich an den OSB-Boden auf den Deckenbalken angeklebt werden.

    War das so verständlich beschrieben?

    Aber vielleicht handle ich mir damit ja erst recht Probleme ein.

    Vielleicht muss der Deckenhohlraum ja auch einen Luftwechsel ermöglichen? (hineindiffundierte Feuchte der EG-Räume abführen?)
    Vielleicht ist meine OSB-Plattenkostruktion auch die perfekte Kältebrücke und macht mehr Schaden als das sie etwas nützt?
    Vielleicht die der Bereich zwischen OSB-Platte und Deckenbalken gefährdet? (Kondensation?)

    Ich hoffe ich habe es jetzt verständlich beschrieben und hoffe auf Eure Vorschläge. :28:

    Gruß grobi8698

    Fotos und Skizzen des Bereiches habe ich hochgeladen.
     

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  3. Wieland

    Wieland

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    Warum 3 cm Hinterlüftung ??

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  4. Kalle88

    Kalle88

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    Weil da ne Gitternetzfolie als USB benutzt wurde die entsprechend beschissene Diffusionswerte hat...

    @ TS:

    Vergiss es! Also deine Ideen, damit wirst du nicht weit kommen und zum Ziel erst Recht nicht. Da steht einiges auf dem Plan, was du fachlich nicht überblicken kannst. Du musst den Ausbau nicht zwingend einem Handwerker überlassen aber bitte hole dir Sachverstand! Dir sollte ein Bauphysiker/ Bau Ing. oder Archi über die Finger schauen und zusammen mit dir eine funktionierende Lösung erarbeiten. Am besten, wenn der Sachverstand Ahnung von Häusern dieses Zeitalters hat - also Referenzen.

    Du hast ein Diffusionsproblem, du hast ein Konvektionsproblem, du hast ein Belüftungsproblem an den Traufen und noch viele andere die jetzt auf den ersten Blick ungesehen sind.

    Ganz luftdicht wirst du das nicht bekommen, wenn man hier nicht außerordentlich in die Tragstatik eingreifen will. Ich könnte mir vorstellen, dass man evtl. die Traufanbindung im Sub-Top Verfahren mit ggf. Aufmauerung, soptiven Dämmstoffen und Anschluss im inneren lösen könnte. Wobei das auch eher ein Kompromiss darstellt, wo man nicht unmittelbar von "luftdicht" reden kann und vermutlich mit geltendem Regelwerk nicht in Einklang zu bringen ist.

    Konstruktiv wäre es sicherlich notwendig und sinnig wenn man den Verbund Sparren/Deckenbalken/Auflager löst, so dass die DS am Sparren bis zum Mauerwerk durchgelegt werden kann und durchdringungsfrei angeschlossen werden kann. Andere mögliche Variante könnte sein, den Zwischenraum in der Decke "abzuriegeln". Wenn man ausschließen kann, dass vom EG wie vom DG keine Feuchtigkeit über Konvektion eingetragen werden kann, dann muss man auch keine Angst um Kondensation haben. Der Hohlraum also keine direkte Verbindung zum oberen wie zu unteren Luftvolumen hat. Hier sind aber gerade die Mauerkronen von einbindenden Wänden und Außenwänden entscheidend - Flankendiffussion, bez. Konvektion.

    Lange Rede kurzer Sinn - möglich ist fast alles es kommt nur auf den Hirnschmalz Desjenigen an der dafür bezahlt wird sich n Platte zu machen.
     
  5. mls

    mls Bauexpertenforum

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    kalle hat recht, aber vielleicht ergibt sich e. andere therapie.
    wie ist der zustand der gitterfolie und der dachdeckung?
     
  6. Gast036816

    Gast036816 Gast

    lass die konstruktion schnellstens von einem tragwerksplaner prüfen. das dach muss irgendwann einmal verändert worden sein. die sparren sind in den deckenbalken eingelassen und der deckenbalken hat kein vorholz. wenn du jetzt lastveränderungen vornimmst am dachaufbau vornimmst, kann sich das auf die labile verbindung sparren - deckenbalken auswirken.
     
  7. Taipan

    Taipan

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    Auch wenn du keine Veränderung vornimmst ... Das ist offensichtlich ein Sparrendach (gewesen) ... da haben die Deckenbalken normalerweise noch Holz vom Sparren, da der Sparren nach aussen schiebt. wwi, wer da mal die Balken gekürzt hat und die Aufschieblinge wegrationalisiert hat? Das ist wahrscheinlich bei der letzten Eindeckung passiert ... und sollte auf keinen Fall so bleiben.

    Der Sparren auf Bild 4 ist auch schon gewandert, weil der Deckenbalken SO nie hätte abgeschnitten werden können ...
     
  8. bauschaden

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    Es ist weder ein Stirn-, Brust- noch ein Fersenversatz zu erkennen. Werden die Sparren nur mit einem Heftbolzen gehalten?
     
  9. Neutal

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    So wie auf den Bildern zu sehen würde ich erstmal von jedem weiteren Laseintrag absehen, das wird nicht funktionieren. Die Balkenlage wurde sicherlich nachträglich eingekürzt um auf die Aufschieblinge zu verzichten, sowas machen Dachdecker ganz gerne mal.
    Vor allen weiteren Arbeiten bitte unbedingt den Fußpunkt neu berechnen lassen und hier für eine Ertüchtigung sorgen. Es gibt da einige Möglichkeiten die auch noch ganz praktikabel sind und in kurzer Zeit umsetzbar wären.
    Ohne eine Ertüchtigung des Fußpunktes kann das gesamte Dach über die Balkenköpfe hinweg abgleiten, also zusammenstürzen
     
  10. Kalle88

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    An die Traufe muss ja eh von außen ran.
     
  11. Taipan

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    Geht auch von innen ... Wenn man will ... fällt mir grad ne Möglichkeit ein ... wäre möglich ...
     
  12. Neutal

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    Mir fallen da gleich mehrere Möglichkeiten ein. Mit Zwei Mann ist man damit an einem Tag durch und muß sich keine Sorgen mehr machen
     
  13. Kalle88

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    Spielt das überhaupt ne Rolle, wenn man konstruktiv die Verbindung auflösen wollen würde?
     
  14. Taipan

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    Wieso auflösen? Die muss aber sowas von oberdringend wieder hergestellt werden!
     
  15. Gast036816

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    kalle meint wahrscheinlich dachstuhl runter, flachdach drauf!
     
  16. Kalle88

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    :shades Aber immer doch! :D

    Wieso auflösen? Weil die Deckenbalken im Weg sind um am darunter liegendem MW anzuschließen - theoretisch in klein Kalle's Welt ;)
     
  17. #16 Mecklenburger, 23. Februar 2015
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    Ich habe den gleichen Dachstuhl wie du drauf. Die Sicherung der Fusspunkte solltest du tatsächlich in Angriff nehmen.

    Ist keine große Sache. Da wird ein Balken vor den Fusspunkt gelegt und per Knagge werden die Lasten abgetragen.

    Zum Thema Dampfbremse. Das Netz ist voll von ähnlichen Aufbauten bei den die Bauherren unsicher sind, wie das im Detail fachgerecht ausgeführt werden muss.
    Anschluss und verkleben der Folie am Deckenbalken/Schwelle ist nicht ausführbar.
    Ein ausführbarer Weg zu dem oft geraten wird: Dämmen der Schwelle und den Bereich der Zwischenräume der Balkenlagen. Dadurch wird versucht eine Luftdichtigkeit in dem Bereich zu erreichen. Die Dampfbremse wird dann im DG auf der OSB Platte verklebt bzw. dem Gibelmauerwerk verklebt. Entspricht keiner Norm, birgt aber wohl das geringste Schadensrisiko.

    Lies dir das mal im unteren Bereich durch: http://www.ib-rauch.de/holz/decken.html
     
  18. #17 gunther1948, 23. Februar 2015
    gunther1948

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    hallo
    alles möglich wenn man aus dem liegenden Dachstuhl einen stehenden Stuhl macht.
    bj 1890 da sind die balkenköpfe in 98% der fälle nicht mehr so die beste holzqualität um die lastabtragung zu beurteilen.

    gruss aus de pfalz
     
  19. Kalle88

    Kalle88

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    Also das verlinkte Detail macht bei mir irgendwie ein wenig Kopfzerbrechen, wem geht das noch so?
     
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  21. Taipan

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    Wäre ich der Planer würde mir das auch Kopfzerbrechen machen. Da ich aber nicht der Planer bin, ist mein Schmerz mit dem Hinweis an den Bauherrn, dass er sich einen Planer holen muss, der dann die Kopfschmerzen hat, erledigt.
     
  22. Kalle88

    Kalle88

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    Tjoa, ich denke die erwartete Antwort kam nicht, sonst hätte es ja schon eine Reaktion gegeben... :D
     
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